Oppositionelles Verhalten - extreme Eifersucht

Moin,

unser ältester Sohn 5,5 Jahre ist extrem eifersüchtig auf einen seiner jüngeren Brüder (2) und kommt mit der Situation nicht klar. Er war 3,5 Jahre lang der „König“ in der Familie. Aufgrund seines extremen Verhaltens (Wutausbrüche, Stimmungsschwankungen,…) haben wir ihn auf AD(H)S testen lassen - er ist kein ADHSler sondern nur extrem eifersüchtig.
Hat jmd. Erfahrung damit? Das ganze Familienleben leidet darunter.
Danke

Hi,

Eifersucht ist etwas ganz normales und gerade Kinder müssen damit lernen umzugehen. Wenn ihr euer Kind lange wie einen König behandelt habt, dann dürft ihr euch im Prinzip nicht wundern.

Aber ich möchte kein Urteil über euch fällen sondern vielmehr fragen wie es bei euch zu Hause so aussieht, schildere doch mal ein zwei Beispiel wann und warum Nummer 1 eifersüchtig wird und wie ihr als Eltern in so einer Situation dann damit umgeht.

Viele Grüße
MeToo

Nachfrage
Hallo,

dein Überschrift interessiert mich: hast du die Worte „oppositionelles Verhalten“ einfach so gewählt oder ist es eine Diagnose?
Es gibt „opposition defiance disorder“ (was auf Deutsch, glaube ich, oppossitionelles Verhalten genannt wird), abgekürzt ODD (ADS ist im Englischen ADD). Wenn es sich darum handelt, dann ist professionelle Hilfe angesagt.

Gruß
Elke

Hallo,

wie viele Kinder sind denn in welchem Alter zu versorgen? Welche Unterstützung erhaltet Ihr als Eltern von Omas, Tagesmüttern, Kindergarten etc.?

Haben die Kinder eigene Bezugspersönen, welche nur für sie da sind?

Welche Aufgaben habt ihr neben den Kindern zu erledigen? (Beruf, Haushalt, ggf. Pflege Angehöriger???)

Wie belastet fühlt Ihr Euch? Habt Ihr noch Kraft? Habt Ihr noch Zeit für Euch als Eltern.

Wäre nützlich was über Euch zu erfahren. Wie sieht bei Euch ein typischer Tag/Woche aus?

Hallo,
Eifersucht ist wie der Name sagt, eine Sucht und damit umgehen lernen ist eine wichtige Aufgabe im Leben. Allerdings ein bisschen Sucht erachte ich ebenfalls als ‚normal gesund‘ bzw. unbedenklich.
Okay, das klingt jetzt gepredigt, habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass bei Eifersucht an die Stelle der Herzens, wo das Vertrauen ‚wohnt‘, Furcht einzieht und das ist keine gute Gemütsverfassung; Hilfe ist hier angeraten.
Kann ein Buch für die Hinter- und Abgründegründe empfehlen:
Titel - Der Rebell der Familie, Geschwisterrivaliät, kreatives Denken und Geschichte.

Grüsse
Billerbong

Hi,

deine Ableitung leuchtet mir ein aber untersteichen möchte ich sie nicht. Nahezu jeder Mensch ist eifersüchtig und gerade bei Geschwisterkindern ist es ein schmaler Grad.

Persönlich finde ich es wichtig Kindern dem ersten Kind das Gefühl zu geben das erste zu sein, ohne dabei zu vergessen, dass es noch ein zweites oder drittes Kind gibt. Viele Kinder die ich kenne stellen die Frage „Wen hast du mehr lieb“ und das nicht nur einmal im Leben. Ich zum Beispiel sagen meinen beiden immer „du bist der liebste Davin der Welt“ oder halt beim Großen „du bist der liebste Bjarne der Welt“, ich würde aber nie einem Kind den Vorzug geben (auch wenn es bedingt durch Streiterrein stundenweise mal anders in mir aussehen kann).

Kinder haben ebenso ein Gespür für Liebe und Zuneigung wie Erwachsene und wenn ich wie im Ursprungsartikel lese, wir hatten einen „König“ in der Familie, dann denke ich, ist vielleicht schon während der Schwangerschaft versäumt worden klarzumachen wie sich die Liebe der Eltern durch das Geschwisterkind ändern wird bzw. besser nicht ändern wird.

Das Ziel während der zweiten Schwangerschaft sollte doch sein, dass das erste Kind sich ebenso auf den Nachwuchs freut und keine Angst davor haben muss, dass es an Zuneigung etc. fehlen wird wenn das Baby dann da ist.

In sofern muss man bei Eifersucht bei Geschwistern vielleicht unterscheiden was normal und natürlich bedingt auftritt und was Eltern vielleicht im Umgang mit den Kinder falsch gemacht haben könnten oder ändern müssen.

Von Sucht, wie bei Drogen, Alkohol, Zigaretten etc. möchte ich aber bei Eifersucht nicht wirklich sprechen.

Viele Grüße
MeToo

In sofern muss man bei Eifersucht bei Geschwistern vielleicht
unterscheiden was normal und natürlich bedingt auftritt und
was Eltern vielleicht im Umgang mit den Kinder falsch gemacht
haben könnten oder ändern müssen.

Von Sucht, wie bei Drogen, Alkohol, Zigaretten etc. möchte ich
aber bei Eifersucht nicht wirklich sprechen.

Hallo MeToo,
ist einwandfrei was du sagt, es war aber von „extremer Eifersucht“ die Rede. Ich habe Anfälle erlebt, wo zu befürchten war, dass die negative Auswirkung zu einer Verletzung der Kinderseele führen könnte. Ich bin kein Kinderpsychologe, ich wollte eigentlich nur auf das Buch aufmerksam machen.

Mit herzlichem Gruß
Billerbong

Hallo,

unser ältester Sohn 5,5 Jahre ist extrem eifersüchtig auf
einen seiner jüngeren Brüder (2) und kommt mit der Situation
nicht klar. Er war 3,5 Jahre lang der „König“ in der Familie.

ist ganz normal, als einziges Kind ist er der „König“
Und nun hat ihn der „böse“ Bruder vom Thron gestoßen.

Es ist jedem klar, dass ein Säugling die Mutter (ich schreib mal einfach Mutter es kann natürlich auch der Vater sein) mehr beansprucht als ein 3,5 jähriges Kind. Am Anfang ist das Baby noch interessant, aber irgendwann wird dem Knirps klar hier ist Konkurrenz. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen kommt der Papa nachmittags von der Arbeit heim und guckt zuerst nach der Konkurrenz. Und erst dann guckt er nach dem inzwischen vielleicht 4jährigen.

Versuch dich mal in die Lage deines Großen zu versetzten. Er wollte das Brüderchen nicht, für ihn ist es nur Konkurrenz.

Euch hilft hier nur viel Geduld. Versuche wenn möglich Zeit mit dem Großen alleine zu verbringen, der kleine bleibt beim Papa oder andersrum. Ein bis zweimal die Woche sollte es auf jeden Fall sein.

Nimm den Großen in die Pflicht. Übertrage ihm Verantwortung. Damit zeigst du ihm wie stolz du auf ihn bist, wie groß er schon ist, was er alles schon kann und der Kleine noch nicht. Du musst natürlich langsam anfangen, z.B. du musst auf Toilette, dann sage das dem Großen und bitte ihn auf den Kleinen aufzupassen. Ob dies notwendig ist interessiert an der Stelle nicht. Tischdecken, Staubwischen, Spielzeug wegräumen, aber auch Dinge wie Fahrradfahren, es gibt vieles mit dem du dem Großen zeigen und sagen kannst: Du bist der Große, der Kleine kann das noch nicht!

Du sollst den Kleinen nicht unterbuttern, aber ich denk mal du findest das Fingerspitzengefühl dafür.

Viel Erfolg

Gruß

Katl

wie immer helfen klare Regeln und ein klares Verhalten

lass die beiden rangeln,ABER wenn einer von beiden richtig zuschlägt oder Arm oder Bein verdreht ist Schluss!
Sinn der Sache ist,das der kleine sich selber wehrt ,aber dies im bestimmten Rahmen
bsp.cousin Kinder:nogo>grosser schmeisst den kleinen um,warten bis er wieder steht und schmeisst wieder um…

niemals nachgeben!
Ja bleibt ja und nein bleibt nein
wenn der kleine bei mama auf der Schulter ist und der grosse beim papa
und quengelt bleibt er da oben oder läuft!

du bist die stärkere!
Bsp.:vom cousin der Ältere ist genauso
aber er versucht auch gegen die Mutter Macht zu zeigen
Sie ist etwas zierlich gebaut und er kneift sie in den nacken oder nimmt unterarm und oberarm und quetscht ihren Kopf so dasses ihr wehtut und sie das auch äussert!Er macht es trotzdem!!

an ihrer Stelle würde ich sein unterarme nehmen und was fester drücken,weil manches kann man 1000mal sagen bringt aber so nix
der Vater macht es so und popoklatscher sind auch ok

beide sind gleich,aber ein bisschen mehr sollte der Ältere dürfen
immerhin ist er der Ältere
Also erst den Kleinen zu Bett bringen und 10 Minuten später den Grossen

bsp:Ferienhaus mit Bekannten und 2 Kinder waren dabei
4 und 5 Jahre ,Mädchen und Junge,haben zusammengehalten
trotzdem gabs mir bezüglich kleine „Bezitz"kämpfe
ER fragt mich ob ich ihn heirate wenn er gross wäre!!
ich sag natürlich ja,sie dabei fragt mich auch und ich sag auch ja
beide empört,weil des ja garnicht geht 2x gleichzeitig verheiratet zu sein!!Hab ich erklärt,„solange ich grösser bin als ihr beide zusammen darf ich das und es dauert ja auchnoch was“
nächster Versuch:Er"hast du mich lieber??“
„Nein ich hab euch beide gleich lieb“
„auch kein kleines bisschen?“
„nein gaaanz genau gleich“
beim grillen wollten dann beide mehr haben und haben alles aufgegessen,während alle erstaunt waren,dass beide soviel Essen(Ich sass in der Mitte^^)
nach ein paar Tagen kams natürlich zum Abschied und Umarmung
sollten beide gleichzeitig aber er drängte sie weg
Ich"ist doch genug Platz für euch zwei"und dann wars auch gut
Beide haben sich nie geschlagen oder so
klar kommts auch auf die Kinder an,aber auch aufs durchziehn der eigenen Linie,denn die Kleine war wirklich putzig und der grosse
halt gross für sein Alter…also nicht putzig und trotzdem hatten beide nie das Gefühl weniger gewollt zu sein…zumindest nicht der Junge,denn irgendwann als ich sass kam er auf mich zu und hat mich auf den Mund geküsst und ist abgehauen^^

P.S.:Es ist eine normale Rivalität,die spätestens dann weniger brutal wird,wenn der Kleine sich wehrt…und laut Studie haben 80% aller Jungen ADS…stellt sich nur die Frage wer dann noh normal ist?und ob die 80% nicht die normalen sind und was den 20% fehlt…