Hallo,
bei soviel Kontrollen kann es bei der Organspende alleine schon, wollte man jemand begünstigen am Kostenaufwand scheitern. Man darf es wohl auch nicht an Abrechnungsbetrug einiger Ärzte orientieren.
sowohl in der Schweiz wie auch in DE und anderen Ländern gibt
es die Transplantationszentralen. Überall in diesen Ländern
gilt gleichzeitg das Verbot des Organhandels.
Es ist auch verboten, dass Ärzte die Krankenkassen betrügen,
sich von der Pharmaindustrie bestechen lassen etc. etc.
Trotzdem machen es Einige.
Verbote haben noch nie jemand gehindert, kriminell zu sein.
Wir erleben seit Jahren, dass immer weniger Menschen als
Organspender bereit sind. Seit drei Jahren stehen jedes Jahr
weniger Organspender bereit. Die Zahl derjenigen, die ein
Organ benötigen wächst dagegen.
Die Gründe für die rückläufige Bereitschaft, Organe zu spenden
sehe ich eher in einem zunehmenden Egoismus und nachlassendem
Interesse am Mitmenschen.
Dies spielt sicher eine Rolle. Aber wohl wichtiger ist noch, dass viele keine Vorstellungen haben und auch falsch informiert sind.
Natürlich gibt es auch diffuse Ängste, die den
Organspenderstatus betreffen. Ich habe mir auch schon
überlegt, ob ich Organspender werden soll, muss aber ganz
ehrlich sagen, dass ich, nach meinen Erfahrungen im
Krankenhaus (Krankenpflege),
den Damen und Herren im weissen Kittel nicht mehr allzuviel
Vetrauen entgegenbringen kann.(Habe ihnen zu lange auf die
Finger sehen können).
Ich war beruflich im Krankenhausbereich knapp 17 Jahre tätig. Da sieht man mehr. Dass es hier bei dem einen oder anderen Mitarbeiter gewisse Probleme gibt, will ich nicht bestreiten.
Mein Glück betand u.a. darin, dass ich mit Chefärzten von neun Fachabteilungen, mit unzähligen Oberärzten, mit der PDL, mit Stationsleitungen, mit anderen Leitern diverser Bereich - teilweise weisungsbindend - zu tun hatte. Hier gibt es wie in jedem Beruf unterschiedliche Qualifikationen. Dies sollte nun niemand veranlassen, Zweifel aufzuwerfen.
Gruss Günter