Osteochondritis

Hallo zusammen,

eine Bekannte (über 70) hat von ihrem Arzt die Diagnose Osteochondritis gestellt bekommen - leider wohl unheilbar und mit sehr starken Schmerzen verbunden. Da sie Marcumar einnehmen muß, konnte der Arzt ihr kein Cortison geben. Sie hat jetzt ein Opiumpflaster, das zwar die Schmerzen dämpft, aber sehr starke Nebenwirkungen (Müdigkeit, Durchfall, Übelkeit…) hat. Eine andere Lösung fiel dem Arzt leider nicht ein; vielleicht gibt’s auch keine…

Trotzdem dachte ich, ich frage hier einfach mal an, ob jemand möglicherweise Erfahrungswerte oder Tips dazu hat. Ich würde meiner Bekannten sehr gerne helfen, weil sie doch sehr leidet und richtig die Lebensfreude verloren hat.

Vielen Dank und Gruß
„Raven“

Hallo, ostheochondritis ist ersteinmal nur eine Sammelbezeichnung für Gelenkentzündungen, es ist schon relevant ob dem ein Disseccans oder ein juvenilis (jugendlich auch bei 70jähriger, denn es kann sich ja schon in der Wachstumsphase ausgebildet haben), statt missglückter Wachstmsphase und erblichen Gründen kann auch Syphillis eine mögliche Ursache sein…oder manche Eigennamen, die heute in der Medizin nicht mehr gebräuchlich sind, könnten dazukommen (M. Perthes, M. Scheuermann?).
Und die Frage ist wo: manch eine O. bezeichnet lediglich die Form in Hüfte, ein anderer sieht nur die im Knie.

Bei manchen lässt sich auch operativ was machen, zB. Gelenkflächen ersetzen, was den Schmerz reduzieren kann und die Funktion zummindest verbessern kann. Aber pauschalurteile per Ferndiagnose sind da nicht drin, es kommt sehr auf den Einzelfall an.
Nur mit Schmerzmitteln zudröhnen ist aber sicher nicht der Weisheit letzter Schluß, sofern es sich nicht wirklich schon um die Endphase handelt.
Wechselt im Zweifelsfall mal den Orthopäden, geht in eine Orthopädische Klinik zur Sprechstunde (wo es evtl neuere Methoden/Erkenntnisse gibt) oä.

Gruß Susanne

Hallo Susanne,

vielen Dank für Deine Antwort.

Hallo, ostheochondritis ist ersteinmal nur eine
Sammelbezeichnung für Gelenkentzündungen,

Das wußte ich nicht - ich kenne auch nicht alle Details; meine Bekannte hat mir nur am Telefon davon erzählt. Bei ihr ist es wohl so, daß die Gelenke bzw. Knorpel regelrecht „bröselig“ werden (am schlimmsten ist es im rechten Handgelenk, aber es sind wohl auch andere Körperteile betroffen).

Bei manchen lässt sich auch operativ was machen, zB.
Gelenkflächen ersetzen, was den Schmerz reduzieren kann und
die Funktion zummindest verbessern kann. Aber pauschalurteile
per Ferndiagnose sind da nicht drin, es kommt sehr auf den
Einzelfall an.

Da hast Du natürlich absolut recht. Meine Bekannte ist inzwischen mit der Sache auch schon zu verschiedenen Ärzten gegangen, aber wirklich helfen konnte ihr leider keiner. Der Tip mit der orthopädischen Klinik ist aber sehr gut, den gebe ich ihr gerne mal weiter. Vielleicht wissen die da ja wirklich etwas, was die Ärzte in ihrer Kleinstadt noch nicht wissen. Ob sie sich aber in ihrem Alter und mit ihrer Vorgeschichte (sie hatte in ihrem Leben schon einiges an OPs) noch operieren lassen möchte, wage ich mal zu bezweifeln.

Nur mit Schmerzmitteln zudröhnen ist aber sicher nicht der
Weisheit letzter Schluß, sofern es sich nicht wirklich schon
um die Endphase handelt.

Auch da stimme ich Dir zu. Ich bin nicht sicher, ob es schon in der Endphase ist - die Beschwerden kamen bei ihr sehr plötzlich, aber die Zerstörung in den Gelenken ist offensichtlich schon ziemlich weit fortgeschritten… Wahrscheinlich kann man da wirklich nur noch mit Schmerzmitteln etwas tun, aber wie gesagt: ich werde ihr mal raten, in eine orthopädische Klinik zu gehen - schaden kann’s nie.

Herzlichen Dank für die Tips und Erklärungen!

Viele Grüße
„Raven“