ich habe einen Desktoprechner mit PCI-Soundkarte (ESI Juli@). Diese hat einen optischen Ausgang und Cinch. Momentan nutze ich den Cinch-Ausgang, da mein (altes, billiges) Analog-Mischpult keinen optischen Eingang hat.
Nun habe ich leider Störgeräusche… Insbesondere, wenn ich die Maus bewege oder Windows-Fenster verschiebe usw.
Es gibt also irgendwo ein Masseproblem, welches mit dem Desktoprechner zu tun hat. (Bewiesen ist das auch schon dadurch, dass die Störgeräusche weg sind, wenn ich den Rechner ohne Erdung betreibe.)
Ich frage mich jetzt, wie ich das Problem am besten lösen kann.
Sämtliche Komponenten werden durch dieselbe (hochwertige) Steckerleiste versorgt.
Zur Info (vielleicht hilfts): Mischpult und Bildschirm haben einen Euro-Stecker, sind also nicht geerdet.
Meine bisherigen Ideen:
Digitalausgang der Soundkarte nutzen (dadurch vollständige elektrische Entkopplung). Dies ginge nur, wenn ich einen Adapter/DA-Wandler kaufe, der das optische Signal z.B. auf XLR umsetzt.
Vorteil: ?
Nachteil: Teuer, weil DA-Wandler entsprechende Qualität haben muss.
Rechner ohne Erdung betreiben.
Vorteil: Billig.
Nachteil: Wahnsinnig.
Bezugspotential („Masse“) des Cinchkabels isolieren.
Vorteil: Billig.
Nachteil: Unschöne Lösung, da das Bezugspotential des Nutzsignals dann fehlt und das Mischpult seinen eigenen Bezug nimmt. Hier ist die Frage, ob ich mir damit nicht andere Probleme einhandele (noch nicht getestet).
Cinch-Kabel mit galvanischer Trennung kaufen
Vorteil: ?
Nachteil: Vermutlich teuer…
So, wie ihr seht, habe ich mich schon etwas ausführlicher mit dem Problem auseinander gesetzt. Ich hoffe daher, dass sich überhaupt jemand erbarmt und seinen Senf dazu gibt
Update:
Habe das Isolieren des Bezugspotentials des Cinch-Kabels jetzt doch noch getestet. Ergebnis: Bringt nix! Also sind die Störgeräusche im Nutzsignal! Wie das genau zu erklären ist, weiß ich nicht. Jedenfalls heißt das, dass eine galvanische Trennung nichts bringen würde, wenn ich mich nicht irre.
Also sind die
Störgeräusche im Nutzsignal! Wie das genau zu erklären ist,
weiß ich nicht.
Innerhalb des Rechnergehäuses hast Du halt eine große Menge von Störquellen, die es gar nicht interessiert, dass damit der Analogtrakt gestört wird.
Dummerweise hast Du schon eine sehr wertige Soundkarte, so dass hierüber kaum Potenzial zu erwarten ist. (Wenn man Alternativen im Schrank hat, sollte man es trotzdem mal versuchen.)
Wenn man eine externe Soundkarte nutzt, reduziert man die Störquelle zumindest auf das, was über USB-Leitungen/Stromversorgung vom PC rüberkommt. Habe aber keine Ahnung, was es da mit symmetrischen Ausgängen gibt.
Ich habe früher gerne mit ausgemusterten DAT-Recordern als A/D-Wandler und LWL gearbeitet, allerdings war mein Qualitätsbedarf mit 32bit schon (deutlich über)erfüllt.
hallo bude,
hatte früher das gleiche problem und fing an, geneau wie du, auszuprobieren. letztendlich brachte der netzteilwechsel das gewünsche ergebnis. seit dem stelle ich mir die rechnerkomponenten immer selbst zusammen…
gruß luedre
Innerhalb des Rechnergehäuses hast Du halt eine große Menge
von Störquellen, die es gar nicht interessiert, dass damit der
Analogtrakt gestört wird.
Dummerweise hast Du schon eine sehr wertige Soundkarte, so
dass hierüber kaum Potenzial zu erwarten ist. (Wenn man
Alternativen im Schrank hat, sollte man es trotzdem mal
versuchen.)
Habe leider keine Alternative im Schrank. Mir ist in der Nacht auch noch eingefallen, dass ich einen anderen PCI-Steckplatz testen könnte. Eventuell gibt es dort weniger Störeinkopplungen?
hatte früher das gleiche problem und fing an, geneau wie du,
auszuprobieren. letztendlich brachte der netzteilwechsel das
gewünsche ergebnis. seit dem stelle ich mir die
rechnerkomponenten immer selbst zusammen…
das ist auch mein typ und wäre jetzt meine empfehlung an dich gewesen.
wäre jetzt als nächster tip das motherboard (aber fällt wohl aus). ich gehe inzwischen nicht mehr den weg soundkarte-mischer sondern habe inzwischen auf firewire-lösungen (also externe soundkarten) gesetzt wobei ich nur firewiregeräte mit texasins.-chips einsetze. dadurch bin ich flexibel und kann ohne großen aufwand zb. zwischen pc und laptop wechseln. mein letzter tip vielleicht noch: versuche es mal mit einer guten di-box, erst mal leihweise?!
gruß luedre
wäre jetzt als nächster tip das motherboard (aber fällt wohl aus).
ja richtig, das fällt aus
ich gehe inzwischen nicht mehr den weg soundkarte-mischer sondern
habe inzwischen auf firewire-lösungen (also externe soundkarten)
gesetzt wobei ich nur firewiregeräte mit texasins.-chips einsetze.
Hm, kostet wahrscheinlich etwas mehr als die Juli@…
mein letzter tip vielleicht noch: versuche es
mal mit einer guten di-box, erst mal leihweise?!
Also zwischen Soundkarte und Mischpult? Was kann das bringen, wenn das Störsignal vorher im PC eingekoppelt wird (vermutlich von irgendeinem Datenbus ins Audiosignal)?
Dazu kommt, dass meine Cinch-Verbindung 1 m kurz ist. Ich lege also keine weiten Strecken zurück, wo ich auf eine symmetrische Verbindung angewiesen wäre.
Trotzdem behalte ich den Gedanken mal im Hinterkopf…
Danke auf jeden Fall für die Hinweis!
Nach wie vor verstehe ich eins nicht:
Wenn die Störungen vom Mainboard ins Audiosignal eingekoppelt werden (und davon ist ja so wie es aussieht auszugehen), WIESO hört das auf, wenn der PC nicht mehr geerdet ist?
bei mir war der effekt immer nur wenn ich die maus bewege. maus tauschen schon probiert - von usb auf den alten runden stecker mal (etwa Funkmaus?).
immer wenn irgentwelche masse- (erdungs)probleme auftreten versuche ich es zuerst mit der di-box. symmetrische verbindung ist nicht nur bei langen strecken gut. übrigens symmetriert die di-box nicht nur, die hauptaufgabe ist eine galvaniche trennung der signale. das machen diese geräte mehr oder weniger gut. ich habe zwei unterschiedliche im einsatz. wenn du mekst, dass die di-box das signal etwas besser macht aber nicht völlig weg dann probiere ein andere.
bei mir war der effekt immer nur wenn ich die maus bewege.
maus tauschen schon probiert - von usb auf den alten runden
stecker mal (etwa Funkmaus?).
Also du meinst: USB-Maus weg, alte PS2-Maus her und evtl. sogar noch USB mal testweise im BIOS deaktivieren, um zu checken, ob es eine Einkopplung durch den USB-Bus ist? Sehr gute Idee… Mal sehen, ob ich so eine alte Maus noch finde (meine Maus ist übrigens keine Funkmaus, aber die Tastatur!).
immer wenn irgentwelche masse- (erdungs)probleme auftreten
versuche ich es zuerst mit der di-box. symmetrische verbindung
ist nicht nur bei langen strecken gut. übrigens symmetriert
die di-box nicht nur, die hauptaufgabe ist eine galvaniche
trennung der signale. das machen diese geräte mehr oder
weniger gut. ich habe zwei unterschiedliche im einsatz. wenn
du mekst, dass die di-box das signal etwas besser macht aber
nicht völlig weg dann probiere ein andere.
Ja ok, das ist richtig. Eine galvanische Trennung der Audioverbindung Soundkarte Mischpult habe ich allerdings schon probiert (genauer: galvanische Trennung des Bezugspotentials der Cinch-Leitung, also die „Schirmung“). Das hat nichts gebracht, woraus ich schloss, dass die Störung im Audiosignal enthalten ist.
inzwischen habe ich einiges ausprobiert. Leider hat bisher nichts geholfen.
anderes/kürzeres Cinch-Kabel für Verbindung Soundkarte Mischpult
galvanische Trennung des Bezugspotentials („Schirmung“) der Cinch-Verbindung
andere Steckerleiste
verschiedene Geräte an anderer Steckdose angeschlossen
alle USB-Geräte entfernt
Soundkarte in allen PCI-Slots getestet
Netzteil ausgebaut und neben PC gelegt, sodass kein Massekontakt zum PC-Gehäuse besteht
Front-USB hatte extra Massekabel zum PC-Gehäuse -> getrennt
Also nach wie vor das einzige was hilft: PC ohne Erdung betreiben. Da das keine Option ist… fällt nicht noch irgendjemandem was ein?
Ich vermute stark, dass die Störquelle vom Netzteil ausgeht. Und eingekoppelt wird es vermutlich durch schlechte Signalführung auf dem Mainboard. Ist es möglich das Netzteil irgendwie zu entstören?
Wie wärs mit nem Trenntrafo?
Ich kann jetzt deutlich lauter machen bis ich die Störungen wahrnehme. Da bin ich aber schon bei einem so hohen Pegel… das ist jetzt für mich völlig akzeptabel.
Vermutlich könnte man jetzt, wo man weiß, dass es an der CPU-Stromversorgung liegt noch irgendwie elektronisch sinnvoll/wirksamer entstören, aber das ist zumindest hier in meinem Fall nicht nötig.
Ich hoffe dieser Tipp hilft dem ein oder anderen, der das gleiche Problem hat.