Okay, das auch nicht, was kann es noch sein?

Willkommen zum fröhlichen Krankheitenrätselraten.

Die Beschwerden:
Seit Mitte März: Schmerzen im Oberbauch, besonders direkt unterm Busen. Schmerzen sind morgens besonders stark, können durch Essen ein wenig gedämpft werden, bei allen anderen Nahrungsaufnahmen treten Schmerzen aber auch danach auf. Stichartige Schmerzen 2 cm über dem Nabel, manchmal auch an anderen Stellen des Bauches. Absolute Druckempfindlichkeit, Hosen können nur auf Hüfte getragen werden, der Druck des BH löst Schmerzattacken aus, fühlt sich an als würde sich im Oberbauch was zerbersten/ausstülpen.
Vorbeugen geht nur unter Schmerzen, heben über 500g auch nur unter Schmerzen, bei zu schweren Heben folgt eine Schmerzattacke. Die Schmerzattacken dauern 1-2 Stunden und lassen sich durch Wärme etwas lindern. Die Schmerzen im Oberbauch treten auch auf, wenn der Magen nicht übersäuert ist.
Schlafen ist kaum möglich - auf dem Bauch gar nicht, auf dem Rücken beginnt der Oberbauch irgendwann zu Schmerzen. Manchmal gibt es auch Schluckbeschwerden, als wäre da ein „Knick“

Medikamente:

  • Thyronajod 75mg
  • Lansoprazol 30mg 2x täglich
  • Claversal 500mg 3x täglich (gegen Schmerzen im linken Unterbauch, hilft auch)
  • Bei Bedarf Talcid

Was bisher gemacht wurde:

  • Magenspiegelung, nicht ganz ein Jahr her, leichte Gastritis, Zwerchfellbruch (nicht Behandlungsbedürftig), keine Geschwüre in Magen oder Zwölffingerdarm
  • Ultraschall, innerhalb der letzten drei Monate 6 Mal, Bauchspeicheldrüse ist top, Galle hatte vor zwei Monaten leichten Sludge, sonst in Ordnung
  • CT, unauffällig
  • Darmspiegelung: Keine Divertikel oder ähnlich auffälliges
  • MRT: Keine Geschwulste, kein Bauchwandbruch (bisheriger Verdacht), genauere Ergebnisse kommen noch, aber optisch erstmal nichts zu sehen.

Hat jemand noch eine Idee was es sein könnte?
Die Schmerzen werden schon so stark, dass ich in den letzten Wochen öfter in der Uni fehlen musste, was extrem blöd ist, da ich dieses Semester noch einiges fertig bekommen möchte.

Mein Hausarzt meint, wenn beim MRT jetzt nichts genaueres rauskommt, muss ich ins Krankenhaus. Aber was kann da schon noch gemacht werden, dass nicht schon gemacht wurde?
Ich mache mir langsam Sorgen, die Schmerzen sind da, ich bin erheblich eingeschränkt (heben und vorbeugen ist schon irgendwie mal nötig im Alltag und unter Schmerzen kann ich nicht denken) und keiner weiß was es noch sein könnte.

lg
Kate

Hi,

Willkommen zum fröhlichen Krankheitenrätselraten.

Rätselraten, wie du schon richtigerweise sagst.Es kann es von der Durchblutungsstörung bis zur Psychosomatik alles sein.

Grüße
Markus

Hi

So, welche Durchblutungsstörungen können sowas denn hervorrufen?

lg
Kate

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Hallo,

deine Chinareise ist nicht lange her, du hattest hier einiges beschrieben. Was mich sehr verwundert:

Du nimmst trotz fehlendem Befund ein Mittel gegen Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Lansoprazol). Gleichzeitig ein Medikament gegen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, welches bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren eh nicht eingenommen werden darf (Claversal). Beide Medis sind ohne Befund mehr als unnötig, und nicht zur Vorbeugung gedacht (auch wenn dies in den Beschreibungen teilweise so steht). Weshalb nimmst du sie? Ich würde sofort damit aufhören.

Hat jemand noch eine Idee was es sein könnte?

Ja. Vorsprechen bei einem Tropeninstitut zu deiner Beruhigung oder, wozu ich eher tendiere wegen:

Die Schmerzen werden schon so stark, dass ich in den letzten
Wochen öfter in der Uni fehlen musste, was extrem blöd ist, da
ich dieses Semester noch einiges fertig bekommen möchte.

…langsam beginnen, dich mit banalen Dingen auseinanderzusetzen. Reizdarm, nervöser Magen nennt man beispielsweise diese banalen Dinge. Ich habe den Eindruck, bei dir muss aus irgendwelchen alten und diversen Geschichten heraus immer alles perfekt sein, es muss immer was besonderes sein, du lässt dich von jedem und allem immer und zunehmend unter Druck setzen.

Du bist jung, und wie es scheint auf dem besten Weg dich selbst ein wenig fertig zu machen. Gönn dir ausreichend Pausen, Pausen von deinem Studium, von deinem selbst auferlegten Stress. Beschäftige dich mit Entspannung, Loslassen, Geduld haben, Kopf und Bauch frei machen, Schmerzen ohne Hilfsmittel abbauen, Ernährung…
Dafür muss man sich aber wirklich auch die Zeit nehmen.

Ich mache mir langsam Sorgen, die Schmerzen sind da

und werden nicht nachlassen, bis chronische Zustände dich tatsächlich erreicht haben. Dann wird es richtig schwierig.

Franz
Ich weiß, das wolltest du vielleicht nicht lesen jetzt. Es ist lediglich meine Einschätzung.

hi

Weshalb nimmst du sie? Ich würde sofort damit aufhören.

Beides vom Arzt verschrieben. Das Lansoprazol nehme ich wegen der Gastritis, ganz ohne komme ich nur sehr selten zurecht, egal wie schonend ich esse (bzw. gar nicht esse wenn es schlimm ist).
Das Claversal nehme ich seit der Darmspiegelung, mein Hausarzt (Internist) wollte sichergehen, dass keine Divertikel o.ä. da sind. Vorher waren die Schmerzen im linken Unterbauch so stark, dass ich mich nur noch gewunden habe und nicht mehr klar denken konnte. Mit dem Claversal sind zumindest diese Schmerzen nicht mehr da.

heraus immer alles perfekt sein, es muss immer was besonderes
sein, du lässt dich von jedem und allem immer und zunehmend
unter Druck setzen.

Es stimmt schon, dass ich sehr darum bemüht bin in den Bereichen, die mir wichtig sind, sehr gute Leistungen zu erbringen. Aber nicht in allen Bereichen… jeder hat doch Dinge in denen er gut ist. Seit ich keine Klausuren mehr schreiben muss mache ich mir um Prüfungen auch keine Sorgen mehr. Erst jetzt wird es langsam eng, weil ich eigentlich seit zwei Monaten wieder an meinen Arbeiten sitzen sollte.

Du bist jung, und wie es scheint auf dem besten Weg dich
selbst ein wenig fertig zu machen. Gönn dir ausreichend
Pausen, Pausen von deinem Studium, von deinem selbst
auferlegten Stress. Beschäftige dich mit Entspannung,
Loslassen, Geduld haben, Kopf und Bauch frei machen, Schmerzen
ohne Hilfsmittel abbauen, Ernährung…

Das sagst du so, und was mach ich dann? Ich kann mich doch nicht einsargen lassen. So viel Stress habe ich im Leben nicht, wirklich nicht. Wenn ich noch weniger Stress habe bedeutet das, dass ich von morgens bis abends im Bett liege und an die Decke starre. Ich muss später doch auch mal einen normalen Job arbeiten, das wird auch nicht weniger stressig sein. Ich kann nicht sagen „Ich mach halt mal ein Semester Pause“, dann krieg ich kein Geld mehr und dann ist ende, aus, finito.

Andere schaffen es doch auch ganz normal zu studieren, wenn studieren zuviel „stress“ für mich ist, obwohl es mir leicht fällt, gute Leistungen zu erbringen, wie soll ich dann denn eine normale Arbeit schaffen?

lg
Kate

Hallo,

du hast die Antwort von Franz nicht komplett verstanden.

Andere schaffen es doch auch ganz normal zu studieren, wenn
studieren zuviel „stress“ für mich ist, obwohl es mir leicht
fällt, gute Leistungen zu erbringen, wie soll ich dann denn
eine normale Arbeit schaffen?

Hier liegt irgendwo ein Problem. Bei dir und nur bei dir! Du versuchst alles bestens zu machen und das macht dich krank.

Stellt sich die Frage warum das so ist. Sind die Erwartungen deiner Eltern so hoch, dass du da nicht raus kommst? Oder oder oder.

Jeder reagiert anders. Wenn du magst kann du mal in diesen Post reinklicken:

/t/magersucht–6/6367245/9

Auch das ist eine Form von Stress, der krank macht. Es soll dich nur zum nachdenken anregen, wo etwas bei dir schief läuft, mehr nicht.

Gruß und alles Gute
Kati

Hai,

So, welche Durchblutungsstörungen können sowas denn
hervorrufen?

So, diese.
http://www.eesom.com/go/Verdauungssystem/D%FCnn-+und…

Grüße
Markus

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Hi

Das ist es ja, ich habe keine Ahnung was der schädliche Stress sein könnte.

Meine Eltern setzen mich überhaupt nicht unter Druck, das haben sie nie. Ich wünsche mir für mich selbst eine erfolgreiche Zukunft. Ich möchte eine erfolgreiche Forscherin werden und etwas Bleibendes, sei es noch so klein, für die Menschheit leisten. Und dafür braucht man eine gute Ausbildung. Mir macht meine Arbeit _Spaß_ und ich empfinde es viel mehr als Stress, dass ich jetzt nicht so kann wie ich will, weil ich so gerne weiterarbeiten würde. Wie gesagt, ich arbeite gerne an meinen Themen und es belastet mich, dass ich momentan nichtmal ein simples Bibliotheksregal benutzen oder ein Körbchen Bücher tragen kann.

Ich habe im letzten Jahr intensiv daran gearbeitet mein Leben zu entschleunigen und ein Privatleben aufzubauen das nicht nur vor dem PC stattfindet. Ich ging mehr aus, öfter mal ins Kino, oder Shoppen. In Seminaren die nicht wichtig für meine Note waren hielt ich mich zurück und überließ auch mal anderen die Arbeit. Aber statt dass es besser wurde, wurde alles irgendwie nur schlimmer. Durch die Schmerzen und Darmprobleme ist ein Kinobesuch, zumindest wenn ich den Film ganz sehen will, nur in sehr guten Phasen möglich und Shoppen nur wenn ich genau weiß wo ein Klo ist oder den Vormittag über nichts gegessen habe.

Ich weiß wirklich nicht, wo ich da ansetzen soll.

lg
Kate

Hallo,

an beiden Antworten sehe ich, dass du mich nicht verstanden hast oder besser gesagt, ich habe mich wieder einmal zu knapp und missverständlich ausgedrückt.

Beschäftige dich mit Entspannung, Loslassen, Geduld haben, Kopf und Bauch frei machen, Schmerzen ohne Hilfsmittel abbauen, Ernährung…
Dafür muss man sich aber wirklich auch die Zeit nehmen.

Deine Antwort war

Das sagst du so, und was mach ich dann? Ich kann mich doch nicht einsargen lassen. So viel Stress habe ich im Leben nicht, wirklich nicht. Wenn ich noch weniger Stress habe bedeutet das, dass ich von morgens bis abends im Bett liege und an die Decke starre.

Oder hier jetzt:

Ich habe im letzten Jahr intensiv daran gearbeitet mein Leben
zu entschleunigen und ein Privatleben aufzubauen das nicht nur
vor dem PC stattfindet. Ich ging mehr aus, öfter mal ins Kino,
oder Shoppen.

Du investierst dich und deine Zeit in Lernen, Wissen, (berufliche) Zukunft. Du investierst aber weitgehend in und für „Äußerlichkeiten“. In Dinge, die dich, dein Ich treffen und berühren, investierst du im Grunde genommen nichts.

So wie die tägliche Körperpflege (äußerlich) gehört auch die Pflege der Psyche zum Tagesprogramm. Sollte sie zumindest. Du entschleunigst nicht, du lässt entschleunigen. Du achtest auf Gesundheit erst, wenn sie angegriffen ist, und lässt dann andere sich um deine Gesundheit kümmern. Sicherlich sind Shoppen, Kino, Tanzen etc. geeignet, für einen Ausgleich und Ausgewogenheit der „Äußerlichkeiten“ zu sorgen. Beruf vs. Privat.

Mit

Beschäftige dich mit…

in der konkreten Angelegenheit meinte ich jedoch aktives Tun hinsichtlich der aufgezählten Punkte. Nicht im Bett rumliegen :smile: oder sich von irgendwas berieseln lassen. Aktiv werden im Sinne von (wirklich nur als Beispiele) MBSR, Meditationen, Atemübungen, … erlernen und üben. Innere Achtsamkeit erfahren und praktizieren (ist auch für die Betrachtung von Äußerlichkeiten sehr hilfreich). Kleine Zeiteinheiten hierfür in das tägliche Leben einbauen.

Ich weiß, das ist offensichtlich schwieriger als man denkt. Ich treibe mich aus gutem Grund z.B. auch in Selbsthilfegruppen um, und erlebe es immer wieder: Auf Fragen wie „was tust du konkret für dich, deine Psyche, wann, wie häufig…“ kommt meist betretenes Schweigen. Obgleich hinreichend Bedarf anstünde.

Entscheiden muss man selbst, ob und wie man damit umgeht und es angeht. Es bleibt leider meist wegen falsch verstandener Floskeln wie „Alternativ-“ oder wegen „ich hab keine Zeit, wie soll ich das auch noch machen?“ auf der Strecke. Beides keine Begründungen, lediglich Ausreden :wink:

Franz

„Meditation ist keine Entspannungstechnik!“

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Hallo Kate,

ich weiß, dass es zunächst ziemlich abwegig klingt - aber bist Du schon auf Chlamydien untersucht worden?

Vor einigen Jahren hatte ich über einen geraumen Zeitraum hinweg ganz grauenhafte Bauchschmerzen, bei denen ich mich buchstäblich vor Schmerzen am Boden gewälzt habe. Sie traten an wechselnden Stellen auf, aber tendenziell eher im Oberbauch. Über Monate hinweg bin ich damit von Pontius bis Pilatus gerannt, ohne dass irgendetwas festgestellt werden konnte, und natürlich habe ich auch das Etikett ‚psychisch bedingt‘ aufgeklebt bekommen. Bis ich schließlich durch Zufall an eine Vetretungsärztin geriet … Und siehe da: Es war eine verschleppte, untypische verlaufende Chlamydieninfektion.

Alles Gute!

=^…^=

an beiden Antworten sehe ich, dass du mich nicht verstanden
hast oder besser gesagt, ich habe mich wieder einmal zu knapp
und missverständlich ausgedrückt.

passiert mir auch oft.

Den Rest deiner Antwort lass ich hier weg.

Mädel wenn du es nicht alleine schaffst Ruhe in dein Leben zu bringen, bitte suche Hilfe, egal wo, Selbsthilfegruppe Psychotherapeuth.

Franz für dich ein * du kannst dich besser ausdrücken als ich.

Gruß
Kati

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HAllo also ich kenne ein Maedel, bei der Stress (selbstverursacht durch eigene hohe Ansprueche am ende des Studiums) und eine Hiatushernie (Zwerchfellbruch) genau diese Beschwerden bildeten. Vor allem ein vollkommen unkontrollierbares Essensbeduerfnis, da das die Schmeryen nahm.
Und noch waehrend ich diese Aehnlichkeit bemerkte les ich bei dir, dass ein Zwerchfellbruch vorliegt. Wieso soll der nicht behandlungsbeduerftig sein, wenn er offenbar Beschwerden macht.
Kann es sein, dass du da nur etwas falsch verstanden hast, dass man an der Hernie ausser einer OP nichts machen kann und eine OP uebertrieben waere. Dann lasse dich aber wenigstens ueber unterstuetyende MAssnahmen aufklaeren. Auch das ist Behandlung, wenn auch nicht Ursachebeseitigend.

Weiter unten lese ich dass du selbst dir auch Gedanken um die ZUkunft, ein gutes Studienergebnis etc. machst. Das ist berechtigt, kann aber Magenprobleme verstaerken.

Suche dir einen Arzt, der deine Hernie ernst nimmt und einen Psychologen, der dich lehrt mit dem Studienstress und eigenem Perfektionismus klarzukommen (PsychoHilfe gibt es gratis uebers Studentenwerk).

Und dann gute Besserung.
B