Paar- bzw. Familientherapie

Hallo,

ich wills erst einmal kurz machen:

ich möchte mit meiner Ex-Partnerin und ihrer Tochter eine Paar- bzw. Familientherapie machen.

Gibts Therapeuten oder Einrichtungen, bei/in denen man das kostenlos machen kann?

Suche Therapeuten oder Einrichtungen in und um 34… Kassel.

Bitte um eure Hilfe.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

findest du unter http://www.hilfeatlas.de

Suche nach PLZ-Bereich

Du kannst dich auch direkt an die Familienhilfe deiner Kirchengemeinde wenden.

gruss

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
meist haben die psychologischen Beratungsstellen von Caritas, Kreis, Stadt, Diakonie sehr gutes Personal und die sind umsonst. Oder eben über die Krankenkasse. Dann direkt dort nachfragen. In der Regel sind Verhaltenstherapeuten und Psychoanalytiker über die Kasse abrechenbar.
LG
Stefan

Hallo,

Therapeuten vermeiden, wo immer möglich, Garantiezusagen in Hinblick auf eine bestimmte Erfolgsaussicht. Zum einen steckt dahinter das Problem der Schadensersatzpflichtigkeit (Da sind sie alle gleich). Zum anderen ist das Therapieergebnis gerade bei einer Paartherapie grundsätzlich nicht vorherbestimmbar.

So sollte ein Paar sich von vorn herein selbst(!) darüber im Klaren sein, ob beide (!) wirklich Willens sind, die tägliche Aufwertung der Persönlichkeit des anderen in bestmöglicher Weise zum Inhalt oder Maßstab seines eigenen Lebens zu nehmen. Danach zu Handeln hieße, dies so weit wie möglich zu optimieren. Das Ideal (z.B. Liebe) kann nur poetische Orientierung sein [Herzschmerz:smile:].

Sollte der andere aus der Beziehung andere Lebensvorstellungen haben, wäre dieser Umstand, gerade auch um des eignen Selbstswillens, mindestens ebenso achtenswert.

guvo

Hallo Guvo,

Therapeuten vermeiden, wo immer möglich, Garantiezusagen in
Hinblick auf eine bestimmte Erfolgsaussicht.

Wer bestimmt, was der Therapie-Erfolg ist. Es kann bei keiner (Psycho-)therapie Garantien geben! Der Mensch ist Gott sei Dank keine Maschine die vorherbestimmbar ist und Psychotherapie funktioniert nicht nach dem Motto: Wenn ich als Therapeut das mache, kommt das raus! Was steckt da für eine Annahme dahinter???

Zum einen steckt
dahinter das Problem der Schadensersatzpflichtigkeit (Da sind
sie alle gleich).

Das wäre ja noch schöner! Stell dir den Fall vor, eine Frau kommt wegen Neurodermitis zu einem Psychotherapeuten und die Krankheit verschwindet nicht.

Zum anderen ist das Therapieergebnis gerade
bei einer Paartherapie grundsätzlich nicht vorherbestimmbar.

Bei keiner Therapie ist Erfolg garantiert!!! Jedoch hat eine systemische (Paar-)therapie ganz gute Erfolgsquoten. Und sie dauert keine Ewigkeiten.

So sollte ein Paar sich von vorn herein selbst(!) darüber im
Klaren sein, ob beide (!) wirklich Willens sind, die tägliche
Aufwertung der Persönlichkeit des anderen in bestmöglicher
Weise zum Inhalt oder Maßstab seines eigenen Lebens zu nehmen.
Danach zu Handeln hieße, dies so weit wie möglich zu
optimieren. Das Ideal (z.B. Liebe) kann nur poetische
Orientierung sein [Herzschmerz:smile:].

Sollte der andere aus der Beziehung andere Lebensvorstellungen
haben, wäre dieser Umstand, gerade auch um des eignen
Selbstswillens, mindestens ebenso achtenswert.

Vielleicht bin ich einfach zu doof, doch mit dieser Aussage könnte ich rein gar nix anfangen - muss ich ja auch nicht! Kannst du dich klarer ausdrücken?

Grüße
Stefan

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Lieber Stefan,

vorab stelle ich nur fest, dass ich mit Dir größtenteils übereinstimme. Therapieergebnisse sind nicht vorherbestimmbar. Das trifft erst recht für sogenannte Paartherapien zu. Dabei können überzogene Erwartungen zu schwer kalkulierbaren Irritationen führen. Und dann tragen die sogenannten Patienten das alleinige Risiko, in dem sie damit auf sich selbst gestellt bleiben. So ist die Realität. Aber ist das akzeptabel?

Die Beziehungspartner sollten sich daher von vorn herein ihrer jeweiligen Erwartungen, als Ausdruck beiderseitigen Respekts und Voraussetzung für weitereichende Beziehungsgefüge - familiärer Solidarität und Toleranz (vielleicht auch Liebe), sicher sein. Stehen wir da über Kreuz?

Auffällig ist jedoch, dass zwischen Therapeuten und Patienten nie schriftliche Absprachen vorliegen. Wenn das nicht darauf schließen lässt, dass letztlich dem/den Patienten (!) das Therapierisiko allein überlassen bleiben soll?! Schließlich leben wir doch im 21. Jahrhundert, d.h., dass zwischen Therapeuten und Patienten generell PARITÄT (eben kein Automatismus)auch hinsichtlich des Erfolgsrisikos bestehen sollte. Oder zeitgeschichtliche Rolle rückwärts?

Na, dann bitte ich alles weitere nur als persönliche Anmerkung zu verstehen. So auch, dass die besondere Bedeutung einer vertrauensvollen Partnerschaft, in der täglichen Aufwertung der PERSÖNLICHKEIT (sie wikipedia) des/der anderen Lebenspartnes (und umgekehrt)liegen dürfte. Aber sicher gibt es auch andere Meiungen,…

Un jetzt nehme ich mir einfach heraus, auch einmal das Megaphon in die Hand zunehem, um Deine Eingangsfrage zu beantworten: Wer bestimmt den Therapie-Erfolg?

DER PATIENT! Nun klarer?

Schöne Grüße
guvo

Hallo Guvo,

Therapieergebnisse sind nicht vorherbestimmbar.
Das trifft erst recht für sogenannte Paartherapien zu. Dabei
können überzogene Erwartungen zu schwer kalkulierbaren
Irritationen führen.

Was meinen Sie mit Irritationen? Die Erwartungen, Befürchtungen, Möglichkeiten und Grenzen der Therapie, Aufträge, heimliche Aufträge, … werden zu Beginn der Therapie von einem guten Therapeuten abgeklärt!!

Und dann tragen die sogenannten Patienten
das alleinige Risiko, in dem sie damit auf sich selbst
gestellt bleiben. So ist die Realität. Aber ist das
akzeptabel?

Was kann schlimmsten Falls passieren, was ohne Therapie nicht passieren könnte? Meinen Sie die wenigen Horrormeldungen, dass mal ein Patient sich umbrachte? Wer sagt, dass er dies ohne Therapie nicht getan hätte. Das ganze Leben besteht aus Risiken. M.E. ist das Risiko einer Therapie eher gering.

Die Beziehungspartner sollten sich daher von vorn herein ihrer
jeweiligen Erwartungen, als Ausdruck beiderseitigen Respekts
und Voraussetzung für weitereichende Beziehungsgefüge -
familiärer Solidarität und Toleranz (vielleicht auch Liebe),
sicher sein. Stehen wir da über Kreuz?

Ja, stehen wir. Denn was, wenn genau dies Teil des Problems ist! Und was, wenn bei einer Paartherapie die Partner unterschiedliche Therapie-Ziele haben? Er will bleiben - sie gehen!?

Auffällig ist jedoch, dass zwischen Therapeuten und Patienten
nie schriftliche Absprachen vorliegen. Wenn das nicht darauf
schließen lässt, dass letztlich dem/den Patienten (!) das
Therapierisiko allein überlassen bleiben soll?! Schließlich
leben wir doch im 21. Jahrhundert, d.h., dass zwischen
Therapeuten und Patienten generell PARITÄT (eben kein
Automatismus)auch hinsichtlich des Erfolgsrisikos bestehen
sollte. Oder zeitgeschichtliche Rolle rückwärts?

Therapieziele können sich ändern, das Leben ist nicht statisch. Dies schriftlich abzusprechen würde dem Leben ebenso wie der Therapie die Dynamik nehmen!
Und: Das Problem hat letztendlich der Klient (ich spreche ungern von Patient), nicht der Therapeut. Wenn dieser sich das Problem zu eigen macht, hat er wirklich eins.

Ach Guvo,
ich habe irgendwie den Eindruck, dass wir beide nicht dieselbe Sprache sprechen (schreiben). Vielleicht meinen wir das Gleiche oder reden auch total aneinander vorbei. Aber sowas gibt es nun halt auch mal! Also lassen wir es doch lieber …

So long
Stefan

Hallo Stefan,

keine Entscheidung ohne Not. Sie befinden, ob und was Sie Ihrer Schlussanmerkung gemäß unterlassen müssen. Hauptsache ist, dass Ihnen klar ist, unter Druck zu stehen. Ein Identitätskonflikt wohlmöglich, da ausgeschlossen werden kann, dass Sie irgend jemand real unter Druck setzt. Ich kann daher nur dazu ermutigen, den Konflikt durchzustehen.

Don´t worry, be happy.

guvo