es geht um ein Vorstellungsgespräch für eine Stelle als Diplomand, bei der ich mich als angehender Ingenieur beworben habe. Ich habe keine rechte Vorstellung davon, wie ich mich für diesen Termin zu kleiden habe.
Es gibt im Netz zwar einige Ratgeber zu dem Thema. Allerdings habe ich den Eindruck, dass diese eher für Berufserfahrene und vor allem für andere Branchen geschrieben worden sind. Als Ingenieur habe ich vermutlich weniger mit Kunden zu tun, also müsste ich das Unternehmen eher weniger repräsentieren. Und als Diplomand vermutlich sowieso nicht (zumindest stelle ich es mir so vor). Sollte ich trotzdem mit Anzug und Krawatte zum Vorstellungsgespräch gehen? So schlagen es nämlich die meisten Ratgeber vor!
Hinzu kommt, dass ich mich vor anderthalb Jahren als Praktikant bei einem ebenfalls großen Unternehmen (erfolgreich) beworben habe. Dort wäre ich mit besagtem Anzug und Krawatte völlig overdressed gewesen. Ich hatte damals ein ordentliches (Baumwoll-)Hemd an und eine neue schwarze Jeans. Diesmal ist neben dem Abteilungsleiter allerdings auch jemand aus der Personalabteilung da. Ausserdem bin ich durch die Ratschläge etwas verunsichert.
Wie seht ihr die Sache? Bin ich mit Anzug und Krawatte auf der sicheren Seite? Oder dürfen es auch wieder Jeans mit Hemd sein? Es geht nur um die Form, ich denke, ich würde in beiden Outfits gepflegt wirken.
Hey,
ich weiß nicht, ob dir das weiter hilft. Aber bei meinem Praktikum bei Bosch sind alle Ingeniere/Physiker etc. im Hemd gekommen. Nur die Abtseilungsleiter hatten (auch nicht alle) einen Anzug an.
ich weiß nicht, ob dir das weiter hilft. Aber bei meinem
Praktikum bei Bosch sind alle Ingeniere/Physiker etc. im Hemd
gekommen. Nur die Abtseilungsleiter hatten (auch nicht alle)
einen Anzug an.
Ich gehe sogar weiter und sage, dass ich Führungskraft öfters im Firmen-sweat-shirt komme, da das ein statement in der/zur Firma ist. Das ändert aber nichts daran, dass ich bei einem Bewerber durchaus Anzug und Krawatte erwarte und sehr „überrascht“ wäre, käme mein Bewerber ebenfalls im sweatshirt:wink:
grundsätzlich gilt: Beim Bewerbungsgespräch immer 1 Stufe besser gekleidet sein als der Gastgeber (zumindest bis zum dunklen Anzug)
Wenn Du die Kleiderordnung Deines Gastgebers nicht kennst oder erahnst, dann auf jeden Fall Anzug und Krawatte. Als Ing. reicht in der Regel der Standard-Mausgrau-Anzug, um nichts falsch zu machen, da ein dunkler Anzug meist overdressed wäre (außer Du wolltest strategy consultant werden:wink:) und andersfarbige Anzüge ein Persönlichkeitsstatement beinhalten, das Du offensichtlich nicht abgeben willst (sonst hättest Du die Frage nicht gestellt).
Weniger darfst Du nur dann tragen, wenn Du explizit weißt, dass die Umgangsformen deutlich lockerer sind. In den Konzernen, die ich kenne, sind allerdings Hemd und Krawatte bei Führungskräften normale Uniform, so dass der Bewerber auf jeden Fall Anzug und Krawatte tragen sollte.
Hallo!
Ich würde mal sagen, das kommt auch auf das Unternehmen an.
Und ich würde Dir folgendes empfehlen: Wenn Du Dich im Anzug mit Krawatte unwohl fühlst, dann ist es für eine Diplomandenstelle meiner Meinung nach ok entweder
Anzug mit T-Shirt oder Pulli (wie unten erwähnt) oder
saubere, gepfelgte Jeans (möglichst schwarz) mit Hemd und Sakko (bitte in schwarz)
zu tragen.
Lg,
NOrah
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Danke!
Vielen Dank für Eure Antworten! Wenn ich Euch resümiere, dann ist ein Anzug oder zumindest ein Jacket der sicherere Weg. So werde ich es dann auch halten. Es ist auch nicht so, dass ich mich im Anzug unwohl fühlen würde. Viel problematischer ist, dass ich meinen jetzigen Anzug eher selten getragen habe und ich mir deshalb einen neuen aussuchen muss.
Von Jeans rate ich grundsätzlich ab.
In manchen Unternehmen (z. B. da wo ich arbeite) sind Jeans ungerne gesehen und u. U. sogar per Kleiderordnung verboten.
Mein Tip fürs Vorstellungsgespräch:
schwarze Hose, Hemd, weißes T-Shirt drunter. Ein Jackett dabei z haben kann nicht schaden (außer es hat über 30°C). So ist man nicht overdressed und auch nicht unpassend gekleidet, wenn Anzüge üblich sind.
Du meinst vermutlich (Knie-)strümpfe? Socken zum Anzug sind
no-go =:open_mouth:
ähm, ich trage bei ‚feinen‘ Anlässen Fußkleider, die bis ca. mitte Waden gehen und auch im Sitzen kein Fleisch sichtbar werden lassen.
Sind das jetzt Socken oder Strümpde?!
Jetzt mal halblang
Als der damalige Päsident Václav Havel http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%A1clav_Havel
seinen ersten Fersehauftritt hatte, da wußte er noch nicht, daß man im Fersehen, auf Bühnen und Plätzen in den vorderen Reihen Kniestrümpfe zu tragen hat.
Ich selbst pflege gelegentlich in Kniestrümpfe (ohne Halter) zu schlüpfen, wenn ich damit rechnen muß, daß meine Waden z.B. beim Zupfen der Baßgitarre über den zu kurz besockten Lackschuh-Waden hervorblitzen würden. Was ja bei Smoking- oder Dinnerjacket-Trägern sowohl fur den Gastgeber als auch für den Kameramann ein wirkliches Ärgernis ist.
Im normalen Leben, meine ich, findet der Mann von Welt,
auch der Musikant, mit ganz gewöhnlichen Herrensocken der unauffälligen Art das Auslangen.
Beim Schuhwerk allerdings rate ich auf Formen zu verzichten, welche sich nicht schon mindestens 100 Jahre in Gesellschaft bewährt haben:wink: