Hallo,
ich suche die Orchestrierung von Händels „Wassermusik“ und Charpentiers „Te Deum“.
Grundsätzlich gehte es um die Fragen: Wieviele Musiker und welche Instrumente.
Besetzung Wassermusik
Laut meinem Konzertführer:
2 Fl., 2 Ob., Fg., 2 Hr., 2 Trp., 2 Solo-Vl., Streicher, Cembalo
Gem. Überlieferung war das Orchester bei der Uraufführung riesig - die Bläser mehrfach besetzt…
Grüße Osso
Gem. Überlieferung war das Orchester bei der Uraufführung
riesig - die Bläser mehrfach besetzt…
das überrascht mich. händel hatte meines wissens eine vorliebe für oder zumindest kein problem mit kleinen besetzungen (sogar der messias war ursprünglich relativ intim besetzt), außerdem war die wassermusik doch für eine bootsfahrts konzipiert, was gegen eine allzu große besetzung spricht. kannst du vielleicht eine quelle nennen?
Hallo giury,
außerdem
war die wassermusik doch für eine bootsfahrts konzipiert
Das überrascht mich meinerseits.
Wie würdest du die Aufführungssituation beschreiben, die du meinst?
Gruß
Hallo giury,
ähm, hallo *g* i y 
Wie würdest du die
Aufführungssituation beschreiben, die du meinst?
ich war leider nicht dabei…
http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4ndel schreibt:
die Wassermusik, die bei einem Fest auf der Themse
wahrscheinlich erstmals 1717 aufgeführt wurde
und
die Wassermusik für Bootsfahrten auf der Themse
in der englischen wikipedia steht es auch (http://en.wikipedia.org/wiki/Water_Music_%28Handel%29):
King George I requested a concert on the River Thames
aber du hast recht mit der großen besetzung, denn da steht tatsächlich auch:
The concert was performed by 50 musicians that
joined King George I on his barge
hätt ich nicht gedacht. muß ein fettes böötchen gewesen sein 
aber du hast recht mit der großen besetzung
oops, das warst ja gar nicht du 
Hallo gyuri (diesmal richtig, hoffentlich 
für mich war neu, daß die Wassermusik direkt auf dem Schiff gespielt werden soll. Ich dachte, das Orchester wurde auf dem Lande aufgestellt - am Strand sozusagen, und nur das Publikum wäre auf Booten. Dein Link sagt anders, ich korrigiere meine Meinung dementsprechend. In jedem Fall soll es eine große Besetzung sein, da es sonst zu leise wäre.
Also eine akustisch-technische Begründung…
Gruß
In jedem Fall soll es eine große
Besetzung sein, da es sonst zu leise wäre.Also eine
akustisch-technische Begründung…
ja, das leuchtet ein, es sei denn - die musik war wirklich nur für den könig bzw. seine intimsten freunde bestimmt. das ginge wohl auch mit der „einfachen“ besetzung (die besetzung vom CD-booklet umfaßt ja auch gut 20-25 leute).
naja, vielleicht weiß jemand genaueres.
Der preußische Botschafter am Londoner Hof, Friedrich Bonet berichtete von der Aufführung und schreibt „…vom Gesang des Oboenchors erfüllten Adagio…“
man kann demnach annehmen, dass die Bläserstimmen mindestens verdoppelt waren, denn sonst könnte man kaum von einem Chor sprechen.
Bei der Feuerwerksmusik waren die Bläser übrigens dreifach besetzt (z.B. insgesamt 9 Trompeten) - aber das ist ja ein anderes Thema…
man kann demnach annehmen, dass die Bläserstimmen mindestens
verdoppelt waren, denn sonst könnte man kaum von einem Chor
sprechen.
also das halte ich nicht unbedingt für sehr aussagekräftig. ob 2 oder 4 oboen, wenn sie einstimmig spielen, würde ich nicht von einem chor sprechen, aber wer weiß, was ein nichtprofessioneller so schreibt, wenn er einen haufen blasinstrumente sieht und davon nur die oboen erkennt…
Na ja, jetzt versteht Ihr meine Frage zur „Wassermusik“…die Uraufführung fand tatsächlich auf der Themse statt in einem Boot…und die Frage, die sich mir da stellt: wie bekommt er da 50 Musiker rein…deswegen war / bin ich der Meinung, dass es eher eine kleinere Besetzung war…
Danke für die Info erst mal…
Weiß noch ein Experte etwas zum Thema „Te Deum“ von Charpentier zu sagen?
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