In meinen Unterlagen spricht der Prof. vom „offenen Kunstwerk“ = ein Kunstwerk, das eine Bedeutung produziert und der Leser wird aufgefordert, daran teil zu nehmen.
Im selben Atemzug verweisst er auf Umberto Ecos „Opera Aperta“ - dass das „offenes Kunstwerk“ heisst, soweit komme ich noch: aber mir waere sehr geholfen, wenn mir kurz jemand die Essenz des Buches schildern koennte. Inwiefern ist es „offen“ und laesst den Leser „mitarbeiten“, oder gehe ich mit dem Wort zu weit?
Inwiefern ist es „offen“ und laesst den Leser „mitarbeiten“,
oder gehe ich mit dem Wort zu weit?
„offen“ ist ein Roman (oder ein Kunstwerk allgemein), wenn der Inhalt des Buches „verschieden lesbar“ ist, also wenn die Intentionen des Lesers („intentio lectoris“) nicht dieselbe Intention sein muss, wie die des Autors („intentio auctoris“) oder des Werkes allgemein („intentio operis“). Solche Art von Texten bekommen also ein Eigenleben, das früher in der Literaturtheorie verpönt war (dort ging es immer darum, den Inhalt des Werkes möglichst zu erfassen, wie es der Autor gewollt hat).
Danke fuer die Erklaerung! Jetzt verstehe ich, was genau mit offen gemeint ist.
Solche Art von
Texten bekommen also ein Eigenleben, das früher in der
Literaturtheorie verpönt war (dort ging es immer darum, den
Inhalt des Werkes möglichst zu erfassen, wie es der Autor
gewollt hat).