OpenOffice vs. MS-Office

Hallo Zusammen!

Aufgrund einer (im Rückblick möchte ich sagen völlig übertriebenen) Lobeshymne in der PC-Welt und Empfehlungen einiger Freunde habe ich Anfang des Jahres begonnen meine Textverarbeitung und Tabellenkalkulation von MS-Office auf OpenOffice umzustellen. Inzwischen bereue ich den Schritt sehr. Sicher OpenOffice ist kostenlos und Open Source - finde ich toll. Und generell benutze ich auch lieber keine MS-Prgramme. Auch muss ich konzidieren, daß viele Funktionen übersichtlicher und logischer aufgebaut sind, als bei MS. Aber nach einem halben Jahr habe ich das Gefühl OpenOffice ist (was Textverarbeitung und Kalkulation betrifft) Anwender-technisch etwa auf dem Stand von MS-Office 6.0. Sobald es um komplexe Formatierungen geht (z.B. Tabellen, Überschriften nummerieren etc.) renne ich in Probleme, die bei MS seit vielen Jahren der Vergangenheit angehören.

Ich würde gerne Eure Meinung zu der Frage OpenOffice vs. MS-Office hören. Vom Preis mal abgesehen, gibt es für den anspruchsvolen Anwender, der aber nicht Programmierkenntnisse besitzt um den Offenen Quelltext ggf. seinen Ansprüchen anzupassen, wirklich gute Gründe OpenOffice vorzuziehen?

Vielen Dank
Gero

Hallo Gero,

Ich würde gerne Eure Meinung zu der Frage OpenOffice vs.
MS-Office hören. Vom Preis mal abgesehen, gibt es für den
anspruchsvolen Anwender, der aber nicht Programmierkenntnisse
besitzt um den Offenen Quelltext ggf. seinen Ansprüchen
anzupassen, wirklich gute Gründe OpenOffice vorzuziehen?

ich kann vergleichen: Office XP gegen OO 1.2 (ich war zu faul zu aktualisieren).

Was mich an MS Office ganz tierisch aufregt, ist der unlogische Umgang mit den automatischen Formatierungen. Wenn jemand in unserer Firma ein Dokument schreibt, dann wird wild in der Gegend rumformatiert, ohne Formatvorlagen zuzuweisen. Wenn das Dokument verhunzt ist, darf die Technische Dokumentation das „reparieren“ (also ich). Mit OO habe ich noch nie Probleme gehabt, was das anbelangt. Gut, das wird nicht in der Firma verwendet, aber so leicht werden da die Formatvorlagen auch nicht automatisiert.

Was sich MS in Sachen Gliederungsformatierung genehmigt hat, ist ja auch noch eine dolle Story. Aber das ist ein weites Feld, das ich jetzt mal lieber nicht ansprechen möchte.

Ich werde versuchen, in unserer Firma nach OO zu migrieren. Viele der „Superfunktionen“ im MS Office werden ja auch nur verwendet, weil sie da sind. Profis, soweit die dann nicht sowieso mit FrameMaker arbeiten usw. verwenden diesen Schnickschnack sowieso eher sparsam. Mir hat in der Arbeit WW6 durchaus gereicht. Und ich hätte mir ein paar „Interface-Suchspielchen“ von MS nach den Updates sparen können.

Karin

Gruß, Karin

Hallo,

Ich würde gerne Eure Meinung zu der Frage OpenOffice vs.
MS-Office hören. Vom Preis mal abgesehen, gibt es für den
anspruchsvolen Anwender, der aber nicht Programmierkenntnisse
besitzt um den Offenen Quelltext ggf. seinen Ansprüchen
anzupassen, wirklich gute Gründe OpenOffice vorzuziehen?

· OOo unterstützt definierte Dokumentenformate wie beispielsweise das OpenDocument/OASIS-Format.

· OOo ist plattformunabhängig und läuft auf vielen Betriebssystemen.

· Wenn ich wirklich etwas dringend brauche, kann ich jemanden bitten, mir das in OOo zu verwirklichen (ggfs auch gegen Cash).

Ich bin wirklich kein Fan von OpenOffice, aber das sind für mich absolut gewichtige Gründe, die mich Abstand von Word halten lassen.

HTH & Gruß,

Sebastian

Hallo!
Du willst hier doch nicht allen Ernstes behaupten, dass die Formatierungsmöglichkeiten in Word gelungen sind?
Um mal eine einzelne Überschrift zu fetten, mag der M$-Kram ja noch brauchbar sein, mit allem was darüber hinaus geht, ist Word aber hoffnungslos überfordert.
Allein der Stylist und der Navigator sind schon Grund genug, Word in das digitale Nirwana zu schießen.
OOo verlangt allerdings vom Anwender, v.a. wenn dieser noch nie mit Star Office gearbeitet hat, einiges an Eingewöhnug um den Schritt von M$ zu gut zu schaffen. Dieser lohnt sich aber auf jeden Fall.

Grüße
clmns

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Zusammen,

zunächst allen ein dickes Dankeschön - Ihr habt mich ermutigt es mit OpenOffice weiter zu versuchen.

@clmns

Du willst hier doch nicht allen Ernstes behaupten, dass die
Formatierungsmöglichkeiten in Word gelungen sind?

Na ja, ich komme ganz gut damit klar - bei OpenOffice kriege ich dagegen graue Haare, weil ich die Gliederung von Überschriften nicht über die Vorlage hinbekomme. Zunächst finde ich es ziemlich umständlich (und verstehe auch den Sinn nicht ganz) das ich die Gliederungsstruktur nicht - wie bei MS - direkt in der Absatzvorlage definieren kann. Wenn es dann an die Änderung der Nummerieiungsvorlage selbst geht … Da gibt es bei den Optionen eine Möglichkeit Vorgaben für die einzelnen Ebenen zu machen - nur wie weise ich nachher einem Absatz die einzelene Ebene zu - die Möglchkeit das zu tun habe ich nicht gefunden. Aber auch wenn ich versuche das ganze analog Word anzugehen und unterstelle, daß die Ebene 2 durch die Zuweisung der Vorlage „Nummerierung2“, die wiederum der Absatzvorlage „Überschrift2“ zugewiesen wird, angesprochen wird, lauf ich ins Leere. Die in der Vorlage „Nummerierung1“ für die Ebene 2 getroffenen einstellungen werden in der Vorlage „Nummerierung2“ ignoriert. Und noch schlimmer, wenn ich jetzt versuche in der Vorlage „Nummerierung2“ für die Ebene2 die Gliederungseinstellungen festzulegen, so werden dieses zwar im Preview so dargestellt wie ich es haben möchte - aber nicht im Dokument!! Statt des gewünschten Ergebnisses „1.1“ belibt dort die „1“ stehen … Ich habe inzwischen wohl einige Stunde rumprobiert - es ist zum Verzweifeln. Bei Word klappte das alles ziemlich problemlos (nur die Einzüge mussten immer wieder nachjustiert werden, weil Word dazu neigt, die automatisch auf irgendwelche Standards zurückzusetzen)

Um mal eine einzelne Überschrift zu fetten, mag der M$-Kram ja
noch brauchbar sein, mit allem was darüber hinaus geht, ist
Word aber hoffnungslos überfordert.

Da könnte ich Dir etliche Beispiele schicken, die diese Aussage widerlegen - gerade die komplexe Gliederung funzt bei Word mit dem einen o.g. Schönheitsfehler sehr zuverlässig!

OOo verlangt allerdings vom Anwender, v.a. wenn dieser noch
nie mit Star Office gearbeitet hat, einiges an Eingewöhnug um

Ja, das scheint wirklich so zu sein …

Dieser lohnt sich aber auf jeden Fall.

Wie gesagt -ich bleibe erst mal am Ball …

@Sebastian

Wenn ich wirklich etwas dringend brauche, kann ich jemanden bitten, mir das in OOo zu verwirklichen (ggfs auch gegen Cash).

Die Aussage erstaunt mich doch sehr - ich mache eigentlich eher die Erfahrung, daß die EDV-Experten in meinem Umfeld nur abwinken wenn das Thema auf OO kommmt. Ihnen ist die Marktdurchdringung von OO viel zu gering um sich näher damit zu beschäftigen. Und in meinem Umfeld bin ich wirklich der einzige, der sich das „antut“. Alle Unternehmen, die ich kenne benutzen MS-Office, weil es der Marktführer ist und die meisten Bürokräfte und Admins damit vertraut sind - während man sie auf Alternativen erst schulen müßte … Und apropos schulen, während das Angebot an Volkshochschulkursen, Privaten Anbietern und Selbstschulungs-Programmen bei MS-Office unerschöpflich ist muss man entsprechende Angebote für OO mit der Lupe suchen.

@Karin

Wenn jemand in unserer Firma ein Dokument schreibt, dann wird wild in der Gegend rumformatiert, ohne
Formatvorlagen zuzuweisen.

Das kenne ich zu genüge - ist aber kein Programm-, sondern ein Anwender/Schulungsproblem.

Mit OO habe ich noch nie Probleme gehabt,… aber so leicht werden da die Formatvorlagen auch nicht automatisiert.

Die automatische Anpassung der Vorlagen kannst Du bei Word aber auch abstellen.

So nochmals Danke für Eure Mühe
Gero