Liebe/-r Experte/-in,
Ich hoffe sie können mir weiterhelfen und zwar. Hatte ich einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule. Ich war fast ein halbes Jahr zu Hause, mit starken schmerzen. Die Behandlung erfolgte nur durch meinen Hausarzt, ich habe Schmerzmittel bekommen und als es besser wurde durfte ich zur Krankengymnastik, was ich 3 x verordnet bekommen habe. Ich hatte immer noch schmerzen, mein Hausarzt meinte ich kann erst nach 4 Monaten wieder eine Überweisung bekommen. Nur leider gehen meine schmerzen nicht weg, da sie auch in den Arm ausstrahlen. Mittlerweile ich auch im Kiefer schwerzen, bis mein Zahnarzt meinte es kommt von der Bandscheibe und verschrieb mir zu glück, wieder Krankengymnastik,was etwas hilft, aber nicht weggeht. Ich dachte mit ich was vielleicht helfen könnte wäre eine Kur, da ich von jemand anders mit ähnlichen Problem gute Erfahrungen gemacht habe.
Bin dann zu einem Orthopäde, er war ziemlich erschocken wie wenig bei mir getan wurde. Er verschrieb mir ein Medikament, sollte gestreckt werden und versuchte mit einer Kortison-Spritze gegen die Entzündung arbeiten, er meinte wenn es nach 3 Wochen nicht besser wird will er operieren. Was ich auf keinen fall möchte. Ich versuchte ihm zu sagen, dass ich erst alles andere machen möchte bevor operiert wird. Und fragte ihn nach einer Kur, er meinte ambulant wäre gut. Allerdings möchte ich das nicht, wenn dann nur stationär, ich denke das das in meiner Situation besser wäre. Was kann ich machen das durch zu bekommen, mein Hausärztin hält nicht viel davon. Ich habe jetzt nur sehr große Angst meinen Beruf irrgendwann nicht mehr ausüben zu können. Stimmt es das man eine Kur in seinem Urlaub machen muss, ist das richtig?
Ich hoffe das war jetzt nicht zu lange, vielen Dank, Mia
Antwort:
13.07.2011
Guten Tag,
a-Sie haben freie Arztwahl und Anspruch auf Zweitmeinung, d.h
b- Sie zahlen 10,00 € und melden Sie sich für eine fachneurologische
c- EMG Untersuchung zwecks Nervenleitungsgeschwindigkeitsmessung und Objektivierung Ihre Beschwerden, um festzustellen, ob
d- eine Operation notwenig ist oder nicht, das setzt jedoch voraus, dass folg.radiologische Schichtuntersuchung der Halswirbelsäulentersuchung bei Ihnen
e- durchgeführt worden ist, oder nachgeholt werden muss > HWS MRT C2/ bis C8
f- Wenn Sie das alles geklärt haben, dann wissen Sie , woran Sie sind und wo der Vorfall liegt!
g- Viel Glück und liebe Grüße
der Orthopäde
liebe Mia789,
ein Bandscheibenvorfall in der HWS ist eine ernste Sache.
Ihr Hausarzt hat Ihnen Krankengymnastik verordnet, 3 Termine
sollten reichen, um Ihnen die richtigen Übungen beizubringen,
denn Krankengymnastik soll man selber zuhause machen. Ich gehe davon aus, daß Sie das so gemacht haben.
Damit hätte der Orthopede Recht. Heute gibt es im Gegensatz zu früher, als Halswirbel operativ versteift wurden die Möglichkeit die defekte Bandscheibe zu entfernen und durch eine künstliche zu ersetzen.
Wobei die Versteifung (Verschraubung der benachbarten Wirbel) nicht die schlechteste Therapie ist. Einzig die Beweglichkeit wird etwas eingeschränkt.
Ich kann Ihre Sorgen wegen einer OP nachfühlen, doch langfristig scheint das die vernünftigste Lösung. Einfach deswegen, weil eine Bandscheibe sich nicht regeneriert.
Heute wird leider gerne Ambulant behandelt, sprechen Sie
bitte den Operateur auf Ihre Sorgen an.
Solange Sie weder Formel-1- Fahrerin, Tornado Pilotin bei der Luftwaffe ode Stuntfrau sind werden Sie Ihren Beruf wohl weiter ausüben können. (Das kann ich aber nicht versprechen)
Eine Kur bekommt man verschrieben, und wird dann auch angetreten. In der Zeit ist man dann krankgeschrieben. Urlaub muss nicht genommen werden, wird auch nicht auf den Urlaubsanspruch angerechnet.
Das war nicht zu lang, sondern schön ausführlich. Darum habe ich auch nicht so schnell antworten können, weil ich etwas
gründlicher recherchiert habe.
Viel Glück und Gute Besserung
wünscht Mouse