Hallo Ihr lieben,
ich bin zwanzig Jahre alt und nehme aufgrund M.-Bechterew, Fibromyalgie, starker Skoliose und Kyphose, schmerzhafter Muskelverspannungen und den daraus resultierenden chronischen Schmerzen seit zwei Jahren die folgende Medikation:
- Oxygesic 20 - 0 - 20 mg und 5 - 0 - 5 mg (also 50mg am Tag)
- Lyrica 150mg 1-0-1
- Sirdalud 6mg 0-0-0-1
- Zeitweilig Arcoxia
Mit dieser Medikation konnte erreicht werden, dass ich bis auf seltene Ausnahmen mit den Schmerzen ganz gut leben kann.
Auch habe ich keine nennenswerten Nebenwirkungen, bis auf die Opioid Bedingte Obstipation.
Meine Frage bezieht sich auf das Oxygesic, das ich in etwa seit zwei Jahren nehme. Ich komme mit diesem Präparat eigentlich gut zurecht und habe keine Koordinations-oder Konzentrationsschwierigkeiten und keine Müdigkeit oder Schlafschwierigkeiten.
Da ich heute früh von einer Reise zurückgekommen bin, habe ich den eigentlichen Einnahmezeitpunkt für die Morgenration verschlafen. Getreu der Packungsbeilage wollte ich die Einnahme mit der Abendration fortsetzen, damit es zu keiner Überdosierung kommt.
Somit habe ich die letzte Ration vor 24 Stunden genommen.
Etwas erschrocken habe ich aber festgestellt, dass ich den ganzen Abend schon etwas aufgeregt und unkonzentriert war. Ich hatte Herzklopfen, habe schnell geatmet und der Blutdruck ist gestiegen.
Zunächst waren diese Symptome von mir nur im Unterbewusstsein wahrgenommen worden, bis mir die sich steigernden Beschwerden bei „vollem“ Bewusstsein auffielen.
Nach kurzem Überlegen war die Verbindung zum Oxycodon gezogen.
Mir ist natürlich klar, dass Opiodie auch in der Schmerztherapie unweigerlich eine körperliche Abhängigkeit hervorrufen, doch habe ich mich aufgrund dieser Beschwerden im Internet und in Büchern etwas mit dem Präparat Oxygesic befasst und bin u.a. auf die Aussage gestoßen, dass Oxycodon nach neueren Studien nicht für die Therapie über Jahre hinweg geeignet sein soll, da es im Vergleich zur „Mutter“ Morphin, eine deutlich stärkere körperliche Abhängigkeit hervorruft und mitunter sogar die Herausbildung von Nervenschmerzen fördert.
Darüber hinaus soll es wohl schon seit Ewigkeiten als „Heroin für den armen Mann“ bekannt sein.
Meine Frage ist, ob jemand vorgenanntes anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse verifizieren kann.
Weiter würde ich gerne wissen, ob man Opioide untereinander austauschen kann (natürlich unter Berechnung der Äquivalenzdosis), ohne dass sich ein Entzug einstellt.
Lässt sich eigentlich ein Opiat oder Opioid benennen, das sich die beste Therapiesicherheit hat? Neuerdings scheint wohl der Trend wieder zum altbewährten Morphinsulfat zu gehen.
Als ich damals mit Opiaten eingestellt wurde, hat man zunächst zu Fentanyl-Pflastern gegriffen, die sich aber aufgrund der Schwierigkeiten mit dem Pflaster als für mich ungeeignet erwiesen haben, da ich mit meiner Erkrankung eine gute Linderung durch Saunagänge bekomme was bei Pflastern allgemein kontraindiziert ist.
Also hat die Ärztin auf Oxygesic umgestellt, da dies ihrer Meinung nach das modernste und nebenwirkungsärmste Präparat ist.
Ich freue mich auf Eure Antworten.