Hallo Leidensgenossen
Wer kann mir über folgende Situation einen Rat geben?
Habe seit längerer Zeit Schmerzen im Daumengelenk(Daumensattelgelenk).
Der Chirurg im Kkhs.machte mir den Vorschlag,das defekt Gelenk entweder zu versteifen oder durch ein künstliches Gelenk zu ersetzen.
Beide Eingriffe will er ambulant durchführen.
Ist das ein seriöses Angebot?
Ich bin nachdenklich geworden,weil ich mir nicht vorstellen kann,dass man nach so einer OP einfach am Nachmittag heim geht.Es könnten z.B.Komplikationen oder Wundschmerzen (wie immer nach OP )auftreten.
Der Chirg.meint,dass das alles auch ohne Liegezeit im Kkh.geht.
Wer hat Erfahrung und gibt mir einen Tipp?
Viele Grüße Quasti
Hallo!
Ich kenne 2 Leute unterschiedlichen Alters, bei denen eine Daumen-Sattelgelenkplastik durchgeführt wurde.
Beide waren stationär für knapp 1 Woche, und das war auch gut so.
Hinterher war das Befinden nicht so dolle, dass sie allein zu Hause zurechtgekommen wären.
Zudem ist der Heilverlauf sehr langwierig.
Alles Gute,
Angelika
Ich habe vor einer Weile mal in der Zeitschrift „Orthopress“ einen Artikel darüber gelesen, weil meine Mutter extrem davon betroffen ist. Das war nichts mit versteifen oder Kunstgelenk - sondern eher mit Gelenk entfernen und mit Sehnen das neue bilden:
Hier der Text:
Daumensattelgelenksarthrose
Meist in der zweiten Lebenshälfte tritt die Arthrose des Daumensattelgelenks auf – fast zehn Prozent aller Menschen sind betroffen. Eine große Gruppe der Erkrankten bilden zwar die Rheumatiker, aber auch ansonsten gesunde Menschen können eine Daumensattelgelenksarthrose entwickeln. Sie ist besonders unangenehm und schmerzhaft, weil der Daumensattel an nahezu jeder Bewegung der Hand beteiligt ist. Das Gelenk selbst ist durch die Entzündungsreaktion in aller Regel geschwollen und reagiert schmerzhaft auf Druck. Die Gebrauchstüchtigkeit der Hand insgesamt wird damit stark eingeschränkt: Es kommt zu einer deutlichen Einschränkung der allgemeinen Lebensqualität. Bei einer Daumensattelgelenksarthrose wird man zunächst versuchen, mit konservativen Mitteln (Gabe von nichtsteroidalen Antirheumatika, Schienen) eine Besserung zu erreichen. Es hat sich in der Vergangenheit aber gezeigt, dass die damit erzielbaren Erfolge begrenzt sind und sich ein Fortschreiten der Krankheit kaum unterbinden lässt. Als Goldstandard hat sich daher ein operatives Verfahren etabliert, bei dem die arthrotisch veränderten Gelenkanteile entfernt werden und der Daumen durch eine „Steigbügelplastik“ aus einem Stück der Handgelenksbeugesehne abgestützt wird. In aller Regel kann damit eine normale, schmerzfreie Gebrauchstüchtigkeit der Hand aufrechterhalten werden.
Aus diesem Artikel:http://www.orthopress.de/inhalte/inhalte.php?inhalt_…
Ich weiß leider nur noch, dass eine Adresse eine Klinik in Kiel war. Ggf. mal beim Verlag anrufen und fragen oder googlen, wo es angeboten wird.
Danke Maren für die ausführliche Antwort.
Die Methode mit Sehnenschlinge habe ich schon an der li.Hand.Man hatte mir nur für die re.Hand eine Versteifung bzw.die Entfernung des entsprechenden Gelenktknöchelchens vorgeschlagen.Deshalb die Anfrage,was wohl schon von jemandem ausprobiert worden ist.
Klinik in Kiel ist zwar etwas weit,aber ich werde mich hier in der Nähe umsehen.
Nochmal Danke Quasti
Aus Interesse: Wie ist die linke Seite geworden, im Hinblick auf Schmerzen und Einsatzfähigkeit?
In unserer Familie kommt diese blöde Rhizarthrose leider sehr gehäuft vor und bei meiner Mutter ist es extrem schlimm. Aber sie hat natürlich Hemmungen - was ich ja verstehen kann.
Vielleicht köntest du mir mit Infos weiterhelfen zu:
- OP selbst
- KH Aufenthalt
- Schmerzen
- Heilungsphase
- Reha
- Zustand jetzt.
Das wäre supernett.
Danke,
Maren