Was die
Anti-Autoritäre erzeihung bringt kann man in den
Drogenopfer-Statistiken nachlesen.
Nicht das ich hier für Anti-Autoritäte-Erziehung eintreten will, aber zum einen hat Gewaltfreie-Erziehung damit erst einmal weniger zu tun und zum anderen gibt es den obigen Zusammenhang in Statistiken nicht.
Das sehe ich ja ähnlich. Menschen machen nunmal Fehler.
Es gibt aber einen Unterschied zwischen einem Fehler, den man
schon in dem Moment, wo man ihn begeht, zutiefst bereut und
aus dem man dann auch noch lernt, und einem bewussten Handeln.
Und bewusst ist es in dem Moment, wo man Gewalt nicht
kategorisch ablehnt.
Jup, das war genau das, was ich meinte. Denn in letzterem Fall kalkuliert man die Gewalt schon mit ein, und das finde ich mehr als bedenklich!
stell Dir doch mal ein paar Fragen, z.B. folgende:
Was willst Du mit Deiner Erziehung erreichen, z.B. in dem Fall, daß Dein Wusel-Gör (so es denn dann wuseln kann) über die Straße flitzt?
Wenn Du jetzt Deine Antwort gefunden hast, stell Dir vor, nicht das Wusel-Gör ist über die Straße geflitzt, sondern Du…
Haste?
OK, dann kommt jetzt die Autoritäts-Person - im letzteren Fall ein Polizist - holt aus und drischt Dir herzhaft eine in die Fresse…
Jetzt die große Preisfrage: hörst Du noch (akustisch), was dieser Polizist Dir sagt? Wirst Du darauf hören (im Sinn von Gehorchen)? Wirst Du verstehen, warum Du gerade eine gekleistert bekommen hast?
Hast Du mitgekriegt, daß über-die-Straße-flitzen die eigentliche Gefahr ist?
…und jetzt vergleich mal die Gedanken, die Du bei der letzten Situation bekommen hast mit dem, was Du Dir oben als Dein Erziehungsziel überlegt hast und zieh von dem Ergebnis noch ab, daß so ein Zwerg keine Lebenserfahrung hat, mit der es die Erfahrung der Schelle abgleichen kann…
Oder als allgemeine ethische Plattitüde ausgedrückt: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu…
Gruß
Sibylle
als frisch gebackener Vater mach ich mir Gedanken über die
Erziehung meines Sohnes. Dabei kam mir folgende Frage in den
Sinn. Ist eine Ohrfeige gleich Kindesmisshandlung? Meiner
Meinung nach nicht. Hat mir schließlich auch nicht geschadet.
Wie seht Ihre das?
Das liegt doch auf der Hand!
Wenn jemand als angeblich frischgebackener Vater sich als erstes Gedanken über die Prügelstrafe als Erziehungsmittel macht, hat er entweder nicht alle beisammen oder zuviel kriminelle Ernergie. In beiden Fällen gehört ihm als erstes das Sorgerecht entzogen.
Wenn das aber mit einer Bankwerbung verknüpft wird, liegt die Vermutung nahe, es handele sich um eine provokante Werbung im Benetton-Stil.
Es kann einen doch nur wundern, dass hier großenteils so ernsthaft darauf geantwortet wird, aber noch mehr muss einen verwundern, dass es noch Leute gibt, die ihm beipflichten.
Gruß
oranier
Wenn das aber mit einer Bankwerbung verknüpft wird
Ach herrjeee, das hab ich erst jetzt gesehen…oh Mann, und ich hab mich schon gewundert, dass der Typ selbst gar nichts mehr dazu zu sagen hat… *es hat geklingelt*
Übrigens: hätte die Betreffzeile ausgereicht, hätte ich
„Religion und Ethik“ geschrieben.
meinst du nicht auch, dass dies eine ziemlich schlechte
Ausrede ist? Über Platzprobleme sollten wir uns hier nicht
beschweren können
PS: die kritik ist nicht böse gemeint, sondern sollte nur
deine selbstkritik etwas anregen…
Deine Anregung trifft nicht ganz, weil ich tatsächlich „Religion und Ethik“ schreiben wollte, gemerkt habe, dass der Platz nicht reicht, dann an „R+E“ gedacht hatte, mich schließlich für „Religion“ entschieden habe
Aber nachher kann das ja jeder behaupten!!!
Unabhängig davon: es ist mir ziemlich wurscht, welche Postings in diesem „R+E“-Brett drin sind, aber die Frage was a) Erziehungsmethoden eines frischgebackenen Vaters (Eltern-Board, Psychologie, Pädagogik, etc.), der ja auch gar nicht auf Religion oder Ethik verwiesen hat, und b) besonders die Verlinkung eines Girokontos mit Religion und Ethik zu tun haben, betrachte ich nach wie vor als unbeantwortet.
ich finde es eigenartig, daß hier nur der gewaltaspekt behandelt wird. ich denke, eine tracht prügel auf den hintern (wie weiter unten „empfohlen“) ist sicher gewaltreicher als ein kleiner slaps ins gesicht.
bei der ohrfeige gehts nicht um gewalt sondern um erniedrigung! wer geohrfeigt wird, ist in diesem moment einfach dreck, kein mensch, nicht mehr wert als hund, dem man eins reintritt. (und sogar das wird tierschutzgesetzlich verfolgt!) nicht umsonst wird eine ohrfeige (gegen einen erwachsenen jetzt) nicht nur wegen körperverletzung und tätlichen angriffs sondern auch wegen _beleidigung_ geahndet!
das ist ein wichtiger aspekt. ich frage mich also eher, ob erniedrigung und bloßstellung ein geeignetes erziehungsmittel ist? statt der ohrfeige könnte man dem kind auch sagen „du nichtsnutziger dreck“. wäre das angemessen?!
Ich weiß nicht, warum das so ist, aber ein Schlag ins Gesicht, selbst wenn er nicht fest ist, ist etwas sehr Demütigendes.
(siehe weiter unten)
Ist also angesprochen worden. Und ich stimme dir da zu. Eine Ohrfeige ist so ein seltsam spezieller Weg, dem anderen zu zeigen, wie klein und armselig er ist. Und das als Erziehungsmaßnahme einzusetzten zeugt von nem Kleingeist. Da wär ich mal wieder für den Elternführerschein
es ist doch echt interessant, was so alles in eine Ohrfeige gelegt wird an Philosopie. Wahrscheinlich waren die ganzen Leute alle nie Kinder oder haben ihere Kinderzeit vergessen.
Allein der Unsinn mit der Demütigung. Eine Geste kann doch nur im gesellschaftlichen Konsens als demütigend empfunden werden udn was gesellschaftlicher Konsens ist, das müssen Kinder doch erst noch lernen. Woher sollen die wissen, ob eine Geste ein Lob sein soll oder eine Strafe - das muß man ihnen doch erst einmal sagen.
So weit ich micht entsinne, war für mich als Kind eine Ohrfeige einfach eine Strafe. Ein Zeichen dafür. das ich ganz fürchterlich was falsch gemacht haben muß (es war nämlich echt das allerletzte Mittel und kam so gut wie nie zur Anwendung. Höchstens dann, wenn meine Mutter total fasungslos war über den Mist, den ich angestellt hatte).
Natürlich dürfen sich Eltern nie so weit vergessen, daß sie mit aller Kraft zuschlagen. Und natürlich ist es kein Erziehungsmittel, sein Kind regelmäßig zu verprügeln.
Aber irgend etwas muß es geben, was das allerletzte Mittel darstellt.
Nun sind leider die meisten Leute, die sich zu diesem Thema äußern, zu bescheuert, eiunen harten Schlag von einem leichten Klaps zu unterscheiden. Deren halbe Gehirnwindung reicht offenbar nur, um um eine erhobene Hand zu sehen und in reflexartiges Gebell auszufallen.
Und deshalb kann man heutzutage auch gar nicht mehr rational über Erziehung diskutieren - da sind einfach nur noch Grabenkämpfe.
Aber eins gebe ich zu bedenken: Wir leben recht komfortabel in einer Demokratie dank usnerer Vorfahren. Und damals würde hin und wieder geschlagen. Also alle können davon ja nicht verblödet oder zu Neurotikern geworden sein - weil wir ansonsten ja wohl eher in einer großen Klapsmühle leben würden.
Ich kann dir sagen, dass ich von meinem Vater zwar nie eine Ohrfeige bekommen haben, dafür aber einen Hinternvoll, wenn er abends aus der Kneipe kam und ich mich mit meiner Schwester im Bett noch unterhalten habe!
Ich leide da heute sehr drunter! Träume nachts davon wie er meine Schwester und mich schlägt. Ja ich träume sogar davon, dass er mir meine liebsten SAchen weg nimmt und mich umbringen will.
Einerseits habe ich meinen Vater super lieb ( er würde alles für uns tun und will uns eigentlich nichts böses ) andererseits hasse ich ihn dafür.
Wenn jemand in meiner Nähe schlecht drauf ist habe ich gleich son Zucken in mir und gehe in Schonhaltung.
Es ist sehr sehr beschämend von seinen Eltern geschlagen zu werden. Ich kann auch nicht drüber sprechen mit jemanden. Nur halt schreiben.
Ich fühle mich heute noch verletzt!
Ich möchte nicht wissen , wie ich mich heute fühlen würde, wenn er mich auch noch geohrfeigt hätte!
Möchtest du ein Kind welches selbstbewusst und selbstdenkend ist, oder möchtest du ein Kind welches aus Angst vor Schlägen kuscht.
Ich werde meine Kinder nie schlagen, denn ich weiß, dass man Kinder auch Gewaltfrei erziehen kann.
Aber wahrscheinlich war das schreiben eh um sonst, weil dein Beitrag echt nur nach Werbung für ne Bank stinkt.
dein Posting erinnert mich an die oft gehoerte Maxime:
Man soll ein Kind nie im Affekt schlagen!
(weil man sich dann ja nicht unter Kontrolle hat
und vielleicht zu hart zu schlaegt)
Darauf kann ich nur fragen: wie kann man ein Kind
ausser im Affekt schlagen (oder klapsen oder
ohrfeigen)?
Will sagen: eine ausgerutschte Hand ist nicht
gut und nicht entschuldbar, aber unter Umstaenden erklaerbar.
Eine geplante, ruhig ausgeteilte Zuechtigung
(oder Ohrfeige oder Klaps oder…) ist einfach nicht
nachvollziehbar und nebenbei nicht erlaubt.
was hat gewaltfrei Erziehung
mit Antiautoritärer Erziehung zu tun
Nu, es ging hier um gewaltfreie Erziehung und du brachtest dazu deine Anmerkung bezüglich der Antiautoritären Erziehung. Deswegen habe ich darauf hingewiesen, dass es nicht das gleiche ist.