Oropax

Hallo und guten Morgen @all!

Na, gut in den erten Osterfeiertag hineingeschlafen?

Meine Mutter behauptet, dass ich mit dem regelmässigen Gebrauch von Oropax die Flimmerhärchen im Ohr kaputt mache. Stimmt das? Ich benutze Oropax seit ca. 1 1/2 Jahren, kann ohne die Viecher schon gar nicht mehr schlafen… Auch sollten Wattestäbchen für die Ohren nicht gut sein, da sie die Flimmerhärchen auch zerstören… Richtig oder falsch??? Und wozu sind diese Härchen überhaupt da???

Frohe Ostern euch allen,

Gruß,

GL

hallo luzie,

zu deiner eigentlichen frage kann ich nichts antworten, stelle dir aber vor, dass die härchen etc ja nun doch viel tiefer liegen als die ohrstöpsel kommen…

aber etwas anderes ist mir eingefallen. weil ich eine nachbarin hatte, die auch nur mit oropax schlief und mir aufgefallen war, dass sie immer
geräuchemfpindlicher wurde und auch irgendwie noch anderweitige veränderungen aufgetreten waren, hatte ich mal im netz gesucht zu dem thema. leider habe ich diese informationen nicht mehr.

jedenfalls wurde dort vor der regelmässigen benutzung aus anderen gründen gewarnt. der mensch hat sein gehör ja auch zum schutze vor
gefahren. unterbindet man das bewusst regelmässig, geschieht „irgendwas“ im körper, er versucht „wettzumachen“ was ihm als sinnes-
organ genommen wird - also auch im schlaf. das aussperren der umwelt führt also nur auf einer ebene zum vorteil, der rest, der körper und die psyche nehmen einen gewissen schaden, änderungen entstehen die nicht zum einen wohl sind - kanns nur so allgemein wiedergeben. ich bekomms echt nimmer richtig zusammen aus dem gedächtnis, aber dort wurde von psychischen belastungen besprochen, veränderungen. man würde ängstlicher, nervöser, nicht mehr so belastbar im alltag und vieles mehr. ich kann mich erinnern, da war echt nichts gutes gestanden, der gewinn ist kleiner als der verlust würd ich mal sagen.

vielleicht suchst du mal selbst im netz nach informationen dieser art oder befragst einen doc, der den zusammenhang und die auswirkungen beschreiben kann.
und wenn du dir angewöhnt hast mit den teilen zu schlafen, (unvorstellbar für mich, ich würde irre werden bei den gefühl was in den ohren zu haben) kannst du es dir auch wieder abgewöhnen…

ist nun ne andere antwort als die gesuchte, aber ich wollte dir das nicht vorenthalten, auch wenn ich leider keine konkreten informationen mehr habe.

liebe grüsse
nina

Hi GL,

die Flimmerhärchen im Ohr wandeln Töne und Geräusche in Nervenimpulse um. Wenn Oropax diese Härchen erreichen sollte, müssten die Stöpsel duch das Trommelfell hindurchgeschoben werden. Das schafft kaum einer.

Mit den Stöpsen zu schlafen ist wohl manchmal nötig, ob es gut ist - man weiß es nicht. Bei manchen Menschen erhöht sich damit die Empfindlichkeit gegen Geräusche. Ich persönlich bevorzuge einen geringen Geräuschpegel; wenn Totenstille herrscht, komme ich mir vor wie im Grab. Und wenn ich wegen Geräuschen nicht schlafen kann, dann bin ich halt nicht müde :smile:

Gruß Ralf

Hallo GL,

Meine Mutter behauptet, dass ich mit dem regelmässigen
Gebrauch von Oropax die Flimmerhärchen im Ohr kaputt mache.

Wie drambeldier schon angedeutet hat, sind im Gehörgang keine Flimmerhärchen, sondern höchstens ganz normale Härchen, die das Eindringen von Fremdkörpern verhindern sollen und denen „Oropax“ oder „Lärmstopp“ etc. nichts ausmacht, weil sie nachwachsen. Allenfalls könnten mit „Flimmerhärchen“ die Haarzellen in der Cochlea gemeint sein, aber da kommst du mit Oropax & Co. niemals hin. Dies wären aber keine Flimmerhäärchen i.e.S., die durch das Flimmern etwas irgendwohin transportieren (sowas findet man beispielsweise in der Bronchialschleimhaut), sondern überwiegend passive Sinneszellen.

Stimmt das? Ich benutze Oropax seit ca. 1 1/2 Jahren, kann
ohne die Viecher schon gar nicht mehr schlafen… Auch sollten
Wattestäbchen für die Ohren nicht gut sein, da sie die
Flimmerhärchen auch zerstören… Richtig oder falsch??? Und
wozu sind diese Härchen überhaupt da???

Wie bereits erwähnt, sind da keine Flimmerhärchen, die man kaputtmachen könnte. I.d.R. fließt der Talg von ganz alleine als sehr dünner Talgfilm aus dem Ohr heraus, darum verfettet die Ohrmuschelinnenseite so gerne und darum sollte man sie auch ab und zu mal etwas gründlicher waschen. Das Problem kann (ähnlich wie bei Wattestäbchen - fälschlicherweise auch oft „Ohrenstäbchen“ genannt) sein, dass du den Ohrenschmalz mit den Stäbchen oder den Stöpseln nach hinten in Richtung Trommelfell schiebst, wodruch sich mit der Zeit ein Pfropfen bildet, den aber der HNO-Arzt problemlos wieder entfernen kann.

Wer also längere Zeit Oropax etc. und „Ohrenstäbchen“ benutzt, der sollte sich vom Arzt bei Gelegenheit hin und wieder ins Ohr reinschauen lassen. Irgendwie gefährlich oder bedenklich ist Oropax & Co. meines Wissens nicht. Schlimmer und bedenklicher hielte ich es, nachts z.B. wegen störenden Straßen- oder WG-Lärms etc. nicht richtig schlafen zu können. Das kann nämlich auf Dauer richtig krank machen.

Hier noch ein paar Links zum Ohr:
http://www.onmeda.de/lexika/anatomie/ohr_anatomie.html
http://www.dasgesundeohr.de/ohr/200_aufgaben_hoerorg…
http://www.medizinfo.de/ohren/anatomie/anatomie.shtml
http://www2.lifeline.de/yavivo/Erkrankungen/Laerm/15…

LG
Huttatta

Hallo Nina und Luzie,
zum nächtlichen Dauergebrauch von Ohropax fand ich in Google… einen noch nicht alten Beitrag aus wer-weiss-was (es geht um den Absatz nach dem „Aaaaber“): /t/ohrenstoepsel-oder-besseres-gegen-laerm/3367369/3
Dem kann ich mich nur anschließen, da ich ähnliches schon oft hörte.
Tschüss, Günni

/t/ohrenstoepsel-oder-besseres-gegen-laerm/3367369/3
Dem kann ich mich nur anschließen, da ich ähnliches schon oft
hörte.

Das halte ich für einen ziemlichen Unsinn. So lange die Dinger nur nachts gebraucht werden, wo andere auch ohne Oropax (z.B. auf Grund der glücklichen Wohnlage) ihre absolute Ruhe haben, und die Ohren den restlichen Tag über der normalen Umweltbeschallung ausgesetzt sind, sehe ich absolut keine Bedenken. Oder rätst du etwa der Landbevölkerung, in die Stadt zu ziehen, um einer „Hyperakusis“ vorzubeugen?

Ich denke sogar, dass das Gegenteil der Fall ist, dass das an die mittlerweile rund um die Uhr dauernde Geräuschkulisse der Städte und größeren Dörfer angepasste Gehör längst degeneriert ist. Dass Geräusche individuell als störender Lärm empfunden werden, dürfte hinreichend bekannt sein und dass ebensolcher (oft unterschwelliger) Lärm in zunehmendem Maße für eine Vielzahl somatischer Beschwerden bzw. handfester Krankheiten verantwortlich gemacht werden kann, auch.

Es sollten sich viel mehr Leute darüber Gedanken machen, ihrem Gehör mal wieder mehr Ruhe zu gönnen!

LG
Huttatta

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Mir fällt nur ein, dass es mal einen Artikel über Gehörstöpsel in der Zeitschrift Ökotest gab. Diese Materialien geben Schadstoffe ab (Weichmacher…). Der Artikel ist bestimmt schon drei Jahre her.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich auch schon seit Jahren immer wieder mit Ohrstöpseln schlafe. Früher ständig, da ich eine sehr laute Wohnung hatte und jetzt, wenn meine Nachbarn gegen Mitternacht meinen, sie müßten die Wohnung umräumen.

Grüße

Edith

Hi GL,

Hi Ralf,

die Flimmerhärchen im Ohr wandeln Töne und Geräusche in
Nervenimpulse um. Wenn Oropax diese Härchen erreichen sollte,
müssten die Stöpsel duch das Trommelfell hindurchgeschoben
werden. Das schafft kaum einer.

Mit den Stöpsen zu schlafen ist wohl manchmal nötig, ob es gut
ist - man weiß es nicht. Bei manchen Menschen erhöht sich
damit die Empfindlichkeit gegen Geräusche. Ich persönlich
bevorzuge einen geringen Geräuschpegel; wenn Totenstille
herrscht, komme ich mir vor wie im Grab. Und wenn ich wegen
Geräuschen nicht schlafen kann, dann bin ich halt nicht müde

-)

Schon mal todmüde gewesen, aber hast wegen am Fenster vorbeifahrender Autos mit „Gangsta-Rap“ oder ähnlicher „Bam-Bam-Musik“ auf vollster Lautstärke nicht einschlafen können? Wenn du diese Erfahrung machen möchtest, kann ich dir gern eine Adresse nennen… Schätze, dieser w-w-w-ler wird dich auch gern für eine Nacht beherrbergen, damit du dieses unbeschreibliche Erlebnis auch nachvollziehen kannst. *grins*
Aber auch ständig mit Blaulicht und Sirene vorbeifahrende Kranken-, Feuerwehr oder Polizeiwagen sind eine Grenzerfahrung, die schon so manchen zu Oropax haben greifen lassen.
Aber mal ernsthaft: Ich war drei Jahre mit einem Mann verheiratet, der im Schlafzimmer endweder noch ewig lang ferngesehen hat oder aber neben mir schnarchte, bis sich die Fenster nach aussen blähten. Anstatt fast jede Nacht Theater zu machen, habe ich mir das Schlafen mit diesen Stöpseln angewöhnt und finde es inzwischen himmlisch! Diese Ruhe beim Schlafen (auch während des Tages bei einem kleinen Nickerchen) ist einfach göttlich und sorgt für ein entspanntes und zufriedenes Aufstehen. Wohl schwer nachvollziehbar für jemanden, der nicht an diese Teile gewöhnt ist… Aber jeder Jeck ist halt anders.
:wink:

Gruß Ralf

Gruß aus dem sonnigen Essen,
Golden Luzie