Von wem genau kommt der Fragebogen? (wirklich vom Freistaat? Oder von der Krankenkasse?)
Wie ist X krankenversichert?
Soll etwas zurückgeschickt werden? Wohin? Oder soll nur ausgefüllt werden?
Mit ihrem Ausweis können Sie Ihre Entscheidung für oder gegen
Organspende einideutig dokumentieren.
Dokumentieren ist erst einmal nicht schlecht. Die Frage wäre nur, wo das aufbewahrt wird. Ob beim potenziellen Organspender oder irgendwo anders. Daher sind die o.g. Fragen wichtig! Grundsätzlich sollte sich aber jeder über die folgenden Fragen mal ernsthaft Gedanken machen. Am besten immer im Hinterkopf habend: Was wäre, wenn ich (oder Angehörige) gesundheitlich in eine Situation käme, wo ich auf eine Organspende angewiesen wäre. Also sich auch Gedanken mache darüber, ob man Organempfänger sein würde.
JA, ich gestatte, dass nach der ärztlichen Feststellung meines
Todes meinem Körper Organe und Gewebe entnommen werden.
…
Person X stellt sich jetzt die Frage, was passiert, wenn er
diesen Frageboden NICHT beantwortet (also wenn er sich weder
dafür noch dagegen entscheidet).
Nichts. Wobei mir nicht ganz klar ist, was das für ein Fragebogen ist. Daher: Erst einmal die ersten Fragen beantworten.
Hat der Staat aktuell das Recht, dieser Person trotzdem Organe
zu entnehmen?
Nein!
Übrigens „der Staat“ sowieso nicht! Der Staat hat mit einer potenziellen Organspende gar nichts zu tun! (Außer, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen) Ob jemand zum Organspender wird oder nicht, entscheidet sich im Krankenhaus. Und derzeit ist die Regelung so, wie sie schon immer war: Nicht nur gegen den Willen von Spender / Angehörigen läuft nichts, sondern es muss sogar das Einverständnis vorliegen!
Immerhin hat sich die Person X nicht dagegen entschieden.
S.o. Wenn keine ZUSTIMMUNG des pot. Spenders oder der Angehörigen vorliegt, dann kommt X nicht als Spender in Frage. Allerdings sollte sich X im Klaren sein, dass er mit diesem Schwebezustand (nicht dafür, nicht dagegen erklärt) seinen Angehörigen keinen Gefallen tut. Denn die werden im Fall des Falles gefragt - und sollen im Sinne des pot. Spenders entscheiden.
Und warum bekommt Person X diesen Brief, während seine Ehefrau
(3 Jahre jünger) diesen Fragebogen nicht bekommt?
Das hängt davon ab, von wem der Fragebogen wirklich kommt. Kommt er von der Krankenkasse und die Ehefrau ist woanders versichert, erklärt das einiges. Denn Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Übrigens gibt es auch noch eine Kampagne des BUNDESgesundheitsministeriums bzw. der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Was sind die Motive?
Dass sich möglichst jeder aktiv Gedanken zum Thema macht und sich entscheidet! Dafür oder dagegen.
Siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Organspendeausweis#Gesc…