In Stichworten:
Vernetzes Haus (LAN, kein WLAN ), alle Kinder eigenen Computer und Internetanschluss, den sie u.a. für die Schule nutzen.
Seit kurzem spielt ein Kind ständig Onlinespiele und verschwindet stundenlang in virtueller Realität und Identität.
Schon deutliche Auswirkungen auf sonstige Aktivitäten und soziale Interaktionen.
Netzwerk abschalten, oder verbieten möchte ich erstmal nicht.
Ich würde gerne die Leitungsgeschwindigkeit selektiv deutlich senken, so daß das Spielen nicht mehr richtig Spaß macht, Anfragen, E-Mails usw aber noch gut nutzbar bleiben.
Gibt es hierzu eine Möglichkeit?
(16000er ADSL, Speedport W701V, mehrere zusätzliche Switches, dann über Patch-Panel in die einzelnen Räume)
Kann jemand helfen?
Hallo,
vorab: für inhaltliche Probleme gibt es keine technische Lösung. Genug der ungewollten Kommentare:
Online-Spiele: Höchstwahrscheinlich „Flash“, oder?
Einfach „Flash“ verbieten ist, den entsprechend intelligenten Router und Gateway vorausgesetzt, über die MIME-Filterung kein Problem. Wäre die einfachste Lösung.
Geht es um Spiele, die spezielle Ports benutzen, diese einfach sperren.
Weiß ja leider nicht, um welche Online-spiele es sich handelt.
Oder - wieder entsprechende Hardware (guter Router) vorausgesetzt - die Priorität eines Ports eines geeigneten Switsch auf niedrig setzen. Bringt natürlich nur etwas, wenn es genügend anderen Traffic gibt, der auch bevorzugt behandelt werden kann. Kann aber nicht jeder Switch.
mfg, tf
Hallo Thomas,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
Aber ich möchte nicht den Weg über Verbieten oder Sperren bestimmter Adressen gehen. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu unseren Kindern und regeln die Dinge normalerweise über Gespräch und Vertrauen.
Die Attraktivität mancher Dinge ist allerdings so hoch, daß Jugendliche, oder auch viele Erwachsene nicht die Kraft haben, sich diesem Suchtpotential zu erwehren.
Niemand wird durch Treu und Glauben von Suchtkrankheiten geheilt werden, und verbieten bringt offenkundig den Betroffenen auch nichts.
Es ist in unserem Fall nicht so, daß unser Kind dann irgendwo anders hinginge, um zu spielen. Unsere Missbilligung wiegt schwer, und es bestehen offensichtliche Gewissenskonflikte. Aber die Verlockung, sich in den eigenen vier Wänden einzuloggen ist wohl zu groß.
Würde man z.B. einem Jugendlichen einen großen Stapel Zeitschriften aller Art ins Zimmer legen und es wären einige Sex-Zeitschriften dabei, dann würde es vermutlich auch nichts bringen, wenn man „im Vertrauen“ abspräche: „Die dürfen aber nicht angeschaut werden!“
Internetzugang ins Zimmer zu legen ist im Grunde nicht viel anders.
Der Versuch einer Inhaltskontrolle ist aufgrund der unterschiedlichen Altersstufen schwierig. Zudem sind die Kinder (gewolltermaßen)auch recht fit und zudem autark im Umgang mit ihren Rechnern.
Die Leitung in das besagte Kinderzimmer heimlich zu manipulieren fällt mir wegen der Unehrlichkeit diese Tun`s nicht leicht. Aber wann kann man schon zwischen richtig und falsch wählen. Meist muß man eh unter zwei Übeln das Kleinere wählen. Und wenn diese Lösung hilft, dann ist es meineserachtens auch o.k…
Zurück zur technischen Problematik.
Die beste Lösung wäre, direkt die Netzwerkleitung (CAT 6) zu verlangsamen. Das wäre am unverfänglichsten und müßte als „erstmal nicht lösbares Problem“ akzeptiert werden. WLAN kommt bei uns ,wie schon gesagt, nicht in Bertacht.
mfg
Hallo,
mit der Verlangsaumg der Netzwerkleitung kommst Du nicht weiter, weil Du selbst mit einem angeschwetschten CAT5-Kabel immer noch Kapazität hat , um lecker spielen zu können.
Wie bereits gesagt, Browsergames zu „verhindern“ ist nicht einfach bis unmöglich, wenn diese nur auf die Ports 80 oder 443 nutzen. Manche allerdings benutzen zusätzliche Ports.
Andere Spiele wie z.B. WoW hingegen lassen sich leicht filtern und somit „verbieten“.
Der erste Schritt wäre, im Router sämtliche ausgehenden Verbindungen zu verbieten (Deny All) und nur die unbedingt notwendigen (80, 442, ggf Mail, ggf. FTP usw.) zu erlauben.
Bleiben immer noch die „echten“ Browsergames.
Also „Flash“ verbieten, auf dem Rechner deinstallieren, eingeschränktes Benutzerprofil usw.
Alles aber nur Stolpersteine für hartnäckige Zocker.
Dennoch: Viel Erfolg, tf