Orden, Abzeichen ect. aus dem 2. WK

Kennt sich jemand damit aus? Ich habe vor einigen Wochen ein Buch über die SS gelesen und wie sie noch 1944 in Frankreich gewütet haben. Mir ist heute noch ganz elend, wenn ich mich daran erinnere.
Mein Grossvater (verstorben 1958) war auch als Soldat im Krieg, es existiert sogar noch ein Hochzeitsfoto vom Dez. 1944, auf dem er stolz seine Unifom trägt. Kennt sich jemand mit den Dienstgraden im 2. Weltkrieg aus und hat ein bisschen Ahnung von den Abzeichen, die damals verliehen wurden? Er trägt zwei davon an der Uniform und Streifen am Kragen der Jacke. Es ist niemand mehr da, den ich fragen könnte, trotzdem würde ich gern wenigstens ansatzweise wissen, welchen Dienstgrad mein Grossvater hatte und ob daraus evtl. Rückschlüsse auf seine Tätigkeit gezogen werden können. Auf Wunsch maile ich die Fotografie gerne zu - kurze Mitteilung genügt.

Vielen Dank schon mal im Voraus

Akrimo (Evi)

Hier solltest du fündig werden:
http://wdienstgrade.tripod.com/
und
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/inhaltsverzeichn…

Gruss
Armin

Hi,

Kennt sich jemand damit aus? Ich habe vor einigen Wochen ein
Buch über die SS gelesen und wie sie noch 1944 in Frankreich
gewütet haben. Mir ist heute noch ganz elend, wenn ich mich
daran erinnere.

Meinst Du SS oder Waffen-SS?
vgl. 2.SS-D „Das Reich“, Massaker von „Tulle“
z.B. http://www.geschichtsthemen.de/massaker_von_tulle_19…

Übrigens. „Massaker“ wurden insbesondere bei der Waffen-SS streng
bestraft, wenn sie sich nicht „militärisch begründen“ liessen. Also
der Unterschied zwischen „Kollateralschäden“ und „disziplinloser
Grausamkeit“ wurde nicht anders gehandhabt als heute. Allerdings
war es nicht der Stil der Waffen-SS, im Gefecht auf irgend
etwas Ziviles Rücksicht zu nehmen. Eine der mir bekannten nicht
geahndeten Massaker: Kompanie der 3.-SS „Totenkopf“ erschiesst
auf Befehl von HstF Knöchlein britische Gefangene (1940)
vgl. http://www.stephen-stratford.co.uk/pooleys_revenge.htm

Aber auch hier ist die Lage letztlich unklar, da behauptet wurde,
(einige) Soldaten hätten nach ihrer Gefangennahme das Feuer eröffnet.
Die Folge: keine Bestrafung des Verantwortlichen, aber keine
einzige Auszeichnung für die Division
nach diesem Vorfall
für den Frankreichfeldzug.

Mein Grossvater (verstorben 1958) war auch als Soldat im
Krieg, es existiert sogar noch ein Hochzeitsfoto vom Dez.
1944, auf dem er stolz seine Unifom trägt. Kennt sich jemand
mit den Dienstgraden im 2. Weltkrieg aus und hat ein bisschen
Ahnung von den Abzeichen, die damals verliehen wurden?

Armin hat ja schon ein paar Links geliefert,
aber Du kannst ja hier noch mal durchschauen:
http://www.angelfire.com/sk2/germanuniforms/wehrmach…

Euer CMБ

Hi!

Übrigens. „Massaker“ wurden insbesondere bei der Waffen-SS
streng
bestraft, wenn sie sich nicht „militärisch begründen“ liessen.
Also
der Unterschied zwischen „Kollateralschäden“ und
„disziplinloser
Grausamkeit“ wurde nicht anders gehandhabt als heute.

So selten waren Massaker bei der Waffen-SS nun auch nicht.

Le Paradis hast du ja bereits erwähnt (SS-Totenkopf-Division)

Bei Wormhoudt/Frankreich geschah ähnliches (SS-Leibstandarte Adolf Hitler)

Am 7.Juni 1944 erschoss die SS-Panzerdivision „Hitlerjugend“ etwa 100 kanadische Kriegsgefangene und fuhr die Leichen mit Panzern platt

Das Massaker von Tulle/Frankreich ist bereits geschildert

Am 10.Juni 1944 ermordete die Waffen-SS-Division „Das Reich“ die 642 Einwohner von Oradour-sur-glane

Am gleichen Tag schlug die Waffen-SS in Griechenland in einem Ort namens Distomo zu (218 Tote, vom Säugling bis zum Greis)

Ende Dezember erschoss die Waffen-SS Gruppe Peiper 21 amerikanische Kriegsgefangene bei Malmedy

Noch Mitte April 1945 sorgte die Waffen-SS in Wien für die Erschießung aufgegriffener Juden.

Ist eben alles nur eine Frage der „militärischen Begründung“.

Grüße
Heinrich

Hallo Heinrich,

Übrigens. „Massaker“ wurden insbesondere bei der Waffen-SS
streng bestraft, wenn sie sich nicht „militärisch
begründen“ liessen. Also der Unterschied zwischen „Kollateralschäden“
und „disziplinloser Grausamkeit“ wurde nicht anders gehandhabt als heute.

Das mag alles so sein, wie Du sagst. Nur werden uns
heute nicht die Schandttaten der Russen, Briten oder
Amerikaner unter die Nase gebunden - sondern eben
die der Deutschen. Und die gab es selbst bei einer
Organisation wie der Waffen-SS imho eher selten, was
man gar nicht so erwarten würde, wenn man dem Zeitgeist
folgt.

So selten waren Massaker bei der Waffen-SS nun auch nicht.
Le Paradis hast du ja bereits erwähnt (SS-Totenkopf-Division)

OK, ein durchgeknallter HstF. Knöchlein, der kurz zuvor
ein EK1(?) erhalten hatte. Dafür wurde dann faktisch die
ganze 2.SS-D „bestraft“. Sehr gut beschrieben in Brunegger,
„Saat in den Sturm“
ISBN: 370200887X Buch anschauen

Bei Wormhoudt/Frankreich geschah ähnliches (SS-Leibstandarte
Adolf Hitler)

Mit heute noch unklarem Verlauf. Diese Ausschreitungen
einer führerlosen Truppe „im Blutrausch“ wurden übrigens
von einem SS-Offizier gestoppt. Über Bestrafungen weiss
ich nichts, da ich mich mit LSSAH nicht so gut auskenne.
Vielleicht hast Du Infos?

Am 7.Juni 1944 erschoss die SS-Panzerdivision „Hitlerjugend“
etwa 100 kanadische Kriegsgefangene und fuhr die Leichen mit
Panzern platt

Was genau meinst Du? Das hier:
http://www.normandie44lamemoire.com/version%20anglai…
http://www.lermuseum.org/ler/mh/wwii/caen.html
Da steht nix von 100.

Ich darf Dich daran erinnern, dass deutsche Soldaten
mit „designierter Division“ (Elite Wehrmacht + Waffen-SS)
von den Alliierten grundsätzlich sofort erschossen wurden.

Insofern ist die extrem geringe Zahl von „solchen“ Opfern
auf alliierter Seite und die gute Behandlung der restlichen
Gefangenen ein Zeichen für die Disziplin der deutschen
Truppen.

Das Massaker von Tulle/Frankreich ist bereits geschildert
Am 10.Juni 1944 ermordete die Waffen-SS-Division „Das Reich“
die 642 Einwohner von Oradour-sur-glane

Das ist etwas, das ich selbst auch nicht verstehe.
Aber man war halt nicht dabei. Vielleicht war dieser
Ort als „Fanal“, als „Botschaft“ an die Franzosen
intendiert, keinen „Marquis“ zu dulden und weitere
Opfer auf ziviler Seite zu vermeiden. So wie die
Israelis gerne „Terroristenführer“ im Kreise ihrer
Familie ausschalten. Auch das ist eine Botschaft.

Am gleichen Tag schlug die Waffen-SS in Griechenland in einem
Ort namens Distomo zu (218 Tote, vom Säugling bis zum Greis)

Auch so eine Sache, bei der wir sagen, dass wir
es anders gemacht hätten. Vielleicht wurde auch hier
gerade auf die „Message“ Wert gelegt, *obwohl* das Vorgehen
als sinnlos erachtet wurde.

Ende Dezember erschoss die Waffen-SS Gruppe Peiper 21
amerikanische Kriegsgefangene bei Malmedy

OK, eine Gruppe erschoss eine Gruppe Kriegsgefangene.
Auch hier kennen wir den Kontext nicht wirklich. Fakt ist,
in einer solchen Situation wie Dez. 44 würdest Du, wenn
Deine „Gefangenen“ versuchen, sich davonzumachen, keine
Sekunde zögern. Ich wahrscheinlich auch nicht. Unter
welcher Fahne wir auch kämpfen. Dazu kommt noch das
Wissen über die „Behandlung“ der Waffen-SS durch die Alliierten.

Noch Mitte April 1945 sorgte die Waffen-SS in Wien für die
Erschießung aufgegriffener Juden.

Das wusste ich nicht. Steht das im „Höhne“?

Ist eben alles nur eine Frage der „militärischen Begründung“.

Manchmal ist es das tatsächlich. Oder siehst Du keine
„militärische Begründung“ in der Bombardierung einer
Stadt wie Falluja, welche in etwas mehr als einer
Woche allein 600(!) Tote forderte?
Die militärische Begründung ist klar. „Den Willen zum
Widerstand brechen“. Aber es wird halt nicht funktionieren.

Vielen Dank für Deinen Beitrag

Euer CMБ

ist alles kein problem… müsste man aber das Foto mal sehen um genau zu sagen was er war…

Grüsse Robert

Danke für dein Angebot, aber das Internet ist unerschöpflich. Die Links von weiter unten habe mir schon weitergeholfen. Er scheint kein allzu grosses Tier gewesen zu sein, er trägt kein Abzeichen auf den Schulter, lediglich auf der linken Brust ein Verwundetenabzeichen (evtl. in Silber, aus der Zeit vor 1944) und ein Infantrie-Sturmabzeichen. Ob am Oberarm noch Abzeichen angebracht sind, kann ich auf diesem Foto nicht erkennen, das wurde vom Fotograf seinerzeit weggeschnnitten. Auf dem Kopf trägt er eine ganz normale Feldmütze mit Schirm, ohne Abzeichen und dergleichen. Danke für deine Mithilfe und Grüsse aus dem Schwabenland von

Akrimo

Danke…
… die Tipps waren goldwert. Ich konnte alles anhand der Links entziffern. Er trägt ausser einem Verwundeten-Abzeichen und einem Infantrie-Sturmabzeichen keine anderen Hinweise, die Rückschlüsse zuliesen.

Gruss

Akrimo