Operation, 4 Bypässe, mangelhafte Pflege in Reha,

Hilferuf
ein Freund hat Ende April 2012 eine Herz-Bypass Operation bekommen. Komplikationen durch mangelhafte Überwachung oder Beobachtung.
Nach der Intensivstation wurde er Anfang Juni 2012 in eine REHA ausgelagert. Dort gibt es nur mangelhafte Pflege mit verkoteten Windeln und unkontrolliertem Urinieren. Die Rehafirma hat ca. 20 Personen dieser Art unter Verschluß. Jegliche Eigenaktivität wird unterbunden. Der Patient wird nachts in seinem Bett festgeschnallt und zur Besuchszeit für 6 Stunden in einen Rollstuhl festgeschnallt. Dieser Rollstuhl selbst wird dann nochmal irgendwo angebuden, damit der Patient sich nicht mal mittels seiner Fußbewegungen fortbewegen kann. So kann keine Genesung erfogen.
Das Personal selbst ist Mangelware. An Wochenenden ist oft nur eine Pflegerin auf der Station für ca. 20 Patienten. Damit wird auch der Schitt erklärt.
Wenn an normalen Tagen die volle Belegschaft da ist, verpflegt diese sich selbst sehr gut und lachend und fröhlich. Auf Monitoralarm wegen starker Blutdruckschwankungen reagiert man nicht bzw. nur auf Zuruf der Besucher - widerwillig und mit Verzögerung.
Ist das eine Sterbefabrik am Fließband im Akkord?
Menschenunwürdig!!! Ärzte und Personal arbeiten harmonisch zusammen - jeder deckt den nächsten.
Gibt es Alternativen? Kann man den Patienten aus der Profitfabrik hinter verschlossenen Türen herausholen?
Gibt es für so was eine Bedienungsanleitung?

Danke vielmals im Voraus für Hilfestellungen und Ratschläge jeder Art.

B. Moore

hallo b. moore das was ichg gelesen habe erinnert mich an einen horrorfilm! was ich ihnen rate ist diese geschichte an die medien zu bringen, nur so können sie etwas bewirken. viel erfolg

Hallo Karl.

Erstmal tut es mir sehr Leid, dass ihr Freund diese unmöglichen Situationen durchmachen muss.
Ich selbst arbeite auf einer Herzchirurgie und kann überwiegend positives Berichten. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, so wie überall.
Doch zuerst müssen wir das mal genauer durchgehen.
Dein Freund wurde Ende April operiert? Daraufhin wurde er von der Intensivstation direkt verlegt? So entnehme ich es Ihrem Text.
Dies ist nicht der Regelfall, es sei den es sind Komplikationen aufgetreten.
Normalerweise nach der Intensivstation eine rückverlegung auf eine Normalpflegestation. Dort wird der Patient weitgehen Mobilisiert, so dass er in der Lage ist sich eign. zu versorgen.
Nach ca 8-12 Tagen, dies ist der Regelfall erfolgt eine Anschlussheimbehandlung,kurz AHB.
Diese wurde vorab in einem ausführlichen Gespräch mit einem Sozialarbeiter ausgesucht.
Nach Einwilligung der Kranken- bzw. Rentenkasse steht der AHB nichts im Wege.
Zur entsprechenden Reha Einrichtungen kann ich recht wenig sagen. Dabei empfehle ich Ihnen die Einrichtung via „Google“ nach Erfahrungsberichten zu durchleuchten.
Um Ihren Freund hier aber weiterhelfen:
Ich empfehle Ihnen Ihren Kostenträger, wie oben erwähnt Kranken- oder Rentenkasse zu kontaktieren und um eine Verlegung in eine andere Einrichtung zu ermöglichen. An der Situation in der Einrichtung kann man als Außenstehender bzw. Besucher kaum was ändern.
Deswegen kann ich nur empfehlen, meiden!

Hallo,
beim Lesen spürte ich Entsetzen und viel Mitgefühl für Ihren Freund.
Ich denke, wenn Ihr Freund nicht entmündigt ist, kann er selbst gehen oder eine Verlegung veranlassen bzw. einen Bevollmächtigten dafür benennen. Ansonsten wäre der Vormund dafür zuständig.
Zu den Zuständen und dem Umgang mit Patienten: leider ist dies kein Einzelfall. Sie können sich engagieren und alle möglichen Stellen informieren, um eine Verbsserung zu bewirken. Aber bitte ohne große Erwartungen, denn sonst ist eine ENT-Täuschung vorprogrammiert.
Zur medizinischen Seite kann ich als geistige Heilerin mit breitem naturheilkundlichen Wissen folgendes sagen:
es könnte sein, daß Ihr Freund sich innerlich weigert, verschließt. So wie sich das Blutgefäß verschlossen hat, als Ausdruck auf der körperlichen Ebene. Die Komplikationen deuten auch sehr darauf hin.
Es wäre nun wichtig, hinzusehen,was diese innere Verweigerung betrifft, was er nicht wahrhaben will/kann, was ihm so ZU HERZEN GEHT, daß das Herz sreikt. Angst hat dabei einen großen Anteil.
Zu dieser Sichtweise gibt es gute Bücher und GUTE Heiler wissen dies auch.
Unterstützend wirken beim Heilungsprozeß = heil werden an Körper, Geist und Seele, naturheilkundliche Anwendungen und - ganz wichtig! - ein guter Freund und liebevoller und verständnisvoller Beistand.
Selbstverständlich sollte alles in Absprache mit dem Arzt bzw. zusätzlich zur Anwendung kommen.
Es gibt noch viele Möglichkeiten, Ihrem Freund helfend beizustehen.
Gerne beantworte ich weitere Fragen.Jetzt kann ich nur ganz allgemein etwas sagen.
Alles Gute für Ihren Freund.

Karin St.

An alle freundlichen Hilfswilligen und Ratgeber!
danke für die bisherigen Antworten.

Beim Nachlesen meiner Beschreibung des Vorgangs habe ich festgestellt, daß ich ein wichtiges Kriterium unabsichtlich ausgeklammert habe. Ich habe zwar die Komplikationen erwähnt - aber nicht näher beschrieben. Sorry!
Also die Komplikation bestand darin, daß nach dem Bypass ein Hirnschlag auftrat und von da ab keine vernünftige Konversation mit dem Patienten möglich war.
Der Patient findet sich eigentlich rückwirkend nur mit seinem Langzeitgedächtnis zurecht. Die kürzere Vergangenheit ist nur auszugsweise da und die Gegenwart wie z.B. das Frühstück oder das Mittagessen ist inhaltlich und in der Zusammensetzung überhaupt nicht vorhanden. Die Zukunft ist nicht diskutabel - steht also noch in den Sternen.
Es besteht ein Tatendrang zum Aufstehen und zur Bewegung, was aber mit den abschließbaren Befestigungsgurten unterbunden wird.
Der Heilungsprozeß ist m.E. grundsätzlich verhindert oder unmöglich gemacht.

Der Arzt spricht von Zeit und Hoffnung, aber nicht von Alternativen oder anderen Lösungen. Die Frau des Patienten kann m.E. den Erklärungen des Arztes und des Pflegepersonals nicht folgen und diese nicht verarbeiten und keine Konsequenzen erwägen.Ich muß mich aber offiziell heraushalten, damit kein tödlicher Streit entsteht. (Ich bin schließlich kein Familienmitglied.
Mir ist auch bewußt, daß eine offene Konfrontation mit der Reha-Klinik zu Lasten des Patienten führen könnte oder würde.

Eine sehr vertrackte und angstträchtige Situation.

mfg
Karl (B. Moore)

Hallo „Karl“,

ich weiß aus meiner Arbeit, daß auch Menschen, die nach herkömmlicher med. Sicht nicht ansprechbar sind, trotzdem erreichbar sind und man u.U. sogar mit ihnen kommunizieren kann.
Nach der Schilderung braucht auch die Frau unbedingt Hilfe und Unterstützung.
Die medizinisch-körperliche Ebene kennt Grenzen über Grenzen. Auf der geistigen Ebene gibt es jedoch keine Grenzen. Ausführliche Erklärung dazu gerne auf Anfrage.
Jedenfalls läßt sich IMMER etwas verändern und somit besteht die Möglichkeit der Verbesserung.
Der sog. Hirnschlag sagt für mich seeehr viel aus.
Ich denke, der Bewegungsdrang, der ja ein Bedürfnis zeigt, könnte evtl. erfüllt werden, wenn die Frau oder ein Freund da ist und " aufpaßt".
Ich helfe gerne auch persönlich, falls das gewünscht ist.
Karin STauber

Hallo Karin STauber,

danke für Ihre einfühlsame Schilderung von Symptomen und Verhaltensweisen.

Ich habe die „Hauptbesucher“ auf diese Umstände hingewiesen. Es scheint tatsächlich so zu sein, daß eine Veränderung zum Besseren eingeleitet ist. Die Reaktionen des Patienten sind auch positiver geworden. Die gewisse Verschlossenheit scheint sich in Empfänglichket umzuwandeln. Die Verwirrung hat in einigen Themenbereichen auch schon nachgelassen.

Die von Ihnen angebotene persönliche Hilfestellung könnte ggflls. in Erwägung gezogen werden. Bevor wir aber in Details gehen, sollte der Rahmen zuerst mal geographisch umrissen werden. Der Patient ist in Bayern - Großraum Nürnberg. In welchem Bundesland sind Sie ansässig?

Dann können wir gerne weiter reden. Ihre Kenntnisse sind jedenfalls beachtlich und eindrucksvoll.

mfg
Karl (B. Moore)

Guten Tag, Herr Moore,
es freut mich, wenn ich ein wenig helfen durfte.
Geographisch…smile…ich wohne in Nürnberg.Da es keine Zufälle gibt ( = es fällt etwas zu aus einem ganz bestimmten Grund)hat das auch seine Bedeutung.
Wenn die „Seele“ eines Menschen berührt wird, ändert sich immer etwas.
Ich stehe privat im Tel.Buch mit einer 61er Nummer.
Bin auch bei A… mit meinem NamenundVornamen zu erreichen.
Lieben Gruß…und ich finde es wunderbar, daß Sie so ein guter Freund sind.
Lieben Gruß
StauberKarin