Hi,
Ich setze mich gerade mit dem Thema Oszilloskop auseinander und brauche eure Hilfe.
Gegeben ist ein Oszillogramm, also eine Momentaufnahme des Schirms vom Oszilloskop mit DC-Kopplung. Nun soll ich in dieses Oszillosgramm die sog. Mittellinie einzeichnen. Leider konnte ich nicht herausfinden, wie die Mittellinie definiert ist. Handelt es sich um den Mittelwert oder die Mitte zwischen minimalem und maximalem Ausschlag? Diese unterscheiden sich nämlich in meinem Oszillogramm.
Die nächste Aufgabe besteht darin, die Spannung U_DC einzuzeichnen. Als Lösung habe ich einfach den Abstand zwischen der Mittellinie und der GND-Linie genommen. Ist das richtig so?
Bei der letzten Aufgabe weiß ich leider überhaupt nicht weiter. Ich soll dort das Oszillogramm zeichnen, das bei AC-Kopplung auftreten würde. AC-Kopplung bedeutet ja, dass der Gleichanteil des Signals „herausgefiltert“ wird. Was genau ist denn überhaupt der Gleichanteil in so einem Oszillogramm? Wenn ich das wüsste, könnte ich ja auch ganz einfach das Oszillogramm zeichnen.
Gegeben ist ein Oszillogramm, also eine Momentaufnahme des
Schirms vom Oszilloskop mit DC-Kopplung. Nun soll ich in
dieses Oszillosgramm die sog. Mittellinie einzeichnen. Leider
konnte ich nicht herausfinden, wie die Mittellinie definiert
ist. Handelt es sich um den Mittelwert oder die Mitte zwischen
minimalem und maximalem Ausschlag? Diese unterscheiden sich
nämlich in meinem Oszillogramm.
Wenn es sich um eine Sinuswelle (oder sonst irgend etwas symmetrisches) handelt, dann fällt der zeitliche Mittelwert mit der Mitte zwischen den Spitzenwerten zusammen. Wenn das nicht so ist, ist bestimmt der Mittelwert gemeint.
Die nächste Aufgabe besteht darin, die Spannung U_DC
einzuzeichnen. Als Lösung habe ich einfach den Abstand
zwischen der Mittellinie und der GND-Linie genommen. Ist das
richtig so?
Ja.
Bei der letzten Aufgabe weiß ich leider überhaupt nicht
weiter. Ich soll dort das Oszillogramm zeichnen, das bei
AC-Kopplung auftreten würde. AC-Kopplung bedeutet ja, dass der
Gleichanteil des Signals „herausgefiltert“ wird. Was genau ist
denn überhaupt der Gleichanteil in so einem Oszillogramm? Wenn
ich das wüsste, könnte ich ja auch ganz einfach das
Oszillogramm zeichnen.
Der Gleichanteil (oder: Gleichspannungsanteil) ist genau die Antwort auf die letzte Frage.
Wenn es sich um eine Sinuswelle (oder sonst irgend etwas
symmetrisches) handelt, dann fällt der zeitliche Mittelwert
mit der Mitte zwischen den Spitzenwerten zusammen. Wenn das
nicht so ist, ist bestimmt der Mittelwert gemeint.
Der Verlauf ist dreieckig (also theoretisch symmetrisch), aber so auf dem Bild ist der gezeigte Verlauf nicht wirklich symmetrisch, weil der Ausschnitt nur „~1,75 Dreiecke“ zeigt. Dann werde ich den Mittelwert verwenden.
Der Gleichanteil (oder: Gleichspannungsanteil) ist genau die
Antwort auf die letzte Frage.
Sorry, aber ich verstehe es nicht. Wie erkenne ich denn den Gleichspannungsanteil in dem Oszillogramm? Und welchen Einfluss hat er auf das sich ergebende Bild? Wäre super, wenn du mir das nochmal erklären könntest. Danke.
Sorry, aber ich verstehe es nicht. Wie erkenne ich denn den
Gleichspannungsanteil in dem Oszillogramm? Und welchen
Einfluss hat er auf das sich ergebende Bild? Wäre super, wenn
du mir das nochmal erklären könntest. Danke.
jedes Oszilloskop hat eine Nulllinie. Die ist i.A. auf dem Oszi dargestellt. Die Abweichung des Mittelwerts von dieser Nullinie ist Dein Gleichspannungsanteil.
jedes Oszilloskop hat eine Nulllinie. Die ist i.A. auf dem
Oszi dargestellt. Die Abweichung des Mittelwerts von dieser
Nullinie ist Dein Gleichspannungsanteil.
Danke für die Erläuterung. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das jetzt richtig verstanden habe. Bei meinem Oszillogramm ist das Minimum des Signals genau auf der Nulllinie und das Maximum über dem Mittelwert (ist ja auch logisch) zu finden. Heißt das jetzt, dass sich mein Oszillogramm gar nicht ändern würde, wenn ich auf die AC-Kopplung umstellen würde?
/\ /\
/ \ / \
- /----\----/----\---- a
/ \ / \
/\_\_\_\_\_\_\_\_\/\_\_\_\_\_\_\_\_\_\_ b
So stelle ich mir das in etwa vor.
„b“ steht für die Nulllinie oder GND, wenn das Oszi auf DC eingestellt ist. „a“ ist offensichtlich der zeitliche Mittelwert des Signals (das hier durch Schrägstriche angedeutet ist). Wenn man Oszi den Knopf AC/DC drückt (der mit der australischen Rockband weder verwandt noch verschwägert ist), dann rutscht plötzlich die gesamte Linie nach unten, so dass die Mittellinie mit der vorherigen Nulllinie zusammenfällt. Warum? In AC-Einstellung wird nur der Wechselspannungsanteil gemessen, also nur der Teil, der sich ändert. Addiert man zur Wechselspannung eine Gleichspannung (Offset oder wie auch immer man das nennen mag), so rutscht die Kurve nach oben, und zwar genau um den Betrag der Gleichspannung. Deswegen ist der Gleichspannungsanteil Deines Signals genau die Differenz zwischen a und b.
Hallo,
die Mittellinie eines Oszilloskops ist die Linie, die sich ergibt, wenn der Eingang auf Gnd geschaltet ist. Also, wenn die Eingangsspannung Null beträgt. Der Strahl in der Röhre wird dann vertikal nicht abgelenkt, geht genau geradeaus. Eine negative Spannung lenkt ihn nach unten, eine positive Spannung nach oben ab.
Wenn Du nun einen Sinus ohne Gleichanteil an den Eingang gibst (oder diesen auf AC schaltest), erscheint der Sinus so, dass die Mittellinie gleich der Nullinie des Sinussignals ist. Wenn Du den Gleichanteil hinzugibst (natürlich nur im DC-Betrieb) verschiebt sich der Sinus nach oben bei positivem, nach unten bei negativem Gleichanteil. Und natürlich passiert das ganze genauso, wenn es kein Sinus, sondern ein Dreieck oder ein Rechteck ist.
Gruß
loderunner
Super Erklärung, vielen Dank
Ist im Prinzip ja alles nicht so schwer, aber ich verstehe nicht, wieso es keine ordentlichen Quellen im Internet gibt (habe jedenfalls nach längerer Suche nichts verständliches gefunden), die das Thema so schön behandeln wie es mir hier erklärt wurde.