Hallo!
Ich habe zu den Opportunitätskosten ein paar Fragen. Habe das Forum und das Internet schon durchwühlt, aber bin noch nicht so richtig fündig geworden. Hier ein paar Fragen ob meine Gedankengänge richtig sind.
Beispiel 1
Habe in eine Firma 1000 € investiert. Diese Investition bringt mir im ersten Jahr 20 € Gewinn. Das hätte ich ja auch anders anlegen können. z.B. die 1000 € auf die Bank bringen. Das hätte mir vielleicht 30 € Zinsen eingebracht. Was sind nun genau meine Opportunitätskosten. Die 30 € oder die 10 € die ich an Erlösen durch meine Investition in die Firma verloren habe?
Beispiel 2:
Ich habe die Wahl zwischen Kino und Freibad. Das Kino kosten 8 € und ins Freibad komme ich günstiger schon für 3,5 rein. Nutzen beider Alternativen ist gleich hoch. Ich entscheide mich fürs Kino. Opportunitätskosten sind dann 4,5 € oder? Hätte ja bei der Entscheidung für das Freibad den gleichen Nutzen jedoch zu einem geringeren Preis.
Beispiel 3:
Wieder Freibad und Kino. Mal angenommen beides kostet je 5 €. Nutzen Freibad ist jedoch im Sommer größer als Nutzen Kino. Mal angenommen Kino bringt mir einen Nutzen von 20 Einheiten. Freibad 50 Einheiten. Ich gehe wieder ins Kino. Opportunitätskosten von 30 Einheiten? Wenn das richtig ist, habe ich ja wenn ich ins Freibad gehe keine Opportunitätskosten oder???
Ja, viele Fragen. Vielleicht kann mir die ja jemand beantworten 
Vielen Dank schonmal vorab!
Beste Grüße
Martin
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Die 30 Euro.
Die Oppuortunitätskosten ergeben sich aus der alternative und sind
ein Vergleichsmaßstab.
Zu 1)
Ich sage die 10 Euro! Die 10 Euro sind der entgangene Gewinn.
Die Varinate 1 versucht Opportunitätskosten in Höhe von 10 Euro
zur Varinate 2.
Wie gesagt, die 30 Euro sind die Opportunitätskosten.
In der Kostenrechnung als statische Rechnung, kann man die Opportunitätskosten als kalulatorische Kosten defineren.
Dann ergäbe sich bei Erlösen von 10 Euro und KOsten von
30 Euro ein gewinn von -20 Euro
Oder man fasst die Opportunitätskosten als Gewinnbestandteil auf,
dann hätte man Erlöse von 10 Euro und einen Gewinn von 10 Euro,
von denen allerdings noch die Eigenkapitalkosten bezahlt werden
müssen.
Bei dynamischen Rechnungen wie der Kapitalwertmehode, stellt die
Differenz (-20) Euro den Kapitalwert dar.
Opportunitätskosten kann man beschreiben, indem man etwas aufgeben muss um etwas anderes zu erlangen…
Beispiel 1
Habe in eine Firma 1000 € investiert. Diese Investition bringt mir im ersten Jahr 20 € Gewinn. Das hätte ich ja auch anders anlegen können. z.B. die 1000 € auf die Bank bringen. Das hätte mir vielleicht 30 € Zinsen eingebracht. Was sind nun genau meine Opportunitätskosten. Die 30 € oder die 10 € die ich an Erlösen durch meine Investition in die Firma verloren habe?
Opportunitätskosten entstehen immer dadurch, dass Ressourcen (1000 €) nur einmal verwendet und nicht gleichzeitig anderen Zwecken zugeführt werden können. Wenn du z. B. mit dem Geld in die Firma investierst, kannst du dieses Geld nicht nochmals in was anderes anlegen (auf der Bank). Die dadurch evtl. entgangenen Mehr-Gewinne / Summen stellen die Opportunitätskosten der Investition dar.
Die Opportunitätskosten liegen hier sozusagen in der Wahl: Ich habe diese 1000 € und kann sie nur in eine der beiden Dinge investieren… entweder ich bringe das Geld zur Bank, oder investiere in die Firma.
Hier muss man abwägen, was für den einzelnen die bessere Variante darstellt! Schließlich kann ich die 1000 € nicht auf beides einsetzen.
Also ist es sozusagen der entgangene Ertrag
Beispiel 2:
Ich habe die Wahl zwischen Kino und Freibad. Das Kino kosten 8 € und ins Freibad komme ich günstiger schon für 3,5 rein. Nutzen beider Alternativen ist gleich hoch. Ich entscheide mich fürs Kino. Opportunitätskosten sind dann 4,5 € oder? Hätte ja bei der Entscheidung für das Freibad den gleichen Nutzen jedoch zu einem geringeren Preis.
Ist der Nutzen gleich, dann hast du recht… Jedoch ist das sozusagen „ansichtssache“, worin der größere / bessere Nutzen liegt bei eher kulturellen Dingen…
so, ich denke das sollte eigl. soweit klar sein jetzt 
Opportunitätskosten (Opportunität = Möglichkeit) sind Kosten für nicht wahrgenommene Möglichkeiten, oder entgangene Vorteile.
Opportunitätskosten sind auch bekannt als Möglichkeitskosten, Verzichtskosten oder Alternativkosten. Die Höhe von Opportunitätskosten ist meist schwer abschätzbar.
Beispiel: Ein Unternehmer der selbst im Unternehmen arbeitet erhält kein Lohn oder Gehalt für seine Arbeitskraft, aber dafür einen Gewinnanteil. Für den Unternehmer entstehen Verzichtskosten. Denn er könnte theoretisch auch in einem anderen Unternehmen als Angestellter arbeiten und dort ein Gehalt beziehen.
Ein anderes Beispiel. Ein Abiturient muss nach seiner Schulzeit den Wehr- oder Zivildienst leisten. Dadurch verzögert sich der Studien-/Ausbildungsbeginn um etwa ein Jahr. Der Start ins Berufsleben und der Bezug des ersten Gehalts verschiebt sich ebenfalls. Unter Umständen erhält der Abiturient durch die verkürzte Lebensarbeitszeit später weniger Rente. Dem Abiturienten entstehen Kosten für das entgangene Gehalt, dass er hätte beziehen können, wenn er seine Ausbildung bzw. sein Studium früher begonnen hätte.
Ein weiteres Beispiel. Eine Mutter arbeitet im Haushalt und bezieht dafür kein Entgelt. Sie verzichtet zugunsten der Familie und der Kinder auf ein bezahltes Arbeitsverhältnis in einem Unternehmen. Es entstehen Opportunitätskosten in Höhe des entgangenen Gehalts.