orthopädische Sicherheitsschuhe

Hallo,
ich benötige orthopädische Sicherheitsschuhe. Da ich öfters damit durch Sicherheitskontrollen muss, möchte ich Sicherheitsschuhe S3 ohne Metallteile. Der Orthopäde sagt jetzt, dass er keinen geeigneten Ersatz für die Stahlkappen bekommt (die Sohle ist kein Problem).
Meine Frage: Kennt jemand einen Orthopäden, der solche Schuhe anfertigen kann oder weiß wo mein jetziger Orthopäde Kunststoff- oder Keramikkappen kaufen kann.

mit freundlichen Grüßen
Hans

Hallo Hans,

ich würde deinem Orthopäden abraten dieses zu tun (und dir auch). Unter Strich muss der Schuh ja zertifiziert sein und er kann nicht einfach einzelne Komponenten tauschen ohne das Gesamtprodukt für viel Geld zertifizieren zu lassen. Ich hoffe, dass der Schuh mit Metall zertifiziert ist?

Also: Schuhe immer ausziehen, wenn du durch die Kontrollen musst :frowning:

Gruß
Detlef

Hallo Detlef,
vielen Dank für deine Antwort. Ich gehe natürlich davon aus, dass die Kappen den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Bei der Herstellung der Schuhe gehe ich auch davon aus. Es ist ja nichts neues, dass für Füße, die nicht in einen Standartschuh passen, vom Orthopäden entsprechende Schuhe angefertigt werden. Auch Sicherheitsschuhe mit der entsprechenden Klassifizierung (S1,S2,S3 usw.) . Wie ich schon schrieb, findet mein Orthopäde nicht die entsprechenden Metallfreien Kappen. Die Herstellung der Schuhe ist nicht Bestandteil meiner Frage, da dieses Verfahren bekannt ist. Mir geht es darum, Metallfreie Kappen zu finden, die entsprechend den anerkannten Regeln der Technik dafür weiterverarbeitet werden können.

Gruß
Hans

Hallo Hans,

du gehst davon aus - aber so ist es nicht. Einer Zertifizierung läuft so, dass eben exakt die Materialien angegeben werden, die für einen Orthopädischen Schuh genommen werden. Nur diese - von der zertifizierenen Stelle freigegebenen - Materialien dürfen genutzt werden. Ich vertrete einen Hersteller für Sicherheitsschuhe und versuche einmal zu erklären. Eine Kappe, die wir z.B. verwenden, die für ein bestimmtes Modell zertifiziert ist, kann u.U. (und das ist schon mehr als einmal passiert…) für ein anderes Modell nicht zertifizierbar sein und fällt durch. Das liegt halt am „Gesamtprodukt“, Leder, Futter, Sohle etc…

Du kannst natürlich trotzdem dir einen Schuh so basteln lassen, aber du musst wissen, dass der Schuh eben definitiv nicht zertifiziert ist und somit auch niemand die Verantwortung übernehmen kann.

So - genug der Belehrung. Der Orthopäde soll mal die Breite benennen. Ich lasse mal in Frankreich fragen, ob wir solch eine Breite zufällig haben. Die würde ich dir dann schicken. Aber Risiko etc. liegt bei dir oder dem Orthopäden!

Eine Frage noch: muss es wirklich ein orthopädisch hergerichteter Schuh sein, oder kommst du vielleicht auch mit einer Einlage aus, die auch Beinverkürzungen bis zu 1,5 cm ausgleichen kann? Dann könnte ich dir nämlich leicht helfen, da wir zwei Modelle im Programm haben, welche Metallfrei sind und mit orth. veränderten Einlagen (Höhenunterschiede bis zu 1,5 cm!) sogar zertifiziert sind.

Gruß
Detlef

Hallo Detlef,
vielen Dank für deine Antwort.
Zu deiner Antwort

  1. du gehst davon aus…
    Ja ich gehe davon aus.

  2. Du kannst natürlich trotzdem dir einen Schuh so basteln lassen. …
    Ich benötige keinen Bastlerschuh.

  3. Der Orthopäde soll mal die Breite…
    ich benötige kein Behelfsmittel, sondern einen Hersteller von solchen Kappen, die für die Weiterverarbeitung beim Orthopäden verwendet werden können, damit der Schuh hinterher den Anerkannten Regeln der Technik entspricht.

  4. Aber Risiko etc. liegt bei dir …
    Das ist immer so, denn die Schuhe trägt ja niemand anders für mich.

  5. muss es wirklich ein orthopädisch hergerichteter Schuh sein…
    Ja, laut Arzt und meiner Erfahrung, falls ich mir diese nicht amputieren lassen will.

Ich denke, dass diese Unterhaltung zu nichts führt, ich werde mich anderweitig weiter informieren.
vielen Dank für deine Bemühung.

Gruß,
Hans