Folgender Sachverhalt trug sich über Ostern zu, er ein guter Bekannter spielt seit Jahren Sportwetten online. in der letzten Woche hatte er mal wieder einen höheren Gewinn zu verzeichnen und gegen Ende der Woche wiederum. Der Eindruck täusch allerdings, das er unterm Strich in den vergangenen Jahren einen erheblichen 5 stelligen Bertrag einzahlte und verlor. Zurück zu Ostern. Die zuletzt gewonnen ca. 1.000 Eur gingen doch auch wieder verloren bevor er den „Sack zumachen“ konnte.Pö a pö sahs er über Ostern Tag & Nacht vorm Rechner und butterte fleißig weiter Geld nach. Zwischenzeitig konnter er sich in einem stillen Moment dazu durchringen per Email 2 Anbieter um Accountsperre zu bitten. Der Entscheidende Anbieter teilte mit, er, mein Bekannter kann dies nur selber tun im Account.- was unter ferner liefen im innernn des Account nur für Insider zu finden ist.Schließlich zockte er bis vorhin wie im Rauch weiter. Der bisherige Schaden bei einem Anbieter beträgt insgesamt mind. 5.0000 Euro inkl 1.000 wieder eingesetzter Gewinn.
Unter Berücksichtigung der vermeintlichen Fürsorge(pflich), die auch immer auf den Web-Seiten vertrauensvoll steht hat sich meines erachtens dieses (börsennotiere) Unternehmen mitschultig gemacht zumal in Art und Umfang mein Bekannter so nie agierte.
Nach dem Motto, wenn das GEld ausgeht wird er schon aufhören. Das ist nach meinem Rechtsverständnis fahrlässige Körperverletzung.
Welches Fachgebiet wäre hier juristisch zuständig. Dann der Firmensitz in Malta. Es könnte wohl nur auf einen aussergerichtlichen Vergleich hinaus laufen. Der Gesetzgeber ist hier auch in der Pflicht schließlich kassiertet er mittlerweile Spielwettensteuer WER WEIS RAT?! Besten Dank im Voraus. Carlo
Hallo,
Vergiss es hier Zeit und Geld in irgendwelche Regressansprüche zu investieren. Suche deinem Bekannte Selbsthilfeangebote für Spielsucht, gibt es sicher auch in eurer Gegend.
Zudem bedeutet in Freiheit zu leben auch Eigenverantwortung. Hohe Quoten bedeuten hohes Risiko. Kann man nur durch Manipulationen minimieren. (Ging ja mal lange durch die Presse). Diese Firmen sitzen nicht umsonst in Malta, Zypern oder noch in ganz anderen Ecken. Sind also in der Regel nicht greifbar.
Lotto, Toto etc. sind auch Glücksspiele, aber hier bekommt die andere Hälfte des Einsatzes wenigstens der Staat, also weiss man wo das Geld hinkommt. Bei diesen staatlichen Lotterien halte ich persönlich die Suchtgefahr nicht für so hoch wie bei den Online-Sportwetten. (ich spiele ja auch regelmässig für 20 €/Woche) leider mit wenig Erfolg 
Gruß vonsales
Hallo,
die meisten dieser Sportwetten-Anbieter im Internet sitzen nicht umsonst in Malta, Zypern, Gibraltar und ähnlichen Staaten.
Zumindest der dt. Staat kassiert hier gar nichts.
Deutschland hat sich lange Jahre auch im Rahmen der EU gegen diese Wett-Anbieter gewehrt, hat aber letztendlich einen dämpfer von der EU bekommen…
Grund für diese Anwehr des deutschen Staates war eben auch der fehlende Schutz für spielsüchtige, hat aber nix genutzt.
Also, vergiß es und such deinem Kumpel eine Beratungsstelle für Spielsüchtige.
Grüße
miamei
Schliesse mich den Vorschreibern an. Der Kumpel soll seine Energie nicht auf einen möglichen (und eh aussichtslosen) Rechtsweg oder die Suche nach anderen „Schuldigen“ (ausser ihm selbst) richten, sondern auf die Inanspruchnahme professioneller Hilfe. Ein Startpunkt dafür ist http://www.spielen-mit-verantwortung.de
Wer sich runieren will - der weiß das so etwas passieren kann
Auch wenn die Argumentation teilweise nachvollziehbar und verständlich ist.
Würde das aber zur Rechtsgrundlage werden dann könnte jeder ungeachtet seines finanziellen Spielraums zocken bis der Arzt kommt.
Gewinnt er ist alles schön.
Verliert er dann soll aber der Wettspielbetreiber in der Pflicht sein?
Nein, so geht das nicht.
Wer sich hier nicht im Griff hat muss professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, aber nicht die Schuld bei Anderen suchen.
Selbst dann wenn der Anbieter in Deutschland sitzen und nach deutschem Recht handeln würde gäbe es wohl keine Möglichkeit der Schadenbegrenzung.
Gruß Crack
Von der Schuld der anderen…
…versucht auch dieser Herr ein Lied zu singen. Die Kommentare unter dem Artikel sprechen für sich: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/franken…
Hallo Carlos!
Zahllose Leute zocken täglich und reden davon, Geld zu verdienen. Diesen Leuten kamen elementare Zusammenhänge abhanden, so dass sie gar nicht mehr wissen, welche Vorgänge mit Geldverdienen einher gehen müssen, damit Geld wirklich verdient wird. Deshalb schreibe ich die Plattheiten hier auf:
Vor einigen Wochen setzte ein Mensch Samenkörner in die Erde. Bald darauf kamen kleine Pflanzen zum Vorschein, die der Mensch vereinzelte, in etwas größerem Anstand wieder einpflanzte. Nun sorgt er jeden Tag für ausreichend Licht und Bewässerung hegt und pflegt die Pflanzen, um im Sommer viele Kilo Tomaten zu ernten und zu verkaufen. Aus der Arbeit entstand ein Wert, ohne dass dem Wert irgendwo Verluste gegenüber standen. Es wurde wertschöpfend gearbeitet und damit Geld verdient.
Der Nachbar schafft aus Rohstoffen, etwa aus Holz, höherwertige Produkte. Auch der Nachbar ist damit wertschöpfend tätig. Ein anderer Nachbar kommt mit der Kraft seines Geistes zu Ergebnissen seiner Überlegungen, aus denen andere Menschen Nutzen ziehen und dafür Geld bezahlen. Auch hier fand Wertschöpfung statt.
Nun werfe ich eine Münze. Bei Kopf zahlst du mir einen Euro, bei Zahl zahle ich dir einen Euro. Bei diesem Treiben kann man nicht von Geld v-e-r-d-i-e-n-e-n reden. Werte werden nicht geschaffen, Wertschöpfung findet also nicht statt. Jedem Gewinn steht zwangsläufig ein Verlust gegenüber. Dabei ist es vollkommen egal, ab die Geldbewegung aufgrund des Werfens einer Münze, dem Ausgang eines Ballspiels, dem Fall einer Kugel in ein bestimmtes Fach oder dem Zocken auf Veränderung von Währungsparitäten stattfindet - solcherlei Treiben findet ohne Wertschöpfung statt. Geld kann man dabei nicht im Sinne des Wortes ver-dienen.
Zurück zum Werfen der Münze: Es kam Kopf, du zahlst mir einen Euro, ich stecke das Geld ein und beschwere mich natürlich nicht. Beim nächsten Werfen der Münze kommt Zahl und statt einen Euro zu berappen, drohe ich mit Klage. Du hättest mich ja vorher aufklären müssen, dass man auch Geld verlieren kann. Vermutlich und ganz zu recht würdest du meinen, ich hätte nicht alle Tassen im Schrank.
Und was ist bei den Sportwetten, bei denen sogar schon der Name darauf hinweist, dass es mitnichten um Wertschöpfung geht, sondern um Wetten, anders als beim Werfen einer Münze? Wer sich beschwert, weil er Geld verliert, hat offenkundig die eingangs beschriebenen Unterschiede zwischen Geldverdienen und Zocken nicht begriffen. Macht ja nichts, Menschen sind lernfähig. Sollten sie jedenfalls sein. Nun gibt es Leute, die trotzdem weiter zocken. Bei denen stimmt irgendwas im Kopf nicht, die gehören in Behandlung. Aber zur Inanspruchnahme von Hilfe kann man niemanden zwingen. Dann muss es wohl so sein, müssen sich die Unbelehrbaren um Kopf und Kragen zocken.
Es gibt aber auch Wetten der ganz bösen Art, bei denen man nicht nur den Einsatz verlieren kann, sondern sogar noch nachzahlen muss. Kann schnell in die Insolvenz führen. Wer über den Sachverhalt aufgeklärt wurde, dennoch ohne die Chance der Einflußnahme auf den Verlauf des Geschehens existenzgefährdende Risiken eingeht, um sich bei Eintreten des Risikofalls zu beschweren, hat keinerlei Mitleid verdient.
Gruß
Wolfgang