Hallo allerseits,
in den letzten Monaten habe ich verstärkt hier und andererorts auf Diskussionen über sogenannte „Kampfhunde“ geachtet und finde eines sehr auffallend: Sehr oft geht es gar nicht darum, das Thema sachlich-wissenschaftlich zu erörtern. Viel häufiger wird die Diskussion extrem emotional geführt, es werden (auf „beiden Seiten“) zum Teil vollkommen haltlose Meinungen, aber keine Fakten geäußert, und Beiträge, die versuchen, die Diskussion zu versachlichen, bekommen hier im Forum vielleicht mal den einen oder anderen Stern, werden ansonsten aber meist ignoriert.
Mich nervt das an, und zwar insbesondere deswegen, weil es tatsächlich hier in Deutschland inzwischen ein „Kampfhunde“-Problem gibt, unter dem Menschen und Tiere leiden müssen, und eigentlich JEDEM geholfen wäre, wenn man tatsächlich nach einer Lösung streben würde, statt Meinungsmache zu betreiben.
Solange die Debatte so emotionalisiert bleibt und die politische Umsetzung sich auf wissenschaftlich unsinnige und teilweise kontraproduktive Listenhundegesetze und -verordnungen beschränkt, wird eine Verbesserung der Situation sogar aktiv verhindert.
Durch die bestehenden Regelungen wird weder das „Beißrisiko“ verringert, noch verwandeln sich sämtliche Hundebesitzer, nur weil sie eine sog. Sachkundeprüfung ablegen müssen, plötzlich in kundige und verantwortungsvolle Halter.
Der Vergleich ist vielleicht nicht ganz passend, aber auch das, was ihnen in der Fahrschule beigebracht wurde und über das sie eine Prüfung ablegen mussten, hält gewisse Führerscheinneulinge nicht davon ab, sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer durch ihre Fahrverhalten extrem zu gefährden. Ansonsten hätten die Kfz-Versicherer wohl kaum die Beiträge für junge Neulinge so stark in die Höhe geschraubt …
Das Problem ist schon eher ein soziologisches/psychologisches, aber da näher hinzuschauen, ist ja anscheinend zu komplex und viiiiiel zu anstrengend …
Grüße
Christiane

