Ohrfeige = Schlagen?

Sexueller Missbrauch

Jedes zweite Kind wird sexuell missbraucht!

wie kommst Du denn bitte darauf?

Schwieriges Thema, da sehr viel nicht öffentlich gemacht wird.
Finden konnte ich:

http://www.zissg.de/einzseit/hannahme.htm:

Häufigkeitannahmen
Die Häufigkeit von sexueller Gewalt kann man nur sehr schwer bestimmen, da gerade hier eine besonders hohe Dunkelziffer besteht. Eine der wenigen Dunkelfeldstudien stammt aus dem Jahr 1992 (BANGE 1992).
Sexueller Mißbrauch ist ein Verbrechen, das relativ selten angezeigt wird, so daß man die angezeigten Fälle, etwa 10.000 bis 15.000 registrierte Fälle, mit dem Faktor 20 bis 30 multiplizieren muß, um zu einem realistischen Bild zu kommen (Bange 1992, Steinhage 1989, Seligmann 1996, Kavemann/Lohstöter 1984).
Bange geht davon aus, daß in der Bundesrepublik etwa jedes 4. Mädchen und jeder 12. Junge sexuell mißbraucht wird.
Von allen Sexualstraftaten stellt sexueller Mißbrauch die häufigste dar.
Sexueller Mißbrauch und Inzest machen 43% aller Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung aus (LINDER, 1997, 25).
Sexueller Mißbrauch kommt damit viel häufiger vor, als die Gesellschaft dies wahrhaben möchte. Die Dunkelziffer ist deshalb so groß, weil die Opfer oft emotional an den Täter gebunden und häufig noch sehr klein sind, weil Täter ihren Opfern ein Schweigegebot auferlegen, und weil Sexualität trotz aller Vermarktung und Enttabuisierung in der Öffentlichkeit nur schwer zur Sprache kommt. Außerdem wird sexuelle Gewalt gegen Kinder in der Gesellschaft tabuisiert.
Es besteht ein grundsätzlicher Unterschied, ob ein Kind innerhalb der Familie mißbraucht wird oder außerhalb, d.h. ob der Täter ein Familienmitglied oder ob er ein sog. Fremdtäter ist. Die angezeigten und registrierten Fälle beziehen sich nämlich hauptsächlich auf Fremdtäter; innerfamilialer Mißbrauch wird, wenn überhaupt, oft erst nach jahrelangem Bestehen zur Strafverfolgung angezeigt.
Eine vom Bundesministerium für Familie, Gesundheit und Soziales 1989 in Auftrag gegebene und 1993 veröffentlichte Studie (Burger 1993) stellt fest, daß es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine verläßlichen Zahlen über das Ausmaß von sexuellem Mißbrauch gibt. In den retrospektiven Befragungen wurden sehr unterschiedliche Prävalenzraten ermittelt. Allerdings ist eindeutig, daß Mädchen in erhöhtem Maße Opfer sexueller Gewalt sind. Das Alter bei der ersten Opfersituation wird sehr unterschiedlich eingeschätzt, wobei eine Zeitspanne von 10 bis 12 Jahren ermittelt wurde. Das Ausmaß an sexueller Mißhandlung scheint sich in den letzten Jahren zu erhöhen; dies kann allerdings auch auf die erhöhte Bereitschaft zur Öffentlichmachung von Straftaten zurückzuführen sein.

http://www.adlexikon.de/Sexueller_Missbrauch_von_Kin…:

Die tatsächliche Häufigkeit von sexuellem Kindesmissbrauch ist schwer festzustellen. Die Polizeiliche Kriminalstatistik des deutschen Bundeskriminalamtes führt für das Jahr 2003 19.477 erfasste Opfer auf. Diese Statistik enthält jedoch nur die bei der Polizei angezeigten Fälle. Das Dunkelfeld ist nach Auffassung der Experten deutlich größer. So kommen manche Organisationen auf Schätzungen von bis zu 300.000 missbrauchten Kindern pro Jahr in Deutschland. Diese Zahlen sind jedoch nicht belegbar.
Des Weiteren stoßen die entsprechenden Studien aufgrund ihrer Thematik allgemein auf zahlreiche methodische Hindernisse. Vor allem der Komplex des Nichterinnerns von Missbrauchserfahrungen ist hier zu nennen. Dies lässt sich häufig zurückführen auf Verdrängung, Kindheitsamnesie aber auch das Meiden eigentlich präsenter Erinnerungen, da diese als schmerzhaft erlebt werden. Auch werden bei den Studien nur selten spezielle Gruppen erfasst, bei denen eine höhere Häufigkeit angenommen wird (z.B. Therapiepatienten, Prostituierte, Drogenabhängige, Heimbewohner). Eine Studie anhand von 276 Therapieprotokollen (Brunner / Meyer 1994) wies bei enger Definition bereits 18,3% (m) und 25,2% (w) Betroffene aus.

So oder so: Viel zu viele und weitaus mehr als die breite Öffentlichkeit wahrhaben will.

Grüße
Christiane

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Allein der Unsinn mit der Demütigung. Eine Geste kann doch nur
im gesellschaftlichen Konsens als demütigend empfunden werden
udn was gesellschaftlicher Konsens ist, das müssen Kinder doch
erst noch lernen.

kleinkinder können das auch nicht wissen. aber ich möchte denjenigen sehen, der einen zweijährigen „ohrfeigt“. der kriegt vielleicht einen klaps auf die finger, wenn er an den herd greifen will. „AUA = ich darf nicht“, das ist die simpelste art gefahren abzuwehren. „strafen“ ist eine andere geschichte, die ich ablehne. so ein sch… funktioniert nichtmal bei einem haustier.

eine ohrfeige ist - nach meinem spachverständnis! - eine geste der demütigung. deshalb werden ohrfeigen auch nur bei älteren kindern und vor allem jugendlichen einen „effekt“ haben. der recht zweifelhafte „effekt“ ist, daß ihnen macht demonstriert wird und ihnen der platz des rechtlosen zugewiesen wird. gefangene, sklaven und vieh werden auch geschlagen…

gruß
dataf0x

Natürlich ist es eine Beleidigung, gar keine Frage, aber unter etwas „Unanständigem“ verstehe ich doch eher etwas deftigere Ausdrücke. Letztlich liegt´s ja an Harald, wie unanständig er das Wort wirklich findet:wink: Und das Wort „Spacken“ kenn ich eher aus dem Gebrauch von Pubertierenden, weshalb ich das, wenn ich es auch unfein finde, Leute hier so anzureden, nicht wirklich ernst nehmen kann.

Gruß, Dine

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Hi,

Ist eine Ohrfeige gleich Kindesmisshandlung? Meiner
Meinung nach nicht. Hat mir schließlich auch nicht geschadet.
Wie seht Ihre das?

Es kommt drauf an, was du meinst.
Dine hat das weiter unten recht treffend auf den punkt gebracht:

„Ich würde eine Ohrfeige, die nicht im Affekt verabreicht, sondern als Erziehungsmaßnahme eingesetzt wird, schon als Züchtigung bezeichnen“ [sic]

Wenn du jetzt also meinst, du könntest deinem kind ab und an mal eine semmeln, dann ist das weder erziehungsmittel noch zeugt es von charakterstärke.
Das zauberwort heißt hier mE „AFFEKT“.
Eine ohrfeige ist in aller regel eine affekthandlung, AUCH in der kindeserziehung.
Direkt zu schreien „GEWALT GEGEN KINDER“ und „KINDER SCHLAGEN“ mag in einer diskussion immer besonders dramatisch rüberkommen und als totschlagargument auch auch ganz praktikabel sein, ist von der realität aber weit entfernt.

AFFEKT. Das bedeutet nicht charakterlich einfach ohnmächtig zu sein, oder nicht-weiter-wissen, sondern bezieht sich auf eine situation.
Wer meint, kinder könnten einen nicht mal ganz schnell in eine solche situation treiben, in der man leider auch mal die kontrolle verliert, kennt kinder wohl nur aus dem fernsehn.

soweit…

LG Alex:smile:

Hallo, ja eben, steinigen, nicht ohrfeigen!
Das eine ist ein Gesetz der Thora und von Gott ohrfeigen eben nicht, egal wie schwer eine Strafe wiegt muß dies auseinandergehalten werden.
Aber für diese Steinigung muß auch sehr genau alle Vorschriften eingehalten werden, ganz sicher ist dies für unerziehbare Söhne bezogen, wohl nicht mal für Mädchen. Und auch nicht für leichte Vergehen, so einfach geht das nicht, lies mal genau durch.
Also man muß schon genau sich informieren. Aber da kommt schnell der Staatsanwalt…
Am besten es sein lassen…
Gruß Elia

Hallo Bens,
Wir sind ja im Btett „Religion“. Da steht nämlich in der
Bibel, dass man unfolgsame Söhne vor die Stadt bringen soll um
sie dort zu steinigen. Da ist eine Ohrfeige nicht einmal
erwähnenswert !
Gruss: hardy


Hallo Mathias.

Wo wohnst du? Luxusviertel?
Hast du Freunde? möglichst mit Kindern von 10-16?
Hast du ein Problem mit den Augen? oder willst du nur nicht
hinschauen?

Ich sprach nicht davon, dass ich keine Gewalt gegen Kinder sehe, sondern dass diese sich und dort auch alltäglich, in religiösen Kreisen konzentriert. Gegen diesen Zusammenhang habe ich argumentiert und nicht gegen Gewalt allgemein. Und so muss ich nach wie vor sagen, dass gerade in frommen christlichen und muslimischen Haushalten die ich kennen, Gewalt gegen Kinder eben nicht alltäglich ist.

Scholem,
Eli

Staatsgewalt und Elterngewalt
Hallo Sibylle,

OK, dann kommt jetzt die Autoritäts-Person - im letzteren Fall
ein Polizist - holt aus und drischt Dir herzhaft eine in die
Fresse…

Das Beispiel mit der Polizei ist recht passend. Polizisten dürfen in Normalfall keine Gewalt gegen andere Bürger ausüben.
Denoch kommt es gelegentlich vor.
Nämlich dann, wenn sich ein Bürger weigert, den Anweisungen der Staatsgewalt Folge zu leisten oder gewaltätig wird.

Übertragen heisst das, dass du nicht schimpfend daneben stehst und mit Fernsehverbot drohst, wenn dein Kind wiederholt ein anderes Kind schlägt oder die Theke in einem Supermarkt systematisch ausräumt, sondern das du es daran hinderst.
Der Ringkampf mit dem Kind und das Festhalten des Kindes ist Gewalt.
Die Entsprechung in der Erwachsenenwelt sind mehrere Polizisten die einen widerspenstigen Täter oder Verdächtigen niederringen und dann in Handschellen legen.

Die Ohrfeige hat hier aber keinen Platz, weder in der Erziehung, noch bei der Staatsgewalt.

Gruß
Carlos

Hallo,

man kann aber Kinder nicht mit Erwachsenen vergleichen. Erwachsene handeln eigenständig, die sollten mittlerweile wissen, was sie tun. Kinder müssen das erst lernen, und dafür sind Eltern da.
Und ein Kind sollte von denen nicht lernen, dass man zuschlägt, wenn man sonst nicht mehr weiter weiß.

Gruß
Cess

Hallo Cess,

Und ein Kind sollte von denen nicht lernen, dass man
zuschlägt, wenn man sonst nicht mehr weiter weiß.

Versteh ich dich richtig? Dein (angenommer)10jähriger Sohn schlägt mit einem Stock und tritt auf dem Spielplatz auf einen anderen Jungen ein. Er hört nicht auf dich und schlägt weiter.
Du wirst ihm den Stock nicht aus der Hand reißen. Du wirst ihn auch nicht wegzerren und festhalten, damit er sich nicht wieder auf den anderen Jungen stürzt.
Stattdessen wirst du daneben stehen und ihn anschreien, dass er damit aufhören soll. Gebenenfalls wirst du ihn einige Strafen androhen.

Was der Junge vor allem lernt, ist, dass seine Mutter eine Pappnase ist, die zwar redet aber nicht handelt. Jede konsequente Erziehung erfordert letztendlich auch die Möglichkeit erzieherische Maßnahmen durchsetzen zu können.
Wenn du dem Kind sagst, dass es im Regen ohne Jacke nicht spielen soll, weil es sich sonst erkältet und es auf dich nicht hört und einfach seine Schuhe anzieht und raus geht, ohne dass du es daran hinderst, was lernt das Kind dann?
Wenn du ein Fernsehverbot aussprichst und das Kind sich einfach die Fernbedienung schnappt und trotzdem fernsieht und du schaltest den Fernseher nicht aus. Was lernt das Kind dann?

Glücklicherweise sind solche Konfrontationen sehr sehr selten.
Enscheidend ist dabei, dass Kinder die natürliche Autorität ihrer Eltern spüren.

Differenzierst du übrigens zwischen Schlagen, Ringen, Festhalten, Wegtragen oder Wegdrücken?
Falls nicht, wäre das sehr schade. Besonders die Jungs wollen mit ihren Eltern nicht nur kuscheln sondern auch mal ringen.

Gruß
Carlos

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Hi,

interessant, was du aus meinen Worten liest. Ich habe hier an anderer Stelle schon mal deutlich gesagt, dass es noch viel gibt zwischen Schlagen und antiautoritärer Erziehung. Ich habe nirgendwo gesagt, dass ich alles durchgehen lasse.
Aber ich hatte schon lange und oft genug mit Kindern zu tun, dass ich weiß, dass es Situationen wie die von dir beschriebenen gibt - und dass man da ohne Schlagen rauskommt.

Klar muss man Kinder z.B. auch mal davon abhalten, Dinge oder andere Kinder zu demolieren (obwohl ich mich schon frage, was in der Beziehung falsch lief, wenn ein 10jähriger andere mit einem Stock verprügelt), aber dafür muss man sie nicht schlagen.
Festhalten, im Notfall wegtragen und z.B. in ihrem Zimmer wieder runterkommen lassen hat noch immer funktioniert, wenn sie so auf etwas eingeschossen waren, dass Worte nicht mehr durchkamen.

Aber wie gesagt, interessant, dass einige Leute zu denken scheinen, wenn man gegen das Schlagen von Kindern als Erziehungsmaßnahme ist, sei man gleich ein Weichei, eine Pappnase und würde auf antiautoritäre Erziehung stehen - lässt tief blicken, meine ich.

Gruß
Cess

Festhalten und Wegtragen = Physische Gewalt?
Hallo Cess,

ich bezog mich auf den Vergleich mit der Erwachsenenwelt.:

Der Ringkampf mit dem Kind und das Festhalten des Kindes ist Gewalt.
Die Entsprechung in der Erwachsenenwelt sind mehrere Polizisten die
einen widerspenstigen Täter oder Verdächtigen niederringen und dann
in Handschellen legen.

deine Antwort:

Und ein Kind sollte von denen nicht lernen, dass man zuschlägt, wenn man sonst nicht mehr weiter weiß.

Logische Folgerung -> Cess betrachtet das Ringen mit einem Kind und das Festhalten eines Kindes als Schlagen und als pädagogigisch abzulehnende Maßnahme.

Festhalten, im Notfall wegtragen und z.B. in ihrem Zimmer
wieder runterkommen lassen hat noch immer funktioniert, wenn
sie so auf etwas eingeschossen waren, dass Worte nicht mehr
durchkamen.

Ääähhh, genau das habe ich geschrieben.
Wir sind also in diesem Punkt doch einer Meinung.

Der Unterschied ist, dass ich dieses Festhalten physische Gewalt nenne. Wenn ein Mann dich gegen deinen Willen festhält und wegträgt würdest du dies sicherlich nicht gewaltfrei nennen.

Gruß
Carlos

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oT?
Hi Cess,

natuerlich hast du Recht.
Die Situation mit dem 10jaehrigen, die Carlos
konstruiert hat, ist nicht aus heiterem Himmel
denkbar.

Festhalten, im Notfall wegtragen und z.B. in ihrem Zimmer
wieder runterkommen lassen hat noch immer funktioniert, wenn
sie so auf etwas eingeschossen waren, dass Worte nicht mehr
durchkamen.

Ich stelle mir nur gerade vor (stoehnend? grinsend?) wie
ich versuche meinen juengeren (!) Sohn von einer
Situation wegzutragen. Pffffff…

Gruesse
Elke

Hi,

Logische Folgerung -> Cess betrachtet das Ringen mit einem
Kind und das Festhalten eines Kindes als Schlagen und als
pädagogigisch abzulehnende Maßnahme.

nein, ich hatte mich nämlich auf die Ursprungs-Frage bezogen, und da ging es um Schlagen.

Der Unterschied ist, dass ich dieses Festhalten physische
Gewalt nenne. Wenn ein Mann dich gegen deinen Willen festhält
und wegträgt würdest du dies sicherlich nicht gewaltfrei
nennen.

Es ist auch die allerletzte Möglichkeit. Und ich betone nochmal, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen Erwachsenen und Kindern. Ich sollte mich in meinem Alter nicht mehr so in Rage bringen (lassen), dass man mit Worten nicht mehr durchdringt. Bei Kindern kann das aber durchaus vorkommen. Trotzdem ist es natürlich eine Art physischer Gewalt und gefällt mir auch nicht wirklich - aber es ist nicht zu vergleichen mit einer Ohrfeige. Beim Festhalten versuche ich ja, vor Verletzungen zu schützen (das Kind selber und andere), mit Schlägen verletze ich aber selber.

Gruß
Cess

Ist gewaltfreie Erziehung möglich?
Dies hier ist keine direkte Antwort auf Deine Frage. Möchte die Gedanken mal in eine andere Richtung lenken.
Ist gewaltfreie Erziehung überhaupt möglich?
Klar, körperliche Gewalt gehört nicht in die Erziehung (denn immerhin lernen Kinder im Zusammenleben mit den Eltern auch Konfliklösen, schauen sich hier die Möglichkeiten ab). Daß es passiert, daß einem die Hand „ausrutscht“, versteh ich. Aber ich finde, daß dieses „hand-ausrutschen“ immer noch viel zu locker gesehen wird! Viele Eltern überdenken nämlich nicht ihren Erziehungsstil, sondern entschuldigen gelegentliche körperliche Gewalt mit „Hand-ausruschen“…
Aber was ich eigentlich sagen wollte: Wie zeigt man einem Kind sonst Grenzen auf? Angenommen es tut grad was, was es auf keinen Fall tun soll. Anschrein (sehr wirkungsvoll, weil Angst erzeugend - aber auch Gewalt)? Hände festhalten (auch Gewalt gegen den Willen des Kindes)? Zimmerarest (Freiheitsberaubung - ums mal provokativ auszudrücken)? Mit dem Kind ruhig reden, erklären, klappt nicht immer (eben weil Kinder nunmal ihre Grenzen austesten)…
Klar, pädagogisch gesehen: lieber auf Strafe verzichten und das erwünschte Verhalten verstärken (also belohnen)! Aber in der Praxis, wo viele Eltern keinen blassen Dunst von Pädagogik haben, nur die eigene Erziehung kennen???

Bye, Körst

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Körst,

Angenommen es tut grad was, was es auf
keinen Fall tun soll. Anschrein (sehr wirkungsvoll, weil Angst
erzeugend - aber auch Gewalt)? Hände festhalten (auch Gewalt
gegen den Willen des Kindes)? Zimmerarest (Freiheitsberaubung

  • ums mal provokativ auszudrücken)?

Du sprichst mir aus der Seele. Viele Eltern behaupten sie würden ihr Kind „gewaltfrei“ erziehen, weil sie es nicht Schlagen oder Treten.
Stattdessen schreien sie den ganzen Tag rum, arbeiten mit Erpressung und Drohungen.
Ein Kind hysterisch anzuschreien ist in meinen Augen genauso so scheußlich, wie es zu schlagen. Dummerweise betrachten heute immernoch viele Menschen das Anschreien als eine normale und legitime Form der Auseinandersetzung, wie es früher der Faustkampf unter Männern war.

Gruß
Carlos