Optik

Hallo!

Ich habe eine kleine Frage aus dem Bereich der Optik. Wenn man zwei dielektrische Spiegel im Abstand von Lambda/2 hintereinander anordnet, dann kann das Licht ungehindert hindurch gelangen. Warum ist das so?

Fragende Grüße

Michael

ich denke es sind lambda/4. Das ist so, weil sich dann die reflektierten signale aufheben. sie haben dann 180° phasenunterschied, weil das eine um lambda/2 verzögert (Hin- und Rückweg) auf das ander trifft.

ich denke es sind lambda/4. Das ist so, weil sich dann die
reflektierten signale aufheben. sie haben dann 180°
phasenunterschied, weil das eine um lambda/2 verzögert (Hin-
und Rückweg) auf das ander trifft.

Hallo!

Erst mal danke für die Antwort…
Der Abstand beträgt aber tatsächlich lambda/2. Bei lambda/4 könnte sich ja keine stehende Welle ausbilden. Es handelt sich dabei um die Kavität eines optischen Resonators. Mehrere solcher Anordnungen hintereinander ergeben ein Fabry-Perot-Filter um einzelne Wellenlängen bei der Verwendung von WDMF herauszufiltern. Die Funktion ist mir jedoch nicht ganz klar, weil ich nicht weiß, wie das Feld hinter dem ersten Spiegel aussieht, und was sich nun ändert, wenn ich den zweiten Spiegel hinzunehme.

Gruß

Michael

phasensprung
wir haben beide recht: bei reflexionen vom optisch dünneren in ein optisch dichteres medium tritt ein 180° phasensprung auf. AR(anti-reflexion)-Schichten sind lambda/4 dick und haben 2 Reflexionen „optisch dünner“ zu „dichter“. Dielektrische Spiegel haben jedoch auch lambda/4 schichten, jedoch immer abwechselnd optisch dünne /optisch dichtere, also jede 2. Reflexion mit Phasensprung. folglich sind dann die reflexionen (180°+180°)konstruktiv.
Ich nehme an, du hast einen aufbau, wo sich die diel. Spegel einander anschauen. daher hast du an dem einen spiegel gerade immer an der/den jeweils andere(n) Grenzfläche(n)einen Phasensprung, sodass bei lambda/2 Abstand (2 x 180° Laufzeitdifferenz und 180° Phasensprung) sich die reflexionen aufheben. die feldstärke zwischen den spiegeln ist dann übrigens höher als außerhalb.

1 „Gefällt mir“

Das Licht der Resonatorfrequenz passiert nicht sofort, sondern erst, nachdem sich eine stehende Welle im Resonator aufgebaut hat. Die Intensität im Resonator ist dabei weit höher als außerhalb. Man kann sich das wie einen Behälter mit einem kleinen Loch vorstellen, in den man erst eine gewisse Menge einfüllen muß, damit die ausfließende Menge pro Zeiteinheit gleich der einfließenden ist.
Der anfangs am ersten Spiegel reflektiere Lichtstrahl wird destruktiv vom austretenden Lichtstrahl weginterferiert, aufgrund des bereits von den Vorrednern erklärten Phasensprungs. Am hinteren Ende tritt der Lichtstrahl ebenfalls aus, wird aber nicht weginterferiert.
Damit aus einem System aus hochreflektierenden Spiegeln genau so viel austritt, wie hereinkommt, muß logischerweise die Intensität im Resonator höher sein.

Gruß
Moriarty