Klär uns über deine Ideen auf… (owT
.
hi,
also ich habe seit ich 16 bin eine organspenderausweis, weil ich es gut finde wenn so nach meinem tod noch jem geholfen werden kann.
ich trage auch den gedanken mit mir herum, dass mir in notsituaitionen auf grund meines spenderausweis nicht mehr geholfen wird-andererseits vertraue ich einfach mal auf deutsche ärzte und darauf dass es sowas hier nicht gibt…
glg
kathi
Hallo Manu!
In meinem Beruf habe ich so viele Menschen erlebt, die z.B.durch Transplantation von Hornhäuten endlich wieder sehen konnten, dass ich persönlich ein großer Befürworter der Transplantationsmedizin bin.
Allerdings bin ich nicht der Ansicht, dass man auf Biegen und Brechen nun alles versuchen darf, um einen Menschen irgendwie am Leben zu erhalten und sich dazu an Verstorbenen als Ersatzteillager bedient.
Zudem denke ich, dass - ähnlich wie Ann es beschreibt - jeder einen Ausweis bei sich haben sollte, wenn er einer Entnahme von Organen WIDERSPRICHT.
Im Umkehrschluss fände ich es angesichts von Tausenden Schwerstkranker allerdings auch sinnvoll, wenn beim Fehlen dieses Widerspruches eine Entnahme stattfinden dürfte.
Wir haben im eigenen Freundeskreis erlebt, wie belastend z.B. die Wartesituation mit täglicher Dialyse ist, wenn man eine neue Niere benötigt.
Diese Wartezeit kann sich monate- bis jahrelang hinziehen.
Ich würde mir allerdings auch wünschen, dass wir Menschen mit unseren Körpern ein bisschen achtsamer umgingen, damit viele Zivilisationskrankheiten gar nicht erst zu einer Transplantationssituation führen!
Angelika
Hallo Anne!
Weiß ich denn, dass alles für mein Überleben getan wird, wenn
man gerade mein Herz und meine Leber für jemand anderen gut
gebrauchen kann?
Manchmal ist es in meinen Augen nicht mehr sinnvoll „alles“ zu tun, um nachher eine lebendige Leiche nur an Apparaten irgendwie am Leben zu erhalten.
Bei einer Organentnahme habe ich immerhin die Sicherheit, dass sich zwei Ärzte über meinem Zustand austauschen, und nach einer Organentnahme bin ich dann ganz sicher tot.
Von meinem heutigen Standpunkt ist mir das eine angenehmere Vorstellung, als nahezu hirntot oder schwerstbehindert für die nächsten Jahre irgendwie dahinzuvegetieren. Mal ganz abgesehen von der enormen Belastung für meine Lieben.
Angelika
Sorry…ist aber Blödsinn
Explantationsteam, (also die, die die Organe entnehmen) und Transplantationsteam (mit dem Interesse daran) dürfen nichts miteinander zu tun haben.
Und nur einen Tip, falls Du nach Ösiland in Urlaub fährst…dann solltest Du einen WIDERSPRUCH einstecken haben…sonst gilst Du automatisch als Organspender.
Und mal ehrlich…was sollen Deine Angehörigen denn feststellen?? Schlecht gehen?? Nicht mehr im Bett rumhopsen? Oder was…
He Manu,
Ich hab auch nen Organspendeausweis. Den Schritt von „Organspendeausweis wollen“ zu „Organspendeausweis haben“ hat bei mir recht lang gedauert, weil ich es schlicht nicht auf die Reihe bekommen habe mir einen auszudrucken oder zu bestellen. (hehe)
Ich kann es ja verstehen, dass andere Leute ihre Organe nicht spenden wollen. Ich finde so was muss man unbedingt respektieren.
Aber schade finde ich es trotzdem. Deshalb wär ich auch für einen Nichtspenderausweis für die Leute, die nicht wollen, und bei den anderen wird einfach entnommen.
Meine Gründe:
a) glaube ich eh nicht an ein Weiterexistieren nach dem Tod. Demnach ist es mir völlig egal, was danach mit mir geschieht, ich bekomme es ja nicht mit.
b) finde ich (gerade weil es MIR egal sein kann), dass ich mit meinen Nach-tod-Wünschen auf die Gefühle meiner Leute Rücksicht nehmen muss. Organspende halte ich dabei aber (im Gegensatz zu einer Körperspende z.B.) für relativ harmlos und einfach zu verkraften. Daher spricht von Angehörigen-seite da nichts dagegen. (bzw. da hat keiner deswegen zu motzen)
c) find ich es schlicht Verschwendung meine für manche Menschen so nötigen Organe unter der Erde vergammeln zu lassen
c) kenne ich auch Leute, die zu lang auf ein Organ gewartet haben, das bestätigt mich noch mal in der Nützlichkeit von so einem Ausweis.
d) dass man mich deswegen schlechter behandeln würde glaube ich nicht.
Übrigens: Körperspende für den Präpkurs etc zum üben würde ich auch gern machen, aber nur wenn meine Angehörigen ausdrücklich einverstanden sind. Denn sie sind es dann, die mit dem Gedanken dann leben müssen.
Übrigens 2: kann man Spenderausweise hier bestellen: http://www.organspende-kampagne.de/extra/ausweis/tipps/
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Einverständniserklärung: Körperspende-Präpkurs
Hallo im Kreise der Spender!
Ich hab ja schon was zu dem Kram gesagt…
Ich denke, ich würde mir (als lebendiger Mensch) keine Niere für einen Fremden rausnehmen lassen, doch das geht in der BRD meines Wissens nach eh nicht…
Ansonsten lass ich mir alles abnehmen. (Nach dem Tode sowieso alles und als Lebender das was nachwächst halt: mein Blut und wenn sie es irgendwann wollen mein Knochenmark)
Meine Frage:
Wo kriegt man sowas wie eine Einverständniserklärung zur Körperspende her. Beim anatomischen Institut der Uni fragen? Bin ja kein Medizinstudent wie man denken könnte sondern naturwissenschaftlich. Deshalb meine Unkenntniss…
*Schäm* Stefan
Hallo im Kreise der Spender!
Meine Frage:
Wo kriegt man sowas wie eine Einverständniserklärung zur
Körperspende her. Beim anatomischen Institut der Uni fragen?
Bin ja kein Medizinstudent wie man denken könnte sondern
naturwissenschaftlich. Deshalb meine Unkenntniss…
*Schäm* Stefan
Ganz genau, du musst eine schrfitlich Erklärung bei der anatomischen Abteilung deiner Uni vorlegen.
Allerdings nehmen die nicht jeden, die haben (je nach Uni auch unterschiedliche) Kritirien: z.B. Alter über 50, oder man muss im Einzuggebiet wohnen… etc.
Ein Bsp für eine Uni findest du hier: http://www.uni-ulm.de/uni/fak/medizin/auz/AnaZell/ko…
Hallo Manu,
also ich mach mir darum keine Gedanken mehr. Ich habe eine Autoimunerkrankung und darf kein Blut und kein Knochenmark spenden. Also wird keiner mehr den Rest meiner Organe haben wollen.
Gruß rene
Stellungnahme abzugeben, wie du selbst zu dem Thema stehst.
OK you asked for it!
welche todesdefinition vertrittst du?
wenn du die klinische vertrittst (hirntod), dann ist organspende leichenfledderei bzw, störung der totenruhe.
wenn du die klassische vertrittst (herzschlag), dann ist organspende mord.
menschen sind keine ersatzteillager, die man beliebig ausweiden darf. organe sind kein menschenmaterial, das gelagert, verkauft und verschifft wird.
die ganze organ"spende"geschichte ist das größtanglegte menschenexperiment aller zeiten.
große kritik geht dabei an die kirchen.
obwohl sie sonst gegen jeglichen medizinischen fortschritt zu felde ziehen und sogar stammzellen „ein recht auf leben zusprechen“, wird das künstliche amlebenhalten von verstorbenen personen und ihr ausweiden als „lebensrettung“ propagiert - die analogie zum kreuzestod darf nicht fehlen. ein mißbrauch der religion sondergleichen!
es gibt staaten, mir bekannt österreich, die die großangelegte leichenfledderei sogar im gesetz haben.
wer nicht ein handgeschriebenes testament im geldbörsel hat, das die „spende“ untersagt, wird jeder ohne eigene zustimmung und ohne zustimmung der familie als menschliches ersatzteillager hergenommen.
weitere informationen im buch:
Ulrike Baureithel, Anna Bergmann: Herzloser Tod - Das Dilemma der Organspende Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3608919589 Buch anschauen
gruß
dataf0x
Hallo!
Explantationsteam, (also die, die die Organe entnehmen) und
Transplantationsteam (mit dem Interesse daran) dürfen nichts
miteinander zu tun haben.
Es darf so viel nicht sein, was aber in der Praxis doch vorkommt.
Und nur einen Tip, falls Du nach Ösiland in Urlaub
fährst…dann solltest Du einen WIDERSPRUCH einstecken
haben…sonst gilst Du automatisch als Organspender.
Ösiland steht auf meiner Urlaubswunschliste ohnehin ziemlich weit hinten
.
Und mal ehrlich…was sollen Deine Angehörigen denn
feststellen?? Schlecht gehen?? Nicht mehr im Bett rumhopsen?
Oder was…
Das ist wirklich eine sehr schwierige Frage. Ich meine, es geht einfach darum, dass sie überzeugt sind. Stell Dir vor, einer Deiner Angehörigen stirbt und bevor Du ihn nochmal gesehen hast, hat man ihm schon die Organe entnommen. Fragst Du Dich denn nicht, ob es ihm wirklich so schlecht ging? Ein plötzlicher Tod ist sowieso schwer zu verstehen und ich könnte mir vorstellen, dass in solch einem Fall bei den Angehörigen Zweifel aufkommen könnten. Ich habe nicht Medizin studiert, aber gibt es nicht auch Fälle, die zu 90-95 % tödlich enden, aber von einigen wenigen dann doch ohne große Schäden überlebt werden? Z.B. bei großem Blutverlust nach einem Unfall o.ä…
Und - mal ganz ehrlich gesagt - das Seelenleben meiner Anghörigen ist mir bei meinem Tod mindestens genauso wichtig wie die Gesundheit völlig Fremder. Davon abgesehen bin ich eindeutig für eine Organspende - aber erst nachdem man meine Angehörigen gefragt hat und ich auch wirklich tot bin! Lebendspenden lehne ich ab!
Viele Grüße
Anne
Hallo!
Auch Hallo!
Lebendspenden lehne ich ab!
Was für Lebendspenden meinst du? Blut, Knochenmark? Oder eine Niere?
Oder meinst du, du lehnst es ab, dass dir, wenn du noch lebst, alle Organe entnommen werden. Das passiert ja auch nicht…
Viele Grüße
Stefan
Was für Lebendspenden meinst du? Blut, Knochenmark? Oder eine
Niere?
Eine Niere, eine halbe Leber, ein Stück Haut - grauslich!
Viele Grüße
Anne
Hirnverbrannt
Liebe Anne,
vom Hirntod, der als Voraussetzung gilt, ist noch niemand erwacht.
Es geht zwar die Legende, dass einige Hirntote immer noch in werweisswas posten…huahuahua
Aber mal ehrlich: Wer seine Organe spendet, schenkt Leben. Leben, das sonst verloren wäre. Ansonsten werden die Teile sinnlos verbuddelt oder verbrannt.
Und wie fühlen sich Menschen die sterben und deren Angehörige, wenn das Leben abhängt von einer Organspende die nicht getätigt wird?