Hi!
Na, das ist ja mal eine tolle Argumentation. Leute, die keine
Kohle oder keine Zeit haben, um zur Kundgebung zu fahren, sind
Schuld daran, daß die „Politik“ machen kann, was sie will?
-)
Wer sich engagiert, muss mit den Folgen leben. „Keine Kohle“
und „keine Zeit“ sind die am meisten vorgeschobenen Einwände
in unserer Gesellschaft.
Ich glaube, dass hier einer keine Ahnung hat, was manch einer
im Monat verdient ?
Möglicherweise. Mich kannst Du jedoch nicht meinen.
Sach mal , wo lebst du denn? Wieviel Kohle hast du wohl übrig
wenn du für 180 Stunden im Monat netto 900 Euro hast und die
für Leben und Wohnen von 4 Personen reichen soll?
…dann würde ich mir keinen Oldtimer anschaffen und die Demo in Berlin wäre mir egal.
Ferner ist es sehr wichtig, sich trotz gegenteiliger andauernder Suggestionsversuche durch einschlägige Medien klarzumachen, dass Deutschland nicht mehrheitlich aus Geringverdienern, Arbeitslosen und Hartz4-Empfängern besteht.
Es geht um einen Samstag. Die Kosten betragen vielleicht
200€. Weniger saufen und rauchen, schon geht´s nach
Berlin…
Aha… nur 200 € ?
Ich fahre also mal eben morgens 7 Stunden nach Berlin, 6-8
Stunden Kundgebung, 7 Stunden Rückfahrt.
Eine Supergaudi… 1.400 Km insgesamt und davon dann 700 Km
völlig übermüdet zurück. Oder übernachte ich doch in B? Kostet
im Etap ja nur 68 €.
Sag mal… hast du vor mich nach hause zu schieben ? OK, dann
könnte es hinkommen - aber nur gerade so eben - nur mit der
Zeit nicht.
Ich wohne nun doch ein Stück weg von Berlin, so ca. 600 Km.
4,5 Stunden hin, 4,5 zurück. Das geht schon an einem Tag, wir werden zu zweit oder zu dritt fahren.
Der 123er kostet im Verschleiß wohl 30 Euro, die 1.200 Km bei 10 L/100 Km sind somit ca. 150€ Sprit. Noch 30 Euro für Essen und Trinken, sind also 180 €.
Oder penne ich im Wagen ein paar Stunden ? OK Ich fahre also
nach 4 Stubnden nach feierabend dann Samstag morgens um 2 Uhr
ab, bin um 9 Uhr da, lege mich dann um 17 Uhr aufs Ohr und bin
um 24 Uhr zurück.
Das war ein Superwochenende für meine Familie und mich und mit
den 200 € bin ich immer noch nicht hingekommen.
Wie schnell bist du nochmal im Schieben ? Tempo 100 als
Durchschnitt ist das Minimum.
Was soll ich dazu sagen?
Ich würde daraus eben einen schönen Familienausflug machen und meinen Kindern gleich Berlin zeigen.
Rechtzeitig eine günstige Pension suchen, dann haben alle etwas davon.
Wenn man das finanziell nicht machen kann, lässt man es eben.
Nein, die Regierung kann _einiges_ von dem, was sie will,
machen, weil _wir_ sie nominiert haben, das zu tun.
-)
Stop! Nicht „wir“, sonder Ihr habt das getan. Ich habe diese
Leute nicht gewählt.
Wer nicht wählen geht, kann sich nachher nicht rausreden „ich
habe die nicht gewählt“. Im Gegenteil. Nichtwähler sind
verantwortlich dafür dass „falsche Parteien“ in der Regierung
sitzen.
Dafür gibt es genügend historische Belege.
Einverstanden.
Ich habe nicht gesagt „ich habe nicht gewählt“.
Ich habe nur eben diese Regierung nicht gewählt.
Ob es
Umwelt-, Sozial-, Gesundheits- oder Finanzpolitik ist, wer das
politische Establishment weiterhin wählt, sollte sich nicht
wirklich beklagen dürfen.
Establishment ?
Ups. Habe ich aus versehen eine Zeitreise gemacht ? 60/70er
Jahre ?
Der Satz stammt nicht von mir.
Hallo aufwachen! Ihr seid mündige Bürger. Ihr könnt wählen wen
ihr wollt. Wer genug Leute zusammentrommelt und überzeugen
kann, gründet eine eigene Partei. Dann kann er auch die
Politik beeinflussen. Aber das ist natürlich mit Arbeit
verbunden. Und es ist doch einfacher alles aufs
„Establishment“ zu schieben.
So ist es leider.
Abgesehen davon: Nenne mir bitte eine (!) Kundgebung, die
wirklich etwas bewirkt hat. Ich nenne Dir für jede solcher
Kundgebungen 100, die nix gebracht haben.
Pure Polemik, die durch Statistik bestätigt werden soll.
Stimmt. Deshalb halte ich dem ja entgegen, man solle zu der KUndgebung fahren…
ICH STELLE FEST:
Das „Oldtimertreffen“ ist vom Veranstalter in Unkenntnis von
politischen Grundlagen (Wahlrecht, Regierungsbildung,
Landesrecht, Bürgerentscheide usw…) ins Leben gerufen
worden.
Na und?
Hauptsache man zeigt, dass eine breite Masse die betreffende Entscheidung nicht mitträgt.
Die Umweltschutzzonen der einzelnen Städte sind keine
Bundessache, sondern Stadtsache. Das Gesetz ist aufgrund einer
EU-Verordnung entstanden.
…womit zunächst vom Bund die Rahmenbedingungen erschaffen wurden, an welchen die Städte und Gemeinden sich orientieren.
Hier gibt es ausreichend Interpretationsspielraum für die einzelnen Städte. Zudem ist Berlin auch eine Stadt.
Die Verallgemeinerung von angeblichen „Vorwänden“ nicht an dem
treffen teilnehmen zu wollen, beweisen, dass die sozialen
Hintergünde nicht beurteilt werden können und die
wirtschaftliche Lage vieler Oldtimerbesitzer nicht bekannt ist
s.o.
Da die Veranstaltung somit unter falschen Grundvoraussetzungen
stattfinden wird, ist nicht damit zu rechnen, dass sie sowohl
friedlich als auch sachlich geführt werden wird.
Woher nimmst Du diese Interpretation? Doch wohl nicht daher, dass man in Berlin demonstriert und in Kauf nimmt, dass nicht jeder Oldiefahrer erscheint…?
Eine Teilnahme kann ich jetzt nur jenen raten, die Zeit und
Geld haben
Klar, sonst geht es nicht.
und Spaß an Randale haben. Es wird eine Gaudi
werden rumzuhupen und zu schreien.
Das ist Deine Interpretation.
Allen anderen Oldtimerbesitzern kann ich nur raten:
Schont eure Geldbörse, Nerven und vor allem euren geliebten
Oldtimer.
Legt das Geld beiseite und mietet euch eine Garage außerhalb
der Umweltschutzzonen.
…und fahrt 5 Tage im Jahr aufs Land.
Mann oh mann…
Besser noch: Versucht, eigene Initativen in den betroffwenen
Städten zu gründen. Sorgt dafür, dass es Ausnahmegenehmigungen
gibt. DAS könnt ihr beeinflussen… nicht das Gesetz aber die
Art der umsetzung…
Das sehe ich anders. Noch gibt es eine Chance.
Zudem gibt es in den Städten ja auch lokale Demonstrationen. Warst Du bereits auf einer…?
Grüße,
Mathias