hi !
was sind eigentlich vor-und nachteile von Organspenden ???
Danke Gruss SNEJ
hi !
was sind eigentlich vor-und nachteile von Organspenden ???
Danke Gruss SNEJ
Ja…
Hi Snej
was sind eigentlich vor-und nachteile von Organspenden ???
Danke Gruss SNEJ
Hi
Vorteil: Du bist garantiert Tot, wenn sie dir an die Leber gehen.
Die schauen da schon mal ganz genau nach, dass sich da nichts mehr rührt. Nicht dass du ihnen bei der Explantation vom OP-Tisch hüpfst…
und, du wirst sicher nicht lebendig begraben… (geht auch schlecht, so ganz herzlos 
Der Vorteil für andere:
Sie leben! und es ist z.B. für einen dialysepatienten um einiges angenehmer. Ausserdem spart eine Nierentransplantation effektiv Geld. Dialyse ist teurer, die OP „amortisiert“ sich in ein paar Jahren locker, meist noch schneller.
Nachteil: Fällt mir eigentlich so auf die schnelle keiner ein.
es gibt eine andauernde Diskussion über die feststellung des toideszeitpunktes (Stichwort: Hirntod), aber das soll bitteschön jeder für sich entscheiden, ob er dieses Kriterium akzeptiert oder nicht. denn diese Frage, ab welchem exakten Zeitpunkt ein mensch nun genau tot ist, kann wissenschaftlich nicht mit letztlicher Sicherheit beantwortet werden…
man muß allerdings dazusagen dass bis dato ein Hirntoter Mensch nicht mehr aufgestanden ist, von Lazarus mal abgesehen. (Wobei, ob man bei dem mal die Hirnströme abgeleitet hat)
Gruß
Mike
hi !
was sind eigentlich vor-und nachteile von Organspenden ???
Danke Gruss SNEJ
Hi,
Als Nachteil wüßte ich nur, daß die Würmer dann auf Diät sind.
Mal im Ernst: Was soll der Nachteil sein ?
Als Leiche bist Du mit oder ohne diverse Teile gleich tot.
Und wenn Du Dir vor Augen hälst daß:
Persönlich könnte ich mit „Ausschlachten und den Rest in die Tonne zur MVA“ gut klarkommen, mich kümmerts doch dann eh´ nicht mehr.
Gruß
Bernd
Hallo!
Vorteile: Man kann anderer Leute Leben retten oder verbessern.
Nachteile keine, da man selbst in der Regel dann tot ist.
PiRo
hi !
was sind eigentlich vor-und nachteile von Organspenden ???
Danke Gruss SNEJ
Organspende-Nachteil: eignes Sterberisiko steigt
Hallo!
Die Vorteile, die die andern genannt haben, teile ich.
Nachteil ist, daß das eigene Risiko, zu sterben wächst.
Das meine ich als eine mathematische Wahrscheinlichkeitsaussage, allen Bestrebungen zum Trotz, vor der Entnahme auf Nummer Sicher zu gehen, daß jemand nicht nur tot, sondern auch nicht zu retten ist.
Das Problem besteht darin, daß erhebliche Vorteile aus den Organen gezogen werden, in erster Linie wohl finanzielle (die Kranken haben ja kaum direkten Zugriff). Da ist nicht auszuschließen, daß nachgeholfen wird oder ein bißchen weniger versucht, jemanden am Leben zu erhalten. Statistisch also wächst so das eigene Risiko.
Tschuess, Sven.
Hallo,
Du hast da ein interessantes Thema. Interessiert mich. Da Du Dich auskennst, habe ich einige Frage dazu, denn es ist schon beunruhigend, wenn das geschieht, was Du postest.
Die Vorteile, die die andern genannt haben, teile ich.
Nachteil ist, daß das eigene Risiko, zu sterben wächst.
Das meine ich als eine mathematische
Wahrscheinlichkeitsaussage, allen Bestrebungen zum Trotz, vor
der Entnahme auf Nummer Sicher zu gehen, daß jemand nicht nur
tot, sondern auch nicht zu retten ist.
Entscheidet hier ein einzelner Dog, ob ich weiterleben darf ? Ist da kein Personal dabei (Ärzte, Schwester) oder entscheiden die mit, dass man mich sterben lässt ?
Das Problem besteht darin, daß erhebliche Vorteile aus den
Organen gezogen werden, in erster Linie wohl finanzielle (die
Kranken haben ja kaum direkten Zugriff).
Wer verdient da ? Sind es die Angehörigen oder die Ärzte oder das Krankenhaus ? Was bekommt man für eine Leber, Lunge, Herz oder was es sonst noch alles geben soll ? Gibt es da eine Preisliste und wo finde ich die im Internet ? An wen muss ich mich wenden, wenn ich ein Organ benötige und es kaufen will ?
Da ist nicht
auszuschließen, daß nachgeholfen wird oder ein bißchen weniger
versucht, jemanden am Leben zu erhalten. Statistisch also
wächst so das eigene Risiko.
Das heisst, wenn ich Dich richtig verstehe, kann ein einzelner Arzt oder Arzt und Personal gemeinsam entscheiden über Leben und Tod ? Ist das so einfach ? Und wenn man mich sterben lässt, wie geht das mit dem Organ, woher weiss ein Arzt, wer eines benötigt oder hat er eine Liste mit Kunden ?
Weisst Du, ob er mich nach dem Tod gleich operiert, das Organ entnimmt und dann dem anderen - wie heisst es - so ähnlich wie transportiert - gibt. Mich zumacht und dann liege ich im Sarg und keiner weiss was davon ? Darf man das bei uns überhaupt ?
Ich kenne mich bei dem, was Du postest nicht aus, gibst Du mir bitte eine Antwort.
Gruss Günter
Tschuess, Sven.
Hi,
zu meinem Erstauen lese ich hier viel positive Resonanz auf Organspende. In Relation zu den tatsächlichen Organspenden viel zuviel. Wer von Euch, die Ihr hier so positiv postet, hat einen Organspendeausweis? Falls nicht, wieso nicht, wenn alles so positiv ist?
Ciao,
Romana
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Organspende…
Hi Günther
Thema Todesfeststellung:
„Der Tod des Organspenders muss nach Regeln, die dem Stand der Erkenntnisse der Medizin entsprechen, festgestellt werden. Als Voraussetzung gilt der endgültige, nicht behebbare Ausfall der Hirnfunktionen. Damit wurde das sogenannte Hirntod-Kriterium festgeschrieben.“
„Vor der Organentnahme müssen der Ausfall der Hirnfunktionen oder der endgültige, nicht behebbare Stillstand von Herz und und Kreislauf des Spenders durch zwei Ärzte unabhängig voneinander festgestellt werden. Sie dürfen an der späteren Organtransplantation weder beteiligt sein noch einem daran beteiligten Arzt unterstehen.“
Aus:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/zme/Lexikon/organspend…
Steht noch mehr intressantes drinnen.
Kein mir bekannter Arzt würde einen Menschen sterben lassen oder nicht alles tun, um ihn durchzubringen.
Normalerweise weiss Arzt nicht, ob jemand Organspender ist oder nicht, wenn einer (üblicherweise Unfallopfer) eingeliefert wird, dann ist eh Achterbahn…
das wäre nicht nur ein übler Verstoss gegen die Standesregeln (das kann dir die Promotion und die Zulassung als Arzt kosten) sondern ausserdem schlicht strafbar! da könnte man sogar einen Mordfall draus konstruieren (Tötung zum Zwecke der Organentnahme). Bei so einem Fall sind meist viele Leute beteiligt, und einer würde da Quatschen… und dann wäre Achterbahn. Das Risiko der Entdeckung wäre enorm.
Die Grauzone beginnt wenn man in einem hoffnungslosen Zustand des pot Spenders sagt, „OK, es langt… es bringt nichts mehr“
Nun ist der behandelnde Arzt üblicherweise nicht mit den Transplantierern verbandeld… das bedeutet, Er verliert einen Patienten, das will kein Arzt… und da isses egal, ob der nun Spender oder Nichtspender ist.
die meisten Spender sind übrigens eher junge Leute… da wird wirklich gefightet bis zum letzten Plasmatropfen…
Zum Finanziellen:
natürlich stellt eine Organtransplantation für ein Krankenhaus einen „Gewinn“ dar… die müssen ja auch Leben und irgendwie wirtschaften. Allerdings: Die meisten leute sterben nicht da, wo transplantiert wird! Sprich, diejenigen, welche den Tod feststellen und die Transplantation veranlassen, haben relativ wenig davon… (Explantation, sofern da nicht auch ein Team eingeflogen wird)
Organhandel ist innerhalb der EU verboten und wird mit bis 5 Jahren Haft bestraft.
Lebendspenden sind nur durch nahe Angehörige oder sonstigen nahestehenden Personen erlaubt. (Betrifft Leber und Niere)
Ausnahme: Knochenmarkspende…
Gruß
Mike
(Organspendeausweismitsichrumschlepper)
Hallo Sven,
hast Du da einen (seriösen!) Beleg dafür, oder beruht der Gedanke auf Deinen eigenen Vorstellungen?
viele Grüße,
Oliver
Ich O.W.T.
…
hallo Michael,
bist Du mir nun absichtlich in die Quere gekommen, weil Du Sven schützen wolltest ? Ich habe mich absichtlich blöd gestellt. Aber wenn ich lese, was Sven - in der Vika - Dipl. Psychologe - über die Möglichkeit, dass jemand stirbt, weil finanzielle Gründe dahinter stehen im Brett loslässt, steigt mir der Puls an.
Thema Todesfeststellung:
„Der Tod des Organspenders muss nach Regeln, die dem Stand der
Erkenntnisse der Medizin entsprechen, festgestellt werden. Als
Voraussetzung gilt der endgültige, nicht behebbare Ausfall der
Hirnfunktionen. Damit wurde das sogenannte Hirntod-Kriterium
festgeschrieben.“„Vor der Organentnahme müssen der Ausfall der Hirnfunktionen
oder der endgültige, nicht behebbare Stillstand von Herz und
und Kreislauf des Spenders durch zwei Ärzte unabhängig
voneinander festgestellt werden. Sie dürfen an der späteren
Organtransplantation weder beteiligt sein noch einem daran
beteiligten Arzt unterstehen.“
Aus:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/zme/Lexikon/organspend…
Steht noch mehr intressantes drinnen.
Weitere Hinweise Bücher: „Leitfaden Herztransplantation“ ISBN
3-7985-1224-8 Buch anschauen Steinkopff-Verlag Darmstadt (Autoren sind Spezialisten der UNI Münster, Herzchirurgie. Ausserdem gibt es von der UNI Freiburg einen speziellen Leitfaden, zu beziehen über die HTX-Ambulanz, Uni Freiburg.
Kein mir bekannter Arzt würde einen Menschen sterben lassen
oder nicht alles tun, um ihn durchzubringen.
Normalerweise weiss Arzt nicht, ob jemand Organspender ist
oder nicht, wenn einer (üblicherweise Unfallopfer)
eingeliefert wird, dann ist eh Achterbahn…das wäre nicht nur ein übler Verstoss gegen die
Standesregeln (das kann dir die Promotion und die Zulassung
als Arzt kosten) sondern ausserdem schlicht strafbar! da
könnte man sogar einen Mordfall draus konstruieren (Tötung zum
Zwecke der Organentnahme). Bei so einem Fall sind meist viele
Leute beteiligt, und einer würde da Quatschen… und dann wäre
Achterbahn. Das Risiko der Entdeckung wäre enorm.Die Grauzone beginnt wenn man in einem hoffnungslosen Zustand
des pot Spenders sagt, „OK, es langt… es bringt nichts mehr“
Nun ist der behandelnde Arzt üblicherweise nicht mit den
Transplantierern verbandeld… das bedeutet, Er
verliert einen Patienten, das will kein Arzt… und da
isses egal, ob der nun Spender oder Nichtspender ist.
die meisten Spender sind übrigens eher junge Leute… da wird
wirklich gefightet bis zum letzten Plasmatropfen…Zum Finanziellen:
natürlich stellt eine Organtransplantation für ein Krankenhaus
einen „Gewinn“ dar… die müssen ja auch Leben und irgendwie
wirtschaften. Allerdings: Die meisten leute sterben nicht da,
wo transplantiert wird! Sprich, diejenigen, welche den Tod
feststellen und die Transplantation veranlassen, haben relativ
wenig davon… (Explantation, sofern da nicht auch ein Team
eingeflogen wird)
Vergesen wir nicht, dass über den Ort, an den ein Organ kommt, nicht das Krankenhaus entscheidet, das das Organ entnimmt, sondern EUROTRANSPLANT, Sitz Leiden erhält die Daten und ermittelt daraus den nächst möglichen Patienten. Von Leiden aus wird auch entscheiden, wohin ein Organ kommt. Eine HTX kostet etwa ab 50 Tausend EURO, ohne Organentnahme und ohne Transport.
Organhandel ist innerhalb der EU verboten und wird mit bis 5
Jahren Haft bestraft.
Lebendspenden sind nur durch nahe Angehörige oder sonstigen
nahestehenden Personen erlaubt. (Betrifft Leber und Niere)Ausnahme: Knochenmarkspende…
Eine sehr gute Antwort. Könnte man als Transplantationspatient kaum besser beschreiben.
Schade nur, dass Sven keine Chance hatte, seine Thesen zu begründen. Als Organempfänger - mit Organspendeausweis - sofern z.B. jemand sonstige Organe benötigen würde, sind solche Berichte, dass man Angst haben muss, dass die Ärzte jemand sterben lassen und dass das ein Geschäft sein soll, in einer Zeit in welcher immer weniger Organspender vorhanden sind, grob fahrlässig.
(Organspendeausweismitsichrumschlepper)
Ich auch! (oT)
Wer von Euch, die Ihr hier so positiv postet, hat
einen Organspendeausweis?
Hallo!
hast Du da einen (seriösen!) Beleg dafür, oder beruht der
Gedanke auf Deinen eigenen Vorstellungen?
Nein, Quellen habe ich nicht. Deswegen sprach ich sehr schwammig von „erhöhter Wahrscheinlichkeit“, womit nicht das alltagssprachliche „es ist wahrscheinlich“ = „kommt häufig vor“ gemeint ist.
Zwei Wege zu meiner Auffassung
a) Organspendebereitschaft erhöht die eigenen Überlebenschancen.
Klingt das plausibel?
b) Man kann sich das auch zusammenreimen:
Einen Zeitungsartikel zitiere ich, der vielleicht seriöser Quelle entstammt, aber keine Quellen enthält.
Neue Zürcher Zeitung, 2. März 2002
„…
Es gibt sie aber, die Menschen, die wegen der Gewinnung eines Organs zu Tode gebracht werden oder bereit sind, freiwillig zu sterben. Im dunklen Bereich des Organhandels werden Personen entweder entführt undbrutal ausgeschlachtet, oder aber sie verkaufen ihren Körper als letzte Ressource, um Angehörige materiell zu unterstützen. Um den Organhandel gibt es zahlreiche Gerüchte - und wohl mehr Dunkelziffern als gesicherte Zahlen. Doch auch wenn es lediglich Einzelfälle sind, in denen sozial Schwachen und gesetzlich Ungeschützten Organe abgepresst werden - der Skandal bleibt. Dass dies im Zusammenspiel mit einem elaborierten Medizinsystem zu geschehen hat, das die sinnvolle Verwertung der illegal entnommenen Organe überhaupt erst ermöglicht, schockiert.
…“
[http://www.nzz.ch/2002/03/02/zf/page-article7UK5S.html]
Tschuess, Sven.
Ich! Wenn auch mit einigen Einschränkungen (owT)
.
Hi SNEJ,
ich trage seit 25 Jahren einen Spenderausweis mit mir herum, weil ich mir vorstelle, dass irgend ein Teil von mir irgend einem armen Teufel das Leben erleichtern könnte (obwohl das inzwischen auf Grund meines Alters ziemlich unwahrscheinlich ist). Ohne Spender gibt es halt keine Organspenden, und irgendwer muss den Anfang machen.
Nachteile sehe ich keine. Die paar Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, die ich kenne, sind ganz normale Menschen, von denen ich keinem zutraue, Unfallopfern beim Sterben nachzuhelfen, um an ein Spenderorgan heranzukommen. Ich kenne bis heute auch keine seriöse Quelle, die den Organhandel belegt.
Mit graust viel mehr vor dem Gedanken, als Unfallopfer einem Arzt in die Hände zu fallen, der nicht verlieren kann, der das Sterben eines Patienten als persönliche Niederlage empfindet.
Vorteile für mich sehe ich nicht - kann mir aber auch egal sein, wenn ich tot bin.
Ansonsten ist mein Motto: Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es!
Gruß Ralf
Ich auch- mit Einschränkungen
Christel
Hallo,
sowohl in der Schweiz wie auch in DE und anderen Ländern gibt es die Transplantationszentralen. Überall in diesen Ländern gilt gleichzeitg das Verbot des Organhandels. Der Verweis auf einen Artikel in der NZZ - den ich nicht aufrufen konnte - und eine Verbreitung eines solchen Artikels - der möglicherweise mit Ländern mit Transplantationszentralen nichts zu tun hat, ist grob fahrlässig.
Wir erleben seit Jahren, dass immer weniger Menschen als Organspender bereit sind. Seit drei Jahren stehen jedes Jahr weniger Organspender bereit. Die Zahl derjenigen, die ein Organ benötigen wächst dagegen.
Viele haben genau die hier geschürten Ängste, dass man sie sterben lässt, weil jemand auf eine Leber, eine Niere, eine Pankreas, ein Herz, ein Bindegewebe usw. wartet. Sie haben auf Grund solcher Berichte ihre Transplantationsausweise vernichtet und führen Zettel mit, dass bei einem Unfall keiner Transplantation zugestimmt wird.
Michael hat im Thread bereits dargestellt, wie es abläuft, wenn ein Mensch eingeliefert wird und stirbt. Ein Arzt in Berlin, dem ein Sterbender in seinen Händen ist, dessen Leben er nicht mehr retten kann, der stirbt und wenn einer Organentnahme zugestimmt wird, weiss nicht, wohin das Organ kommt. Der Arzt, der den Tod mituntersucht und der das Organ entnimmt, teilt dies nämlich direkt dem für DE zuständigen Transplantationszentrum Leiden mit. Dort wird durch eine Datenbank ermittelt, welcher Patient für das Organ geeignet ist.
Dann wird ermittelt - es gibt die abgestufte Dringlichkeit - ob z.B. eine Stufe mit Lebensbedrohung, eine mit alsbaldiger Lebensbedrohung oder z.B. eine wo noch gewartet werden kann vorliegt. Und wenn - mir ging es so - Stufe 1 vorliegt, wird man mit allen ähnlichen Patienten in ganz DE überprüft. Und noch während das Herz in der Luft transportiert wird, werden die infrage kommenden Patienten informiert und aufgefordert, sofort zu erklären, ob sie die Spenden annehmen. Da alles im Verfahren zur Listung einer notwendigen Organtransplantation geklärt und vorab auch alles unterschrieben ist, kann die Antwort nur Ja oder Nein heissen. Alleine bis es zur Listung kommt befindet man sich 15 - 20 Tage in eienr UNI-Klinik und wird komplett incl. psychologischen und psychiatrischen, sportmedizinischen usw.
Abteilingen untersucht. Da bleibt kein Körperteil ohne Kontrolle, keine Körperflüssigkeit ohne Untersuchung und kein Virus oder eine sonstige - sogar mögliche künftige Erkrankung ohne eine Überprüfung des Risikos. Ich sage immer - zur Erklärung - dass ich alle Untersuchungen hinter mir habe, es habe nur noch der Gynäkologe gefehlt. Zähne mit Blomben werden zz. B. bei dieser Untersuchung gezogen. Notfalls müssen sogar zuerst andere Krankheiten ersucht werden zu beseitigen. Und erst wenn alles untersucht ist, gewertet und gewichtet ist, wird das Ergebnis durch eine Kommission nochmals besprochen und dort wird der Patient in die Dringlichkeitsstufe einsortiert. Wobei auch hier eine weitere Kommission nochmals prüft.
Durch Zufall habe ich erfahren, dass ich noch Zeit habe, in etwa zwei Stunden in der Uniklinik erscheinen muss, weil das Herz aus Berin erst da sein müsse.
Und in der Zwischenzeit sind mehrere Teams mit Untersuchungen am Organ beschäftigt. Und wenn der Patient eintrifft, werden auch nochmals diverse Untersuchungen vorgenommen und erst wenn in der UNI alles geklärt ist, kommt das Okay. Es gibt viele Empfänger, die sind in der Klinik, liegen zur OP bereit, dann passen Komponenten nicht zuammen und die OP wird abgesagt. Mein Herz kam nach Baden-Württemberg. Es hätte genauso nach Hamburg oder Passau kommen können.
Wer hier von finanziellen Interessen redet, muss die Ärzte schmieren, die einen Tod wider besseren Wissens feststellen, die eine Organentnahme nicht melden, die Angehörige täuschen, die ein Organ auf den Transportweg schicken, die am Ankunftsort das tätige Personal auch schmiert und auf der anderen Seite muss es einen Empfänger geben, der alle Kosten privat trägt.
Wenn er dann aber entlassen wird, wem und wo will er ausserhalb der Klinik ohne Grund - denn von einer Organannahme kann er niemand unterrichten ohne strafrechtlich belangt zu werden - erklären, dass er Spezialmedikamente benötigt. Dieses medikament erhält er nicht illegal. Hier haben sich alle - Hersteller, Ärzte und Apothene verpflichtet, dass diese Medikamente nur an Patienten ausgehändigt werden, die nachweislich auf dem rechtlich vortgeschriebenen Weg eine Transplantation haben. Und natürlich werden die notwendigen Routine-Kontrollen in Speziallabors auch nicht ohne Kontrolle einfach gemacht. Da diese Medikamentenkosten monatlich rd. bis zu 2000 EURO betragen, andere Untersuchungen immer wieder anstehen, eine geringe CMV-Infektion ausreicht, um zusätzlich täglich für rd. 500 EUR über zwei Wochen Infusionen zu erhalten und zwar nur stationär, soll mir mal jemand erklären, wie man illegal aus finanziellen Gründen handeln soll. Da ist nicht einmal mehr von Kann die Rede.
Was mich in Deinem Posting so geärgert hat ist die Tatsache, dass Du in Deiner ViKa Dich als Dipl.Psychologe bezeichnest und dann nicht beachtet haben willst, dass Du Panik unter potentiellen Spender auslösen könntest ? Das erste was ich tat, war nachzusehen, was in deiner VIKa steht, um für mich zu klären, ob ich überhaupt reagieren soll.
Oder bist Du Gegner der Transplantationsmedizin. Diese argumentieren mit solchen Behauptungen ? Von denen habe ich teilweise vor und auch nach der HTX erlebt, dass immer wieder die Frage des Geldes aufgetreten ist, was man den Angehörigen bezahlen muss, wenn man denen ein Organ aufkauft.
Gruss Günter
hast Du da einen (seriösen!) Beleg dafür, oder beruht der
Gedanke auf Deinen eigenen Vorstellungen?Nein, Quellen habe ich nicht. Deswegen sprach ich sehr
schwammig von „erhöhter Wahrscheinlichkeit“, womit nicht das
alltagssprachliche „es ist wahrscheinlich“ = „kommt häufig
vor“ gemeint ist.Zwei Wege zu meiner Auffassung
a) Organspendebereitschaft erhöht die eigenen
Überlebenschancen.
Klingt das plausibel?b) Man kann sich das auch zusammenreimen:
- Illegalität ist kein Hindernis, etwas zu tun. Allen
Ehrenworten zum Trotz machen das unsere Repräsentanten in
letzter Zeit laufend deutlich.- Bekannter Maßen sind viele Todesursachen falsch gestellt,
die Dunkelziffer unerkannter Morde hoch (unabhängig von
Organentnahmen).Einen Zeitungsartikel zitiere ich, der vielleicht seriöser
Quelle entstammt, aber keine Quellen enthält.Neue Zürcher Zeitung, 2. März 2002
„…
Es gibt sie aber, die Menschen, die wegen der Gewinnung eines
Organs zu Tode gebracht werden oder bereit sind, freiwillig zu
sterben. Im dunklen Bereich des Organhandels werden Personen
entweder entführt undbrutal ausgeschlachtet, oder aber sie
verkaufen ihren Körper als letzte Ressource, um Angehörige
materiell zu unterstützen. Um den Organhandel gibt es
zahlreiche Gerüchte - und wohl mehr Dunkelziffern als
gesicherte Zahlen. Doch auch wenn es lediglich Einzelfälle
sind, in denen sozial Schwachen und gesetzlich Ungeschützten
Organe abgepresst werden - der Skandal bleibt. Dass dies im
Zusammenspiel mit einem elaborierten Medizinsystem zu
geschehen hat, das die sinnvolle Verwertung der illegal
entnommenen Organe überhaupt erst ermöglicht, schockiert.
…“
[http://www.nzz.ch/2002/03/02/zf/page-article7UK5S.html]Tschuess, Sven.
… es wäre die Heuchelei schlechthin, wenn ich die Organspende befürworte, dann aber zu feige wäre mir meine Sterblichkeit einzugestehen.
Abgesehen davon: Sind diese urban legends der übelsten Sorte denn immer noch nicht ausgerottet ?
Wenn ich hier wieder einmal in Andeutungen diese Horrormärchen lesen muß á la „enführt und verschleppt - in der Gosse ohne Niere aufgewacht“ oder „von Ärzten zum Ausschlachten verkauft“ dann weiß ich ja, wo die Leserschaft von „Coupé“ und dergleichen zu finden ist.
Glaubt wirklich noch irgendjemand diesen Mist ?
Grüße
Bernd
Hallo Günter
sowohl in der Schweiz wie auch in DE und anderen Ländern gibt
es die Transplantationszentralen. Überall in diesen Ländern
gilt gleichzeitg das Verbot des Organhandels.
Es ist auch verboten, dass Ärzte die Krankenkassen betrügen, sich von der Pharmaindustrie bestechen lassen etc. etc.
Trotzdem machen es Einige.
Verbote haben noch nie jemand gehindert, kriminell zu sein.
Wir erleben seit Jahren, dass immer weniger Menschen als
Organspender bereit sind. Seit drei Jahren stehen jedes Jahr
weniger Organspender bereit. Die Zahl derjenigen, die ein
Organ benötigen wächst dagegen.
Die Gründe für die rückläufige Bereitschaft, Organe zu spenden sehe ich eher in einem zunehmenden Egoismus und nachlassendem Interesse am Mitmenschen.
Natürlich gibt es auch diffuse Ängste, die den Organspenderstatus betreffen. Ich habe mir auch schon überlegt, ob ich Organspender werden soll, muss aber ganz ehrlich sagen, dass ich, nach meinen Erfahrungen im Krankenhaus (Krankenpflege),
den Damen und Herren im weissen Kittel nicht mehr allzuviel Vetrauen entgegenbringen kann.(Habe ihnen zu lange auf die Finger sehen können).
Gruß
Crotalus
Hallo,
Wir erleben seit Jahren, dass immer weniger Menschen als
Organspender bereit sind. Seit drei Jahren stehen jedes Jahr
weniger Organspender bereit. Die Zahl derjenigen, die ein
Organ benötigen wächst dagegen.
Vielleicht spielt genau das auch eine nicht unbeachtete Rolle, denn nicht jeder kann ja Organe spenden. Bei der Unmenge an Neuerkrankungen in jedwede Richtung, wird es auch schwerer „gesunde Organe“ zu entnehmen, vor allem im Hinblick darauf, dass auch die Spender älter werden. Ausnahme natürlich die tragischen Todesfälle (Verkehrsunfälle, etc.).
Ist vielleicht auch zu bedenken.
Herzl. Gruß
hd