Opfergänge

Holocaust („Ganz/heil-casting“?) „Ganzbrand O P F E R“
Opera(Werk), Offerte, over, offen, offiziell(ops facere), offendere(Offensive), öffentlich, offen(sehr vielverknüft: auch ob´/oben´/ober´/"obliegen"?/ab ovo´ aus dem (offenen) Ei?
Frz.: ouvrir´ - ouvrier´?
„zum Opfer fallen“, „Opfer werden“, „geopfert werden“,
Verkehrsopfer, Ganz-(heil?)brandopfer.

Das sind die Begriffe, die mir zum Thema/Begriff `Opfer´ (aus dem aktuellen Anlaß „Krieg gegen den Terrorismus“) durch den Kopf gehen und ich euch Geneigten ebenfalls zu bedenken bitte.
Es ist eine sprachwissenschaftliche Frage, unter anderem nach einem eventuell vorhandenen gemeinsamen „Urwort“, aber auch eine „lebenspraktische“, nach einer eventuellen gemeinsamen Grundbedeutung mit „Facetten“ und „Ablegern“.

Historische Dimension:

  • Sind die „Hexen“ im MA „geopfert“ worden, auch um
    "Schlimme(re)s zu verhüten? Den „(Pest)Moloch“ zu "besänftigen?
  • Haben „Deutschland“ („Hitler“) und die "Alte Europäische Weltordnung´" sich selbst (Adolf selbst wohl erst amende) in kämpferischer Hingabe und u.a. auch die Juden´ (vielleicht sogar als sein `wertvollstes Gut´) „zum Opfer gebracht“, um vielleicht dem „Untergang des Abendlandes“ zu entkommen und begegnen?
    („entkommen“ u n d „begegnen“?)
  • Waren die „Weltkriege“ ein Opfergang der Welt (in
    unterschliedlichsten Formen/Motivationen, zB Kamikaze´) in der Zeit einer geschichtlichen Krise´, die mit der
    `Wirtschaftskrise´ nur zusammenhängt, und daher „Pforte“ zu einem epochalen Übergang?

Wir opfern etwas, um Schlimmeres zu verhüten (dabei: ein
Fingerhut´ hat nur Hut´ zum `behüten´), oder um Besseres zu erhalten, seltener als Ersatz, als als (Unter?)Pfand für Segnung(en). In „abergläubiger“ Erwartung/Absicht.

Was wurde weltweit zusammen mit dem Neuen und in dem Alten Babylon von/für George W. geopfert?
Und viel-leicht opfert der Uhu tatsächlich wenigstens die eine oder die andere traurige trockene Träne?

„Oil for Food“ - „Tears for Fei(n)t“?

Was meinst du dazu?

Krüßli, moin, manni

Der Begriff OPFER
Ich habe dem sogar noch eine Frage hinzuzufügen:
Gibt es nicht sogar eine Doppelbedeutung des Wortes `Opfer´?
Zum einen, das Selbst-Opfer, das sich selbst aus persönlichen Gründen opfert.
Zum anderen das Opfer(-lamm), das das Opfer einer Gewalttat ist, dem also ohne seine Zustimmung etwas angetan wird.
Aber vermutlich gehört diese Frage eher in ein Philosophieforum…

Sina

Lt. Duden Herkunftswörterbuch ist „opfern“ ein lehnwort von latein. operari „werktätig sein, arbeiten; eine religiöse handlung [einen gottesdienst] verrichten“. Dieses wiederum ist von opus „arbeit, beschäftigung, werk“ abgeleitet. Das ist verwandt mit ops „reichtum“ (>opulent), optimus „der beste“ und officium „dienstleistung, pflicht, amt“.

Holocaust („Ganz/heil-casting“?) „Ganzbrand O P F E R“

Die silbe „kaust“ kommt aus dem griechischen und heißt „brand, brennen“. Steckt auch in unserem fremdwort „kaustik“, „kaustisch“ (ätzend).
Philosophisch interessant erscheint mir das bedeutungsspektrum „dienst, pflicht“. Man denke an den kult der pflichterfüllung, den die SS-mörder getrieben haben und zu dem alle soldaten neigen, die viele menschen umgebracht haben.

Historische Dimension:

  • Sind die „Hexen“ im MA „geopfert“ worden, auch um
    "Schlimme(re)s zu verhüten? Den „(Pest)Moloch“ zu
    "besänftigen?

Die „hexen“ sind gar nicht im mittelalter umgebracht worden, sondern überwiegend in der frühen neuzeit (16./17. jhdt.). Mit der pest hatte das nichts zu tun. Die pest im mittelalter hatte allerdings zu pogromen gegen Juden geführt. Die hexenverbrennung hing mit der inquisition zusammen, also mit dem versuch der katholischen kirche, die welt nach der reformation wieder in den griff zu kriegen.

  • Haben „Deutschland“ („Hitler“) und die "Alte Europäische
    Weltordnung´" sich selbst (Adolf selbst wohl erst amende) in kämpferischer Hingabe und u.a. auch die Juden´ (vielleicht
    sogar als sein `wertvollstes Gut´) „zum Opfer gebracht“, um
    vielleicht dem „Untergang des Abendlandes“ zu entkommen und
    begegnen?

Da ist was dran. Solche gedanken hat es schon vor dem Ersten Weltkrieg gegeben. Viele waren das friedliche leben satt und wollten plötzlich ihr eigenes und anderer leute leben für irgendwelche höheren ziele „opfern“.

  • Waren die „Weltkriege“ ein Opfergang der Welt (in
    unterschliedlichsten Formen/Motivationen, zB Kamikaze´) in der Zeit einer geschichtlichen Krise´, die mit der
    `Wirtschaftskrise´ nur zusammenhängt, und daher „Pforte“ zu
    einem epochalen Übergang?

So hätte wahrscheinlich Nietzsche die weltkriege gedeutet, wenn er sie noch erlebt hätte. Ich finde solche deutungen grauenhaft, menschenverachtend, anmaßend und diktatorisch. Man muss solchen gedanken entgegentreten, wo immer sie aufkommen!

Wir opfern etwas, um Schlimmeres zu verhüten (dabei: ein
Fingerhut´ hat nur Hut´ zum `behüten´), oder um Besseres zu
erhalten, seltener als Ersatz, als als (Unter?)Pfand für
Segnung(en). In „abergläubiger“ Erwartung/Absicht.

Ein schrecklicher irrweg! Würden wir uns stattdessen darauf besinnen, wie schön das leben ist und wie wir es uns noch schöner machen können, dann würden wir wirklich etwas besseres erhalten und schlimmeres verhüten. Eigentlich ist alles gans einfach: Was gut für uns ist, ist gut, und was schlecht für uns ist, ist schlecht.

Gruß von tonikal

modus opferandi
Hallo, Sina, Opfer´ scheint noch mehr Bedeutungen´/Bedeutungsebenen zu haben:
Zum Bleistift: Opfer „unter Zwang“, weil man meint, irngwelchen satanischen Wesen irngwas opfern zu müssen, um sich von einem Unheil zu befreien (also um etwas Magisches auf magischem Wege loszuwerden), und Opfer´um etwas posotiv zu erhalten. Ich meine dabei aber nicht, die paar Mark, die man jede Woche "opfert", um im Lotto das große los zuziehen, oder die Kindheit, die mancher behauptet "geopfert" zu haben. Von den "neutralen" Verkehrsopfern ganz zu schweigen. Opfer´ die eher von irngner anonymen Macht (oder dem „Zufall“) genommen werden.
Mit denen man auf magischem Wege eine irrationale Beziehung zwischen Tat und ResulTat herstellen will.

Lieber Toni,

  • Waren die „Weltkriege“ ein Opfergang der Welt (in

unterschliedlichsten Formen/Motivationen, zB Kamikaze´) in der Zeit einer geschichtlichen Krise´, die mit der
`Wirtschaftskrise´ nur zusammenhängt, und daher „Pforte“ zu einem epochalen Übergang?::

So hätte wahrscheinlich Nietzsche die weltkriege gedeutet, wenn er sie noch erlebt hätte. Ich finde solche deutungen grauenhaft, menschenverachtend, anmaßend und diktatorisch. Man muss solchen gedanken entgegentreten, wo immer sie aufkommen!:

Genau das finde ich ja auch (und „arbeite“ dagegen, empfinde ich als mein „Amt“).
Eben weil die Menschen es daselbst so empfunden/ergriffen haben!"!!! Und wovon sind hoide die Menschen malwieder mehr und mehr „ergriffen“?
Aids, Sars, Laden, Hüter Dschordsch, Unheil allüberall.
Steht eine (innere) Umkehr bevor?

Das mit den Hexen und der Pest, pardon, hab ich durcheinenadergewürfelt, scheint mir.

opferlose
Krüßli, moin, manni

hi,

Gibt es nicht sogar eine Doppelbedeutung des Wortes `Opfer´?

es ist wohl eine eigentümlichkeit der deutschen sprache (und anderen?), daß für victim und sacrifice ein und dasselbe wort gebraucht wird. vielleicht steht eine art euphemismus dahinter, ein verkehrs"opfer" oder mord"opfer" als sacrifice zu bezeichnen? wem wird hier geopfert? jedenfalls ist es irgendwie pervers, wenn man genauer drüber nachdenkt.

gruß datafox