Operationsverstärker ML741

Guten Tag,

die 741-Serie ist wohl sowas wie ein Dauerbrenner. Jetzt habe ich mehrere OP davon als Anpassung für die Analogeingänge eines Microcontrollers (CControl) gemacht. UV+ = 5V, UV- = -2V. Es funktioniert gut und auch ohne Massnahmen zur Begrenzung der OP-Ausgangsspg. können keine schädlichen Spgen. auf die AE kommen.
Aber: das Ding nimmt ca. 20 mA Strom am UV+ auf. Ziemlich viel, finde ich.
Gibt’s OP, die weniger Strom aufnehmen?
Erhöhe ich UV+ auf 10, 15V, so steigt der Strom auch deutlich an.

Danke
Laika

tagchen,

du könntest es mal mit einem TL061 versuchen.

wobei lt datenblättern verschiedener hersteller, liegt der ruhestrom eines lm741 bei ca 3ma (wenn ich die daten richtig gedeutet hab), um auf die 20ma zu kommen die du bei dir misst, muss das ding entweder niederohmig belastet sein, oder der ausgang schwingt, und arbeitet evtl auf einen kondensator, der niederohmig zur masse geschaltet ist. das wären jedenfalls meine ersten ideen.

gruss wgn

ps: warum verwendest du nicht einfach einen rail-to-rail-op, der sich die versorgungsspannung mit dem controller teilt? dann kann dein netzteil einfacher ausgeführt werden (oder brauchst du die spannung +7 -2volt noch für andere schaltungsteile), und du wärst ebenfalls recht sicher vor überspannungen am eingang des controllers.

tagchen ebenfalls,

wobei lt datenblättern verschiedener hersteller, liegt der
ruhestrom eines lm741 bei ca 3ma (wenn ich die daten richtig
gedeutet hab), um auf die 20ma zu kommen die du bei dir misst,
muss das ding entweder niederohmig belastet sein, …

der Eingang des MC, der ist hochohmig, „Eingangsstrom = 10µA“ laut Datenblatt.

… oder der ausgang schwingt, …

müsste ich mal kontrollieren,

und arbeitet evtl auf einen kondensator, der
niederohmig zur masse geschaltet ist.

keiner dran.

Der Strom wurde völlig ohne Beschaltung gemessen: OP aus der gesamten Umgebung ausgebaut, Eingang (der Schaltung so, dass am Ausgang eine mittlere Spg. ansteht, Ausgang leer.

ps: warum verwendest du nicht einfach einen rail-to-rail-op,

Was ist das? Ich google mal …

der sich die versorgungsspannung mit dem controller teilt?
dann kann dein netzteil einfacher ausgeführt werden (oder
brauchst du die spannung +7 -2volt noch für andere
schaltungsteile), und du wärst ebenfalls recht sicher vor
überspannungen am eingang des controllers.

Die -2V habe ich angelegt, damit der Ausgang an der unteren Grenze des Eingangs-Messbereichs auf 0V geht. Der AE des MC hat einen Bereich von 0 - 2,55V, wandelt das in digital 0 - 255, was eine sehr einfache Umrechnung ergibt.

Gruss
Laika

Hallo,
ist der gemessene Strom wirklich der, den allen der OP ‚für sich‘ verbraucht oder saugt da noch anderes? Spannungsteiler o.ä.? Wie sieht es mit der Rückkopplung aus, ist da ein Widerstand drin?
Gruß
loderunner

Hallo Laika,

Wie gehts dir so in deiner Umlaufbahn ?

die 741-Serie ist wohl sowas wie ein Dauerbrenner.

Naja, der 741 ist ein ziemlicher Urgrossvater, der ist so um die 35 Jahre alt.
Der 741 war damals der erste OAmp mit eingebauter Frequenzkompensation, bis dahin war immer noch ein externer Kondensator nötig.

Jetzt habe
ich mehrere OP davon als Anpassung für die Analogeingänge
eines Microcontrollers (CControl) gemacht. UV+ = 5V, UV- =
-2V.

Der 741 ist aber nur für +/-15V Betriebsspannung spezifiziert !
Für diese Betriebsspannung musst du einen anderen Typ verwenden !

Wenn du nicht gerade das TO-Gehäuse verwendet hast, ist es aber kein Problem einen pinkompatiblen Typ zu finden.

MfG Peter(TOO)

Hi Peter,

Der 741 ist aber nur für +/-15V Betriebsspannung
spezifiziert !

Was soll das nun heißen? Wenn du ihn ausreizen willst, dann mag ich das glauben. Aber selbst eine unsymmetrische Versorgung ist machbar.

http://www.national.com/ds/LM/LM741.pdf

mfg Ulrich

Hallo Ulrich,

Der 741 ist aber nur für +/-15V Betriebsspannung
spezifiziert !

Was soll das nun heißen? Wenn du ihn ausreizen willst, dann
mag ich das glauben. Aber selbst eine unsymmetrische
Versorgung ist machbar.

http://www.national.com/ds/LM/LM741.pdf

Es gibt einen einzigen Parameter (Large Signal Voltage Gain) welcher bei Vs +/-5V, also 10V angegeben ist.

Leika betreibt ihn aber mit 7V (+5/-2V) Was der 741 bei dieser Spannung macht, steht nicht im Datenblatt.

MfG Peter(TOO)

Hallo Ulrich,

Datenblatt lesen informiert. Output Voltage Swing minimal bei 741C und RL = 2 kOhm sind ± 10 V, m.a.W. der Ausgang des 741C hält respektvolle 5 V Abstand von seiner Versorgungspannung.

Laut Datenblatt kann sich also der Ausgang bei einer Gesamtversorgung von 9 V ÜBERHAUPT NICHT verändern. Klassischer Fall von Fehlkonstruktion.

Gruss Reinhard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Reinhard,

Datenblatt lesen informiert. Output Voltage Swing minimal bei
741C und RL = 2 kOhm sind ± 10 V, m.a.W. der Ausgang des 741C
hält respektvolle 5 V Abstand von seiner Versorgungspannung.

Jep. Minimal=schlechtester Fall. Laika schrieb aber, daß es geht. Typischer Wert ist aber bei 10 kOhm Last ±14 V. Wer große Serien plant, der muß auch mit dem minimal Fall rechnen.

Laut Datenblatt kann sich also der Ausgang bei einer
Gesamtversorgung von 9 V ÜBERHAUPT NICHT verändern.

Im schlechtesten Fall, ja. Im typischen: nein.

mfg Ulrich

Hi Peter,

Leika betreibt ihn aber mit 7V (+5/-2V) Was der 741 bei dieser
Spannung macht, steht nicht im Datenblatt.

So ist es. Was letztlich heißt, daß man es selber testen muß und sich eben nicht auf die Eigenschaften laut Datenblatt berufen darf.
Nicht mehr und nicht weniger.

mfg Ulrich

Hallo Ulrich,

Leika betreibt ihn aber mit 7V (+5/-2V) Was der 741 bei dieser
Spannung macht, steht nicht im Datenblatt.

So ist es. Was letztlich heißt, daß man es selber testen muß
und sich eben nicht auf die Eigenschaften laut Datenblatt
berufen darf.
Nicht mehr und nicht weniger.

Bedeutet aber auch, dass wen er den 741 austauscht, alles ganz anders sein kann …

MfG Peter(TOO)

Hi Peter,

Bedeutet aber auch, dass wen er den 741 austauscht, alles ganz
anders sein kann …

Das ist das Risiko, das man eingehen muß. Letztlich hängt das von den genaueren Umständen ab, ob das akzeptiert werden kann oder nicht.
Bei handgepflegten „Einzelkindern“ ist das IMHO eher der Fall als in einer Massenproduktion jenseits der 6 stelligen Stückzahlen.

BTW:
Ich hätte auch eher einen rail-to-rail genommen oder zumindest den LM358.

mfg Ulrich

Im schlechtesten Fall, ja. Im typischen: nein.

Hallo Ulrich,

ich habe noch nie anders konstruiert als nach Worst Case Daten PLUS Sicherheitszuschlag - hat sich bewährt.

Gruss Reinhard

Hallo Reinhard,

ich habe noch nie anders konstruiert als nach Worst Case Daten
PLUS Sicherheitszuschlag - hat sich bewährt.

Für mich ist das der Unterschied zwischen basteln und professioneller Arbeit.
Den Unterschied merkt man dann bei einer Reparatur oder wenn eine Serie aufgelegt wird.

MfG Peter(TOO)

Hallo Laika
Ja der 741 nimmt etwas viel Strom auf. Er ist kein LowPower Typ.
Für mehrere davon braucht man ein stärkeres Netzteil.
Ich habe in einer Liste von 1980 den LM321 gefunden, aus der Familie 112.
Da gibt auch den LM308 aus der Familie 108.
Außer LowPower gibts noch MicroPower und zahlreiche neuere Typen, oft mit CMOS Eingängen.
Welcher es denn genau sein darf, mußt Du den Datenblättern entnehmen.
Solche, welche nur die 5 Volt des Mikrocontrollers benötigen, finde ich ganz praktisch.
MfG
Matthias