Hallo!
Obiges ist ein wenig irreführend, nämlich ein engl. Ausdruck für „schwul/Schwuler“, setzt sich zusammen aus (Slang) omi=Mann, palone=Frau.
Ich habe im Netz nach nett klingenden deutschen Synonymen für „Schwuler“ gesucht (der Duden ist da etwas dröge), aber hauptsächlich Drastisches gefunden, unter anderem in einem Auszug aus:Jody Skinner: Warme Brüder Kesse Väter. Lexikon mit Ausdrücken für Lesben, Schwule und Homosexualität. Essen: Verlag Die Blaue Eule,1997. 204 Seiten, 29 DM. ISBN: 3-89206-815-1 Buch anschauen.
Gibt es einen einigermaßen geläufigen Begriff, den man benutzen würde, um bei einem Freund taktvoll nachzufragen, ob er vielleicht - ähem - *andersherum* ist? Wäre schön, wenn er auch noch so schwungvoll klänge wie „omipalone“ 
Übrigens geht es nicht um die Behebung meiner persönlichen Verständigungsschwierigkeiten, sondern ich brauche das für einen zu übersetzenden Text.
Danke & Gruß,
Eva
Hallo Eva!
Gibt es einen einigermaßen geläufigen Begriff, den man
benutzen würde, um bei einem Freund taktvoll nachzufragen, ob
er vielleicht - ähem - *andersherum* ist? Wäre schön, wenn er
auch noch so schwungvoll klänge wie „omipalone“ 
Übrigens geht es nicht um die Behebung meiner persönlichen
Verständigungsschwierigkeiten, sondern ich brauche das für
einen zu übersetzenden Text.
Da du ja Literaturübersetzerin bist, vermute ich mal, dass es um Charaktere in einem belletristischen Werk geht, oder?
Wahrscheinlich trage ich gerade Eulen nach Athen, aber hängt das dann nicht auch ein bisschen davon ab, in welchem Milieu das Ganze geschieht, wie alt die Charaktere sind, welchen Bildungsgrad sie haben etc.?
Ich habe einige Schwule im Bekannten- und Freundeskreis und da ist das Wörtchen „schwul“ dann auch schon das „Normalste“ und am häufigsten gebrauchte. Sollte es sich wirklich um eine Freund handeln, würde da die Frage „Sag mal, du bist doch schwul, oder?“ durchaus nicht als taktlos empfunden werden - wenn der Betreffende tatsächlich schwul ist. Anders sieht das dann natürlich aus, wenn derjenige hetero oder „latent schwul“ ist. Wobei es dann wohl weniger um die Vokabel, als um die Tatsache der Frage an sich geht. Die kann dann wohl häufig formuliert sein, wie sie will, und wird trotzdem als zumindest schwierig empfunden.
Lange Rede, kurzer Sinn: Eine Antwort zu deiner Frage habe ich gar nicht
, bezweifle aber sehr, dass es so ein Wort gibt, da das Problem ja eigentlich woanders liegt.
Grüße,
Christiane
omipalone ist nicht ein Wort, das mir je über den Weg gelaufen ist.
Und ich kenne ne ganze Menge Schwule, englischsprachige.
Wann spielt denn das zu übersetzende Werk? Bzw wann ist es geschrieben?
Ich selbst würde im Deutschen jemanden, von dem ich eigentlich ‚weiss‘, dass er schwul ist, also es mehr als annehme, fragen, ob er ‚straight‘ ist,
also - Bist Du straight?
bzw - Du bist nicht straight, oder?
Ob das zu englisch ist, oder zur Zeit, zu der die Handlung spielt, nicht verwendet, weiss ich nicht.
Aber so zumindest würde ich es sagen, ohne dass sich jemand je auf den Fuss getreten fühlen würde. Und ohne dass es zu ‚direkt‘ ist. Na, direkt ist es schon, aber das ist ‚omipalone‘ ja auch, nur halt ein bisschen ‚hypocritical‘ oder so.
Anyway, viel Grlück bei der Suche,
Isabel
Hallo Eva,
wenn deine Figur charmant sein möchte, wird sie fragen:
„Bist du *verzaubert*?“

W.
Guten Morgen Eva
Ich würde esso sagen:
Fühlst du dich mehr zu den Männern hingezogen?
Grüsse
Rolf
Ich würde esso sagen:
Fühlst du dich mehr zu den Männern hingezogen?
pardon me… aber das halte ich für einen Ausdruck, der nur jemandem über die Lippen kommt, der sich damit schwer tut. Dem es unangenehm ist. Der sich auch in der schwulen Welt nun wirklich nicht auskennt.
Und was soll heissen ‚mehr‘ - ist das dann so wie ‚ein bisschen schwanger‘?
Sorry, aber so schätze ich diesen Ausdruck halt ein.
Gruss,
Isabel
hallo eva,
folgende fragen sind denkbar:
biste schwul?
biste hete, bi, schwul, sonstiges?
stehste eher auf mädchen oder jungs? (frauen/männer)
alle anderen formulierungen signalisieren im deutschen berührungsängste mit der thematik. auch das verwenden des ausdrucks gay.
da wirkst du völlig verklemmt.
habe dein wort übrigens noch nie gehört, im gegensatz zu fruit, fagott, fairy oder ähnlichem.
wieder was gelernt!
strubbel
G:open_mouth:)
Hallo Eva,
kannst Du ein bißchen mehr zum Kontext sagen, also z.B. wann spielt das ganze, wo spielt es und wer fragt da wen?
„Omipalone“ ist ja nicht irgendein englisches Slang-Wort für Schwule, sondern entstammt dem Polari (http://www.worldwidewords.org/articles/polari.htm), ist also auch für Engländer ein ungewöhnliches Wort und in den USA vermutlich völlig unbekannt.
Es ist schwer, da eine richtige Entsprechung zu finden. Warum wird gerade dieses Wort benutzt? Spielt das ganze zur Zeit der in meinem verlinkten Artikel erwähnten BBC-Sendung? Dann sollte man vielleicht versuchen, irgendeine deutsche Entsprechung aus der zeitgenössischen Pop-Kultur zu finden.
Es kommt auch ein bißchen darauf an, was denn die Antwort auf die Frage ist. Das schon erwähnte „verzaubert“ finde ich sehr schön, aber ein mit homosexuellem Slang unvertraute Hetero-Mann würde vermutlich gar nicht verstehen, was man will.
Gruß,
Myriam
Hi Myriam,
vielen Dank für Deinen interessanten Link. Sternchen dafür. Da hätte ich ja direkt Bock, mal so eine Sendung aus der Serie zu hören. (Vermutlich würde ich aber nur Bruchteile verstehen…)
Liebe Grüße
Burkhard
an alle 
Ich danke euch allen vielmals für eure Anregungen & Tipps!!!
Ich denke, in der betreffenden Situation würde typgerecht die betreffende Person fragen: „Sag mal, bist du - vom anderen Ufer?“
Habe noch ein bissl rumgestöbert im Netz nach Infos zu „omipalone“ und da findet man die kuriosesten Sachen! Das Interessanteste waren Hinweise auf Homosexualität im Alten Testament, dass… Aber Halt! Vielleicht lesen Unmündige mit 
Schade, dass es so ein ansprechendes Wort im Deutschen nicht gibt. „Omipalone“ klingt schwungvoll, heiter und irgendwie nach „allen paletti“
))
„Merci vielmals“ sagt
Eva
Schade, dass es so ein ansprechendes Wort im Deutschen nicht
gibt. „Omipalone“ klingt schwungvoll, heiter und irgendwie
nach „allen paletti“
))
Stimmt, es klingt nett. Allerdings würde ich es als „Betroffene/r“ nicht so gerne hören, da die wörtliche Bedeutung ja „weibischer Mann“ ist. Abgesehen davon, dass das nicht unbedingt zutrifft, würde ich mich diskriminiert fühlen.
Gruß,
Myriam
Hallo Myriam und Eva,
darf ich mich auch nochmal einmischen?
Stimmt, es klingt nett.
Wie klingt es denn? [omipalouni?] --> erinnert an ‚ballony‘
(==Bloedsinn, Aufschneiderei)
Allerdings würde ich es als
„Betroffene/r“ nicht so gerne hören, da die wörtliche
Bedeutung ja „weibischer Mann“ ist.
dito.
Von den Links ,die ich mir angeguckt habe, stammt es ja [oder
wurde populaer] gemacht, durch diese ganz typische BBC-Schwulen-
witzesorte einer bestimmten Zeit. Ich glaube kaum, dass sich
ein heutiger Schwuler unbedingt mit diesen Klischee-Tunten
identifizieren kann.
Und: die Loesung mit dem anderen Ufer finde ich ziemlich gut,
ich hatte es vorschlagen wollen, war mir aber nicht sicher, ob
das in D ueberhaupt noch ein gebraeuchlicher Ausdruck ist.
Gruesse
Elke
Wie klingt es denn? [omipalouni?] --> erinnert an
‚ballony‘
(==Bloedsinn, Aufschneiderei)
Na ja, gemeint war ja für ein deutsches Ohr. Der Blödsinn schreibt sich übrigens meines Wissens nach „baloney“.
Allerdings würde ich es als
„Betroffene/r“ nicht so gerne hören, da die wörtliche
Bedeutung ja „weibischer Mann“ ist.
dito.
Danke, ich dachte schon ich würde Anfälle politischer Korrektheit haben (würg).
Und: die Loesung mit dem anderen Ufer finde ich ziemlich gut,
ich hatte es vorschlagen wollen, war mir aber nicht sicher, ob
das in D ueberhaupt noch ein gebraeuchlicher Ausdruck ist.
Doch, durchaus gebräuchlich und auch in „mixed company“ anwendbar. Auch bei den „Betroffenen“ problemlos akzeptiert.
Gruß,
Myriam
stimmt … teilweise
Liebe Isabel
Vorneweg:
… der sich in der schwulen Welt nun
wirklich nicht auskennt
Das trifft zu (und ich habe weiter keine
Probleme damit).
das halte ich für einen Ausdruck, der nur
jemandem über die Lippen kommt, der sich damit
schwer tut. Dem es unangenehm ist …
Das trifft zumindest auf mich nicht zu. In
meinem Freundeskreis gibt es einige Schwule und
Lesben.
Mir gefällt die Formulierung immer noch, zumal
eine Lesbe ihre Gefühlswelt mir gegenüber genau
so umschrieben hat.
Grüsse von
Rolf
da die wörtliche
Bedeutung ja „weibischer Mann“ ist.
Hallo, Myriam!
Nur ganz kurz, weil ich grade über die gefühlsmäßigen Assoziationen mancher Wörter nachdenke: Warum das in der Tat diskriminierende „weibisch“? Warum nicht „weiblicher“ Mann?
Für mich war „omipalone“ spontan ein völlig wertfreier Begriff. MannFrau, FrauMann, zwei in eins, je nachdem, ad libitum
))
Grüßle,
Eva
Für mich war „omipalone“ spontan ein völlig wertfreier
Begriff. MannFrau, FrauMann, zwei in eins, je nachdem, ad
libitum
))
Weibisch oder weiblich ist eigentlich egal. Auch das Wort „Mannweib“ ist negativ belegt.
Der Punkt ist: ein homosexueller Mann ist ein Mann. Er ist kein Zwischending zwischen Frau und Mann, keine Frau im Männerkörper. Analog gilt für eine homosexuelle Frau: sie ist eine Frau, kein Mannweib, kein Mann im Frauenkörper, kein Zwischending zwischen Mann und Frau.
Vielleicht ist es jetzt klarer, warum jemanden aufgrund seiner sexuellen Orientierung „MannFrau“ zu nennen für mich diskriminierend ist.
Gruß,
Myriam
*a dyke, but no guy
*
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