Op bei hodenanomalie beim bearded colli - ja oder

hallo,
unser rüde ist jetzt 10 wochen alt und immer noch ist kein anzeichen von hoden zu spüren.
fast alle züchter - selbst der zuchtwart - empfehlen, den rüden nicht zu operieren/kastrieren. das krebsrisiko sei gleich anzusetzen, ob mit hoden oder ohne.

wer weiss was ?

viele grüße

Seid ihr schon beim Tierarzt gewesen deswegen?
Ich würde auf die Meinung eines TA mehr geben, als auf die der Züchter oder des Zuchtwartes. Eventuell auch von mehreren TÄ anschauen lassen und sich dann ein Bild machen.
Habe die Erfahrung gemacht, dass Züchter generell nicht so begeistert sind, wenn einer „ihrer“ Welpe kastriert werden soll. Darauf würd ich also nicht so viel geben.

Grüße
Sandra

hallo,

unser tierarzt hat nichts gefunden, und empfiehlt auch nicht die op.
der zuchtwart hat bei der abnahme auch nichts gefunden, und empfiehlt auch nicht die op.

nur wenn man andere hundebesitzer und andere tierärzte befragt, oder so „rum googled“, dann wollen fast alle eigentlich immer eine op !

vielleicht findet sich hier ja jemand, dessen hund (rüde) alt wurde ohne probleme.

viele grüße

Hallo,

bei meinem Rüden der 2007 zu uns gekommen ist, wurde nur ein Hoden festgestellt und der TA riet uns dringend nach dem 2. Hoden zu fanden, per Ultraschall, da dieser nicht gefunden wurde, musste der Hund unters Messer, der Hoden wurde gefunden und siehe da, er zeigte schon Veränderungen in Richtung Krebs auf, wie der Laborbefund später feststellte.

Mir persönlich wäre das Krebsrisiko viel zu groß. Hätten wir nicht nach dem Hoden suchen lassen, hätte unser Hund jetzt mit seinen 4 Jahren ein ernsthaftes Problem.

Stelle deinen Hund am besten mal einem TA vor, dessen Meinung wäre doch sicher interessanter, weil der hat nämlich im Gegensatz zu Züchter, Zuchtwart und Co sein Fach gelernt.

Gruß
BelRia

unser rüde ist jetzt 10 wochen alt und immer noch ist kein
anzeichen von hoden zu spüren.
fast alle züchter - selbst der zuchtwart - empfehlen, den
rüden nicht zu operieren/kastrieren. das krebsrisiko sei
gleich anzusetzen, ob mit hoden oder ohne.

Hallo Manfred,

verstehe ich das richtig? Die Hoden sind nicht nach außen getreten und es geht jetzt darum, ob sie operativ aus dem Bauchraum entfernt werden sollen?

Ich wäre dafür, die Hoden aus dem Bauchraum zu holen. Nicht wegen evtl. mehr oder weniger Krebsrisiko, sondern weil Kryptochiden über den nicht korrekten Hormonstatus sehr oft charakterlich schwierig werden.

Alternativ kann in so jungem Alter manchmal das Absteigen der Hoden mit homöopathischen Mittel bewirkt werden. Bei einem meiner Junghengste hat es geklappt. Innerhalb einer Woche war das Problem vom Tisch. Dazu solltest du aber einen guten klassisch arbeitenden Homöopathen konsultieren.

Gruß Steffi

Hallo,
auch ich bin Züchter und kenne es nicht anders, als die OP zu empfehlen. Aber nicht schon mit 10 Wochen ?!?
Ich würde auch zunächst mit Ultraschall versuchen die Hoden zu finden. Ich habe schon gehört, dass die manchmal auch später noch abgestiegen sind. Es soll auch eine Hormon Therapie geben, dazu kann ich aber nichts sagen.
Grüße
Margit

Hallo Manfred,

ist der Hodenabstieg bis zum 42. Lebenstag nicht abgeschlossen, gilt er als verzögert, und man sollte sich fragen, ob man mit diesen Hunden und auch mit deren Eltern noch züchten sollte.

In seltenen Fällen kommen die Hoden auch nach der 12. Lebenswoche noch, das sind aber eher Ausnahmen.

Das statistische Risiko, dass ein im Abdomen oder in der Leiste verbliebener Hoden tumorös entartet, ist wegen der höheren Temperaturverhältnisse größer als bei einem Hoden im Hodensack.
Hodentumoren, egal ob beim kryptorchiden oder beim normalen Rüden, sind zwar meist bösartig, neigen aber normalerweise nicht zur Metastasierung. Wenn sie entfernt werden, hat man i.d.R. wieder Ruhe.

Ein Hodentumor als Todesursache beim Hund ist extrem selten, da i.d.R. lange Zeit, bevor von dem Tumor eine Gefahr ausgeht, deutliche Anzeichen für die Erkrankung bestehen. Typische Merkmale wären jede Art von Fellveränderung, v.a. symmetrische bilaterale Plüschfellbildung in den Flanken.

Die Entscheidung, ob OP oder nicht, muss natürlich jeder selbst treffen; ich bin aber der Überzeugung, dass das Risiko einer ernsthaften Gefahr für den Hund meist stark überbewertet wird.
Sollte ich einen Kryptorchiden haben, würde ich erst mal zuwarten - aber bei jeder Veränderung des Fells oder auch des Verhaltens den Tierarzt aufsuchen und die Hoden im Zweifelsfall entfernen lassen.

Gruß

Johnny

mein dank an alle

besonders an johnny

viele grüße