Oma Umgangsrecht einklagen?

Hallo Ihr Leute da draußen,
Ihr wisst nicht, was hier drinnen sehr weh tut!
Ich habe mir sehr lange Gedanken gemacht, bevor ich mich jetzt an Euch wende. Vielleicht kann mir jemand helfen. vielleicht hat jemand schon Erfahrung in meiner Angelegenheit
Zur Sache: ich bin eine liebevolle verzweifelte Oma. Ich habe zwei wundervolle Enkeltöchter, die ich über alles auf der Welt lieb habe und es gibt nichts was ich für ihr Wohlergehen nicht tun würde! Leider ist meine Tochter (die Mutter meiner Enkelchen anderer Meinung). Sie ist inzwischen eine gestandene Familienfrau, sie macht mich aber für alles, was in ihrem Leben schiefgelaufen ist verantwortlich – immer mit der Ausrede: „Du hast mich ja so erzogen“ Öfters habe ich ihr signalisiert, dass sie inzwischen erwachsen ist und sie selber für ihre Taten und Entscheidungen gerade stehen sollte, alles vergebens!
Meine Tochter hat leider – es tut mir auch unendlich Weh- einen unerklärbaren Hass auf mich. Sicherlich habe ich in der Erziehung meiner Tochter einige Sachen falsch gemacht (Im Nachhinein ist jeder Mensch schlauer)!
Sache ist: immer, wenn ich meine Tochter mit unangenehmen Fragen konfrontiere,- ( so etwas ist in der letzten Vergangenheit öfters passiert überwiegend wegen meiner Mutter, die in den letzten Monaten ihres Lebens, nach einem Schlaganfall, pflegebedürftig und machtlos geworden ist) – (dies ist eine separate Geschichte) – aus erklärbaren Gründen hatte meine Tochter mit meiner Zustimmung eine notarielle Vollmacht über meine Mutter erhalten )
Zur Sache: wenn meiner Tochter meine Fragen unangenehm werden, blockiert sie ab und – sie weist es sehr genau, womit sie mich bestrafen kann, verweigert sie mir den Kontakt zu meinen Enkelkindern. Sie geht soweit, dass sie das Telefon manipuliert (mit der heutigen Technik ist ja alles machbar) und meine Anrufe unterdrückt werden.
Auf meine Frage; „überlege Dir mal, was Du Deinen Kinder antust“ antwortet sie: „dies sind meine Kinder und ich tue, was ich will, ich entscheide eben alleine“
Ich rufe regelmäßig an (vergebens) Auch dann warte ich es ab und spreche regelmäßig auf den Anrufbeantworter, sage, dass ich mich nach dem Wohlergehen der Kinder erkunden wollte, dass
ich fragen wollte, ob bei der großen Grippenschutzaktion auch meine Enkelkinder geimpft wurden, was für Fortschritten die ältere in der Schule macht usw.
Ich habe mich im Internet erkundigt, es gibt so etwas, wie Besuchsrecht und Kontakt von Großeltern zu den Enkelkindern! (im BGB geregelt) Meine Enkelkinder hängen an mich, sie sagen auch in Krisenlagen: „Oma, kannst Du uns abholen, wir wollen lieber bei dir bleiben“
Ich würde meine Enkelkinder von ihren Eltern nie trennen! Sie sind immer noch Mama und Papa für sie (dies ist das Wertvollste, was Kinder brauchen).
Aber ich würde gerne sie in ihrer Entwicklung im guten Sinne begleiten, möchte eben wissen, ob die erste Milchzähne schon raus sind (ich hatte mal den beiden je ein Porzellandöschen für diesen Zwecke geschenkt).
Soll ich meine Besuchsrechte (im BGB geregelt) für meine Enkelkinder gerichtlich geltend machen, soll ich meine Tochter und mein Schwiegersohn vor Gericht ziehen, oder gibt es auch einen anderen Weg?
Ich möchte die Mutter und den Vater meiner Enkelkinder nicht vor Gericht ziehen. Ich will aber auch alles, was mir Zugang zu den Kindern gibt in die Wege leiten. Dafür will ich alle möglichen Wege ausnutzen.
Ich will niemals vor der Frage stehen: „Oma, wir waren zu klein, wir hatten nicht die Möglichkeit, die Du gehabt hättest, warum hast du uns nicht geholfen“

Ihr alle, die mein Schreiben liest, helft mir bitte!

Hallo!

Ich kann mir vorstellen, daß für Dich die Situation sehr schwer ist!

Dennoch wird Dir meine Antwort dazu vermutlich wenig gefallen!

Der Weg zu den Enkelkindern- wird immer nur dann gut verlaufen, wenn der Weg über die Eltern- in dem FAll über Deine Tochter geht!
DORT solltest Du anfangen!!

Ganz offensichtlich habt Ihr ja kein gutes Verhältnis-- und ehrlich gesagt finde ich es sehr einfach formuliert, wenn Du schreibst „Sicherlich habe ich in der Erziehung meiner Tochter einige Sachen falsch gemacht (Im Nachhinein ist jeder Mensch schlauer)!“

Hast Du Dich je WIRKLICH mit Deiner Tochter und dem Verhältnis, was Ihr habt auseinandergesetzt?
Habt Ihr je über Euch geredet??

Wenn Deine Tochter abblockt bei Gesprächen, wenn es unangenehm wird-- warum??
Wie war Eure Redekultur all die Jahre?
Wer hat geredet udn entschieden? Wer konnte seine Meinung wirklich laut äussern?
Wurde zugehört? Wurde ernsthaft eingegangen auf Kritik??

Frag Dich das doch mal!

Es wirkt, als ob Deine Tochter keinen Weg sieht gegen Dich anzukommen- und ihr einziges Mittel nun darin besteht, sich total zurückzuziehen-- auch mit den Enkeln!

Dein WUnsch diese zu erleben…ist sicherlich verständlich-- aber VOR diesen Enkeln steht nunmal die Mutter!

Einklagen…ein furchtbarer Weg, der wohl noch den Rest zerstören wird, der jetzt noch besteht ( und aus dem man sicher noch was machen könnte!)

Deine Enkel…was denkst Du, was sie LEIDEN werden, wenn sie diese Tortur miterleben??

Aufräumen ist angesagt…zuerst mal bei Deiner Tochter und Dir!
Es geht nicht nur um die Enkel…es geht darum, daß Du eine Ebene findest, bei der Kontakt möglich ist…-- und nicht jeder nur aus Verletzung handelt!

Frag Dich mal, wo es um die Enkel geht…wenn Du auf deren Rücken den Streit zwischen Deiner Tochter und Dir austrägst!!

kitty

ich nochmal
Hallo!

Wie Du siehst- beschäftigt mich Dein Thema durchaus! :wink:

Nochmal dazu Gedanken:
Du schreibst:
„Sie ist inzwischen eine gestandene Familienfrau, sie macht mich aber für alles, was in ihrem Leben schiefgelaufen ist verantwortlich – immer mit der Ausrede: „Du hast mich ja so erzogen“ Öfters habe ich ihr signalisiert, dass sie inzwischen erwachsen ist und sie selber für ihre Taten und Entscheidungen gerade stehen sollte, alles vergebens!“

Lies doch mal in diesem Brett- hier kurz unter Deinem Artikel- diesen hier:„Schwieriges Verhältnis zur Mutter“

Es stimmt schon, daß man für sein Leben selber verantwortlich ist und man nicht für immer die Eltern verantwortlich machen kann!
Aber wenn die Eltern in der Lage sind zuzuhören…sich anzuhören, wo der Vorwürfe liegen…das ERNST nehmen und sich darauf einlassen können…-- dann ist dem leidenden Kind sehr viel geholfen!
Und Deine Tochter scheint ja…zu leiden!

Ich weiss nicht, wie stark Du als Mensch bist-- aber es gehört sicherlich ein ziemliches Potential dazu schon den Gedanken an „einklagen“ zu haben!
Und da frage ich mich- inwieweit Du ein dominanter Mensch bist, der unbedingt SEIN Ziel erreichen will?

Ich möchte Dich nicht angreifen…Dir nur mal Gedanken als Anstoss geben, die Du Dir machen kannst!

Ich möchte auch keine Schuld zuteilen!
An Beziehungen hat einfach jeder seinen Anteil zu tragen- und wie eine Beziehung ist-- hängt immer von dem Verhalten beider ab!

Wenn Deine Tochter hier schreiben würde…wie würde ihre Darstellung aussehen??

Von den Enkeln- sind wir nun bei Dir und Deiner Tochter angelangt…

Vielleicht findest Du ja die Kraft- Dich anzusehen…Deine Tochter ernst zu nehmen…-- und ich denke, wenn Deine Tochter erlebt, daß Du sie ernst nimmst…akzeptierst…-- dann ist auch der Weg zu Deinen Enkeln frei…

ich wünsche Dir viel Kraft dazu
kitty

Hallo,

ich bin eine liebevolle verzweifelte Oma. Ich habe
zwei wundervolle Enkeltöchter, die ich über alles auf der Welt
lieb habe und es gibt nichts was ich für ihr Wohlergehen
nicht tun würde!

das glaube ich Dir - es scheint aber bei Deiner Tochter anders anzukommen.

Dein Verhalten

Öfters habe ich ihr
signalisiert, dass sie inzwischen erwachsen ist und sie selber
für ihre Taten und Entscheidungen gerade stehen sollte, alles
vergebens!

immer, wenn ich meine Tochter mit unangenehmen
Fragen konfrontiere, …
blockiert sie ab

Auf meine Frage; „überlege Dir mal, was Du Deinen Kinder
antust“

Ich rufe regelmäßig an (vergebens)

dass
ich fragen wollte, ob bei der großen Grippenschutzaktion auch
meine Enkelkinder geimpft wurden, was für Fortschritten die
ältere in der Schule macht usw.

möchte eben wissen, ob die erste Milchzähne schon
raus sind

lässt bei Deiner Tochter möglicherweise den Eindruck entstehen, dass Du Dich einmischst, ihre Entscheidungen nicht akzeptierst, ihr Vorwürfe machst, sie kontrollieren, bevormunden, zur Rechenschaft ziehen willst bei Dingen, die sie als ihre Angelegenheit betrachtet. Da hilft auch der Zusatz „Ich meine es doch nur gut“ wenig.

Du bezeichnest Deine Tochter als „gestandene Familienfrau“, versuchst aber trotzdem (zumindest in ihren Augen) Einfluss auf sie zu nehmen - und dagegen wehrt sie sich.

Vielleicht solltest Du Dich etwas zurücknehmen (was regelmäßige Anrufe, Fragen zur Erziehung und Betreuung der Enkelinnen angeht) und zu akzeptieren versuchen, dass sie ihre Entscheidungen selbst treffen, Dir keine Rechenschaft über Impfungen etc. ablegen möchte - und ihr signalisieren, dass Du bereit bist, sie mit Rat und Tat zu unterstützen, wenn es gewünscht wird (und nur dann!), den Enkelkindern eine liebevolle und „milde“ Oma zu sein, die keine Ansprüche stellt.

Das würde m. E. eher zum Erfolg führen, als rechtliche Schritte zu unternehmen. Dies würde die Chance auf ein einvernehmliches Miteinander noch weiter verringern. Selbst wenn Du ein Umgangsrecht zugesprochen bekämst: Die Beziehung zu Deiner Tochter und dem Schwiegersohn wäre damit wohl endgültig zerstört - und darunter müssten nicht zuletzt wieder die Kinder leiden. Dann könntest Du irgendwann vor der Frage stehen: „Oma, wir waren zu klein, wir hatten nicht die Möglichkeit - sonst hätten wir das verhindert."…

Gruß
Kreszenz

Hallo Ihr zwei, Kitty und Kreszentia,
vielen Dank für Eure Antwort!
Einige Fragen, die Ihr mir stellt, habe ich mir schon selber gestellt. Habe sogar einige Gespräche mit einer Fachberaterin geführt. Dabei kam es raus, dass der Weg zu meinen Enkelkinder über meine Tochter führt, dies meint Ihr ja auch – wie wahr!
Ich habe mich etwas falsch ausgedrückt, meine Tochter blockiert nicht bei den Telefonaten ab, da führt sie schwere Geschütze auf und geht oft unter die Gürtellinie. Sie kündigt dann aus Hass den Kontakt zu mir und verbietet den Umgang zu den Kindern – sie weiß es, dass sie mich so am schwersten trifft. Das Interesse der Kinder ist ihr dabei zweitrangig. Dies hindert sie aber nicht, immer wieder auf meine Hilfe zu appellieren z. B. wenn es um die Buchführung geht (mein Schwiegersohn ist selbständiger Subunternehmer, meine Tochter macht die Büroarbeiten und ich bin Bilanzbuchhalterin, unterrichte seit 20 Jahre auch an VHS in dem Fach). Diese Hilfe habe ich ihr neulich verweigert, da sie sonst alles negativ aufnimmt, was von mir kommt und bei der Buchführung tun wir auch nur streiten.
Meine Tochter hat auch alle (nicht allzu große) Geldzuwendungen und Geschenke von mir angenommen und mir später vorgeworfen, dass es zu wenig sei – von den Schwiegereltern, die in England leben und wohlhabender sind – würden sie mehr bekommen. Sie war auch damit nicht einverstanden, dass ich meine kleine Lebensversicherung (nach meiner Scheidung vor einigen Jahren) nicht auf sie sondern auf die Enkel übertragen lies. In dem Zusammenhang habe ich auch je eine Ausbildungsversicherung zu Gunsten der Enkel abgeschlossen. Sie sagte, wenn ich was übrig hätte, dann bräuchten sie jetzt Hilfe – sie haben gerade ein Haus gebaut und haben viele Ausgaben -und nicht in der Zukunft.
Mir sind aber meine Enkelkinder sehr wichtig. Leider sind Mama und Papa genauso jähzornig zu ihnen, wie zu mir. Sie werden auch mal geschlagen, wenn sie nicht sofort spurten. Und sie haben das Bedürfnis mir ihre Sorgen mitzuteilen. Neulich hat mir die Jüngere etwas sehr Besorgniserregendes erzählt, aber erst nach dem ich ihr versprochen hatte, dass ich es niemandem verrate, weil sonst würde sie Ärger mit der Mama kriegen.
Früher durften die Kinder öfters übers Wochenende zu mir kommen (wir wohnen etwa 70 KM entfernt voneinander). Sie durften sogar einige Male mit uns (ich habe einen Lebenspartner, den die Zwei auch sehr lieben und ihn Opa nennen) in Urlaub kommen. Und jetzt wird ihnen wahrscheinlich erzählt, dass sie keine Oma mehr haben und so etwas tut sehr weh. Nach einem Streit vor einigen Monaten hatte meine Tochter auch alle Kontakte samt Telefon gesperrt. Damals hatte ich mir Skype zugelegt und auf dem Weg wieder Kontakt aufgenommen. Der erste Satz, was die eine Enkelin sagte war: „Oma, warum hast du Streit mit der Mama? Jetzt dürfen wir nicht mehr zu dir kommen!“
Sorry, dass ich Euch mit meiner langen Ausführung belästige, vielleicht könnt Ihr so die Lage besser durschauen.
Welchen Weg soll ich denn gehen, um Zugang zu den Enkelkindern zu bekommen?
Danke für Euer Verständnis
Sommerwindsw

Hallo Ihr zwei, Kitty und Kreszentia,
vielen Dank für Eure Antwort!
Einige Fragen, die Ihr mir stellt, habe ich mir schon selber gestellt. Habe sogar einige Gespräche mit einer Fachberaterin geführt. Dabei kam es raus, dass der Weg zu meinen Enkelkinder über meine Tochter führt, dies meint Ihr ja auch – wie wahr!
Ich habe mich etwas falsch ausgedrückt, meine Tochter blockiert nicht bei den Telefonaten ab, da führt sie schwere Geschütze auf und geht oft unter die Gürtellinie. Sie kündigt dann aus Hass den Kontakt zu mir und verbietet den Umgang zu den Kindern – sie weiß es, dass sie mich so am schwersten trifft. Das Interesse der Kinder ist ihr dabei zweitrangig. Dies hindert sie aber nicht, immer wieder auf meine Hilfe zu appellieren z. B. wenn es um die Buchführung geht (mein Schwiegersohn ist selbständiger Subunternehmer, meine Tochter macht die Büroarbeiten und ich bin Bilanzbuchhalterin, unterrichte seit 20 Jahre auch an VHS in dem Fach). Diese Hilfe habe ich ihr neulich verweigert, da sie sonst alles negativ aufnimmt, was von mir kommt und bei der Buchführung tun wir auch nur streiten.
Meine Tochter hat auch alle (nicht allzu große) Geldzuwendungen und Geschenke von mir angenommen und mir später vorgeworfen, dass es zu wenig sei – von den Schwiegereltern, die in England leben und wohlhabender sind – würden sie mehr bekommen. Sie war auch damit nicht einverstanden, dass ich meine kleine Lebensversicherung (nach meiner Scheidung vor einigen Jahren) nicht auf sie sondern auf die Enkel übertragen lies. In dem Zusammenhang habe ich auch je eine Ausbildungsversicherung zu Gunsten der Enkel abgeschlossen. Sie sagte, wenn ich was übrig hätte, dann bräuchten sie jetzt Hilfe – sie haben gerade ein Haus gebaut und haben viele Ausgaben -und nicht in der Zukunft.
Mir sind aber meine Enkelkinder sehr wichtig. Leider sind Mama und Papa genauso jähzornig zu ihnen, wie zu mir. Sie werden auch mal geschlagen, wenn sie nicht sofort spurten. Und sie haben das Bedürfnis mir ihre Sorgen mitzuteilen. Neulich hat mir die Jüngere etwas sehr Besorgniserregendes erzählt, aber erst nach dem ich ihr versprochen hatte, dass ich es niemandem verrate, weil sonst würde sie Ärger mit der Mama kriegen.
Früher durften die Kinder öfters übers Wochenende zu mir kommen (wir wohnen etwa 70 KM entfernt voneinander). Sie durften sogar einige Male mit uns (ich habe einen Lebenspartner, den die Zwei auch sehr lieben und ihn Opa nennen) in Urlaub kommen. Und jetzt wird ihnen wahrscheinlich erzählt, dass sie keine Oma mehr haben und so etwas tut sehr weh. Nach einem Streit vor einigen Monaten hatte meine Tochter auch alle Kontakte samt Telefon gesperrt. Damals hatte ich mir Skype zugelegt und auf dem Weg wieder Kontakt aufgenommen. Der erste Satz, was die eine Enkelin sagte war: „Oma, warum hast du Streit mit der Mama? Jetzt dürfen wir nicht mehr zu dir kommen!“
Sorry, dass ich Euch mit meiner langen Ausführung belästige, vielleicht könnt Ihr so die Lage besser durschauen.
Welchen Weg soll ich denn gehen, um Zugang zu den Enkelkindern zu bekommen?
Danke für Euer Verständnis
Sommerwindsw

Hallo,
ich möchte Dir einen Rat geben. Sicher nicht die bequemste Lösung, aber so ist das nun mal mit zwischenmenschlichen Streitigkeiten.

Zunächst beantworte (Dir) bitte folgende Fragen:

Welches Ziel hast Du?
Was ist Dir wichtig?
Was ist Dir nicht so wichtig?

Ich formuliere mal die Antworten beispielhaft vor:

Mein Ziel ist es einen regelmässigen Kontakt zu meinen Enkeltöchtern zu haben und mich nicht mit meiner Tochter zu streiten.
Mir ist der Kontakt zu meinen Enkelkindern wichtig.
Mir ist es nicht so wichtig wie meine Tochter ihr Leben gestaltet.

Der nächste Schritt wäre Dich nun anders zu verhalten als sonst - Du mischst Dich nicht in das Leben Deiner Tochter ein, stellst keine unangenehme Fragen und versuchst jegliche Provokation zu vermeiden. Kümmere Dich um Deine Enkelkinder und respektiere die Erziehungsmethoden der Eltern - ein Entgegenwirken in Erziehungsfragen ist absolut tabu!

Wenn Du so weit gekommen bist, dann kannst Du Dich an die gestörte Beziehung zu Deiner Tochter hineinwagen. Das bedeutet, dass Du Dich erstmal alleine mit der gegenwärtigen Situation und deren Ursachen auseinandersetzt. Wenn Du das gut machst, wirst Du feststellen, dass ihr beide an der Situation beteiligt seid und es geht aber zunächst nur darum, dass Du Dir über Deine eigenen Fehler bewusst wirst. Wenn Du die Möglichkeit hast, kannst Du Dich auch von einem Therapeuten begleiten lassen. Der nächste Schritt ist dann mit Deiner Tochter in Kontakt zu treten - am besten mit einem Mediator, der die Gespräche unter Kontrolle hält.

Der Weg über das Gericht ist definitiv der falsche Weg - er bedeutet Krieg und nicht Versöhnung und Verständnis.

Viel Glück!

Bei mir entsteht der Eindruck, dass in deiner Tochter sehr viel Neid und Eifersucht stecken muss. Vielleicht sieht sie, zu welcher uneingeschränkten Liebe du bei deinen Enkelkindern fähig bist und hat das Gefühl, dass sie diese Liebe von dir als Mutter nie bekommen hat. Sie spürt auch, dass deine Enkelkinder dir vielleicht wichtiger sind, als sie es jemals für dich war.

Hallo,

meine Tochter
blockiert nicht bei den Telefonaten ab, da führt sie schwere
Geschütze auf und geht oft unter die Gürtellinie. Sie kündigt
dann aus Hass den Kontakt zu mir und verbietet den Umgang zu
den Kindern – sie weiß es, dass sie mich so am schwersten
trifft.

da wir hier nur Deine Sicht der Dinge kennen, ist eine Einschätzung der tatsächlichen Situation schwierig. Wir wissen z. B. nicht, was den „schweren Geschützen“ jeweils vorangegangen ist; ob sie Dich scheinbar grundlos direkt aggressiv angeht – oder aber auf etwas reagiert, was Du zuvor geäußert hast.
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Offenbar gibt es zwischen Euch beiden noch einige „offene Rechnungen“, Verletzungen auf beiden Seiten. Diese Probleme lassen sich ganz sicher nicht durch die Instrumentalisierung der Kinder lösen – die solltet Ihr aus Euren Differenzen möglichst komplett heraushalten.
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Habt Ihr schon versucht, Euer Verhältnis so „umzustrukturieren“, dass jede grundsätzlich das Selbstbestimmungsrecht der anderen anerkennt, anstatt die Beziehung und den Umgang miteinander nach den eigenen Vorstellungen gestalten zu wollen? Dass Ihr Euch darauf einigt, die bekannten „Altlasten“ außen vor zu lassen und nicht immer wieder aufzuwärmen (Die unaufhörliche Fortsetzung eines jahrzehntelangen „Tauziehens“ kann zu keiner Lösung führen - einer muss einfach mal das Seil loslassen.)
Das erfordert natürlich Disziplin und Kompromissbereitschaft - aber auch das Setzen klarer Grenzen: Manche Dinge sind eben nicht „verhandelbar“, z. B. Deine Entscheidung über die Verteilung Deines Vermögen oder die Entscheidung Deiner Tochter über Impfungen etc.
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Vielleicht findet Ihr doch noch eine Gelegenheit zu einem ruhigen Gespräch (mit festen Vorgaben: keine Vorwürfe, keine „ollen Kamellen“ - notfalls reagierst Du einfach nicht auf entsprechende Ansätze, auch wenns schwerfällt), in dem Ihr Euch auf feste „Rahmenbedingungen“ für den künftigen Umgang miteinander einigt.
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Leider sind Mama
und Papa genauso jähzornig zu ihnen, wie zu mir. Sie werden
auch mal geschlagen, wenn sie nicht sofort spurten.
sie haben das Bedürfnis mir ihre Sorgen mitzuteilen. Neulich hat
mir die Jüngere etwas sehr Besorgniserregendes erzählt,

Falls ein begründeter Verdacht auf Kindesmisshandlung besteht (Du auch selbst entsprechende Beobachtungen gemacht hast), müssten natürlich Maßnahmen ergriffen werden.

Ansonsten würde ich Dir aber empfehlen, Dich mit Schuldzuweisungen und Unterstellungen zurückzuhalten. Dass Kinder sich bitterlich über ihre Eltern beklagen, wenn es z. B. Verbote oder Strafen gegeben hat, ist nicht ungewöhnlich – zumal wenn sie wissen, dass sie da ein ganz weit offenes Ohr finden.

Gruß
Kreszenz