OT: Danke an die Experten

Hallo zusammen,

nehmen wir mal an es gäbe da jemanden, der sich entschlossen hätte sich autodidaktisch auf das Abitur vorzubereiten und dann die Nichtschülerabiturprüfung abzulegen.

Nun nehmen wir weiter an dieser jemand würde sich für das Fach Rechtswissenschaft interessieren (würde in diesem Fach auch Abi LK schreiben) und sich deswegen oft in diesem Brett hier aufhalten um vom Wissen der hier vertretenen Experten zu profitieren.

Weiterhin sei angenommen dieser jemand hätte nun also Abitur in diesem Fach geschrieben und heute das Ergebnis bekommen: 9 Punkte

Was könnte dieser jemand dann tun? Danke sagen?

Dann will dieser jemand das jetzt mal tun:
Ich danke allen Experten hier im Brett durch die ich sehr viel lernen konnte und auch weiterhin lernen möchte. Besonders danke ich Wiz, der mir in Bezug auf die Thematik Sterbehilfe die Angst genommen hat einen § zu übersehen.

Ich möchte dazu anmerken, dass 9 Punkte in diesem Fall ganz ordentlich sind wenn man bedenkt, dass ich nie eine Vorlesung an der Uni oder eine Unterrichtsstunde in der Schule in diesem Fach hatte. Obwohl die Wahl dieses Faches intuitiv erfolgte war es also absolut nicht falsch. Natürlich fußt mein Ergebnis nicht ausschließlich auf das Wissen, was ich hier erlangt habe aber einen gewissen Beitrag haben die Experten hier dazu geleistet und dafür möchte ich mich einfach nur mal ganz herzlich bedanken. Ich hoffe aus diesem Anlass dieses OT-Posting genehmigt :smile:

Also DANKE an euch alle und
ganz liebe Grüße,
Sue

Hallo,

Ich danke allen Experten hier im Brett durch die ich sehr
viel lernen konnte und auch weiterhin lernen möchte. Besonders
danke ich Wiz, der mir in Bezug auf die Thematik
Sterbehilfe die Angst genommen hat einen § zu übersehen.

Bitte, gern geschehen. Und natürlich auch ganz herzlichen Glückwunsch meinerseits!

Was den weiteren Weg angeht, möchte ich dir anhand von zwei Beispielen Mut machen. Mit mir zusammen starteten damals einige Leute mit Immaturenprüfung in das juristische Studium. In der Einführungswoche wurde uns allen ganz dringend geraten möglichst schnell private Lerngruppen zu organisieren und so kam ich mit zwei Kommilitoninnen zusammen, die beide schon etwas älter waren, schon Familie und anderweitige abgeschlossenen Berufsausbildungen hatten (und parallel auch zumindest Teilzeit arbeiteten), und sich jetzt selbst beweisen wollten, dass es auch für ein Studium reichen würde. Die eine war zudem Ausländerin, beide hatten also nicht gerade die idealen Voraussetzungen, das nicht einfache Jurastudium zu schaffen. Aus der AG entwickelte sich Freundschaft und so hielt die Sache wunderbar Richtung 1. Staatsexamen. Unsere AG galt als mustergültig und so gesellte sich plötzlich eine weitere Kollegin hinzu, mit der es auch wunderbar klappte. Wir haben viel gearbeitet (ich galt immer als der böse Antreiber), aber auch viel Spaß gehabt und, und auch wenn wir nicht alle das 1. Examen auf Anhieb geschafft haben, so sind wir schließlich doch alle durchgekommen (und haben uns natürlich um die Durchfaller ganz intensiv gekümmert, damit der 2. Anlauf gelingt).

Eine der Freundschaften ging dann später zwar in die Brüche, aber die übrigen haben, soweit wir parallel im Referendariat waren, auch da wieder zusammen gelernt, und inzwischen sind wir alle schon seit einigen Jahren über das zweite Examen weg und als Anwälte tätig. Dabei hat ausgerechnet die Älteste von uns den Vogel abgeschossen, die mit knapp 50 in den Job einstieg und dank glücklicher Fügungen in einer gut eingeführten Kanzlei einsteigen und da gleich den Posten der Nr. 2 im Haus übernehmen konnte.

Also nicht abschrecken lassen! Es ist kein leichtes Studium, und man muss sich an niedrige Notenränge gewöhnen (nein, Juristen sind nicht dümmer als Sozialpädagogen, das Notenniveau ist einfach klassisch ein anderes), aber es kann viel Spaß machen, wenn einem die analytische, juristische Denke liegt. Das stellt man recht schnell fest und sollte dann allerdings auch konsequent sein. Kommt man mit diesen Strukturen nicht klar, hilft kein lernen und büffeln, dann sollte man sich lieber etwas anderes suchen. Kommt man mit dem Prinzip klar, ist alles andere auch machbar, wenn man etwas Fleiß aufbringt.

Gruß vom Wiz

Ich möchte dazu anmerken, dass 9 Punkte in diesem Fall ganz
ordentlich sind wenn man bedenkt, dass ich nie eine Vorlesung
an der Uni oder eine Unterrichtsstunde in der Schule in diesem
Fach hatte. Obwohl die Wahl dieses Faches intuitiv erfolgte
war es also absolut nicht falsch. Natürlich fußt mein Ergebnis
nicht ausschließlich auf das Wissen, was ich hier erlangt habe
aber einen gewissen Beitrag haben die Experten hier dazu
geleistet und dafür möchte ich mich einfach nur mal ganz
herzlich bedanken. Ich hoffe aus diesem Anlass dieses
OT-Posting genehmigt :smile:

Also DANKE an euch alle und
ganz liebe Grüße,
Sue

Hallo,

Ich danke allen Experten hier im Brett durch die ich sehr
viel lernen konnte und auch weiterhin lernen möchte. Besonders
danke ich Wiz, der mir in Bezug auf die Thematik
Sterbehilfe die Angst genommen hat einen § zu übersehen.

Bitte, gern geschehen. Und natürlich auch ganz herzlichen
Glückwunsch meinerseits!

danke :smile:

Was den weiteren Weg angeht, möchte ich dir anhand von zwei
Beispielen Mut machen. Mit mir zusammen starteten damals
einige Leute mit Immaturenprüfung in das juristische Studium.
In der Einführungswoche wurde uns allen ganz dringend geraten
möglichst schnell private Lerngruppen zu organisieren und so
kam ich mit zwei Kommilitoninnen zusammen, die beide schon
etwas älter waren, schon Familie und anderweitige
abgeschlossenen Berufsausbildungen hatten (und parallel auch
zumindest Teilzeit arbeiteten), und sich jetzt selbst beweisen
wollten, dass es auch für ein Studium reichen würde. Die eine
war zudem Ausländerin, beide hatten also nicht gerade die
idealen Voraussetzungen, das nicht einfache Jurastudium zu
schaffen. Aus der AG entwickelte sich Freundschaft und so
hielt die Sache wunderbar Richtung 1. Staatsexamen. Unsere AG
galt als mustergültig und so gesellte sich plötzlich eine
weitere Kollegin hinzu, mit der es auch wunderbar klappte. Wir
haben viel gearbeitet (ich galt immer als der böse Antreiber),
aber auch viel Spaß gehabt und, und auch wenn wir nicht alle
das 1. Examen auf Anhieb geschafft haben, so sind wir
schließlich doch alle durchgekommen (und haben uns natürlich
um die Durchfaller ganz intensiv gekümmert, damit der 2.
Anlauf gelingt).

Eine der Freundschaften ging dann später zwar in die Brüche,
aber die übrigen haben, soweit wir parallel im Referendariat
waren, auch da wieder zusammen gelernt, und inzwischen sind
wir alle schon seit einigen Jahren über das zweite Examen weg
und als Anwälte tätig. Dabei hat ausgerechnet die Älteste von
uns den Vogel abgeschossen, die mit knapp 50 in den Job
einstieg und dank glücklicher Fügungen in einer gut
eingeführten Kanzlei einsteigen und da gleich den Posten der
Nr. 2 im Haus übernehmen konnte.

Also nicht abschrecken lassen! Es ist kein leichtes Studium,
und man muss sich an niedrige Notenränge gewöhnen (nein,
Juristen sind nicht dümmer als Sozialpädagogen, das
Notenniveau ist einfach klassisch ein anderes),

Das ist ja jetzt bei der Abiturprüfung schon der Fall. Das Motto ist hierbei „Durchkomen ist alles“, was mir persönlich eigentlich zu wenig ist. In Deutsch zB habe ich nur 5 Punkte (LK) obwohl ich in der Schule immer 12-13 Punkte hatte. Ich war in Versuchung eine Lust-Prüfung in diesem Fach zu machen, habe mich aber entschieden lieber mit diesen 5 Punkten (die ja zum Durchkommen reichen) zu leben als mich vielleicht noch zu verschlechtern. Also ich habe meine Ansprüche an mich selbst schon sehr runtergeschraubt, deswegen werden mich - falls ich mich für ein Studium in diesem Bereich entscheide und auch einen Studienplatz bekomme - Noten in den unteren Rängen nicht mehr schocken können :smile:

aber es kann
viel Spaß machen, wenn einem die analytische, juristische
Denke liegt. Das stellt man recht schnell fest und sollte dann
allerdings auch konsequent sein. Kommt man mit diesen
Strukturen nicht klar, hilft kein lernen und büffeln, dann
sollte man sich lieber etwas anderes suchen. Kommt man mit dem
Prinzip klar, ist alles andere auch machbar, wenn man etwas
Fleiß aufbringt.

Ich habe mich „vor dieser Gabe“ lange gedrückt. Es ärgert mich auch, dass meine Mutter Recht hatte als sie mir als Kind schon sagte ich würde irgendwann in diese Richtung gehen, es würde mir so gut liegen.

Es verlangt mir auch viel Übung und Büffeln ab aber (noch?) macht es mir Spaß. Ob ich wirklich in die Richtung studieren werde werde ich allerdings erst später entscheiden, es liegen ja jetzt noch eine Nachprüfung (Mathe) und 4 Mündliche Prüfungen vor mir. Noch ist also nicht alles im Trockenen aber ich werde mich natürlich anstrengen :smile:

Also noch mal ein ganz speziellen Danke an dich für deine Hilfe in den vergangenen Wochen und Monaten.

Liebe Grüße.