Hallo,
eine Kollegin von mir hat seit zwei Wochen Beeinträchtigungen beim Hören (rechtes Ohr). Während eines Fluges bei der Start- und Landephase fingen die Schmerzen an. Mittlerweile klagt Sie über Druckschmerz im Ohr - unter dem Ohrläppchen, zwischen Unterkiefer und Nackenmuskel (Seitenwender?).
Was ist das? Übrigens, Es ist klar, dass sie damit zum HNO-Arzt gehen wird
.
Vielen Dank
Marie
Hallo Marie
eine Kollegin von mir hat seit zwei Wochen Beeinträchtigungen
beim Hören (rechtes Ohr). Während eines Fluges bei der Start-
und Landephase fingen die Schmerzen an. Mittlerweile klagt Sie
über Druckschmerz im Ohr - unter dem Ohrläppchen, zwischen
Unterkiefer und Nackenmuskel (Seitenwender?).
Wahrscheinlich konnte Deine Kollegin den sogenannten Druckausgleich nicht machen. Die sog. Valsalva-Methode funktioniert wie folgt: Druckausgleich mit der Nase, man hält die Nase zu und bläst hinein (wie beim Naseputzen). Da die Luft nicht durch Nase oder Mund entweichen kann, wird sie über die Eustachische Röhre zum Trommelfell geleitet und bewirkt so den Druckausgleich. Den „hört“ man dann als leichtes Knacken in den Ohren und die Schmerzen, die vorher waren, sind weg.
Was ist das? Übrigens, Es ist klar, dass sie damit zum
HNO-Arzt gehen wird
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Hoffentlich, sonst hätte ich ihr das geraten! 
Liebe Grüsse
Moni 
Hallo Marie,
Schmerzen in der Gegend können auch bei einer sog. „Mastioditis“ auftreten, einer bakteriellen Entzündung der Warzenfortsatzzellen hinten unter dem Ohrläppchen. Die kann wiederum auf eine Mittelohrentzündung zurückzuführen sein, welche erst im Flugzeug beim Druckausgleich (die Entlüftung zum Rachen hin ist wegen Schleimhautschwellung gestört) symptomatisch geworden sein könnte. Genauso könnte es aber sein, daß beim Druckausgleich das Trommelfell einriß. Letzteres müßte hierzu aber vorgeschädigt sein - z.B. i.R. einer akuten oder chronischen Mittelohrentzündung, welche ja wie gesagt zusätzlich noch den Druckausgleich behindert.
Kann aber genauso gut sein, daß die Schleimhaut durch die trockene Flugzeugluft gereizt ist und der HNO außer einer geringen Rötung nichts feststellen kann.
Soll heißen: Bei Akutbeschwerden, v.a. bei Entzündungszeichen wie Fieber oder Kopfschmerz, insbesodere aber bei Schwellung und Hautrötung über dem Warzenfortsatz, zügig bis sofort in die Klinik, ansonsten zum nächsten HNO-Praxistermin.
viele Grüße,
Oliver
Hallo Marie,
versuch es mal mit „Rebstockwasser“. Das ist ein homöopathisches Mittel aus der sog. „Hildegard-Apotheke“. Es ist in Apotheken erhältlich. Es wird äußerlich rund um das Ohr mehrmals täglich aufgetragen. Bei mir hat das bei einer schlimmen Mittelohrentzündung, die mit Antibiotika nicht kleinzukriegen war, geholfen. Ich war innerhalb von 45 min schmerzfrei, nachdem ich zuvor über mehrere Wochen hinweg insgesamt 3x Antibiotika genommen hatte.
Das Mittel enthält ausgedrückten Saft von Rebholz (Weinstock) mit Olivenöl. Mir ist selber nicht ganz klar, was davon wirkt. Körperwarmes Olivenöl gilt ja als universelles Mittel bei Ohrenschmerzen, wenn keine andere Medizin zur Verfügung steht. Reines Olivenöl (kaltgepresst!) kann man auch ins Ohr tropfen.
Gute Besserung wünscht
Michael