Hi zusammen,
mein Bruder (17 Jahre) hängt seit Jahren vorm PC: Er spielt
leidenschaftliche Counterstrike.
Im reellen Leben geht mein Bruder einer Ausbildung nach, hat
einen tollen Freundeskreis und ist auch sonst nicht auffällig.
Aber: Counterstrike ist einfach mal ein Tötungsspiel…
Ja was nun? „Hängt“ er vor dem PC, schottet er sich ab? Oder trifft er sich mit seinem Freundeskreis?
Ich persönlich sehe keine Unterschied, ob ich abends sinnlos vor dem Fernseher hänge oder vor dem PC.
Im Gegenteil würde ich hier das Onlinespiel sogar bevorzugen, weil man sich noch mit anderen Leute beschäftigt. Ein Clan ist schon fast wie ein Verein, grade bei CS gibts dort strenge Regeln.
Ich glaube bei CS gehts, genauso wie bei DaoC, schon nicht mehr direkt um das Spiel, sondern viel mehr, um die Gemeinschaft, die sich daraus gebildet hat. Wir haben Freunde in ganz Deutschland, treffen uns auch im Realen Leben zum Grillen oder Feiern.
Wenn er wirklich ein gesundes Verhältnis zur Aussenwelt hat, sprich sich mit Freunden trifft, und sich nicht auffällig verhält, seh ich jetzt nicht wirklich eine Suchtgefahr.
Wo ist der Unterschied ob er CS spielt, oder sich abends Horrorsachen a la SAW oder ähnliches reinzieht, wie es viele andere tun, und trotzdem nicht zu Killern werden?
Die andere Sache ist natürlich der Vater. Es ist seine Wohnung, da muss der Sohn auch dessen Regel respektieren. Hier hilft nur das ranführen an das Thema, ihn das Spiel zeigen, die Gemeinschaft zeigen, in der er spielt usw…hier muss Aufklärung betrieben werden, dass sein Sohn ein gesundes Verhältnis zum Spiel hat.
Mein Bruder behauptet er mache das alles kontrolliert und in
einem Clan und mit Trainer und überhaupt und
sowieso…natürlich verteidigt er sein „Hobby“ nach Kräften.
Das sehe ich genauso. Ob er nun CS als Hobby ansieht, oder in den Fussballverein rennt, oder einen Modelleisenbahn hat und sich dort stundenlang die Zeit vertreibt, ist meines Erachtens alles dasselbe.
Nur das Verhältnis muss gesund bleiben. Sprich Freunde, Beruf.
Es gab grad ein tollen Bericht über Online Spiel Sucht (boah weiss leider nicht mehr den Sender und welche Sendung), da wurde deutlich, wo spielen anfängt und wo Sucht aufhört. CS war auch ein Thema…
Da fand ich, kam gut raus, wer „normal“ einem Hobby nachging, und wer schon nicht mehr mit der reellen Welt kommunizieren konnte.
Also viel Glück bei der Aufklärungsarbeit.
Gruß Wölkchen