Hallo,
Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Ich möchte
behaupten, dass man einen bestimmten Wert über die Tastatur
schneller eingestellt hat, als dies über ein Poti möglich ist
(du drückst den Wert, bspw. 4,35V ein und bestätigst mit
Enter. Fertig). Dies gilt sicherlich gerade dann, wenn man so
eine hohe Auflösung zur Verfügung hat.
Ja, im Prinzip richtig. Ist sicher auch von Gewöhnung abhängig.
Ich denke trotzdem, daß analoge Stellknöpfe für den Menschen
angenehmer sind (Natürlich vorrausgesetzt, die Anordnung und
Beschriftung ist vernüftig).
Die Position der Stellelemente bringt im Prinzip auch recht
wenig. Wir haben hier mehrere Labornetzteile, die ein
Präzisionspoti haben, bei dem der Spannungs- bzw. der
Strombereich auf mehr als einer Umdrehung abgebildet wird.
Bei Spannung ist auch eher unkritisch, weil die vor dem Anlegen
jeglicher Last natürlich schon angezeigt wird.
Beim Strom sieht das anders aus. Der steht die Anzeige auf Null
und man sollte trotzdem schon auf den ersten Blick erkennen können,
ob nun 20mA oder 6A als Begrenzung eingestellt sind.
Bei meinen alten Eigenbaunetzgeräten habe ich da einen Schalter,
mit dem der Strombereich z.B. auf 2A/200mA/20mA/2mA geschaltet
werden kann. Entsprechend wird natürlich auch in der Stromanzeige
mit Dezimalpunkt und phys. Wert (A / mA) mit umgeschaltet.
So sieht man auf einen Blick, wo der Schalter steht.
Dann braucht man auch nur ein einfaches 300°-Poti , an dem man
wiederum auf einen Blick erkennt ob 20%, 50% oder 100% des
Strombereiches eingestellt sind.
Daß die 3,5 Digit Anzeige dann immer im optimalen Bereich
arbeitet und damit auch völlig ausreichend ist muß ich wohl
nicht weiter ausführen.
Alles eigentlich keine komplizierten, aber sehr praktische Dinge.
Im Bereich der käuflichen Laborstromversorgungen doch eher
sehr selten bzw. gar nicht zu finden.
Da ist dann nix mehr mit Erkennen der Stellelemente. Dazu hat man
dann ja auch die Anzeigen.
Auch bei 10-Gangpotis eigentlich kein Problem.
Dazu gibts ja diese Feintrieb-Anzeigen, wie z.B. an diesem Gerät:
http://www.heinzinger.de/pdf/LNG.pdf. Die kosten natürlich
auch etxra Geld und werden deshalb oft weggelassen.
Und wie gesagt, Wenn die Stromanzeige auf 0 steht sieht man nix.
Dann müßte schon noch eine zusätzliche kleine Anzeige dar sein,
die den Grenzwert permanent anzeigt.
Sicherlich sind einige Funktionen nicht unbedingt notwendig,
aber mit der Zeit habe ich auch die Programmierfunktion schätzen
gelernt, auf die ich immer zugreife, wenn ich häufig benötigte
Spannungs- und Stromwerte verwende. Zwei Tasten, und alle
Einstellungen stimmen. Jedesmal alles von Hand mit Potis einstellen
kostet da schon mehr Zeit. Naja, jeder wie er es mag 
Ja, ist eben auch alles Gewöhnungssache.
Gruß Uwi