[OT] 'Kampfhunde': Diskussions'kultur'

Hallo allerseits,

in den letzten Monaten habe ich verstärkt hier und andererorts auf Diskussionen über sogenannte „Kampfhunde“ geachtet und finde eines sehr auffallend: Sehr oft geht es gar nicht darum, das Thema sachlich-wissenschaftlich zu erörtern. Viel häufiger wird die Diskussion extrem emotional geführt, es werden (auf „beiden Seiten“) zum Teil vollkommen haltlose Meinungen, aber keine Fakten geäußert, und Beiträge, die versuchen, die Diskussion zu versachlichen, bekommen hier im Forum vielleicht mal den einen oder anderen Stern, werden ansonsten aber meist ignoriert.

Mich nervt das an, und zwar insbesondere deswegen, weil es tatsächlich hier in Deutschland inzwischen ein „Kampfhunde“-Problem gibt, unter dem Menschen und Tiere leiden müssen, und eigentlich JEDEM geholfen wäre, wenn man tatsächlich nach einer Lösung streben würde, statt Meinungsmache zu betreiben.

Solange die Debatte so emotionalisiert bleibt und die politische Umsetzung sich auf wissenschaftlich unsinnige und teilweise kontraproduktive Listenhundegesetze und -verordnungen beschränkt, wird eine Verbesserung der Situation sogar aktiv verhindert.
Durch die bestehenden Regelungen wird weder das „Beißrisiko“ verringert, noch verwandeln sich sämtliche Hundebesitzer, nur weil sie eine sog. Sachkundeprüfung ablegen müssen, plötzlich in kundige und verantwortungsvolle Halter.

Der Vergleich ist vielleicht nicht ganz passend, aber auch das, was ihnen in der Fahrschule beigebracht wurde und über das sie eine Prüfung ablegen mussten, hält gewisse Führerscheinneulinge nicht davon ab, sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer durch ihre Fahrverhalten extrem zu gefährden. Ansonsten hätten die Kfz-Versicherer wohl kaum die Beiträge für junge Neulinge so stark in die Höhe geschraubt …

Das Problem ist schon eher ein soziologisches/psychologisches, aber da näher hinzuschauen, ist ja anscheinend zu komplex und viiiiiel zu anstrengend …

Grüße
Christiane

Hallo,

Das Problem ist schon eher ein soziologisches/psychologisches,
aber da näher hinzuschauen, ist ja anscheinend zu komplex und
viiiiiel zu anstrengend …

Das Problem liegt IMO in der Gesetzeslage: Wenn der Gesetzgeber Gesetze verabschiedet, die z.B. das Mitführen sogenannter „Butterfly“-Messer verbieten, das Mitführen von (potentiell) viel gefährlicheren Hunde aber in keiner Weise reglementiert und es Gruppen gibt, die gerne ein irgendwie geartetes Gefahrenpotential „unter ihrer Kontrolle“ haben (z.B. zum Einsatz als Drohmittel), dann ist es eben kein Wunder, dass diese Knallköppe sich des Hundes bedienen, da das Messer ja verboten ist.

Ein Lösungsansatz ist das nicht, ich habe keinen (außer Hundehaltung generell stark einzuschränken).

Grüße,

Anwar

Hallo Anwar,

Ein Lösungsansatz ist das nicht, ich habe keinen (außer
Hundehaltung generell stark einzuschränken).

Wie wäre es mit ein wenig Brainstorming.
Mögliche Vorschläge:

  • Hundeführerschein gestaffelt nach Klassen, vom Schoßhund bis zum sogenannten Kampfhund.
  • Zuchtverbot für bestimmte Rassen.
  • Schnellere Eingriffsmöglichkeiten für die Ordnungsämter.
  • Pflichtmitgliedschaften in Hundeschulen oder Hundevereinen.
  • Pflichthundhaftpflichtversicherung mit Selbstbeteiligung (Geld ist immer ein gutes Argument).
    usw.

Gruß
Carlos

2 „Gefällt mir“

Hallo Christiane!
Ob wir wirklich ein Kampfhundeproblem haben-ich weiß nicht.Was ich aber sehe ist,daß Beißunfälle(und zwar rasseunabhängig)-die früher noch nicht mal im Regionalteil der Zeitung erwähnt worden wären-von den Medien(bevorzugt den Privatsendern)gepusht werden.Dazu kommen noch der Boom diverser Sendungen a la „Superfrauchen“ und plötzlich gibt es ein Hundebeißproblem.
Die Kampfhundelisten empfinde ich persönlich als Schwachsinn,zumal die Hunderassen die häufig zubeißen darin erst gar nicht aufgeführt sind.
Ansonsten stimme ich Dir zu.Es ist schade,daß solche Diskussionen nicht auf sachlicher Ebene bleiben können.
Gruß
Andrea

Hallo Andrea,

Ob wir wirklich ein Kampfhundeproblem haben-ich weiß nicht.Was
ich aber sehe ist,daß Beißunfälle(und zwar
rasseunabhängig)-die früher noch nicht mal im Regionalteil der
Zeitung erwähnt worden wären-von den Medien(bevorzugt den
Privatsendern)gepusht werden.

Stimmt! Die Frage ist aber unabhängig von Panikmache der Medien, ob ein nennenswerter Mißstand vorliegt.

Früher gab es in Schrebergärten schon mal Selbstschußanlagen, wenn ein Mann seine Frau schlug war das eine Familiensache, aber nichts für die Polizei, und Hunde bissen halt schon einmal zu.

Das Problem wurde im Bewustsein der Medien erst so richtig präsent, als der kleine Volkan in Hamburg zerfleischt wurde. Dann hat man hingesehen und festgestellt, dass es jedes Jahr einige Menschen gibt, die schwer verletzt oder getötet wurden. Meistens sind es Besitzer und ihre Angehörigen.
Und die Hunde, die Menschen töten oder schwer verletzen sind nun mal keine Schoßhündchen.

Die Kampfhundelisten empfinde ich persönlich als
Schwachsinn,zumal die Hunderassen die häufig zubeißen darin
erst gar nicht aufgeführt sind.

Ich vermisse den deutschen Schäferhund. Und die Listen machen insofern Sinn, als das bestimmte Hunderassen mehr Schaden anrichten können, als andere. Viel mehr Menschen werden in unserem Land durch Sylvesterkracher verletzt, als durch Handgranaten. Aber die Handgranaten sind nur für Militär und Polizei erlaubt.
Warum also darf jede Person, jede Art von Hund halten?

Gruß
Carlos

1 „Gefällt mir“

Hallo

Mögliche Vorschläge:

  • Hundeführerschein gestaffelt nach Klassen, :zum sogenannten Kampfhund.

Wesenteste gibt es für bestimmte Hunde schon. Es gibt keine Rasse Kampfhund. Auch etwas das Medien in Köpfe gehämmert haben.

vom Schoßhund bis

Blanke Übertreibung.

  • Zuchtverbot für bestimmte Rassen.

Dann werden andere Rassen herangezogen. Das was du verbieten willst, ist nicht Rasseabhängig.

  • Schnellere Eingriffsmöglichkeiten für die Ordnungsämter.

Dazu müssen diese geschult werden. Manche können noch nicht mal einen Boxer von einem Stafforter unterscheiden und wer kennt sich in ca. 450 Rassen schon aus ??

  • Pflichtmitgliedschaften in Hundeschulen oder Hundevereinen.

Klar um denen eine neues Vereinshaus zu sichern. das bringt doch so alles nichts. Das alles hat nichts damit zu tun, dass Unfälle nicht wieder vorkommen. Sie werde nur verlagert.

Ist nicht ein verständliches Miteinander viel besser als hier mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Das Zauberwort heißt Miteinander nicht Gegeneinander :smile:

  • Pflichthundhaftpflichtversicherung mit :Selbstbeteiligung

Die meisten Hunde sind Hundehaftpflicht versichert. Zudem haben bestimmte Rassen eine Auflage für diese Versicherungen, die übrigens jeder verantwortliche Hundehalter hat.

(Geld ist immer ein gutes Argument).

Wenn man mal bedenkt, was für eine Industrie an Hunden und deren Vermarktung hängt, wäre Geld durchaus ein Argument - fragt sich nur wofür.

So bekommt man dieses Thema nie in den Griff.

Dieses Thema wird nur aufgebauscht, um von den wirklichen Themen des Tages abzulenken, darauf sollte mal geachten werden.

Natürlich ist jeder Hundebiß zuviel

  • aber auch jedes Kind was im Straßenverkehr sterben muß,
    jedes Kind was vergewaltigt und gemordet wird
  • darum sollten wir uns kümmern - aber wer tut das.

Ich habe noch keine solche Diskussion gesehen, wenn es um Kinder ging die sonst wie zu tode kamen. Das sollte uns allen zu denken geben, wie gut uns die Medien schon im Griff haben.

In dem Sinne…

Mfg. BelRia

1 „Gefällt mir“

Hallo Carlos,

Das Problem wurde im Bewustsein der Medien erst so richtig
präsent, als der kleine Volkan in Hamburg zerfleischt wurde.

Der wurde nicht zerfleischt. Auch so eine Sache, die uns die Medien immer weis machen wollte,

Dann hat man hingesehen und festgestellt, dass es jedes Jahr
einige Menschen gibt, die schwer verletzt oder getötet wurden.

Das war schon vorher bekannt. Nur es war politisch nicht so zum ausschlachten, wie um diese Zeit.

Meistens sind es Besitzer und ihre Angehörigen.
Und die Hunde, die Menschen töten oder schwer verletzen sind
nun mal keine Schoßhündchen.

Hat auch nie jemand behauptet. Nur alle Hunde jetzt zu Bestien zu machen ist wohl etwas daneben.

Ich vermisse den deutschen Schäferhund.

Der wird nie auf einer solchen Liste zu finden sein, dafür hat dieser Hund zuviele Anhänger.

Und die Listen machen
insofern Sinn, als das bestimmte Hunderassen mehr Schaden
anrichten können, als andere.

Man kann Schäden nicht an Hunderassen fest machen. Auch so eine Sache. Jeder Hund kann mal zubeißen, aus welchem Grund auch immer - aber es ist einfacher auf diese oder jene Hunderasse mit dem Finger zu zeigen, als sich mal Gedanken des warums zu machen.

Viel mehr Menschen werden in
unserem Land durch Sylvesterkracher verletzt, als durch
Handgranaten.

Das liegt an der Verhältnismäßigkeit.

Aber die Handgranaten sind nur für Militär und
Polizei erlaubt.

Erlaubt - und wieviele haben sie - wieviele Privatpersonen haben Handgranaten ?? Zuviele !!
Und wieviele haben Waffen, die sie nicht haben dürfen, wann geht da mal ein Aufschrei durchs Land ??

Warum also darf jede Person, jede Art von Hund halten?

Weil wir in einem freien Land leben.

Zumal es auch dir nicht entgangen sein dürfte, dass beileibe nicht mehr Jeder, jeden Hund halten kann, selbst wenn er möchte.

BelRia

1 „Gefällt mir“

Es ist auch ein extremes Thema!
Hallo,

ich denke, du stellst einfach zu hohe Erwartungen.

Ich meine, bei solchen Themen prallen immer extreme Ansichten aufeinander.

Ich selbst zum Beispiel bin für die sofortige Ausrottung ALLER Kampfhunde, deren Killerinstinkt bereits unschuldige Menschenleben gekostet hat.

Wenn ich diese Meinung hier (oder anderswo) äußere, dann kommen sofort irgendwelche Hundefreaks die alles auf den Besitzer schieben und meinen dass die Hunde nur richtig erzogen werden müssen.

Spätestens jetzt ist keine Einigung mehr möglich, weil ein Tier eben ein Tier ist und man es eben NICHT 100% beherrschen kann.

Ich will einfach darauf hinaus, dass ein Tier nicht mit menschlichen Maßstäben bewertet werden kann, aber der Tierfreund wird an dieser Stelle längst angefangen haben, mir Unkenntis etc. vorzuwerfen und beginnen mich zu beschimpfen.

Schließlich endet die Diskussion in gegenseitigen Mordvorwürfen und keiner kann einen rechten Vorteil aus der ganzen Dikussion gewinnen…

Es git mE tatsächlich ein Kampfhundproblem
Hallo,

Soweit ich mich zurückerinnern kann, gab es vor 10-15 Jahren keinen einzigen südländisch aussehenden Mitbürger, der im Besitz eines Hundes war, sie hatte eher grundsätzlich Angst vor Hunden. Seitdem es die ganze Diskussion über „Kampfhunde“ gibt und das Thema über ihrer potenzielle Gefährlichkeit hochgekocht wurde, gehört der Pitbull zur Standartausrüstung im Problemkiez. Danke an unsere Presse!
Seit dieser tollen Berichterstattung habe ich das Gefühl, dass sich jeder Assi einen „Kampfhund“ zugelegt hat - auch wenn es dank Gesetzgebung inzwischen wieder abgenommen hat - obwohl sich diese Typen früher gar nicht für Hunde interessiert haben, warum wohl…?
Somit wurde die Anzahl der Falschen Hunde bei den falschen Leuten dank der super Berichterstattung in den Medien m.E. potenziert und daraus ergeben sich zwangsläufig mehr Bissvorfälle.
Das die Behören reagieren mussten ist klar. Und ohne Verbote unter denen auch diejenigen leiden, die wissen wie man mit Hunden umgeht lässt sich dem bestimmten Klientel in unserem System nun mal nicht beikommen und das ist das Problem.
Soviel zu Thema Kampfhunde…

Und zu den Bissvorfällen allgemein:
Die Statistik ist albern. Hier wird kein Stück ermittelt inwieweit der Mensch für den Vorfall verantwortlich ist, z.B. Eltern die ihr Kind mit dem Hund alleine lassen - wer würde schon sein Kind allein im Auto mit laufendem Motor lassen…
Und wo wir schon beim Thema sind: Den Vergleich Verkehrstote/Verletzte ggü. Hundevorfällen wollen wir lieber gar nicht erst antreten, sonst müssten wir wohl alle Pkw über 55 PS verbieten.

Gruß,

ElC.

Hallo Timekiller!

ich denke, du stellst einfach zu hohe Erwartungen.

Tue ich das? Das Einzige, worum es mir eigentlich geht, ist, dass die Leute mal ihren Kopf benutzen, statt sich von Schlagwörtern manipulieren zu lassen. Und das nicht nur auf das vorliegende Thema beschränkt, sondern einfach mal so generell. So etwas gehört m.E. zu dem, was sich als „mündiger Bürger“ bezeichnet.

Ich meine, bei solchen Themen prallen immer extreme Ansichten
aufeinander.

Das ist richtig. Und gegen Meinungen und Ansichten ist auch nichts einzuwenden. Man sollte sich nur klar sein, dass eine Meinung halt erst einmal nicht mehr und weniger als genau das ist: eine Meinung. Durch sie werden noch lange keine Tatsachen geschaffen.

Ich selbst zum Beispiel bin für die sofortige Ausrottung ALLER
Kampfhunde, deren Killerinstinkt bereits unschuldige
Menschenleben gekostet hat.

Das Problem dabei ist:

  1. Es gibt keine Kampfhunde in dem Sinne, in dem Medien und Politik es uns weismachen wollen.
  2. Es gibt den von dir erwähnten Killerinstinkt ebenfalls nicht.

Man kann nicht etwas ausrotten, was es nicht gibt. Und genau das meine ich: Solange man Chimären hinterherjagt, bleibt das tatsächliche Problem bestehen, d.h. es wird weiterhin zu Beißvorfällen kommen, weil man Zeit, Geld und Nerven damit vergeudet, Maßnahmen durchzusetzen, die ins Leere führen.

Wenn ich diese Meinung hier (oder anderswo) äußere, dann
kommen sofort irgendwelche Hundefreaks die alles auf den
Besitzer schieben und meinen dass die Hunde nur richtig
erzogen werden müssen.

Es ist nicht nur der Halter und es ist auch nicht nur der Hund, die Problematik ergibt sich aus individuellen Hund-Halter-Gespannen. Genau aus diesem Grund ist das Problem auch ein soziologisches.

Spätestens jetzt ist keine Einigung mehr möglich, weil ein
Tier eben ein Tier ist und man es eben NICHT 100% beherrschen
kann.

Das ist wahr. Ein Tier lässt sich genausowenig 100% „beherrschen“ wie ein Mensch. Außerdem ist der Beherrschung einer Situation normalerweise etwas wichtiges vorgeschaltet: das Verständnis für die Situation. Und wenn es daran schon hapert …

Ich will einfach darauf hinaus, dass ein Tier nicht mit
menschlichen Maßstäben bewertet werden kann, aber der
Tierfreund wird an dieser Stelle längst angefangen haben, mir
Unkenntis etc. vorzuwerfen und beginnen mich zu beschimpfen.

Ich stimme dir vollkommen zu, denn das ist es eben: Ein Tier ist ein Tier und kein Mensch. Und tierfreundlich ist derjenige, der das Tier wie ein Tier behandelt. Doch auch dazu muss erst einmal wieder verstanden werden, welche Bedürfnisse das Tier als Tier eigentlich hat. Um sozial kompetent zu sein/werden, muss ein Hund z.B. von klein auf die Möglichkeit haben, fern der Leine mit anderen Hunden nach Hunderegeln umgehen zu dürfen. Regelungen, die einen Hund dazu verdammen, sein Leben immer nur an der Leine zu fristen, fördern seine Frustration und evtl. Überreaktionen.

Schließlich endet die Diskussion in gegenseitigen
Mordvorwürfen und keiner kann einen rechten Vorteil aus der
ganzen Dikussion gewinnen…

Yupp. Leider.

Grüße
Christiane

1 „Gefällt mir“

Hallo Carlos!
Um deine letzte Frage zu beantworten:weil man es in Deutschland kann.Und das betrifft nicht nur Hunde sondern nahezu jedes Haustier.Wenn Du es Dir leisten kannst und willst darfst Du hier nahezu jedes Tier ohne Auflagen halten-auch wenn Du 0,00 Ahnung davon hast.
Ich habe deine Lösungsansätze gelesen.
Als erstes stört mich der Begriff „Kampfhund“.Jeder Hund in den falschen Händen kann zum Kampfhund werden.Ich wäre sehr dafür stattdessen den Begriff „gefährlicher Hund"einzuführen.Das betrifft jeden Hund-unabhängig von Rasse,Größe,Gewicht,usw.-der bereits grundlos und ohne Provokation gebissen hat.Diese Hunde sollten dem Maulkorb- und Leinenzwang unterliegen.Bei Verstößen gegen die Auflagen sollten erst Bußgelder und dann die Wegnahme des Tieres erfolgen.Zudem sollte der Halter gezwungen werden mit seinem Hund eine Hundeschule zu besuchen.Aufheben der Auflagen nur nach Nachweis des Schulbesuch und bestandenem Wesenstest.
Stärkere Kontrollen der Züchter.Es gibt tolle Züchter,die ihre Welpen anständig sozialisieren und prägen und sie nicht jedem in die Hand drücken,der es bezahlen kann.Aber es gibt leider auch genug,die ihre Hündinnen als Gebärmaschinen mißbrauchen,die Welpen ohne jegliche Sozialisierung in Bretterverschlägen großziehen um Kohle zu machen.Hier sind die Zuchtverbände gefragt.
Hundehaftpflicht als Pflichtversicherung-aber gestaffelt,wie beim Kfz.Ich persönlich finde es unfair,daß Besitzer von Hunden die ihr Leben lang nicht anderes zerlegen als Kauknochen und Pantoffeln genauso viel zahlen müssen wie Besitzer bissiger Hunde.
Mehr Aufklärung über den Umgang mit Hunden.Bei uns gibt es das Projekt"Keine Angst vorm großen Hund“-eine gute Sache.Davon sollte es mehr geben und auch mehr Gebrauch davin gemacht werden.
Dein Satz mit den Ordnungsämtern hat mich laut lachen lassen.Ich bin seit beinahe 20 Jahren im Tierschutz.In dieser Zeit habe ich persönlich mit Ordnungsämtern keine guten Erfahrungen gemacht.Deren Interesse bei Mißständen einzugreifen würde ich mal mit „fast nicht vorhanden“ beschreiben.Ganz dunkel wird es wenn es gegen Mißstände bei guten Gewerbesteuernzahler geht.Dann wäre eher zu überdenken,die Möglichkeiten der Tierschutzvereine zu verstärken.
Du siehst,obwohl ich selber einen Hund habe sehe ich die Problematik.Wenn ich ehrlich bin ärgere ich mich oft über die inkompetenten Hundebesitzer,die ihre Tiere einfach nicht im Griff haben.Diese-auf die Masse gesehenen wenigen-Volldeppen sorgen dafür ,daß verantwortungsvolle Hundehalter ebenfalls unter deren Fehlverhalten leiden müssen.
So,war zwar viel Text-aber vielleicht gibt es ja gute Diskussionspunkte darunter?
Gruß
Andrea

5 „Gefällt mir“

Moin!

Ich hätte da ein bis zwei Nachfragen an Dich. Darf ich?

Ich selbst zum Beispiel bin für die sofortige Ausrottung ALLER
Kampfhunde, deren Killerinstinkt bereits unschuldige
Menschenleben gekostet hat.

Wo kann ich das nachlesen? Statistiken? Belege? Ich würde mich tatsächlich dafür interessieren. Was ist denn ein Kampfhund, ich meine, wie sieht so einer denn aus? Warum hat der denn so einen, wie Du sagst, Killerinstinkt?

Kannst Du mir dazu Informationen geben? Ich tät das schon gern genauer wissen. Und irgendwie konnte es mir bisher sachlich fundiert keiner erklären.

Ich will einfach darauf hinaus, dass ein Tier nicht mit
menschlichen Maßstäben bewertet werden kann, aber der
Tierfreund wird an dieser Stelle längst angefangen haben, mir
Unkenntis etc. vorzuwerfen und beginnen mich zu beschimpfen.

Ich zumindest beschimpfe niemanden, auch Dich nicht. Ich möchte lediglich etwas lernen. Vielleicht hilfst Du mir dabei?

Schließlich endet die Diskussion in gegenseitigen
Mordvorwürfen und keiner kann einen rechten Vorteil aus der
ganzen Dikussion gewinnen…

Ich bin gespannt. Vielleicht gewinne ich ja doch einen Vorteil. Und ich werfe niemandem irgendetwas vor. Noch nicht jedenfalls.

Auf Deine Unterstützung baut

Der Dicke MD.

Moin!

Darf ich mich einmischen?

Stimmt! Die Frage ist aber unabhängig von Panikmache der
Medien, ob ein nennenswerter Mißstand vorliegt.

Und? Liegt ein Mißstand vor? Wenn ja, wie beschreibst Du den?

Das Problem wurde im Bewustsein der Medien erst so richtig
präsent, als der kleine Volkan in Hamburg zerfleischt wurde.

Das ist nicht ganz richtig. In den Medien wurde das Thema bereits vorher gepusht. Juli 2000 war lediglich des finale i-Tüpfelchen, mit dem sich wunderbar das Sommerloch füllen ließ.

Dann hat man hingesehen und festgestellt, dass es jedes Jahr
einige Menschen gibt, die schwer verletzt oder getötet wurden.
Meistens sind es Besitzer und ihre Angehörigen.

Jetzt wird´s spannend. Hast Du vielleicht fundierte Belege für Deine Aussagen? Statistiken? Amtliche Erhebungen?

Und die Hunde, die Menschen töten oder schwer verletzen sind
nun mal keine Schoßhündchen.

Hmm, da gehe ich im groben mit. Wobei, heißt das jetzt, daß der Biß eines sogenannten Schoßhündchens nicht schmerzt? Ist es nicht letztlich egal, ob ich vom LKW oder vom Kleinwagen überrollt werde? Bin ich nach dem Kleinwagenunfall weniger hinüber?

Ich vermisse den deutschen Schäferhund. Und die Listen machen
insofern Sinn, als das bestimmte Hunderassen mehr Schaden
anrichten können, als andere.

Belege? Wie kommst Du zu der Aussage? Wo ist der Unterschied zwischen dem Biß eines Deutschen Boxers und dem eines Staffordshire Bullterriers? Kannst Du die beiden Rassen überhaupt unterscheiden? Was wiegt wohl schwerer, der Biß einer Deutschen Dogge oder der einer Bordeauxdogge? Und wie Du selbst schrobst, ist es angenehmer, von einem Deutschen Schäferhund in den Allerwertesten gebissen zu werden als von einem Dobermann? Fragen über Fragen…
Hast Du Antworten?

Viel mehr Menschen werden in
unserem Land durch Sylvesterkracher verletzt, als durch
Handgranaten. Aber die Handgranaten sind nur für Militär und
Polizei erlaubt.
Warum also darf jede Person, jede Art von Hund halten?

Unabhängig davon, das es schwachsinnigerweise heute in den meisten Bundesländern anders ist: Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
Der Unterschied ist klein und zugegebenermaßen für den Oberflächlich Interessierten schwer erkennbar. Aber er ist da: Handgranate oder Waffen im allgemeinen sind dazu geschaffen, anderen vorsätzlich einen Schaden zuzufügen. Sie dienen also der Gewaltanwendung, ob durch staatliche Hoheit legitimiert oder nicht, spielt keine Rolle. Ein Tier, gleich ob Hund oder anderes, ist ein Lebewesen, das keinesfalls der Gewaltanwendung dient oder dazu, jemandem einen Schaden zuzufügen.

Für mich ist dieser kleine Unterschied elementar. Und mir erschließt sich einfach nicht, warum jemand in Sippenhaft genommen werden sollte, nur weil irgendwo irgendein Irrer frei dreht.

Gruß vom

Dicken MD.

1 „Gefällt mir“

Moin!

Ich hätte da ein bis zwei Nachfragen an Dich. Darf ich?

Ich selbst zum Beispiel bin für die sofortige Ausrottung ALLER
Kampfhunde, deren Killerinstinkt bereits unschuldige
Menschenleben gekostet hat.

Wo kann ich das nachlesen? Statistiken? Belege? Ich würde mich
tatsächlich dafür interessieren. Was ist denn ein Kampfhund,
ich meine, wie sieht so einer denn aus? Warum hat der denn so
einen, wie Du sagst, Killerinstinkt?

Wo du das nachlesen kannst weiß ich nicht. Vielleicht haben die Angehörigen der Toten oder Verwundeten ja Quellen zu diesem Thema.

Einen Kampfhund charakterisieren meiner Meinung nach verschiedene anatomische und physiologische Merkmale. Diese sind unter anderem:

-muskulöser Körperbau, insbesondere Hals- und Kiefermuskeln
-waffenartige Zähne
-erhöhtes Aggressionspotential
-neidrige Reizschwelle
-etc.

Mir ist klar, dass „Kampfhund“ und „Killerinstinkt“ Schlagwörter sind, mit denen oft Vorurteile geschürt werden. Weiterhin ist mir klar, dass die Bedeutung beider Worte nicht genau definiert ist. Das ändert aber nichts an der Gefahr, die von einigen „Kampfhunden“ ausgeht.

Kannst Du mir dazu Informationen geben? Ich tät das schon gern
genauer wissen. Und irgendwie konnte es mir bisher sachlich
fundiert keiner erklären.

Nein, aber Tatsachen existieren unabhängig davon, ob ich dir Infos geben kann oder nicht.

Genauso ist es einerlei ob ich jetzt „Killerinstinkt“, „Verhalten XY“, „erhöhtes Aggressionspotental“ oder sonst einen Fachterminus verwende - gemeint ist in jedem Falle die Einrichtung im Hund die ihn angreifen lässt. Und diese existiert. Sonst gäbe es die Tatsache „durch Hund angegrifen und getötet“ nicht.

Ich will einfach darauf hinaus, dass ein Tier nicht mit
menschlichen Maßstäben bewertet werden kann, aber der
Tierfreund wird an dieser Stelle längst angefangen haben, mir
Unkenntis etc. vorzuwerfen und beginnen mich zu beschimpfen.

Ich zumindest beschimpfe niemanden, auch Dich nicht.

NOCH NICHT ;0)

mfg

1 „Gefällt mir“

Hallo Andrea!

Ob wir wirklich ein Kampfhundeproblem haben-ich weiß nicht.

Was ich damit meinte, ist Folgendes: Wir haben tatsächlich ein „Kampfhunde“-Problem, weil:

  • viele TH, insbesondere hier im Ruhrgebiet, mit sog. Kampfhunden, von denen sie nur einen Bruchteil je wieder vermitteln werden können, inzwischen fast überquellen;
  • best. Hunderassen und deren Besitzer stigmatisiert werden;
  • die Panikmache von Politik und Medien dazu führt, dass ein selbstverständlicher, gelassener Umgang mit Hunden für viele Menschen noch schwieriger wird. Je länger ich jemandem, der vielleicht von Hause mangels Erfahrung schon unsicher ist, von allen Seiten einrede, dass etwas gaaaaanz schrecklich gefährlich ist, desto eher wird er es glauben. Sogar eine mir bekannte Hundebesitzerin mit 8jähriger Tochter wird dank der Berichterstattungen beim Anblick eines Staffs mulmig und die Frau besitzt eine Deutsche Dogge!;
  • die Regeln der Hundeverordnungen mancherorts dazu führen, dass z.B. die alte Dame mit Kleinhund, die kein Auto hat und nicht mal eben zur ausgewiesenen Hundewiese fahren kann, ihren Hund kaum noch von der Leine lassen darf; was zu nicht artgerechter Haltung und zu teilweise giftigen Leinenkläffern führt;
  • die Umgebung (inkl. anderer Hundebesitzer) es Staffs etc., die den Wesenstest bestanden haben und wieder einen eigenen Besitzer haben, teilweise recht schwierig macht, ein normales Hundeleben zu führen: Es wird häufig nicht „normal“ auf einen Americ. Staff, der im übrigen in USA wegen seiner Freundlichkeit ein beliebter Begleithund ist, reagiert, sondern zumindest eine vorsichtige Distanzierung liegt in der Luft. Das spürt der Hund natürlich auch …

Schöne Grüße
Christiane

1 „Gefällt mir“

Aggression und Gefährlichkeit
Hallo allerseits,

weil’s so schön war und meine damalige Tipperei doch irgendwie einen Sinn gehabt haben muss, hier noch einmal ein Link zu einigen wissenschaftlichen Ausführungen zum Thema „gefährlicher Hund“, die ein paar von euch vielleicht noch nicht kennen:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Grüße
Christiane

2 „Gefällt mir“

Zu hohe Erwartungen
Hallo timekiller!

ich denke, du stellst einfach zu hohe Erwartungen.

Noch einmal zu den zu hohen Erwartungen: Eigentlich sollten wir doch spätestens in der Schule gelernt haben, wie man - wenn man denn will - fundiert mit einem Thema umgeht, oder?
Wenn ich in irgendeinem Fach, sei es Deutsch oder Bio, eine gute Arbeit schreiben will, ist mir ja auch klar, dass ich erst einmal das vorliegende Material, die vorliegende Aufgabenstellung analysieren muss, um dann anhand der (hoffentlich) herausgefundenen Aspekte und Fakten, das Ganze zu interpretieren (= fundierte (sic!) Meinung).

Warum scheinen soviele Leute diese Fähigkeit im späteren Leben abzulegen? Und die Begründung ist bestimmt nicht, dass sie alle naturdoof sind und es sowieso noch nie begriffen hatten …

Grüße
Christiane

Hallo MD

Und? Liegt ein Mißstand vor? Wenn ja, wie beschreibst Du den?

Ja, es gibt eine weit verbreitete Furcht vieler Menschen vor Hunden. Diese Furcht ist üblicherweise keine nicht erklärbare Phobie, sondern beruht auf einer konkreten Angst gebissen zu werden. Die gleichen Menschen, die vor einem großen Rottweiler angst haben, haben bei einem Langhaardackel keine Angst. Diese Angst wird auch instrumentalisiert, sei es Hunde die verlassene Wirtschaftsgelände bewachen, alleinstehende Frauen, die einen großen Hund als Beschützer haben oder asoziale Jugendliche, die mit einem gefährlichen Hund beieindrucken möchten.

Ich habe heute drei Menschen nach ihren Erfahrungen mit Hunden gefragt und zwei haben mir berichtet, dass sie von einen Familienhund schon gebissen wurden und auch schon grundlos von einem fremden Hund angegriffen wurden. Ich selber wurde auch schon von einem Hund überfallartig gebissen. Ich gebe zu, dass ist nicht repräsentativ :wink:

Hmm, da gehe ich im groben mit. Wobei, heißt das jetzt, daß
der Biß eines sogenannten Schoßhündchens nicht schmerzt? Ist
es nicht letztlich egal, ob ich vom LKW oder vom Kleinwagen
überrollt werde? Bin ich nach dem Kleinwagenunfall weniger
hinüber?

Das ist ein polemischer und sehr unpassender Vergleich. Es geht nicht um einen Biss, einmal zugekniffen und das wars es. Es geht um einen Angriff mit „Vernichtungswillen“.
Bei einem Zweikampf zwischen Mensch und Tier, spielen das Gewicht und die Kraft eine Rolle. Ich möchte deinen Vergleich etwas besser anpassen. Macht es einen Unterschied, ob ein 12jähriger Junge dich schlägt oder ein erwachsener Preisboxer?

Belege? Wie kommst Du zu der Aussage? Wo ist der Unterschied
zwischen dem Biß eines Deutschen Boxers und dem eines
Staffordshire Bullterriers? Kannst Du die beiden Rassen
überhaupt unterscheiden? Was wiegt wohl schwerer, der Biß
einer Deutschen Dogge oder der einer Bordeauxdogge? Und wie Du
selbst schrobst, ist es angenehmer, von einem Deutschen
Schäferhund in den Allerwertesten gebissen zu werden als von
einem Dobermann? Fragen über Fragen…
Hast Du Antworten?

JA! Du vergleichst hier Hunde mit ungefähr gleicher Größe und Kraft. Zufall?
Wieso vergleichst du den Schäferhund nicht mit dem Dandie Dinmont Terrier, oder den Deutschen Boxer nicht mit dem Rauhaardackel?

Gruß
Carlos

Hallo Andrea,

So,war zwar viel Text-aber vielleicht gibt es ja gute
Diskussionspunkte darunter?

Ja, ich stimme deinen Argumenten uneingeschränkt zu.

Gruß
Carlos