Hat schon mal einer von euch das Buch „Onkel Toms Hütte“ von Harriette Beecher Stowe gelesen? Wenn ja, schreibt mir doch mal was dazu! Danke,
Galli
Hat schon mal einer von euch das Buch
„Onkel Toms Hütte“ von Harriette Beecher
Stowe gelesen? Wenn ja, schreibt mir doch
mal was dazu! Danke,
Galli
was möchtest du hören? ist halt ein aufschrei gegen die sklaverei. und mitverantwortlich für den stimmungswandel in der nordamerikanischen bevölkerung, ohne den der sezessionskrieg für die yankees nicht führbar gewesen wäre, denke ich.
Hat schon mal einer von euch das Buch
„Onkel Toms Hütte“ von Harriette Beecher
Stowe gelesen? Wenn ja, schreibt mir doch
mal was dazu! Danke,
Galli
by the way, ich wollte immer schon wissen, ob das _literaturwissenschaftlich_ als Literatur oder Schundliteratur klassifiziert wird. Ich wiederhole sicherheitshalber, es geht nur um literarische Qualität, niemand will die gesellschaftliche Bedeutung dieses Buches diskreditieren oder die Lauterkeit seiner Motive in Abrede stellen!
Grüße Benjamin
Hallo!
So ganz habe ich deine Antwort nicht verstanden.
Scheint mir, als magst du das Buch nicht, oder besser gesagt magst du nicht, wie es geschrieben ist. Richtig oder falsch?
Klär mich doch noch mal auf!
Danke,
Galli
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Hallo!
Klar, der Inhalt des Buches ist unumstritten. Aber was haltet ihr davon? Findet ihr, daß es ein gutes Buch ist?
Gefallen euch die Charaktäre?
Was haltet ihr von Tom selbst? usw. …
Meiner Meinung nach ist das ein großartiges Buch, das nicht nur historisch, sondern auch moralsich und ethisch von großer Bedeutung ist. Abgesehen von dem Thema der Sklaverei spielt ja auch das Thema Reliogion eine wichtige Rolle in diesem Buch. Es geht nicht nur um die Sklaverei in diesem Buch…!
Es geht um die Menschen!
Dazu möchte ich gerne wissen, was ihr davon haltet!
Tschüssi,
Galli
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hey
ich fands ganz gut. gut lesbar. trotzdem nicht simpel oder gar trivial. die botschaft ist gerade im historischen kontext kalr zu erkennen. ich kann aber jetzt nichts spezielles sagen, ist schon ne zeit her, das ich es gelesen habe. tom ist jedenfalls korrekt. und dann ist da doch noch diese quäker-familie. die ist natürlich auch korrekt. die adnern fallen mit jetzt nich mehr ein.
Hallo!
Klar, der Inhalt des Buches ist
unumstritten. Aber was haltet ihr davon?
Findet ihr, daß es ein gutes Buch ist?
Gefallen euch die Charaktäre?
Was haltet ihr von Tom selbst? usw. …
Meiner Meinung nach ist das ein
großartiges Buch, das nicht nur
historisch, sondern auch moralsich und
ethisch von großer Bedeutung ist.
Abgesehen von dem Thema der Sklaverei
spielt ja auch das Thema Reliogion eine
wichtige Rolle in diesem Buch. Es geht
nicht nur um die Sklaverei in diesem
Buch…!
Es geht um die Menschen!
Dazu möchte ich gerne wissen, was ihr
davon haltet!
Tschüssi,
Galli
hey
ich fands ganz gut. gut lesbar. trotzdem
nicht simpel oder gar trivial. die
botschaft ist gerade im historischen
kontext kalr zu erkennen. ich kann aber
jetzt nichts spezielles sagen, ist schon
ne zeit her, das ich es gelesen habe. tom
ist jedenfalls korrekt. und dann ist da
doch noch diese quäker-familie. die ist
natürlich auch korrekt. die adnern fallen
mit jetzt nich mehr ein.Hi!
Danke für deine Antwort!
Ja, Tom finde ich auch korrekt. Mehr als das. Er ist zwar nur eine erfundende Figur, aber für mich der Inbegriff von absoluter Charakterstärke. Es gibt noch so viele interessante Figuren: der Senator, der Eliza und ihr Kind rettet, obwohl er gegen die Aufnahme der entlaufenen Sklaven im Norden gestimmt hat, oder die Tochter St.Clares, die am Ende stirbt. Die ist so völlig unschuldig und hat eine bestimmte Art, ihren Glauben an Gott gegenüber ihrer Mutter und allen anderen zu bestreiten.
Oder der Mann Elizas, der aus der Sklaverei flieht und nach Kanada reist.
Es gibt so viele…
Lies es doch noch einmal?!
Tschüssi,
Galli
Hi!
Danke für deine Antwort!
Ja, Tom finde ich auch korrekt. Mehr als
das. Er ist zwar nur eine erfundende
Figur, aber für mich der Inbegriff von
absoluter Charakterstärke. Es gibt noch
so viele interessante Figuren: der
Senator, der Eliza und ihr Kind rettet,
obwohl er gegen die Aufnahme der
entlaufenen Sklaven im Norden gestimmt
hat, oder die Tochter St.Clares, die am
Ende stirbt. Die ist so völlig unschuldig
und hat eine bestimmte Art, ihren Glauben
an Gott gegenüber ihrer Mutter und allen
anderen zu bestreiten.
Oder der Mann Elizas, der aus der
Sklaverei flieht und nach Kanada reist.
Es gibt so viele…
Lies es doch noch einmal?!
warum nicht? mal schaun. schlage mich gerade durch Kafka. Dann mal wieder was einfaches…
Scheint mir, als magst du das Buch nicht,
oder besser gesagt magst du nicht, wie es
geschrieben ist. Richtig oder falsch?
Nein, kann man so nicht sagen. Ich hab das Buch vor einiger (i.S.v. längerer) Zeit in der Hand gehabt - eher aus „historischem“ Interesse, eben wegen seiner großen Wirkungsgeschichte. Ja, es hat mir damals nicht so gut gefallen; ich hab es irgendwie zu „süsslich“ in Erinnerung, wie soll man sagen, zu sehr auf eine (moralisch beabsichtigte) Wirkung beim Leser hin berechnet … oder so, aber vielleicht stimmt dieses Gefühl ja gar nicht, und es handelt sich nur um (zeitbedingte) Probleme mit dem Stil der Autorin? Jedefalls hat das Buch literarisch keinen großen Eindruck und keine deutliche Erinnerung bei mir hinterlassen.
Jetzt (na ja, auch schon ein Jahr her oder so) lese ich einen Text des amerikanischen Philosophen Richard Rorty („Kontingenz, Ironie und Solidarität“, sehr empfehlenswert!), der sich mit dem Problem einer Begründung für moralisches Verhalten beschäftigt, und dort den Satz: „‚Onkel Toms Hütte‘ hat mehr für die Moralität der Menschheit geleistet als Kants ‚Kritik der praktischen Vernunft‘“ (so ungefähr schreibt er). Dahinter steht ein Streit um zwei mögliche Arten der Ethikbegründung: (1) eine, die moralische Normen aus einer philosophischen Deduktion erklärt und ihnen deswegen eine unbedingte, für alle und immer zutreffende („universale“) Sollensgeltung zuschreibt - die bekannteste und stärkste Form dieser Argumentationsfigur ist Kants „Kategorischer Imperativ“; und (2) eine andere, die sich in der Frage nach den Ursprüngen moralischer Handlungen (wie dem opfer- und risikoreichen Kampf gegen die Sklaverei) mehr auf die Gefühlsebene, auf Mitleid, Sympathie etc. bezieht - was natürlich viel plausibler für unsere Erfahrungen mit diesen Dingen ist, aber argumentativ Probleme mit sich bringt, wenn man in bestimmten Situationen Normen aufstellen und auch durchsetzen muss und feststellt, dass diese Gefühle nicht bei allen und nicht in gleichem Masse da sind. Eine Option für die zweite Variante, auch wenn sie sympathischer erscheint, bringt also gewisse Gefahren.
Und jetzt sind wir bei meiner Frage: Wenn Rorty wenigstens „Dostojewskijs ‚Die Brüder Karamassow‘“ oder „Tolstois ‚Krieg und Frieden‘“ geschrieben hätte! Rorty ist ein ziemlicher Zyniker. Kann sein, dass er auch andeuten will, er hielte den Einsatz für Menschenrecht etc. zwar für wichtig und lobenswert (an seinem politischen Engagement in dieser Richtung kann auch kein Zweifel bestehen!), aber begründen, nein, begründen könne man das gar nicht, auch nicht durch Literatur und den Rekurs auf Gefühle, man könne nur leise in die eine oder andere Richtung zu manipulieren versuchen (und da ist sicher auch was dran.)
Klär mich doch noch mal auf!
Danke,
Galli
Erschöpfend aufgeklärt? 
Schöne Grüße
Benjamin