Lieber Norbert,
da ist es doch intelligenter eine zu Gründen, da dass nicht
strafbar ist.
Lieber Ivo, da hast Du sicher, irdisch-weltlich betrachtet,
recht mit. Aber, willst Du, will ich wirklich meine geliebten
Mitmenschen bescheißen? Ausnehmen, filetieren, frikassieren?
Am Ende dann noch privat in Konkurs darüber gehen und die
Millionen gehören dann den Freundinnen, samt Rolls und Haus?
Nee, da bin ich nicht der Typ für. Wär zwar easy, aber gemein.
Es gibt schon zuviele Gemeine! Auch auf den Cayman-Islands.
Lieber Ivo, läutern kommt mir gar nicht zu! Würde ich mich über-
heben mit, bzw. mir einen Bruch heben, weiß ich doch.
Und überzeugen, nun ja. - Mache ich mit manchen Menschen, wenn
ich innerlich! das Gefühl!! habe, es wäre hier angebracht. Im
Moment, lieber Ivo, habe ich das überhaupt gar nicht. Und Perlen
wollte ich hier nicht gerade verstreuen. Frag bitte nicht, warum.
Ich habe auch nichts dagegen, daß du Anfänger warnst, dass
soll gerne so sein.
Prima, daß Du das auch so siehst.
Ich differenziere sehr wohl, was Jürgen nicht glaubt, und schere
nicht alle Banken über einen Kamm. Aber sehr viele!
Mein DB-Anlageberater damals, der war wirklich vorbildlich.
Nicht auf schnelle Knete aus, sondern sorgfältig meinen Typus,
das Anlage-Verhalten, auslotend, mir dabei jeden Schritt erklä-
rend, und somit konnte ich alles nachvollziehen. Er sah sich nur
als Helfer, nicht als schlauer Hai. Dadurch hat er mein anfäng-
liches Mißtrauen auch schnell abbauen können und war wirklich
ein Vorbild für die Deutsche Bank. Andere Kunden, mit denen ich
das diskutierte, sahen das genauso. Sie kamen extra aus anderen
Bankeinzugsbereichen, um dort beraten zu werden. Nie wurde ich
um der schnellen Mark willen, der Provision dafür, zum Umschich-
ten oder Hin- und Her-Traden gepusht. Wg. der Provisionen, klar.
Nein, leider wurde er nach oben, nach FFM, versetzt. Danach bin
ich kurz danach komplett ausgestiegen. So war es bei mir. Und
bereue es nicht.
Das einzige was ich bei dir Vermisse: Wo hast du ein konktetes
Beispiel, daß dann wirklich überzeugend ist? Du stocherst hier
immer im Nebel rum, vielleicht nicht mal absichtlich, aber so
kommt es rüber.
Ivo, ich spüre, daß Du dies ehrlich meinst. Und Du hast recht
damit, daß das so rüberkommen wird. Ja. Was ich nicht gesagt
habe dabei, ist, daß dieses Vorgehen natürlich auch wieder seine
Berechtigung darin hat, daß man (hier: ich) an der Re-Aktion
der Leser, also dem zurückreflektierten Echo zum Radarsender hin,
erkennen kann, wen man da so gegenüber hat. Was für ein Wesen,
was für ein Charakter, - ein Mensch!
Und, Ivo, das ist mir sehr wesentlich. Denn wer unterhält sich
schon gerne mit Dumpfbacken, mit Dünnbrettbohrern oder aufge-
blasenen Hähnen. Namen nenn’ ich jetzt keine, aber wirst schon
wissen, wer von mir hier genau gemeint ist.
Diese Art aktive Immunisierung geht schnell und effektiv.
Und mit Menschen, wo es sich lohnt, da kann man auch privat
bestens verkehren, nicht bloß übers Brett, wo Neider, sonstige
Mißgönner und kaputte Existenzen ihren Müll dazukippen wollen.
Soweit meine angewandte Methodik dazu. Und natürlich habe ich
ein wenig mehr auf dem Kasten, als ich durch die von mir hier
verwendete Wortwahl zu erkennen gebe. Gewisse Großkotze meinen
daraufhin, ihre vermeintliche turmhohe Überlegenheit über einen
so schlichten Typen wie mich zu ihrem Eigenruhm oder sonstigen
Vorteil verwenden zu müssen. Gefahr erkannt heißt: Gefahr gebannt.
Deinen Tip mit dem Börsenspiel finde ich nicht schlecht. Ich
finde sie sogar gut. wenn man konsequent bei seinem
Anlegerverhslten bleibt.
Es geht ja darum, sich selber kennenzulernen. Und den eigenen
Ernst dabei. Wie wichtig ist mir die Börse. Das Geld-Erarbeiten.
Das eventuell sogar davon eines Tages leben. Das Leben-können
und das Leben-wollen. Zwei verschiedene Dinge, börsenbezogen!
In meiner eigenen Trockenübung hierzu habe ich Erstaunliches mir
erarbeiten können. Es war nicht umsonst. Und kostete nix, außer
Zeit. Die man ja immer hat, wenn einem etwas wichtig genug ist!
Lieber Ivo, niemand muß dabei perfekt sein. Allein der Einsatz
bewirkt schon wahre Wunder an Eigenerkenntnis. Die nackte Gier
nach Geld, darf nicht Antrieb sein, sonst läuft man in die
aufgestellten Fallen für diejenigen rein, die darin anfällig
sind. Und das sind sehr, sehr viele Mitmenschen, leider.
Und nur das Dahinspielen darf es auch nicht sein. Da fehlt der
nötige Ernst. Und der Biss, Geld zu verdienen, zu erarbeiten.
Und erst, wenn man eine Krise mannhaft durchstanden hat, erst
dann darf man sich selber auf die Schulter klopfen, keine Sekunde
vorher, keine!!! -
Und ich hatte so eine Börsenkrise, voll engagiert!!!, und nach
ein paar Monaten Konsolidierungs-Phase dann - bin ich ausgestie-
gen. Ich wußte ja jetzt, wie es geht, und gehen kann.
Mein ganz persönliches Fazit ist halt: Noch mal Schwein gehabt!
Hätte gewaltig viel schlimmer ausgehen können, wenn ich gieriger
gewesen wäre. Und wenn ich jetzt schon hätte davon leben wollen.
Und die Zyklen, die dahinter stecken, wie scheinbar!!! beim
Roulette ebenfalls, die ließen mich so manches wirklich besser
verstehen. Als wenn ich nur schlaue Bücher dazu gelesen hätte.
Ohne eigenes Engagement, ohne daß es auch wehtun kann.
Denn nur dann lernt man richtig und sorgfältig, meine ich.
Daher meine Empfehlung an alle: Immer den Verlust über
Stopp-Loss Limite absichern.
Für die weiter Engagierten ist Dein Rat, lieber Ivo, sicher nicht
falsch. Es geht ja auch einigermaßen gut soooo.
Und der Absturz ins Uferlose bleibt dadurch erspart, obwohl die
Gewinne auch nicht total nach oben peitschen. Ist schon ziemlich
defensiv, Deine Strategie. Was in diesen Zeit sicher angebracht
ist.
Das einzige worum ich dich bitte ist: Gib uns ein
nachvollziehbares Beispiel, in dem Kurse von Banken
manipuliert werden.
Sicher könnte ich das hier, öffentlich.
Und morgen würden sie mich abholen kommen!
Denn die Kreise, von denen ich rede, die schreckt irgendeine
Bankenaufsicht bzw. Börsenaufsicht nicht dieeee Bohne. Weil die
längst über dieser Art Peanuts for the people stehen.
Die schwingen ihr Rad auch nicht so nachvollziehbar, daß Du das
im Stern oder im Lokus nachlesen kannst.
Denn diese Leut’, die machen dieselben Tricks seit Jahrzehnten.
Und damit das nicht auffällt, variiert die Teilbranche, wo sie
angewendet werden. Mal bei den Optionsscheinen, mal bei den
Aktien selber, mal bei Calls und Puts, sauber gepflegte lange
Seitwärtsbewegung zum Aussitzen. Usw. usf.
Eine Bank allein, könnte das gar nicht. Ich rede von Bankers Trusten. Ganzen Sippschaften, die durch Familien- und sonstige!!!
Bande (nein, ich führe hier nicht aus, was ich mit sonstige meine!) einander verpflichtet sind. Insider, die hier mitlesen,
verstehen ganz genau, wen und was ich meine. Sie haben übrigens
auch schon Laut gegeben und mich verbellt. Harmlos zwar, aber
dennoch. Hab da feine Ohren für. Das Feine aber nur ist, ich bin
nicht zu packen, momentan. Und erst recht nicht, wie versucht!,
einzuschüchtern. Wie auch!
Dir alles liebe und gute,
Dein Norbert.