Online-Unfrage, kleines n, was kann ich rechnen?

Hallo, ich habe eine Online-Umfrage mit LimeSurvey erstellt, nun habe ich ein n von 68, LimeSurvey selber macht hübsche Kreisdiagramme und die suggerieren igendwie,das weiterführende Berechnungen nicht nötig wären. Die Befragung richtete sich an Studenten in einem Pilotprojekt, die in Kursen eine Web2.0-Nutzung eingeführt bekamen. Antwort-Skalen sind meist 5-stufig. Hat jemand Ideen?

Hi Sab,

was du immer machen kannst sind deskriptive Beschreibungen deiner Ergebnisse gruppiert nach was auch immer.
Sinnvoll sind z.B. Median, Modus, 1. & 3. Quartil. Mean und SD sind nur bedingt zu gebraucvhen können aber zur Verdeutlichung der Verteilungsform herangezogen werden.
Kreisdiagramme sind mässig toll - besser ist eine simple Häufigkeitstabelle mit Zellenhäufigkeiten und -prozenten.
Wie gesagt macht man das am besten erstmal für jede Frage über alle Befragten, dann kann man dasa uch noch Gruppieren anch bestimmten Frageblöcken, Geschlecht,… dabei muss man beachten, dass dann Mehrfachantworten auftreten (was erstmal nicht schlimm ist), das muss man aber klarstellen und dementsprechend eine weitere Tabelle angeben, die aufschlüsselt, wie viele Befragt wuren, und wie viele Antworten die jeweils angegebene haben.

Eine weitere Auswertung sollte nicht von den Ergebnissen abhängen, sondern darauf ausgereichtet sein, weshalb und mti welchem Hintergrund du die Befragung durchgeführt hast.

Grüße,
JPL

ein n von 68 ist gar nicht mal so klein :wink:

5-stufige antwort-skalen, also mindestens ordinal?

damit lässt sich schon viel anstellen.

selbst bei nominalskalierten daten geht bei einem n von 68 unter umständen schon chi². dazu gibt es ein klar definiertes kriterium, wann man da chi² benutzen darf, das steht im bortz/döring-evaluationsbuch, aber ich hab es grade nicht auswendig im kopf :wink:

Hallo,

damit lässt sich schon viel anstellen.

Nach dem Motto: Wie rechnen mal solange irgendwas rum, bis wir was brauchbares finden? Sowas nennt sich „impinging on chance“ und fördert mehr gutscheinenden Müll zu Tage, als es verläßliche Aussagen liefert.

JPL hat es ja klar gesagt: Zuerst steht die Frage fest, dann wird die Studie geplant, und dann ist auch klar, wie sie auszuwerten ist. Anfangen, sich Fragen zu stellen, wenn die Daten schon gesammelt sind, führt in ber 95% der Fälle nicht zu verläßlichen Ergebnissen.

unter umständen schon chi². dazu gibt es ein klar definiertes
kriterium, wann man da chi² benutzen darf, das steht im
bortz/döring-evaluationsbuch, aber ich hab es grade nicht
auswendig im kopf :wink:

Findet man auch kostenfrei im Internet. Es sollte kein Erwartungswert kleiner 5 vorkommen. Aber wir haben doch heute PCs und sind nicht auf einfach berechenbare Größen angewiesen. Also sollte man dafür schon einen Exakten Test verwenden (Fishers Exact Test). Gibt es Kovariablen, ist ein GLM angebracht.

VG
Jochen