Ohrpiercing mit 17?

Hallo,

meine Tochter will sich gegen meinen Willen ein Ohrpiercing in den oberen Ohrknorpel stechen lassen. Darf sie das mit 17 auch ohne unsere Erlaubnis?

Mit freundlichen Grüßen

Michael Wassmuth

Wir leben doch in einer aufgeklärten Zeit, in der wir Menschen, die über eigenes (Taschen-)Geld verfügen und in Kürze volljährig werden, nicht unnötig bevormunden sollten.
Da ein juristisches Verfahren gegen den Piercer, der das Piercing auf Wunsch Ihrer Tochter (und gegen Ihren Willen) durchführen würde, eine Laufzeit von ca 1 Jahr haben dürfte, werden Sie dieses Piercing wohl nicht verhindern können, denn auch wenn Ihre Tochter heute noch minderjährig ist, so wäre sie zum Gerichtstermin sicherlich volljährig, und jeder Richter würde das Verfahren dann niederschlagen.
Vielleicht überlegen Sie nochmal in aller Ruhe, ob es sich lohnt, wegen einer solchen Bagatelle einen Streit mit Ihrem eigenen Kind zu riskieren.
Und schließlich: Kinder, die mit 17 Jahren wegen eines Piercings ihren Willen gegenüber den Eltern durchsetzen, sind mir immer noch lieber als Eltern, die ihr Kleinkind - ungefragt - mit Ohrringen ‚beglücken‘, weil sie selbst es „so niedlich“ finden. DAS nenne ich Körperverletzung und Sorgerechtsmißbrauch…

Da Sie also fragen: Tragen Sie lieber Sorge dafür, dass das Piercing unter guten hygienischen Bedingungen durchgeführt wird und dem neuesten Erkenntnisstand entsprechend nicht ‚gestochen‘ sondern ‚gepuncht‘ wird, da es dann um ein Vielfaches leichter und schneller abheilt.

Ein verantwortungsbewusster Piercer wird es nicht machen, aber wenn sie älter aussieht oder selber eine Einverständnisserklärung schreibt, kann es gut sein das es trotzdem klappt.

Grundsätzlich ist doch gegen so ein Piercing nichts einzuwenden. Macht doch lieber einen Handel draus, Piercing gegen besser Noten, Ordnung im Zimmer, Hilfe im Haushalt,… o.ä. und begleitet sie dann in ein seriöses Studio, damit das ganze auch vernünftig gemacht wird.

Außerdem wäre sie nicht die erste, die sich sowas mit einer abgeflammten Nadel selber sticht oder von einer Freundin machen lässt.

Ist es euch da nicht lieber, sie bekommt ein vernünftiges Piercing?

LG

Hallo,

da Ihre Tochter noch keine 18 Jahre alt ist darf sie sich vom Gesetzgeber auch noch nichts ohne Einwilligung piercen lassen…es ist eine vorsätzliche Körperverletzung.

MfG
Manuela von www.Living-Colour.de

Hallo urgstein,
Ich weiss es nicht wie es bei Euch ist, doch bei uns kann man ohrenpiercing schon ab 16Jahren machen. Ich z.B habe mit 16 ein Zungenpiercing stechen lassen gegen den Willen meiner Eltern. Sie konnten nicht viel tun als mir zu sagen das es nicht schön ist. Am Anfang hatten sie natürlich Angst,dass ich mit diesem Aussehen falsche Leute (junkies, punks usw.) anziehe. Das ist nur eine Phase die wieder vorbeigeht erlaube es ihr, doch erlaube ihr nich zu viele Piercings. Es ist ja nichts bleibendes wie ein Tattoo. Mann kann das Piercing raus nehmen und es bleiben keinw Spuren.
Ich hoffe ich konnte Dir weiter helfen.
Grüsse von Klassiker007

Nein, jedes Piecing wird mit einer Operation verglichen, sie bekommt vom Piercer ein Formular den sie sich durchlesen und Unterschreiben musst, wenn sie noch keine 18 Jahre alt ist braucht sie die Unterschrift und den Personalausweis eines Elternteils, bei manchen muss auch ein Elternteil dabei sein, so ist es bei mir. Sollte der Piercer ohne Einwilligung der Eltern das Lochstechen, kann man ihn wegen schwerer Körperverletzung anzeigen!!!

hi !

nein - rein rechtlich gesehen ist ihre einverständnisserklärung nötig für ihre minderjährige tochter.

ein seriöser piercer wird ihr das dann auch nicht machen.
es gibt allerdings meiner erfahrung nach würde sich aber ein piercer finden lassen der es trotzdem macht.
z.b. jedes nagelstudio oder friseur hat heutzutage einen dieser schußapparate und nutzen diese oft unter eigentlich schlechten bedingungen. ein wirkliches desinfizieren dieser geräte ist fast nicht möglich.

knorpelpiercings sind auch bekannt dafür etwa schlechter zu verheilen oder immer mal wieder „zicken“ zu machen.

sie könnten auch zustimmen, allerdings nur bei einem seriösen piercer (den sie dann mitbestimmen). dort werden sie dann auch gut beraten und hygienisch behandelt. mit sicherheit besser als das sie in einem jahr zu dem nächst besten studio rennt und es dann stechen lässt - und eventuell probleme damit hat.

mfg

microbe

Piercen und Tätowieren ist in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt wenn die Eltern (einer reicht übrigens) keine Einverständniserklärung unterschreiben.
Ein seriöser Tätowierer lässt sich da auch auf nichts ein, da er im Falle eines Falles rechtliche Probleme bekäme. Es gibt aber auch Laien, die einfach das Handwerk ausüben ohne dafür eine Ausbildung zu haben…und dann wirds nicht nur gefährlich sondern auch kriminell. Ich würde ein ernstes Gespräch mit der Tochter empfehlen und die Herausgabe der Anschrift des Piercers.Die ENtscheidung was dann daraus folgen soll sollten Sie allein entscheiden. Aber auch die Tochter hat sich gesetzwidrig verhalten und Ihr Vertrauen missbraucht-schwierige Situation. Nun ist ein Piercing zwar nicht so tragisch wie ein Tattoo, das evtl. über viele jahre die Haut verschandelt…aber ich denke es geht gar nicht darum sondern um das Prinzip, oder?
Sprechen Sie mit ihr in möglichst aller Ruhe, das halte ich für sehr wichtig,in einigen Monaten ist sie 18 und hätte es sicher sofort nach ihrem Geburtstag gemacht. Ich würde wahrscheinlich versuchen zu erfragen warum sie nicht noch warten konnte und sie soo enttäuscht hat. Alles Liebe und Gute wünscht Gustel

Hallo,

nein, dazu benötigt sie bis zum 18. Geburtstag in D die Erlaubnis beider Erziehungsberechtigter.
Insbesondere, da das Piercing im Ohrknorpel keine vollkommen unproblematische Angelegenheit ist…

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Venhaus

Nein,darf sie nicht!

Hallo, ja mit 16 ist sie bedingt Gescheftsfähig und könnte diese Entscheidung schon selber treffen. Es kommt auf das Studio an , in das sie geht. Wir zum Beispiel lassen uns von allen unter 18 Jährigen die Vollmacht und den Ausweis eines Erziehungsberechtigten geben. Allerdings, wenn ich dir einen guten Rat geben darf… Aus langjähriger Erfahrung kann ich dir nur sagen, wenn du nicht möchtest das deine Tochter , dann am 18 Geburtstag alles machen lässt was sie will nur um euch zu zeigen das sie jetzt darf, erlaube es ihr lieber, denn die meisten Kids in der Situation übertreiben dann und bereuen es dann später und du auch
L.G. Marion von Sam’s Tattoo Ge

Hallo Herr Wassmuth,

soweit ich weiß benötigt ihre Tochter bis zum 18. Lebensjahr Ihre Einverständniserklärung.

Aus eigener Erfahrung würde ich Ihnen jedoch raten zuzustimmen und Ihre Tochter sogar zu begleiten. Sie wird so oder so eine Möglichkeit finden, sich dieses Piercings machen zu lassen, da viele Piercer nicht genau auf das Alter achten. Mein Nasenpiercing wurde damals sogar von einem Arzt im Alter von 15 Jahren ohne Einverständniserklärung meiner Eltern gemacht. Was dem Arzt ziemlich egal, meine Eltern wußten davon und hätten zugestimmt, also war es kein Drama. Bevor Ihre Tochter zu einer dubiosen Stelle geht, um dieses Piercing zu bekommen, würde ich sie lieber begleiten. So schlimm ist ein Ohrpiercing ja nun auch nicht.

Mit freundlichen Grüßen
popy

Hallo Michael Urgstein!
nicht wirklichdarf sie das - außer es wäre therapeutisch für irgendwas medizinisch akut nötig- Eltern setzen in Sachen Einverständnis fest, was geht. Die Elternund nur sie dürfen über Körperverletzungen bestimmen sie allein können und müssen auch bei jedem ärztlichen Eingriff zustimmen. Das ist der Gesetzestext. Wenn sie das Piercing aber wirklich will wirst du es aber kaum verhindern können, dass sie es sich selber macht, wie hunderte vor ihr…mit Hilfe einer Freundin, eines Freundes etc. Mein pragmatischer Tipp: dafür sorgen, dass sie es sich nicht in einer unhygienischen Badezimmeraction „reinfixelt“- pragmatisch gesehen ist es vermutlich clever… das Piercing- Studio auf Sauberkeit zu checken und dann sicher stellen, dass die Tochter mindestens eine professionelle Info über Gefahren (gips kaum welche, wenns vernünftig angegangen wird) ein paar Wochen gescheit Pflegt - mit Octenisept 2x täglich desinfizieren, Piercing niemals angreifen oder bewegen… Schmerzen aushalten…weil Knorpel heilen eben langsamer als gut durchblutetes Gewebe. Passieren kann dabei vergleichsweise wenig, wenn sie nicht dauernd dran rumspielt…Bedenke - mit 16 darf sie den eigenen Wohnsitz wählen- also lieber arrangieren als konfrontieren. Denn mit dem 18. Geburtstag ist es ohnehin mit der Kontrolle vorüber- warum ein Jahr einen nicht zu gewinnenden Krieg pflegen.

Aber das ist eine ganz andere Geschichte…Grüße an Deine Frau…
Alles Liebe!

Wolfgang

Hallo,

ein seriöser Piercer wird nach dem Ausweis und nach
einer Einverständniserklärung Eltern fragen.