Originelle these: jesus war julius cäsar

http://www.carotta.de/subseite/texte/summa.html

bitte um kommentare von kompetenter seite. klingt ja abenteuerlich.

tnx.

Ganz nett …
Hallo Lehitraot,

http://www.carotta.de/subseite/texte/summa.html
bitte um kommentare von kompetenter seite. klingt ja
abenteuerlich.

wie gesagt: ganz nett, aber historisch wie methodisch der vollkommene Schwachsinn. Historisch, weil es Belege für die Existenz von Jesus gibt - die habe ich zwar nicht selbst gesehen, aber den Historikern glaube ich eher. Außerdem widerspricht dieser These die gesamte Überlieferung. Methodisch äußerst fragwürdig, weil hier Sätze aus dem Zusammenhang gelöst und zueinander gestellt werden, die nichts miteinander zu tun haben (Beispiel: das Werfen von Würfeln und das Werfen von Fischernetzen). Mit dieser „Methode“ könnte man wahrscheinlich auch Homer und Shakespeare als eine Person nachweisen.

Ganz ehrlich: Ich hab’ mich kringelig gelacht.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Herzlich willkommen in Absurdistan…
Hi lehi
Die gezogenen paralellen sind unsinig, der Autor biegt sich seine Argumente zurecht, wechselt zwischen Sprachen, wie es ihm passt, Negiert die Unterschiede zwischen den beiden Personen.
Besonders witzig fand ich die Stelle mit den wunderbaren Siegen und den siegreichen Wundern *GRÖHL*

Mit so einer Argumentatioskett kann ich „zeigen“, das Mahatma Ghandi und Josef Stalin ein und dieselbe Person sind…

beide waren kleinwüchsig…
mahatma ghandi vertrieb auf friedlichem Weg die Engländer aus indien, darauf folgte ein Krieg. Stalin vertrieb mit einem Krieg die Deutschen aus der SU, darauf folgte Frieden… (also eine Verdrehung)
Beide waren Heilsgestalten und wurden nach ihrem Tode (zunächst) kanonisiert…
Beide begannen ihr tieferes Wirken in der Fremde (Ghandi in Südafrika, Stalin in der Verbannung in Sibirien)

so, jetzt mag ich nicht mehr

Fazit:
Bereits der methodische Ansatz ist fehlerhaft.
Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Thesen erübrigt sich daher.

Erinnert irgendwie an Illig (mit den 3 verschwundenen Jahrhunderten) oder irgendwelche wissenschaftliche Creationisten (Zillner z.B.), oder die Bielefeld verschwörung…

Ich habe dieses wunderschöne Link in meine Sammlung „Links nach Absurdistan“ aufgenommen
Danke

Gruß
Mike
(Hobbyhistoriker)

der typ schaffte es…
… in die taz (?) als artikel einzuziehen. vielleicht ist es ja ein absichtlich verbreiteter hoax? (meta-verschwörungstheorie rulz)

Hallo Lehitraot,

Hi Thomas,

http://www.carotta.de/subseite/texte/summa.html
bitte um kommentare von kompetenter seite. klingt ja
abenteuerlich.

wie gesagt: ganz nett, aber historisch wie methodisch der
vollkommene Schwachsinn.

I agree completely!!!

Historisch, weil es Belege für die

Existenz von Jesus gibt - die habe ich zwar nicht selbst
gesehen, aber den Historikern glaube ich eher.

Welche Beweise gibt es fuer die Existenz Jesu? Wohl aber gibt es Beweise fuer die Existens Caesars.

Außerdem

widerspricht dieser These die gesamte Überlieferung.
Methodisch äußerst fragwürdig, weil hier Sätze aus dem
Zusammenhang gelöst und zueinander gestellt werden, die nichts
miteinander zu tun haben (Beispiel: das Werfen von Würfeln und
das Werfen von Fischernetzen). Mit dieser „Methode“ könnte man
wahrscheinlich auch Homer und Shakespeare als eine Person
nachweisen.

Ganz ehrlich: Ich hab’ mich kringelig gelacht.

Ich mich auch!

Herzliche Grüße

Peter

Existenzen :smile:
Hallo Peter,

Welche Beweise gibt es fuer die Existenz Jesu? Wohl aber gibt
es Beweise fuer die Existens Caesars.

es gibt - das habe ich irgendwo mal gelernt - historische Belege dafür, dass es eine Person mit dem Namen „Jesus von Nazareth“ gegeben hat, die um 30 herum gekreuzigt wurde.

Das besagt natürlich nichts über die religöse Qualität.

Gruß

Thomas Miller

Hallo Peter,

Welche Beweise gibt es fuer die Existenz Jesu? Wohl aber gibt
es Beweise fuer die Existens Caesars.

es gibt - das habe ich irgendwo mal gelernt - historische
Belege dafür, dass es eine Person mit dem Namen „Jesus von
Nazareth“ gegeben hat, die um 30 herum gekreuzigt wurde.

Es gibt keinerlei Beweise fuer die Person Jesu. Vielmehr ist es so, dass man verschieden Personen in der Person Jesu zusammengefasst hat. Heute wuerde man diese Personen und damit Jesus selbst als Revoluzzer bezeichnen. Diese Personen waren Aufstaendische gegen die Besetzung durch Rom und gegen den damaligen juedischen Glauben, den man erneueren und reinigen wollte.
Der Ort Nazareth wird das erste Mal im 4. Jahrhundert nach C. Christus nicht Caesar (grins)) erwaehnt. Vorher findet sich kein einziger Hinweis auf diesen Ort, so dass man davon ausgehen kann, dass es ihn vorher nicht gegeben hat.

Das besagt natürlich nichts über die religöse Qualität.

Die religioese Qualitaet Jesu ist fruehestens im 2. Jahrhundert entstanden.

Gruß

Peter

Hallo Peter,

Es gibt keinerlei Beweise fuer die Person Jesu. Vielmehr ist
es so, dass man verschieden Personen in der Person Jesu
zusammengefasst hat. Heute wuerde man diese Personen und damit
Jesus selbst als Revoluzzer bezeichnen. Diese Personen waren
Aufstaendische gegen die Besetzung durch Rom und gegen den
damaligen juedischen Glauben, den man erneueren und reinigen
wollte.
Der Ort Nazareth wird das erste Mal im 4. Jahrhundert nach C.
Christus nicht Caesar (grins)) erwaehnt. Vorher findet sich
kein einziger Hinweis auf diesen Ort, so dass man davon
ausgehen kann, dass es ihn vorher nicht gegeben hat.
Die religioese Qualitaet Jesu ist fruehestens im 2.
Jahrhundert entstanden.

das scheint mir ein Thema für Religionshistoriker zu sein. Ich will mich da nicht festlegen. Ich meine aber, dass du mit deiner Meinung dort ziemlich allein stehen dürtest.

Gruß

Thomas Miller

kann nicht sein
jesus sagt man doch nach, er sei gottes sohn. gott war freddy mercury, aber da freddy stockschwul war, hatte er ueberhaupt keinen sohn, also war jesus auch nicht julius.
gruss
khs

Hi Thomas,

Wenn du wissen willst, ob ich mit meiner Meinung allein stehe, schau doch hier mal rein:

Arnheim, M. A. Is Christianity True? Prometheus Books, New York 1984.
Brandon, S. G. F. The Trial of Jesus of Nazareth Scarborough 1979.
Carmichael, J. The Death of Jesus Horizon 1982.
Flew, Antony (a debate with Gary Habermas) Did Jesus Rise From the Dead? Harper & Row 1987.
Frazer, Sir James G. The Golden Bough MacMillan 1956.
Gratus, J. The False Messiahs Taplinger 1975.
Hoffinan, R. Joseph Jesus Outside the Gospels Prometheus Books 1984.
Hoffinan, R. Joseph, ed The Origins of Christianity Prometheus Books 1985.
Hoffinan, R. Joseph, and Larue, G. A., editors Jesus in History and Myth Prometheus Books 1986.
Martin, Michael Is Christianity True?
McCabe, Joseph The Sources of the Morality of the Gospels Watts, London 1914.
McKinsey, Dennis „Jesus, The Imperfect Beacon“ Biblical Errancy (periodical) Issues 24, 25, 27, 28 1984-1985.
Paine, Thomas The Age of Reason, (first published 1794) Citadel Press 1974.
Rernsburg, John E. The Christ The Truth Seeker Company, New York circa 1909.
Robertson, A. Jesus: Myth or History? Watts, London 1949.
Robertson, J. M. Pagan Christs London 1911.
Robertson, J. M. Christianity and Mythology London 1910.
Smith, Morion Jesus the Magician Harper & Row 1978.
Schweitzer, Albert The Mysticism of Paul the Apostle MacMillan 1955.
Schweitzer, Albert The Quest of the Historical Jesus MacMillan
Stein, Gordon „The Jesus of History: A Reply to Josh McDowell“ The American Rationalist (periodical) 7/82.
Talbert, Charles H., editor Reimarus: Fragments, (Lives of Jesus series) Fortress Press, Philadelphia 1970.
Till, Farrell „The Skeptical Review“ (periodical) PO Box 617, Canton IL 61520-0617
Walker, Barbara G. The Woman’s Encyclopedia Of Myths And Secrets Harper & Row, San Francisco 1983.
Wells, G. A. Did Jesus Exist? Eiek, Pemberton, London 1975.
Wells, G. A. The Historical Evidence for Jesus Prometheus Books 1982.
Wells, G. A. The Jesus of the Early Christians Pemberton Books 1971.

Peter

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Literaturliste
Hallo Peter,

schönen Dank für die Literaturliste, die ich - wenn ich Zeit habe - mir mal zu Gemüte ziehen werde. Aber so wichtig ist mir das Thema im Moment nicht.

Trotzdem schönen Dank.

Gruß

Thomas Miller

You are welcome
Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

wie gesagt: ganz nett, aber historisch wie methodisch der
vollkommene Schwachsinn. Historisch, weil es Belege für die
Existenz von Jesus gibt - die habe ich zwar nicht selbst
gesehen, aber den Historikern glaube ich eher.


Diese „Belege“ hätte ich gerne einmal gesehen. Der Glaube an die Historiker ehrt uns-ich habe aber manchmal schwerste Zweifel an unserer Zunft.
Gruss
Mäni

Ich habe mit Erstaunen die vorgeschlagene Seite gelesen.
Mit Historik kenne ich mich nicht aus, auch nicht mit Caesar, aber wenn das, was auf der site steht, wahr ist, ist es wirklich verblüffend! Ich bin zwar religiös, aber ich stelle solche thesen nicht in frage, da man sie nie beweisen kann. Und möglich ist alles!
Galli

die taz macht das manchmal ganz gerne…bsw:
haben sie vor einigen Jahren einen großen Bericht gebracht, der „bewies“, dass es Umberto Eco gar nicht gibt, sondern eigentlich 3 Personen gemeinsam „Umberto Eco“ konstruiert haben ( einer für die Semiotik, einer für die Bücher und einer, der nach außen so tut, als sei er Eco oder so ähnlich)…das ganze wurde ganz dick aufgezogen—war ein beabsichtigtes Fake.

Übrigends gabs da auch mal ein spannendes Buch über die angebliche „Entdeckung“ der echten Hänsel und Gretel -Geschichte, ist sicher schon gut 20 Jahre her…

*grins*…ist ja ganz lustig, aber auf meinen Caesar lass ich mir nix kommen! (*grummel*—Caesar als Feindelieber??? Nie!!:wink:

beste Grüße,

barbara

Und Mahatma Ghandi…
war Josef Stalin…
Siehe unten

Hi Galli
Der methodische Ansatz ist so dermaßen Panne, das man den ganzen Artikel ins Klo spülen kann.
damit kann man alles beweisen.

Und somit bewegen wir uns weit ausserhalb der Geschichtswissenschaftlichen Sphären

Ich gebe zu, das fast alles möglich ist, aber das ist einfach nur noch albern. Ich sehe nicht ein, mich mit den komplexeren sachfragen auseinanderzusetzten, wenn bereits in der Methodik derartiger Unfug steckt, dafür ist mir meine Zeit zu schade.

Die ganze Sache hat nichts mit Religion zu tun, sondern mit Geschichte, und da kann man sehr wohl Dinge belegen…

Gruß
Mike

Hallo,
die Literaturliste ist natürlich beeindruckend lang. Was heißt das schon, würde ich hier nur alle Universitätswissenschaftler aufzählen, die selbstverständlich von der Existenz einer Person namens Jesus im 1. Jahrhundert nach Christus ausgehen, wäre diese Liste wohl auch unendlich.
Albert Schweitzer gehört aber wohl definitiv nicht auf diese Liste (dessen Bücher sind die einzigen, die ich kenne von dieser Liste). Schweitzer hat seine Zeitgenossen und Vorgänger kritisiert, daß sie ihre eigenen Vorstellungen, wie der historische Jesus denn nun hätte sein müssen, vor ihrer wissenschaftlichen Redlichkeit stellten.
Weder über Inhalt noch Qualität der anderen Bücher kann ich etwas sagen. Jedoch sollte man mit jedem Jesusbuch (leider auch von manchem Theologen) wohl vorsichtig sein.
Warum ist es so wichtig, die Existenz einer Person zu negieren? Immerhin: Die Evangelien spiegeln wider, daß die ersten „Christen“ sich damit auseinandersetzen mußten, daß ihre jüdische Umwelt die Auferstehung als Betrug ansah und Jesus als Säufer und Weiberheld. So findet es sich in den Evangelien. Aber kein einziges Mal scheinen die damals auf die Idee gekommen zu sein, daß sie einer riesigen Verschwörung aufgesessen waren und haben die Existenz der Person an sich angezweifelt!
ZUmindest ist die Nichtexistenz eines Jesus wesentlich schwerer zu beweisen als die Existenz. Ich persönlich halte die Diskussion für müßig, habe aber überlegt, ob ich nicht ein Buch schreiben soll, daß Jesus eigentlich Q ist:wink:
Soweit ich weiß, wir der Ort Nazareth auch in den Evangelien erwähnt, deren Entstehung zwischen 70 und 120 nach Christus anzusetzen ist. Man müßte schon eine international tätige Verschwörergruppe annehmen, wenn wir angesichts unseres heutigen Handschriftenbefundes annehmen wollten, daß man diese Stadt im 4. Jahrhundert „erfunden“ hat. Vor allem: Warum hätte man das tun sollen?

Die Probleme vergrößern sich für einen Historiker wohl eher, wenn man annehmen möchte, daß es eine Person Jesus von Nazareth nie gegeben hat…

Gruß,
Taju

Erinnert irgendwie an Illig (mit den 3 verschwundenen
Jahrhunderten) oder irgendwelche wissenschaftliche
Creationisten (Zillner z.B.), oder die Bielefeld
verschwörung…

Hallo Michael,

Du erwähnst hier gerade die Bielefeld-Verschwörung. Ich kenne nur Bruchstücke davon.

Kennst Du weiterführende Links ?

Danke und Gruß aus dem Norden
André

Aber sein vorsichtig… SIE sind überall

Pssst Andre

Hier…
http://members.surfeu.de/awin/bielefeld.html

aber sei um Himmels willen vorsichtig…
Gib den link NUR an vertrauenswürdige Personen weiter
Und wenn einer fragt
Du hast ihn nicht von mir

TüTüTü
Flötpfeif
war was

Gruß
Mike

Mike,

so´n Mist. Einer meiner engsten Kollegen behauptet aus Bielefeld zu stammen.

Weitere Indizien:

  1. Er spricht fließend englisch. Deutet auf CIA hin.
  2. Leicht gebückter Gang mit hängenden Schultern. Folter-Opfer ?
  3. Er kann lesen. Solche Leute sind immer verdächtig.

Ich werde die Wahrheit von einem namhaften Informationsbefassungsunternehmen herausfinden lassen.
Die Jungs von http://www.baltor.de sind da genau richtig.

Danke und Gruß aus dem Norden
André

PS: Warum flüsterst Du ? Wovon redest Du ? Wer bist Du eigentlich ?