… In den OP Saal , Betäubung ( Vollnarkose ) Bauch aufschneiden, Blinddarm herausnehmen , zunähen , fertig , Aufwachen , Fernseh gucken , erholen , und nach 2 - 4 Tagen ab nach Hause.
Hier ein alternatives Angebot ( wenn - wie bei mir - eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) hinzutritt):
Nach dem Aufwachen noch mehrere Tage Antibiose in einer Art Dämmerzustand mit Übelkeit und diversen Schmerzen sowie unappetitlichen Träumen im Krankenbett verbringen. Keine Nahrung vertragen. Mit den notwendigen Nährstoffen flüssig versorgt werden.
Und dann - etwa 12 Tage später … tataa! - mit ca. 8 Kilo Gewichtsverlust und absoluter Schlappheit wieder entlassen werden. Das Schönste daran war die nach 2 Wochen anschließende Erholung in einem Ostseeurlaub: In nur 14 Tagen hatte ich die 8 Kilo wieder drauf und fühlte mich auch wieder „wie unter den Lebenden“.
Aber auf den ersten Urlaubsfotos gefiel ich mir - wegen der Gewichtsabnahme - deutlich besser, als auf den letzten, auch wenn ich im Gesicht aussah, wie ausgesch***en.
Alles in allem war’s aber eine schöne Erinnerung. Die Not-OP riss mich damals ruckzuck aus meinem stressigen Job. Und danach kam ich auch nie wieder rein, weil mein Haupt-Auftraggeber meinte, mit 57 sei ich jetzt alt (und ungesund) genug, um auch ohne Job über die Runden zu kommen. Ehrlich gesagt: Ohne diesen unerwarteten Notfall hätte ich mich nicht getraut, den Bettel aus bewusster Überlegung hinzuschmeißen! Klingt merkwürdig, aber ich bin der Konspiration von Blinddarm und Bauchfell im nachhinein richtig dankbar. Sie hat das Ruder meines Lebens herumgerissen, ohne dass ich eine bewusste (und damit verantwortliche) Entscheidung treffen musste.
Viele Grüße
FatzManiac