Hallo Experten,
ich bräuchte mal dringend euren Rat zu folgendem Sachverhalt.
Meine Tochter wurde vor kurzem ein Jahr. Ich trete demnächst eine neue Stelle an, ca. 4Std/Tag. In der Zeit ist die Kleine mitunter bei meiner Mutter untergebracht. So weit so gut. Ich bin froh, dass die Kleine bei Menschen ist, die sie lieb haben und bei denen es ihr gut geht.
Nun sei vielleicht noch gesagt, dass mein Vater vor knapp drei Jahren plötzlich verstorben ist und meine Mutter seit dem allein ist, also ohne Lebenspartner. Sie ist 48 Jahre jung.
In letzter Zeit aber kommt mir der Gedanke, dass sie meine Tochter zur Ablenkung benutzt (was eigentlich nicht SO verkehrt ist, aber das WIE macht mich langsam etwas hmm… böse?)
So macht sie z.B. einen Riesenaufwand, wenn die Kleine die Ärmchen nach ihr reckt á la „ja mein Schatz, die Oma is ja da“- HALLO!? Meine Tochter macht das bei jedem und KEINER macht so einen Aufstand.
Sie gibt richtig damit an, auch gegenüber meinen Schwiegereltern, die sie eben nicht so oft sieht. Die beide gucken dann ziemlich traurig drein…
Auf Geburtstagen heißt es auch oft „Guck mal, wie die Kleine an ihrer Oma hängt“ *aaaaaaaaahhhhhhhhh*
Meine Mutter führt sie auch vor, richtig stolz á la „Mach mal dies“ „Zeig mal wie groß du bist“ „mach mal das“ - ich hab gar keine Chance dagegen…
Auch wenn ich meine Maus füttere und sie EINMAL den Kopf wegdreht heißt es direkt „ich glaub die ist satt“ „ich würd sagen, die will nimmer“ UNUNTERBROCHEN geht das so weiter, bis sie dann doch weiter isst. Ich will dann auch nicht vor allen sagen, dass es REICHT! Wenn ich sie dann wieder allein sehe, ist alles wieder ne Weile her und der Zeitpunkt scheint mir wieder mal unpassend.
Vor allem wird sie tierisch eingeschnappt sein-wahrscheinlich egal welchen Zeitpunkt ich erwische…
Auch sei gesagt, dass ich mit meiner Mutter in meiner Jugendzeit nicht das beste Verhältnis hatte. Meine Eltern waren sehr oft ungerecht, beleidigend und haben mir nie wirklich zugehört. Eher hat meine Mutter mir von IHREN Problem erzählt (lt. meinem Tagebucheintrag war ich so ca. 14/15), weshalb ich dann zu MEINER Oma (der Mutter meiner Mutter) gegangen bin und ihr meine Problem erzählt hab, denn die hatte IMMER ein offenes Ohr für mich.
Ich hab jetzt Panik wenn ich dran denk, dass sie darauf hin arbeitet, dass meine Tochter ein Oma-Kind wird-als ob sie mir heimzahlen will, dass ich immer mit ihrer Mutter statt mit ihr geredet hab. Wobei sie selbst dran Schuld ist, das aber nicht einsehen will). Vor allem weil ich mir vorgenommen hab, NICHT so zu werden wie meine Eltern/Mutter.
Wie kann ich meiner Mutter verständlich machen, dass sie „NUR!“ Oma ist und NICHT die Mutter meiner Tochter?
Dass ich nicht möchte, dass sie mich bzw. meinen Mann vorführt!? Anscheinend meint sie, ich würde im Zweifel zu ihr halten, anstatt zu meinem Mann… (so wie sie damals eher zu ihrer Mutter als zu meinem Vater gehalten hätte?) Ich glaube, sie weiß gar nicht, wie sehr sie sich da täuscht!
Fairerweise muss ich sagen, dass das Verhältnis seit meinem Auszug vor sechs Jahren und dem Tod meines Vater vor 3 Jahren sehr gut geworden ist und sie im Prinzip eine nette Person ist. Trotzdem will ich, dass sie begreift, dass es so nicht weiter geht. Vor allem, WEIL die Kleine bald öfter in ihrer Obhut sein wird…
Ich hoffe, das war alles verständlich und nachvollziehbar. Bin ziemlich durch den Wind.
Das waren auch nur Beispiele. Kurz gesagt: Sie gibt zu allem ihren Senf dazu und meint, alles besser zu wissen
Und ich will nicht, dass das Oma/Enkelin-Verhältnis besser wird als MUTTER/KIND-Verhältnis, auch da ich bald arbeiten gehen werde…
Ich hoffe, ihr könnt mir ein paar Anregungen geben und mich etwas „runterholen“. Danke dafür!
Liebe Grüße
Anke