Hallo,
seit meine Frau gestern eine Fernsehsendung sah, in der berichtet wurde, dass Omega 3 Fettsäuren vorbeugend gegen viele Krankheiten helfen, will sie, dass wir täglich eine Kapsel schlucken. Allerdings essen wir häufig Fisch, machen oft Salate mit Rapsöl, vor allem letzteres enthält schon besonders viel an Omega 3 Fettsäuren.
Ist es schädlich, wenn man zuviel davon zu sich nimmt?
Wie kann ich ggf. die für mich richtige Mensch ermitteln?
Grüße
Carsten
Servus,
alle Fette ohne Ausnahme haben eine ziemlich hohe Energiedichte. Es fällt also sehr leicht, sich mit Fett mehr Energie zuzuführen, als man verbrennt.
Und wenn man sich mehr Energie zuführt, als man verbrennt, kommt der Rest auf Halde. Und Übergewicht ist, zumindest wenn es gewisse Grenzen überschreitet, immer schädlich.
Schöne Grüße
MM
Na ja, so viel Energie haben Omega-3 Kapseln ja nun nicht, oder?
Aber alles, was man im Überfluss aufnimmt, kann schaden.
http://www.ernaehrgesund.de/html/news_fischfettdiabe…
Servus,
die „Fischfettdiabetikerinnen“ aus der Studie haben zehn Jahre lang mehr als zwei Mal täglich Fisch gegessen. Ich frage mich, wie viele Schnitzelchen sie sich noch als kleinen Snack zwischendurch reingeschoben haben.
Wenn man auf Dauer als Zweizentnerkaliber durch die Welt geht, bleibt ein gepflegter Zweierdiabetes selten aus.
Schöne Grüße
MM
Hallo,
Omega 3 Fettsäuren vorbeugend gegen
viele Krankheiten helfen, will sie, dass wir täglich eine
Kapsel schlucken. Allerdings essen wir häufig Fisch, machen
oft Salate mit Rapsöl, vor allem letzteres enthält schon
besonders viel an Omega 3 Fettsäuren.
Bei einer Kapsel pro Tag wird es nicht zu einer Überdosierung kommen. Wer allerdings häufig Fisch u.a. ißt, der diese Fettsäuren ohnehin enthält kann sich diese Kosten sparen. Anders sähe es nur aus, wenn ein echter Mangel bestehen würde - etwa bei Fast-Food-Fans.
Siehe auch hier:
http://www.naehrwertrechner.de/naehrstoffe/fett.html
Bei der Dosierung sollte man die Angaben des Herstellers beachten.
Gruß,
p+p
Kapsel schlucken.
Wer sich ausgewogen ernährt kann auf so´nen Quatsch komplett verzichten.
Hallo Carsten,
jedes Ding hat seine zwei Seiten. Omega-3-FS sind besonders in fettem Seefisch enthalten (Makrele, Hering, auch Lachs). Davon solltet ihr dann besonders viel essen.
Allerdings führt eine vermehrte Aufnahme von Omega-3-FS zu Blutungsneigung. Hat man bei den Eskimos festgestellt, die vermehrt an Nasenbluten litten oder an Hirnblutungen starben, dafür aber nie den Herztot erlitten.
Ob das bei denen heute noch so ist, wage ich zu bezweifeln…Fast Food gibts ja inzwischen auch am Ende der Welt…
Gruß
Maria
Hallo,
Allerdings führt eine vermehrte Aufnahme von Omega-3-FS zu
Blutungsneigung.
Diese Nebenwirkung war mir unbekannt, daher wäre ich dankbar, wenn du mir dazu vielleicht Links oder auch Buchquellen nennen könntest.
Dank und Gruß,
p+p
Ich habe einen Bekannten der Apotheker mit DR Titel ist, der sagte mir 6,7g Öl am Tag. Ich habe aber Ateriossklerose, also Ablagerungen in den Gefäßen. Er hatte mir eine Dose pharmazeutisches Fischöl empfohlen, die Dose kostet 18 Euro und hält mindestens 3 Monate. Er meinte gute kapseln sind viel zu teuer und man müßte 4 Stck am Tag nehmen. Die 3 Euro Ware aus der Drogerie kann man vergessen.
Jein
Hallo,
wie häufig wird ein Thema isoliert betrachtet. Wenn man von Nahrungsergänzung mit wie hier beschrieben Omega-3 Fettsäuren spricht, sollte man über das Umfeld und Zusammenhänge ein wenig Informationen einholen. Dazu gehört zumindest die Omega-6 Fettsäure, weil sie ebenso als mehrfach ungesättigte Fettsäure lebensnotwendig ist und vom Körper nicht selbst produziert werden kann. Beide stehen zunehmend im Mittelpunkt, da man davon ausgeht, dass das Verhältnis der Zufuhr von O-6 zu O-3-Fettsäure bei unserer Lebensweise zunehmend in einem ungünstigen Verhältnis steht: ca. 20-50:1 anstelle 4:1 (bitte die Werte nicht immer als absolutes Maß aller Dinge betrachten). Und zu vielfältigen Erkrankungen beiträgt bzw. auch auslösen kann (Schübe chronisch Erkrankter).
Interessant ist die Thematik insbesondere bei (chronischen) Erkrankungen wie Rheuma, Neudermitis (und andere Hauterkrankungen), Darm-, Herz-Kreislauferkrankungen…
Hier eine Seite mit verständlichen Erläuterungen (auch zu weiteren weiteren Fettsäuren wie Omega-9 und Transfettsäuren)
http://www.webmed.ch/Aktuelle_Meldungen/noch_unveroe…
Die nachfolgende Seite beschränkt sich auf Omega-3 und -6 sowie Arachidonsäure, am Ende mit einer sehr ausführlichen Liste an Lebensmitteln, deren Anteile und Verhältnis 6/3 dieser Säuren:
http://www.allesroh.at/journal/krebs/6zu3.pdf
Im Grunde genommen ist es wie mit Kalorienzählen: Ein vernünftiges Maß nach ein paar Grundregeln einhalten reicht für „Normalos“ und Vorbeugung aus, Nahrungsergänzungsmittel sind unnötig. Chronisch Erkrankte werden sich in ihrer Ernährungsweise grundsätzlich um- und einstellen, i.d.R. auch ohne Ergänzungsmittel. Und holen sich die richtig guten Tipps aus den jeweils einschlägigen Foren (immer empfehlenswert dort die Erfahrungen nachzulesen).
Franz
Hallo P+P,
die Quelle hierzu ist mein alter Professor im Fach „Ernährungslehre“ an der FH Münster. Ich fasse das mal zusammen:
" Kein Eskimo stirbt an Herzinfarkt, dafür aber etliche an Hirnblutung."
Ich habe aber auch schon etliche Artikel im Netz dazu gefunden. Gib doch einfach mal Blutungsneigung und Omega 3 FS ein.
Gruß
Maria
Hallo PP,
Zitat:
Die Geschichte des vermeintlich gesündesten Fettes ist ebenso wechselvoll wie peinlich: Angefangen hatte alles mit dem Wunder-Vitamin F. Denn so wurden früher die Linolsäure und die Linolensäure genannt, zwei weit verbreitete Fettsäuren im Essen. Als sich allerdings herumsprach, dass es gar kein „Vitamin F“ gibt - das Ganze war nur ein Werbegag der Margarinewerke, so wie lila Kühe oder rosarote Panther -, da gab man dem Kind einen neuen Namen: Jetzt waren Omega-6-Fettsäuren angesagt. Und doch war es bloß wieder die altbekannte Linolensäure. Unter neuen Namen sollte sie die Menschheit wieder vor jenen biblischen Plagen bewahren, mit denen dem Publikum in den Gesundheitssendungen bei politisch inkorrekter Ernährung gedroht wird.
Allmählich wurden die Heilsversprechen durch Studien am Menschen überprüft. Ergebnis: April, April! Es zeigte sich, dass eine Extraportion dieser Omega-6-Fettsäuren der Gesundheit nicht unbedingt förderlich ist. Also kamen statt der Omega-6 - schwupps - die Omega-3-Fettsäuren. Damit war dann die Linolsäure gemeint, bis dato ebenfalls „Vitamin F“. Und selbstredend wurden nun die gleichen Wunderwirkungen versprochen: Man empfahl sie gegen Krebs, Diabetes, Alzheimer, Rheuma, Schlaganfall, Infarkt und was sonst das fettverstörte Herz und Hirn noch begehren mochten.
Inzwischen liegen auch zu den Omega-3-Fettsäuren große Studien vor. Auch diesmal hat sich der werbliche Nutzen in Luft aufgelöst.
Mehr davon:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/1375…
Strubbel
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)
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Hallo,
deine Info war wohl für den UP vorgesehen und wäre dort sinnvoller.
Ich habe ja, wenn auch sehr kurz, darauf verwiesen, Omega 3 nur bei nachgewiesenem Mangel einzusetzen. MIR nutzt deine Info nichts.
Gruß,
p+p