Optimaler MIX für langfristiger Vermögensaufbau ?

Hallo,

habe im NTV in einem kurzen Beitrag gesehen, dass dieser MIX (Aktienfonds, Immobilienfonds,britische Versicherung )für einen
langristigen Vermögensaufbau optimal wäre.
Man sollte spätesten mit dem 35. Lebensjahr anfangen und es sich mit 65
Jahren auszahlen lassen.

Wenn man monatlich die unten genannten Beiträge in enstprechenden Bereichen
investiert, dann würden am Ende fast 300.000 -500.000 Euro (Überschüsse und
Wertsteigerungen) rausspringen:

  • Aktienfonds 150 Euro
  • Immobilienfonds 100 Euro
  • britische Versicherung 150 Euro

gesamt: 400 Euro jeden Monat.

Wie denkt Ihr darüber ??
Welcher Immobilienfonds ist hier zu empfehlen ?
Welche britische Versicheriung ist hier zu empfehlen ?

Hoffe informative Antworten auf meine Fragen zu bekommen…

Danke im voraus,
Pet

Hallo Pet,
ja es wäre toll, wenn so ein pauschaler „Mix“ das Nonplusultra für jeden wäre. Einmal angefangen und für immer richtig.
Das gibt es aber nicht.
Viel wichtiger ist doch, daß du eine für dich passende Strategie zum Sparen findest, die auf deine jetzige Ausgangssituation paßt und flexibel genug ist, um sie im Laufe der Jahre immer wieder zu überdenken und ggf. verändern zu können.
Vermögen ist Zeit mal Geld. Richtig also, beizeiten mit Sparen anzufangen und dies mit konstanter Boshaftigkeit weiterzuführen. Richtig ist auch, möglichst verschiedene Anlagefomen zu kombinieren bzw. sein Geld zu streuen. Dabei jedoch die was-ist-wenn-Planung nicht vergessen. Was, wenn du nicht erst mit 65 in Rente gehen willst, sondern u.U. schon mit 55 arbeitslos wirst oder gesundheitsbedingt nicht mehr arbeiten kannst ? Wenn dann z.B. die Versicherung bis 65 läuft und vorher nur mit Verlust gekündigt werden könnte ?
Im Folgenden noch ein paar Gedanken zu den von dir angesprochenen Anlageformen:
Aktienfonds sind bzw. waren im Langfristbereich sehr renditestarke Anlageformen. Bei einem Sparplan über längere Laufzeit ergeben Kursschwankungen zum Ablaufzeitpunkt allerdings eine sehr große Hebelwirkung. Schau dir einfach mal die Kurse verschiedener Aktienfonds der letzten zwei, drei Jahre an. Dann stell dir vor, das würde zu dem von dir geplanten Ablauf ähnlich sein. Im Fonds hat sich über die Jahre viel Geld angesammelt mit guter Durchschnittsrendite. Was nützt das, wenn zum Ablaufzeitpunkt die Kurse um z.B. dreißig, vierzig Prozent nach unten gegangen sind ?
Offene Immobilienfonds waren bisher recht schwankungsarme und wertstabile Anlagen mit Jahresrenditen zwischen durchschnittlich drei bis sechs Prozent. Derzeit erhalten Immofonds überdurchschnittlich hohe Mittelzuflüsse. Problem für die Fondsmanager - sie müssen permanent neue Objekte erwerben. Das kann zu Lasten der Qualität gehen. Wenn dann in späteren Jahren der Leerstand zu hoch ist, haben die Immofonds Schwierigkeiten, gute Renditen zu erzielen.
Britische Lebensversicherungen investieren die Anlegergelder zu einem sehr großen Anteil in Aktien. Haben daher auch gute Vergangenheitswerte erzielt. Diese sind aufgrund der negativen Entwicklung der Aktienmärkte der vergangenen 3 Jahre nun nicht mehr realisierbar. Schon deutsche Versicherer, die deutlich weniger Aktienquote haben durften, sind derzeit in Schwierigkeiten. Für jetzt ablaufende Verträge müssen sie Aktien zu den momentan niedrigen Kursen mit Verlust verkaufen.
Ich will hier aber keine Horrorszenarien entwerfen. Nur mal ein paar Anhaltspunkte zum intensiveren Nachdenken geben.
Einzelne Produktempfehlungen, ohne diese im Zusammenhang zu sehen, nützen dir nichts.
Denk ruhig noch ein paar Tage nach, vielleicht gibt es in deiner Gegend Leute vom Fach, mit denen du dich über diese Dinge einfach mal unterhalten kannst. Ohne Zeit- oder Verkaufsdruck. Fang dann an mit Sparen, vergiß aber nicht, daß du auch im kurz- und mittelfristigen Bereich immer wieder Geld brauchen könntest. Also nicht nur alles auf später fixieren und streuen, sondern durchaus auch kurzfristige Sparziele einbauen. Wenn du das dann aufgebaute Kapital nicht brauchst, kannst du es immer noch in die langfristigen Anlagen integrieren.
Berichte in Fernsehen und Presse werden selten von Anlageexperten verfaßt, sondern meist von Journalisten, die von Einschaltquoten und Pressehonoraren leben. Das nur mal am Rande. „Wer bei Geldanlagen immer nur das gleiche macht, was alle machen, wird auch nie mehr Rendite als der Durchschitt erzielen“.

Viele Grüße
Uwe

Hallo Pet,
Uwe muß ich unbedingt zustimmen. Den OPTIMALEN MIX gibts nicht. Jeder braucht für seine Lage eine individuelle Strategie, die auch flexibel sein muß. Eine Versicherung gehört meist dazu, um die grundlegenden Risiken wie Tod und Berufsunfähigkeit in den finanziellen Auswirkungen auf Dich und die Hinterbliebenden abzumildern. Aber der Rest ? Da hilft nur individuelle Beratung für DEINE Lage. Unh hier sieht jede Lösung anders aus, ohne dabei vergleichbar besser oder schlechter zu sein.
Höre in Deinem vertrauten Umfeld, wo ein Berater mit positiven Referenzen ist. Selbst bei einer Bank solltest Du kein großes Vertrauen voraussetzen, nur weil am Eingang so ein wohlklingender großer Name steht. Lieber auf Erfahrungen setzen. Du glaubst nicht, was für erschreckende Beratungsergebnisse selbst unter großen Namen möglich sind.

Boris

Hallo,

  • Aktienfonds 150 Euro
  • Immobilienfonds 100 Euro
  • britische Versicherung 150 Euro

Wie denkt Ihr darüber ??

Ist sinnvoll

Welcher Immobilienfonds ist hier zu empfehlen ?

KanAm (offen)

Welche britische Versicheriung ist hier zu empfehlen ?

Clerical Medical, Sali / Prudential

Hoffe informative Antworten auf meine Fragen zu bekommen…

Ja :wink:

Gruß Doxor

Hallo Pet,
ja es wäre toll, wenn so ein pauschaler „Mix“ das Nonplusultra
für jeden wäre. Einmal angefangen und für immer richtig.
Das gibt es aber nicht.

Ab einer bestimmten Menge Geld und unter Berücksichtigung das alle Risiken in der richtigen Höhe versichert sind, geht das doch… Mit 400 Euro im Monat darf man da schon mitspielen…

Viel wichtiger ist doch, daß du eine für dich passende
Strategie zum Sparen findest, die auf deine jetzige
Ausgangssituation paßt und flexibel genug ist, um sie im Laufe
der Jahre immer wieder zu überdenken und ggf. verändern zu
können.
Vermögen ist Zeit mal Geld. Richtig also, beizeiten mit Sparen
anzufangen und dies mit konstanter Boshaftigkeit
weiterzuführen. Richtig ist auch, möglichst verschiedene
Anlagefomen zu kombinieren bzw. sein Geld zu streuen. Dabei
jedoch die was-ist-wenn-Planung nicht vergessen. Was, wenn du
nicht erst mit 65 in Rente gehen willst, sondern u.U. schon
mit 55 arbeitslos wirst oder gesundheitsbedingt nicht mehr
arbeiten kannst ? Wenn dann z.B. die Versicherung bis 65 läuft
und vorher nur mit Verlust gekündigt werden könnte ?

Deswegen macht man ja auch keine Versicherung, welche Risiko- und Sparanteil enthalten…

Im Folgenden noch ein paar Gedanken zu den von dir
angesprochenen Anlageformen:
Aktienfonds sind bzw. waren im Langfristbereich sehr
renditestarke Anlageformen. Bei einem Sparplan über längere
Laufzeit ergeben Kursschwankungen zum Ablaufzeitpunkt
allerdings eine sehr große Hebelwirkung. Schau dir einfach mal
die Kurse verschiedener Aktienfonds der letzten zwei, drei
Jahre an. Dann stell dir vor, das würde zu dem von dir
geplanten Ablauf ähnlich sein. Im Fonds hat sich über die
Jahre viel Geld angesammelt mit guter Durchschnittsrendite.
Was nützt das, wenn zum Ablaufzeitpunkt die Kurse um z.B.
dreißig, vierzig Prozent nach unten gegangen sind ?

Hier hilft ein Auszahlplan. Der Verlust entsteht nur, wenn Du das Geld mit einem mal entnehmen willst. Ansonsten provitierst Du durch den Coast Everage Effekt bei Kursschwankungen…

Offene Immobilienfonds waren bisher recht schwankungsarme und
wertstabile Anlagen mit Jahresrenditen zwischen
durchschnittlich drei bis sechs Prozent. Derzeit erhalten
Immofonds überdurchschnittlich hohe Mittelzuflüsse. Problem
für die Fondsmanager - sie müssen permanent neue Objekte
erwerben. Das kann zu Lasten der Qualität gehen. Wenn dann in
späteren Jahren der Leerstand zu hoch ist, haben die Immofonds
Schwierigkeiten, gute Renditen zu erzielen.

Entweder sind Aktienfonds hoch oder die Immobilienfonds. Sinnvoll ist hier beide im Portfolio zu haben…

Britische Lebensversicherungen investieren die Anlegergelder
zu einem sehr großen Anteil in Aktien. Haben daher auch gute
Vergangenheitswerte erzielt. Diese sind aufgrund der negativen
Entwicklung der Aktienmärkte der vergangenen 3 Jahre nun nicht
mehr realisierbar. Schon deutsche Versicherer, die deutlich
weniger Aktienquote haben durften, sind derzeit in
Schwierigkeiten.

Die britischen Lebensversicherungen sind so finanzstark, das der Geldanleger auch heute noch gut damit fährt - im Gegensatz zu deutschen Versicherern…

Für jetzt ablaufende Verträge müssen sie

Aktien zu den momentan niedrigen Kursen mit Verlust verkaufen.
Ich will hier aber keine Horrorszenarien entwerfen. Nur mal
ein paar Anhaltspunkte zum intensiveren Nachdenken geben.
Einzelne Produktempfehlungen, ohne diese im Zusammenhang zu
sehen, nützen dir nichts.
Denk ruhig noch ein paar Tage nach, vielleicht gibt es in
deiner Gegend Leute vom Fach, mit denen du dich über diese
Dinge einfach mal unterhalten kannst. Ohne Zeit- oder
Verkaufsdruck. Fang dann an mit Sparen, vergiß aber nicht, daß
du auch im kurz- und mittelfristigen Bereich immer wieder Geld
brauchen könntest. Also nicht nur alles auf später fixieren
und streuen, sondern durchaus auch kurzfristige Sparziele
einbauen. Wenn du das dann aufgebaute Kapital nicht brauchst,
kannst du es immer noch in die langfristigen Anlagen
integrieren.
Berichte in Fernsehen und Presse werden selten von
Anlageexperten verfaßt, sondern meist von Journalisten, die
von Einschaltquoten und Pressehonoraren leben. Das nur mal am
Rande. „Wer bei Geldanlagen immer nur das gleiche macht, was
alle machen, wird auch nie mehr Rendite als der Durchschitt
erzielen“.

Das stimmt und ist sehr traurig… Bausparverträge und Kapitallebensversicherungen… ;-(

Viele Grüße
Uwe

Viele Grüße Doxor