Online-Game AGBs etc

Hallo zusammen,

habe da mal eine rein hypothetische Frage:
Angenommen es gäbe ein Online-Spiel (Firmensitz in Californien), das prizipiell kostenlos ist, bei dem man aber einen „Premiumaccount“ und diverse „Spezial Items“ für reales Geld zusätzlich erwerben kann.

Nun hat ein Spieler in seinen Account sehr viel investiert, in den AGBs steht drin dass die Accounts aus sehr sehr vielen Gründen einfach so gefroren, also unzugänglich gemacht, werden können. Diese Gründe sind oft nicht klar ersichtlich und die „Spielregeln“ auch nirgends eindeutig dargestellt.

Nehmen wir nun mal an jemandem wird aus einem Grund der nicht bewiesen werden kann und auch nicht stattgefunden hat, oder zwar stattgefunden hat, aber nicht als „schummeln“ bekannt war (weil es zum beispiel die letzten male kein Schummeln war) der Account genommen, hat der jenige irgendeine Chance den Account oder zumindest die bezahlten Zusatzleistungen z.B. auf einem neuen Account wieder zu bekommen? Oder können die einfach weil ihnen die Nase des Nutzer nicht gefällt alles einbehalten?

Die AGBs sagen nein, aber ist sowas nicht auch anfechtbar?

bin gespannt auf eure Meinungen
LG
Wizzel

Zuerst einmal eine Formulierungssache, die die juristen ja so lieben.

Man bezahlt weder das Spiel noch den virtuellen Gegenstand, man bezahlt für die Erlaubnis etwas temporär nutzen zu dürfen.

Man erwirbt also eine Dienstleistung und diese Dienstleistung wird/wurde auch erbracht.

Der Dienstleister hat die Möglichkeit dieses Dienstleistungsverhältnis jederzeit ohne Angabe von Gründen zu beenden. Dies schließt willkür mit ein.(Wobei jemand anders beantworten sollte ob willkür grundsätzlich überhaupt zulässig ist. Bitte das PS beachten.)

In der Praxis ist der Dienstleister daran interessiert sein Einkommen zu maximieren. Daher wird er erst eine Verwarnung aussprechen, dann einen kurzen temporären Ausschluss aus dem Spiel, dann einen längeren temporären Ausschluss aus dem Spiel und schließlich den permanenten Ausschluss aus dem Spiel(Dadurch wir der Kunde möglichst lang gebunden und die anderen Kunden erfahren ein Minimum an Störungen. -> Maximal Nutzen für den Dienstleister).

PS: Gilt hier eigentlich deutsches oder amerikanisches Recht?

Nochmals Hallo

Man bezahlt weder das Spiel noch den virtuellen Gegenstand,
man bezahlt für die Erlaubnis etwas temporär nutzen zu dürfen.

gut das leuchtet mir ein

Man erwirbt also eine Dienstleistung und diese Dienstleistung
wird/wurde auch erbracht.

…hier möchte ich einhaken, man kauf nict direkt die dienstleistung, sondern quasi Spielgeld, und tauscht dann Spielgeld gegen Dienstleistung. Was wenn auf dem Account noch ungenutztes Spielgeld ist oder bereits Items bezahlt wurden die aber vor der Frierung nicht mehr angekommen sind, also nicht genutzt werden konnten?

Der Dienstleister hat die Möglichkeit dieses
Dienstleistungsverhältnis jederzeit ohne Angabe von Gründen zu
beenden. Dies schließt willkür mit ein.(Wobei jemand anders
beantworten sollte ob willkür grundsätzlich überhaupt zulässig
ist. Bitte das PS beachten.)

Hängt das mit der Willkür von deutscem oder US Recht ab? Das Spiel selbst sitzt in Californien wie gesagt, aber es wird auf deutsch angeboten mit einer .de Adresse und der Mutterkonzern hat auch einen deutschen Firmensitz.

In der Praxis ist der Dienstleister daran interessiert sein
Einkommen zu maximieren. Daher wird er erst eine Verwarnung
aussprechen, dann einen kurzen temporären Ausschluss aus dem
Spiel, dann einen längeren temporären Ausschluss aus dem Spiel
und schließlich den permanenten Ausschluss aus dem
Spiel(Dadurch wir der Kunde möglichst lang gebunden und die
anderen Kunden erfahren ein Minimum an Störungen. -> Maximal
Nutzen für den Dienstleister).

Einkommen maximieren kan man aber auch durch willkürliche Frierungen, weil „jüngere“ Spieler einfach neu anfangen und wieder Geld rein stecken, hier möchte ich etwas ausholen.

Angenommen es geht um 2 erfundene Accounts, Account A und Account B. Beide haben sich in den 6 bzw. 7 Jahren Spielbeteiligung nicht zu Schulden kommen lassen, keine Verwarnung, keine Suspendierung (die beiden niedrigeren Straf-Stufen). beide haben in diesen Jahren einen hohen 3-stelligen bwz einen deutlich 4-stelligen $-Betrag investiert und waren gerade deshalb äußert vorsichtig um nicht gegen irgendwelche Regeln zu verstoßen.

Account A wurde gefroren weil er angeblich über echtes Geld außerhalb der Plattform Gegenstände erkauft hat, allerdings ohne jeglichen Beweis, nicht mal der/die Gegenstände konnte der Support bennenen.

Account B wurde gefroren weil er bei einer Wahl Kurznachrichten an befreundete Spieler geschickt hat um für sich zu werben, was Account B allerdings auch bei den letzten beiden Wahlen gemacht hatte ohne auch nur verwarnt zu werden.

PS: Gilt hier eigentlich deutsches oder amerikanisches Recht?

Das wollte ich euch eigentlich fragen :wink:

Danke soweit
Schnarchi fka Wizzel