Hallo,
mein Schwager will sich nen Oldtimer in Amerika kaufen. Und den nach Deutschland holen.
Aber vorher wollte er noch wissen, wie das läuft mit dem Überführen und was das kostet. Zu einem europäischen Hafen würde er schon hinfahren zum abholen, aber zwei Wochen Urlaub machen und mit der Autofähre über den Atlantik schippern is nicht drin.
Und darum frage ich mal hier:
Hat das hier schon mal jemand gemacht?
Wie teuer ist so ein beauftragter Transport?
Kennt jemand ne Firma die so etwas durchführt?
Viel Grüße,
Wolfgang
Hallo,
prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten der Verschiffung (wenn wir Luftfracht mal außen vor lassen).
Variante 1 ist mit einem RoRo-Schiff, d.h. das Auto wird auf das Schiff gefahren. Bedeutendster Hafen in Deutschland für diese Art der Verschiffung ist Bremerhaven. Dort findest Du eine handvoll Firmen, die soetwas machen.
Variante 2 ist die Verladung im Container. Und das kann jede Seefrachtspedition (vorzugsweise mit assoziertem Partner in den USA).
Ich kann Dir gern ein paar Namen und Telefonnummern benennen. Um Preise zu benennen, braucht man
a) von wo nach wo
b) Maße und Gewichte
u.s.w.
Habt Ihr Dinge wie Zollabfertigung, Zoll und Eust. auf dem Zettel ? Die Anleitung zum Ausfüllen des Einheitspapieres ist 115 Seiten lang (wohlgemerkt für eine Din A4 Seite Formular).
Gruß
André
Hi André
mich würd mal interessieren, ob es sich wirklich lohnt, ein Auto per Fracht nach Deutschland zu bringen.
Der Euro steht ja recht gut - gibt es da wirklich große Preisunterschiede ?
Einfach neugierde !
lg Blue
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Hi
ich kann dir nur abraten NICHT selbst vor Ort zu sein beim verschiffen. Ich kenne leute die Klumpen aus dem Kontainer gezogen haben, oder die im Container ein völlig anderes als das gekaufte fahrzeug fanden 
Und selbst wenn du selbst drüben kaufst und selbst verschiffst… 70% der „Oldtimer“ die in USA so rumspringen sind bunt angemalter Schrott.
HH
Ooouups, das ist so selbstverständlich, daß ich es nicht erwähnt habe. Meine Antwort war eher logistiklastig. Wenn es um Oldtimer geht ist der Zustand wichtigstes Kriterium bei der Preisfindung. Daher ist es für mich unvorstellbar einen Oldtimer unbesehen zu kaufen.
Gruß
André
heftige!
hallo Blue,
das Problem ist die Umrüstung auf EU-Norm.
Und anschließend die Ersatzteile für das gleiche Auto aber nicht für D produziert, sondern für USA.
Deswegen ist es meist anzuraten, sich einen USA-Importeur hier in D anzulachen. Der hat darin Erfahrung. Und das muss natürlich honoriert werden.
Gebrauchte aus den USA können teilweise extrem günstig sein… oder extrem teuer, wenn man bedenkt, dass man oft nur Schrott geliefert bekommt.
Selbst suchen ist hier angeraten und alles kontrollieren.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
Grüße
Raimund
Hej Wolfgang,
es gibt verschiedene Wege, in America an einen alten Ami zu kommen.
In den Staaten gibt es natürlich auch, wie hier in Deutschland, diverse Automagazine, in denen Du bestimmt einen '57-er Bel Air finden würdest. Aber dazu brauchst du jemanden, der dir das von dort aus (USA) erledigt…
Wenn dies nicht der Fall ist, gibt es einige Wege über’s Internet.
Zum einen eBay, was durchaus Vorteile hat (rechtlicher Vertrag) und zum anderen diverse Internet-Pages (wie in Deutschland mobile.de) auf denen Autos angeboten werden.
Hier würde ich dir vor allem diese Page http://www.collectorcartraderonline.com/ empfehlen. Diese spezialisiert sich ausschließlich auf Sammlerfahrzeuge und Oldtimern in den USA.
Momentan stehen dort ca. 150 Bel Air’s (natürlich aus dem Jahre 1957) zum Verkauf.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass du eine „Argentur“ beauftragst, die dir dein „Wunschauto“ in den Staaten sucht, die ganze Kaufbwicklung und Überführung übernimmt. Allerdings ist dies dann meistens kein Schnäppchen.
Hier zwei Firmen, die diesen Service anbieten:
Einmal http://www.knoblauchinternational.com/index.php?page…
Die zweite Adresse wäre http://www.eri-oldtimer.de/
Beide Adressen habe ich aus dem http://www.motortalk.de Forum. Du kannst Dich da ja mal anmelden und in der Rubrik US-Cars suchen.
Hejdå
Joker
Sorry, der BelAir war nicht für Dich gedacht owt!
owt
Hat das hier schon mal jemand gemacht?
Habe 1996 ein Auto (keinen Oldtimer!) nach D verschiffen lassen. Das war von der Ostkueste (Portsmouth) nach Bremerhaven. Der Verschiffer sass in Norfolk, Virginia.
Wie teuer ist so ein beauftragter Transport?
Das ist sehr unterschiedlich. Mein Verschiffer in USA wollte damals $800. Dann kam noch eine Hafenabfertigung von DM 225 und der Zoll dazu, der sich nach dem Wert richtete. Bei mir wurde der Wert nach Blue Book bestimmt und war fuer eine 11 Jahre alte Schlurre entsprechend gering. Bei einem Oldtimer mag das teuer werden, vielleicht mal beim Zoll anrufen, wie sich der Wert bestimmt. Die Zollabfertigung war trivial und bestand im wesentlichen aus der Wartezeit. Das kann sich natuerlich im Zeitalter von 9/11 alles geaendert haben.
Es ist wahrscheinlich sinnvoll eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom KBA in Flensburg vorher anzufordern und beim Abholen in D mitzubringen. Dazu wird die Fahrzeugnummer (VIN) des Fahrzeugs benoetigt.
Kennt jemand ne Firma die so etwas durchführt?
Ich habe damals in den amerikanischen Yellow Pages nach Freight Forwarder gesucht und alle durchtelefoniert. Es gab gigantische Preisunterschiede.
Bei einem Oldtimer lohnt sich auf jeden Fall eine Transportversicherung. Der ADAC hat damals eine Seetransportversicherung vermittelt.
kleiner Zusatztipp
Hallo,
mir wurde gesagt, der TÜV Wuppertal hat sich auf die Abnahme von US-
Fahrzeugen spezialisiert. Dort geht die Ausstellung eines Kfz-Briefes
wegen der vorhandenen Sachkunde schnell und ohne Probleme.
Einfach mal anrufen und nachfragen.
Viel Spaß
TeeBird
vielen Dank an alle!!!
Eure Antworten haben und schon mal ein Stück weiter gebracht.
Schätze aber mal, dass sich mein Schwager von den ganzen „was kann schiefgehen“ - Dingen nicht abhalten lassen wird.
Grüße, Wolfgang