Guten Tag,
nun, also meine Nasenscheidewand wird in wenigen Tagen begradigt da sie so verkrümmt ist dass ich auf einer Seite gar keine Luft bekomme, deswegen wurde mir von den Ärzten geraten mich der Operation zu unterziehen
Mein Arzt hat mich selbstverständlich über mögliche Komplikationen/Risiken aufgeklärt, also auch über die sogenannte Stinknase.
Ich habe mich da ein Paar Informationen ergoogelt und diese bereiten mir nun ernsthaft Kopfzerbrechen, ich bekomme quasi die Panik davor diese Krankheit nach der Op zu bekommen. Aus der Nase zu stinken ist nun wirklich nicht erstrebenswert, es wäre für mich ein Alptraum da dadurch sowohl ich als auch mein soziales Leben sehr drunter leiden würde, mein Arzt hat mir auch gesagt dass das schwer bis gar nicht therapierbar ist.
Aber da ich ja ein doch sehr rationaler Mensch bin würde mich einfach nur die Wahrscheinlich interessieren…also wie oft sowas nach einer Nasenscheidewandbegradigung vorkommt. Ich hatte bis dato nie wirklich Probleme mit der Nase (also so gut wie nie Erkältungen oder irgendwelche Entzündungen gehabt, habe nie Nasensprays etc. genommen, Schwierigkeiten hatte ich nur mit der Sauerstoffzufuhr (Schlafapnoe, trockener Mund am Morgen, Schnarchen, Schnell außer Atem sein etc.)
Wie hoch ist denn das Risiko einer Stinknase? Also ich bin männlich, 25, eigentlich topfit bis auf die Nase natürlich, nehme keine Medikamente, keine Nasensprays, soweit ich weiß hatte in meiner Famile Ozäna auch noch keiner (soll angeblich auch erblich bedingt sein)
Danke schonmal für die Antworten,
Gruß Thomas
Hi!
Die Möglichkeit, nach der Operation die klassische Ozäna zu bekommen ist praktisch null.
Was auftreten kann ist, daß sich nach der Operation Borken bilden kann, die sich bakteriell besiedeln und dann entsprechend riechen können. Das tritt aber eigentlich nur auf, wenn man zu viel des Schwellgewebes im Bereich der Nasenmuscheln entfernt.
Meiner Erfahrung nach hört das aber nach ein paar Wochen/Monaten in der Regel wieder auf, wenn sich die Schleimhaut umgewandelt hat.
Gruß
Peter
Hallo,
ich habe meine erste Nasenscheidewandoperation 1984 durchgeführt, damals „als Lehrling“ unter Kontrolle, danach in der Klinik etwa 50 weitere, seit 22 Jahren in der Praxis schätzungsweise 1000. Die Erfolge in den ersten Jahren waren mal so, mal so. Es handelt sich um eine „schwierige“ Operation, bei der man viel falsch machen kann, die in den Händen eines erfahrenen Operateurs aber in aller Regel gelingt und eine gute bis sehr gute Nasenatmung bewirken kann. Wichtig dabei ist u.a. auch eine sachgemäße Verkleinerung der entsprechenden Nasenschwellkörper.
Komplikationen kann es immer mal geben, ich muß aber sagen, daß die Komplikationsrate bei einem erfahrenen Nasenchirurgen gering ist. Eine Ozaena habe ich seit Beginn der Tätigkeit NOCH NIE erlebt, auch nicht bei den umgebenden Kollegen. Vielleicht beruhigt das etwas.
NB.: Die Operatinstechniken ändern, d.h. verbessern sich. Die gefürchtete Nasentamponade, das Ausstopfen der Nase nach der Operation für 1 - 2 Tage, ist heutzutage nicht mehr notwendig.
Viel Erfolg und keine Angst vor Ozaena (O-z-a-e-n-a)
Hallo Thomas!
Also, ich arbeite seit einem Jahr in der HNO und habe in dieser Zeit ca. 20 Septum-Operierte gesehen. Keiner von denen hat je über eine „Stinknase“ oder andere Probleme nach der OP geklagt. Alle waren zufrieden, auch wenn der Heilungsprozess mal etwas länger gedauert hat.
Die einzige Möglichkeit, die Ihnen noch bleibt um das Risiko zu minimieren: einen erfahren Operateur suchen.
MfG
Nadja Gorzelitz
Hallo. Ich habe lange keine www-Anfragen beantworten können und bitte um Verzeihung für die Verspätung.
Wie hoch ist denn das Risiko einer Stinknase? Also ich bin
männlich, 25, eigentlich topfit bis auf die Nase natürlich,
nehme keine Medikamente, keine Nasensprays, soweit ich weiß
hatte in meiner Famile Ozäna auch noch keiner (soll angeblich
auch erblich bedingt sein)
Das Risiko hängt von vielen Faktoren ab, nicht zuletzt auch von der Radikalität der Operation. Mit Prozentsätzen lässt sich in der Medizin kaum sinnvoll argumentieren; auch ist nicht für jedes OP-Risiko eine sichere Aussagen möglich. Ich persönlich würde das Risiko für meine Patienten bei